Camping in Südfrankreich

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Besonderheiten zum Camping in Südfrankreich

Südfrankreich bietet Campingplätze in vielen verschiedenen Regionen. Wer vor allem zum Baden verreist, sollte einen Stellplatz an der Küste des Mittelmeeres anmieten. Hierfür sind vor allem die Côte d’Azur zwischen der italienischen Grenze und der Metropole Marseille geeignet.

Auf die Besucher wartet ein einzigartiger Kontrast zwischen tiefblauem Wasser und den kreideweißen Felsklippen. Letztere eignen sich hervorragend für Wanderausflüge und Radtouren. Aktiv lässt sich ein Urlaub mit Camping in Südfrankreich zudem in Languedoc-Roussillon gestalten.

Die Region breitet sich westlich von Marseille aus und umfasst küstennahe Orte wie Montpellier, Agde und Sète. Auch hier ist ein Abstecher in das Hinterland empfehlenswert für alle, die klare Gebirgsquellen und beeindruckende Canyons bewundern möchten.

Anreise

Für die Anreise nach Frankreich kann man über Baden-Württemberg, das Saarland und Rheinland-Pfalz die Grenze überschreiten oder aber den Weg über die Schweiz und Italien wählen. Wer aus dem Norden Deutschlands kommt, nutzt am besten die Autobahnen in Richtung Rhein. Hier führt die A5 in Richtung Schweiz. An mehreren Stellen, zum Beispiel in Kehl oder Baden-Baden, führen Brücken über den Fluss.

Die erste Station in Frankreich ist das Elsass, wo sich kulturinteressierte Urlauber gerne einen oder zwei Tage Zeit nehmen, um die gotische Architektur von Strasbourg, die Fachwerkhäuser in Kleinstädten wie Colmar und die Hügellandschaften der Vogesen zu bewundern. Die besten Anbindungen weiter nach Süden bieten die kostenpflichtigen Autobahnen A31 und A35 beziehungsweise A36, wobei letztere am Rande des Juragebirges zu den Straßenwegen nach Lyon entlang führt.

Frankreichs zweitgrößte Stadt ist ebenso über die Schweiz erreichbar, jedoch liegen in dem Alpenstaat die Mautgebühren deutlich höher als in Frankreich. Von Lyon aus bringt die A7 die Urlauber an die Côte d’Azur. Etwas weiter westlich verläuft die A75 nach Montpellier. Von Hamburg und Berlin sind es etwa 1.600 km, von München knapp 1.100 km zum Reiseziel.

Reiseziele in Südfrankreich

Es sind vor allem die Strände, die Reisende aus aller Welt zum Camping nach Südfrankreich locken. Abseits der Küste gibt es für freizeitorientierte Urlauber zudem viel zwischen Alpenhängen, Weinbergen und mächtigen Schluchten zu entdecken.

Côte d’Azur

Die Côte d’Azur erstreckt sich von der italienischen Grenze bis nach Marseille und ist aufgrund ihres tiefblauen Wassers seit jeher ein Anziehungspunkt für Urlauber. Orte wie Cannes und Monaco haben sich zum Treffpunkt und Sommerquartier der französischen High Society entwickelt. Hierzu hat nicht zuletzt das berühmte Filmfestival von Cannes beigetragen. Dennoch lassen sich preiswerte Campingplätze vor allem zwischen Nizza und Marseille finden.

Languedoc-Roussillon

Im Vergleich zur Côte d’Azur ist es an der Küste des Languedocs deutlich ruhiger. Hierher kommen vor allem Reisende, die sich dem Wassersport widmen möchten. Die weiten Strände und die guten Winde schaffen die besten Voraussetzungen zum Surfen und Kiten. In Gemeinden wie Agde und Sète bieten diverse Wassersportschulen ihre Dienste an.

Pyrénées-Orientales

Pyrenäenhänge mit optimalen Wanderwegen und tollen Voraussetzungen zum Kajakfahren, das Mittelmeer bei Perpignan und die katalanisch beeinflusste Kultur gehören zu den Highlights in der südfranzösischen Region Pyrénées-Orientales. In Perpignan begeistern darüber hinaus die historischen Bauwerke aus dem Mittelalter, als die Stadt noch das politische Zentrum des Königreichs Majorca war.

Gastronomie

Ganz Frankreich ist für seine hochwertige Sterneküche bekannt, wobei im Süden meist ein starker Fokus auf Fisch und Meeresfrüchten liegt. Das wohl bekannteste Gericht der Region stammt aus Marseille und nennt sich Bouillabaisse. Die provenzalische Suppe wird langsam mit Fischen aus dem Mittelmeer, mit Krabben und Seeigeln, Tomaten, Sellerie, Kartoffeln und Knoblauch gekocht und mit Olivenöl verfeinert.

Daneben sind selbstverständlich auch gegrillte Fischplatten und Meeresspeisen wie Muscheln und Kalmare erhältlich. Wer gerne selber kocht, kauft sich auf den Märkten Kräuter der Provence, die besonders gut zu leichten Bratenspezialitäten passen. Dazu gönnt man sich einen der edlen Weine aus Südfrankreich.

