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Besonderheiten beim Camping in der Camargue

Eine Vielzahl komfortabler Campingplätze in der Camargue laden zum Verweilen ein. Viele von ihnen liegen direkt an der Küste und bieten einen eigenen Zugang zum Meer. Die absolute Ruhe und volle Entspannung entfaltet sich auf den Plätzen, die direkt im Flussdelta der Rhone liegen. Doch nicht nur nach Ruhe suchenden Paaren wird hier etwas geboten. Einige der Anbieter haben sich auch speziell auf Familien mit Kindern eingestellt. Sie warten mit verschiedenen Betreuungsangeboten und Freizeitaktivitäten für die Kleinen auf. Wer nicht direkt an der Küste bleiben möchte, dem eröffnen sich auch noch etwas weiter im Inland Möglichkeiten, sein Lager aufzuschlagen.

Anreise

Für die Anreise in den Süden Frankreichs aus Deutschland empfiehlt sich der direkte Weg über die gut ausgebauten französischen Autobahnen. Wenn auf Höhe Saarbrückens die deutsch-französische Grenze überquert ist, geht es weiter Richtung Metz. Von dort gelangen Anreisende auf die nach Süden verlaufende Autoroute 31 an Nancy vorbei und weiter durch die hügelige Landschaft Richtung Dijon. Die Rastanlagen der französischen Schnellstraßen sind in der Regel gut mit Stellplätzen für Wohnmobile und Gespanne ausgestattet, oftmals auch mit der Option zur Übernachtung.

Ab Dijon geht es gerade auf der A6 entlang, bevor man bei Lyon auf die A7 wechselt, die im Land selber auch als Autobahn der Sonne bekannt ist. Während linker Hand die Ausläufer der französischen Alpen langsam im Rückspiegel verschwinden, geht die Fahrt ab Orange auf der A9 in Richtung Montpellier weiter. In der alten Römerstadt Nîmes zweigen Anreisende dann schließlich auf die Autobahn 54 ab, die direkt in der Camargue endet. Vor Reiseantritt ist zu beachten, dass die meisten der großen Verkehrsadern des Landes mautpflichtig sind.

Reiseziele in der Camargue

Camping in der Camargue zeichnet sich nicht nur durch die strandnahen Plätze aus. Das Umland überrascht mit landschaftlicher Vielseitigkeit von der Küste bis zum Hochland. Und auch die angesiedelten Ortschaften werden kulturbegeisterten Urlaubern durchaus gerecht.

Das Schwemmland im Flussdelta

Die spiegelglatte Landschaft an der Grenze von Fluss zu Meer erstreckt sich über viele Quadratkilometer und verheißt totale Erholung in der Natur. Von der UNESCO als Biosphärengebiet ausgezeichnet, lässt sich die Region gemütlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken. Viele kleine Pfade führen durch landwirtschaftlich genutzte Flächen und naturbelassene Abschnitte. Nicht selten enden sie direkt am Strand. Flamingos staksen elegant auf der Suche nach Futter durch das seichte Wasser und mit etwas Glück erlebt man die ungezügelte Freiheit wilder Pferde ganz aus der Nähe.

Hochburg des Salzes

Aigues-Mortes, eine kleine Ortschaft, die vor der Trockenlegung der Umgebung einmal direkt am Meer lag, ist in jedem Fall einen Ausflug wert. Von den Parkmöglichkeiten außerhalb der Stadt schlendert man durch kleine Gassen direkt in den historischen Stadtkern. Die durchgehend erhaltene frühmittelalterliche Stadtmauer gilt als Wahrzeichen der Stadt und kann bei einer Führung besichtigt werden. Sehr sehenswert sind auch die etwas außerhalb gelegenen Salinen, aus denen seit Jahrhunderten sehr schmackhaftes Speisesalz abgeschöpft wird.

Gastronomie

Weltbekannt ist die leicht aromatische Küche der Provence gerade durch ihre Vielfalt von Kräutern, die in dieser Region bestens gedeihen. Frischer Thymian, würziger Rosmarin oder herrlich duftender Salbei verleihen den typisch bunten Gemüsegerichten ihren mediterranen Flair. Durch die absolute Nähe zur See stehen immer auch frische Meeresfrüchte und allerlei Fisch auf den Speisekarten. Das bevorzugte französische Frühstück besteht meist aus Croissants, etwas süßer Konfitüre und einer Tasse heißen Kaffee. Doch schon um die Mittagszeit können Feinschmecker die Fülle der kulinarischen Genüsse erfahren. Die Zeit für das gemeinsame und ausgiebige Schlemmen im romanischen Raum ist allerdings traditionell der Abend.