Beste Reisezeit

Grundsätzlich kann man das gesamte Jahr über den Süden von Frankreich besuchen. Die Saison für einen Badeurlaub umfasst jedoch die Zeit von Ende Mai bis Anfang Oktober. Bereits im späten Frühjahr liegen die Außentemperaturen tagsüber bei einem durchschnittlichen Maximum von 22 Grad Celsius. Im Juli und August werden Spitzenwerte von fast 30 Grad Celsius erreicht.

Entsprechend warm ist das Mittelmeer mit circa 23 Grad Celsius. Im Languedoc kann das Wasser bisweilen etwas kühler sein. Gleiches gilt für die Atlantikküste bei Biarritz. Von November bis April dürfen die Gäste Südfrankreichs mit etwa 12 bis 14 Grad Celsius an der Luft rechnen, beste Voraussetzungen also, um im Wohnmobil zu überwintern.

Top 5 Sehenswürdigkeiten

  • Papstsitz von Avignon: Zwischen 1335 und 1430 residierten die katholischen Päpste im südfranzösischen Avignon. Der gotische Palast ist eine der Hauptattraktionen.
  • Promenade des Anglais: Nizzas Spaziermeile an der Mittelmeerküste lädt mit seinem Strand und zahlreichen Restaurants zu Genuss und Erholung ein.
  • Monaco: In Monaco begeistern die Aussichten auf die Côte d’Azur, die Burg der Grimaldis und die berühmte Spielbank.
  • Hafen von Marseille: Im Vieux Port kann man gut essen gehen und eine Fähre hinüber zur alten Gefängnisinsel Île d’If nehmen.
  • Perpignan: Okzitanische Kultur, mittelalterliche Stadtmauern und der Palast der mallorquinischen Könige sind die bekanntesten Wahrzeichen.

Top 2 Insidertipps

  • Pont du Gard: Das römische Viadukt stammt aus dem 1. Jahrhundert nach Christi und überquert bei Vers-Pont-du-Gard den Gardon-Fluss. Das Bauwerk gehört zu den am besten erhaltenen Brücken der Römerzeit und wird von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützt.
  • Gorges du Tarn: Die mächtige Schlucht des Tarn-Flusses liegt zwischen Causse Méjean und Causse de Sauveterre und garantiert ihren Besuchern atemberaubende Aussichten. Viele Reisende besichtigen die regionalen Tropfsteinhöhlen, gehen wandern, klettern oder fahren mit dem Kajak. Sehenswert sind die Überreste der Festung Castelbouc am Tarnufer. Die hiesigen Dörfer versprühen angenehm ländliches Flair.

Aktivitäten und Ausflüge

An der Küste von Südfrankreich stehen Aktivitäten wie Baden, Surfen und Kiten im Vordergrund. Berghänge und das schluchtenreiche Hinterland von Languedoc und die Pyrenäen laden des Weiteren zum Wandern, Klettern und Kajakfahren ein.

Baden

Die gesamte Côte d’Azur ist ein wahres Badeparadies. Neben den großen Badeorten wie Nizza, Cannes und Saint-Tropez finden Urlauber auch zahlreiche versteckte Badebuchten. Dort kann man zum Beispiel auf den Campingplätzen einkehren und den Blick auf das tiefe Blau des Mittelmeers genießen.

Wandern

Die Alpenausläufer der Provence und die tiefen Schluchten in Languedoc-Roussillon verlocken Reisende zu ausgiebigen Wanderausflügen. Auf den Touren wandelt man beispielsweise über wohlduftende Lavendelfelder und kehrt in eines der Weinchâteaus ein. Gebirgsfans zieht es hinauf in die Pyrenäen, die sich am besten von Perpignan aus erreichen lassen.

Kajakfahren

In den Pyrenäen und im Languedoc finden Reisende beste Voraussetzungen zum Kajakfahren vor. Flüsse wie der Tarn sind beliebte Ausflugsziele für solche Aktivitäten. Wer Lust hat, kann eine geführte Tour mit Gummiboot buchen oder sich bei entsprechender Erfahrung Kajaks ausleihen.

Events

  • Januar: Zirkusfestival von Monte-Carlo. Das Event hat Monaco in der ganzen Welt berühmt gemacht und sorgt bei Groß und Klein für staunende Blicke.
  • Mai: Filmfestival von Cannes. Seit mehr als 70 Jahren ist die Veranstaltung maßgebend für die europäische Filmszene. Hier lassen sich neben den großen Kassenschlagern gute Independent-Produktionen, Arthouse und Dokumentationen entdecken.
  • Am 21. Juni: Fête de la Musique. Frankreichweit eines der größten Musikfestivals überhaupt. In fast allen Städten des Landes werden an diesem Tag Bühnen aufgebaut, auf denen kostenlos national und international bekannte Bands spielen. Jeder der Lust hat, kann zum Tag der Sommersonnenwende selbst performen.
  • Juli: Festival d’Art Lyrique. Die Opernfestspiele in der Studentenstadt Aix-en-Provence bieten erstklassige Bühnenaufführungen europäischer Regisseure im ehemaligen Palast der Erzbischöfe.
  • Juli: Festival d’Avignon. Die Papstresidenz von Avignon wird jeden Juli zur Kulisse für ein international bekanntes Theaterfest.
  • Am 14. Juli: Der französische Nationalfeiertag wird auch im Süden ausgelassen gefeiert. Militärparaden, Ansprachen, Musik, gutes Essen und das krönende Feuerwerk machen dieses Fest so besonders.