Beste Reisezeit

Auch wenn sich die Hauptreisezeit über die heißen Sommermonate erstreckt, ist die Camargue im Frühling sowie im Herbst durchaus attraktiv für einen Urlaub. Temperaturen von über 30 °C, wie sie im Sommer hier häufig auftreten, bleiben zwar aus, doch schon ab April erwärmt sich die Luft und der mediterrane Frühling kommt sehr frühsommerlich daher. Die Wassertemperaturen an diesem Küstenstreifen liegen in der heißen Jahreszeit konstant bei über 20 °C und kühlen meist erst im Oktober wieder ab. Die Badesaison zieht sich so bis in den Herbst hinein. Und auch im Winter lockt das vergleichsweise milde Klima.

Top 5 Sehenswürdigkeiten

  • Seaquarium in Le Grau-du-Roi: Hier erleben Naturbegeisterte Schildkröten, Haie und Seepferdchen hautnah. Dabei sorgt der gläserne Unterwassertunnel für eine ganz besondere Erfahrung.
  • Brücke von Langlois: Der berühmte Künstler Vincent van Gogh nahm diese Holzbrücke in Arles als Vorbild für eines seiner Meisterwerke.
  • Amphitheater von Arles: Das imposante Bauwerk krönt seit beinahe 2.000 Jahren einen Hügel der Stadt.
  • Ornithologischer Park von Pont de Gau: Im Rundgang vorbei an Flamingos und Reihern lernen Camper die Eigenarten der gefiederten Bewohner kennen.
  • Thermes de Constantin in Arles: Die Ruinen des römischen Badehauses lassen immer noch die gewaltigen Ausmaße früherer Zeiten erahnen.

Top 2 Insidertipps

  • Wochenmarkt in Saintes-Maries-de-la-Mer: Das Fischerdorf am südlichen Ende der Camargue gilt als heimliche Hauptstadt der Region. Auf dem Place de Gitans finden sich unter der Woche jeden morgen die Händler des Umlands ein. Würzige Kräuter, schmackhaftes Gemüse und fangfrischer Fisch verbinden sich zu einer einmalig duftenden Geruchskulisse.
  • Die Farmen der Manades: Das Wort Manade bezeichnet eine Stierzucht, die in diesem Teil des Landes traditionell betrieben wird. Auch der Stierkampf wird hier schon lange zelebriert, allerdings nicht mit Speeren und Dolchen. So viele bunte Tücher wie möglich auf den Hörnern des Tieres zu platzieren ist stattdessen Ziel des Spektakels in der Camargue.

Aktivitäten und Ausflüge

Ausritt in der Camargue

Hoch zu Ross das größte Flussdelta Europas zu entdecken, kann wohl als einzigartiges Erlebnis bezeichnet werden. Selbst wenn man keine Erfahrung als Reiter mitbringt, besteht die Möglichkeit, im gemütlichen Schritt an einer geführten Tour teilzunehmen. Dabei kommen die weißen Camargue-Pferde zum Einsatz, die hier heimisch sind. So lassen sich auch die versteckten Ecken dieser Landschaft erkunden, die einem zu Fuß oder mit dem Auto verschlossen bleiben.

Mit dem Raddampfer ins Land

Einen sehr lohnenswerten Ausflug, um die volle Schönheit der Region aufzunehmen, kann mit einem Raddampfer ins Landesinnere unternommen werden. Zwischen März und Oktober macht dieser in Le Grau d‘Orgon täglich seine Leinen los, um auf der Kleinen Rhone flussaufwärts zu schippern. Auf der in etwa 1,5-stündigen Fahrt mitten durch die wildesten Abschnitte dieser Landschaft wird einem das gewaltige Ausmaß dieses spektakulären Naturparks erst so richtig bewusst. Und hinter jeder einzelnen der vielen Flussschleifen tauchen immer neue und faszinierende Eindrücke auf.

Events

Juni

  • Fêtes d'Arles: Die kleine Stadt Arles, einstmals Inspirationsquelle das großen van Gogh, erweckt jedes Jahr im Juni regionalen Brauchtum zu neuem Leben. Den kompletten Monat über reihen sich im Rahmen der Festivitäten verschiedene Veranstaltungen, Folkloretänze und traditionelle Umzüge aneinander. Ob mit der ganzen Familie oder als Paar, in dieser Atmosphäre taucht jeder tief in die camargueische Kultur ein.
  • Pfingst Feria: Das nördlich gelegene Nîmes wird in der Pfingstwoche zur sprichwörtlichen Arena. Die besten Züchter der Umgebung lassen Ihre schwarzen Stiere gegen wagemutige Toreros antreten, oder treiben Sie durch die Straßen der Stadt. Regionale Künstler untermalen das Treiben mit rhythmischen Klängen und in den errichteten Stadien jubeln die Menschen in Richtung der Hörner.

September

  • La Féria du Riz: Kurz nach der Ernte im September begehen die Einwohner Arles traditionell das Reisfest und das Stadtgebiet verwandelt sich für eine Woche zum Festplatz. Die ebenfalls im Herbst endende Stierkampfsaison ist wohl mit ein Grund dafür, dass sich die Festigkeiten über eine ganze Woche mit viel Musik, Tanz und Wein erstrecken. Zur Eröffnung der Saison ist der Ort um Ostern dann wieder ebenso belebt.