Camping in der Normandie

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Besonderheiten beim Camping in der Normandie

Campingplätze in der Normandie finden Badeurlauber beispielsweise nahe Cabourg, das sich an die Blumenküste schmiegt. Viele Plätze verfügen über einen direkten Zugang zum feinen Sandstrand oder aber über ein eigenes Hallenbad. Aktive Reisende wählen ihr Domizil hingegen an der Côte d’Albâtre, um bei Wanderungen die hunderte Meter hohen Kreidefelsen mit dem Kap Fagnet und dem Kap d’Antifer zu bestaunen. Eltern mit kleinen Kindern entscheiden sich für einen familienfreundlichen Campingplatz nahe den größeren Städten wie Rouen. Hier locken altersgerechte Attraktionen wie der Freizeitpark d’Attractions du Bocasse oder der Zoo Le Parc de Clères. Gäste, die zusammen mit ihrem Hund verreisen, fühlen sich dank geeigneter Strände nahe Cabourg wohl.

Anreise

Gäste, die mit dem Wohnwagen ab Deutschland starten, haben verschiedene Routen zur Wahl. Je nach Ausgangsort umfasst die Strecke etwa 600–1.200 km. Ab dem Süden der Republik führt beispielsweise die Autobahn A6 Richtung Metz nach Frankreich. Im Nordosten des Landes angekommen, gelangen die Urlauber auf der A4 Richtung Reims und schließlich über die A26 und A29 ans Ziel.

Reisende, die im Norden Deutschlands wohnen, nehmen zunächst die A1 und durchqueren nach einem kurzen Abschnitt in den Niederlanden Belgien. Direkt nach dem Grenzübergang lohnt ein Zwischenstopp im Wildpark Parc Naturel Régional Scarpe-Escaut. Vor der Weiterfahrt in die Normandie vertreten sich Autofahrer hier bei einem Spaziergang durch kühle Wälder die Füße.

Wer von Bayern in den Norden Frankreichs steuert, legt auf halber Strecke eine Pause in Metz ein. Gemütliche Cafés auf dem Place Saint-Jacques laden zur Erholung zwischen historischen Monumenten ein. Mehr Zeit sollte für die Anfahrt in der Hochsaison eingeplant werden, wenn es zahlreiche Urlauber aus Deutschland und den Nachbarländern an die Küsten des Atlantiks zieht. Vor allem auf der Höhe von Paris kann es vereinzelt zu Stockungen im Verkehr kommen.

Reiseziele in der Normandie

Camping in der Normandie überzeugt mit Möglichkeiten zum Sightseeing, zum Wassersport und Erholung in der Natur. Kulturbegeisterte planen beispielsweise eine Besichtigungstour durch Le Havre. Ruhesuchende Gäste verbringen ihre Stunden hingegen am Strand oder wandern bei Le Mont-Saint-Michel entlang des Watts.

Le Havre

Sightseeing in Le Havre führt Gäste zunächst in den Stadtkern, der von der UNESCO im Juni 2005 als Welterbe ausgezeichnet wurde. Das von 1945–1954 errichtete Ensemble nach den Plänen des Architekten Auguste Perret beeindruckt durch breite Boulevards, verzierte Säulengänge und Gebäude aus getöntem Beton. Über den Dächern der Hafenstadt thront der Turm der Kirche St.-Joseph, deren Geschichte im Jahr 1873 beginnt.

Südwestlich von Le Havre liegt im Département Manche die Gemeinde Le Mont-Saint-Michel, die ebenfalls ein beliebtes Ziel von Gästen in der Normandie darstellt. Die Ortschaft befindet sich mitten im Meer auf der gleichnamigen felsigen Insel. Schon von Weitem besticht das einzigartige Bild des bebauten Eilandes, das unter anderem ein beliebtes Ziel auf dem Jakobsweg in Frankreich ist. Prägend für das Ortsbild ist die ehemalige Abtei, in der einst Benediktiner gelebt haben.

Gastronomie

Drei große C’s dominieren die Küche in der Normandie. Diese stehen für Camembert, Cidre und Calvados. Bei Letzterem handelt es sich um einen Apfelbranntwein, der lediglich im Norden Frankreichs produziert wird. Aufgrund der klimatischen Voraussetzungen sind die Obstbäume besonders ertragreich, die auch die Grundzutat für den Apfelschaumwein Cidre bilden. Dieser wird nicht nur gern pur getrunken, sondern auch für die Normannische Soße und das Kuttelgericht Tripes à la mode de Caen verwendet. Käseliebhaber freuen sich neben Camembert auf weitere Versuchungen wie Livarot und Pont-l’Évêque.

Beste Reisezeit

Aufgrund des Golfstroms herrscht in der Normandie ein angenehm mildes Ozean-Klima, das mit folgendem Leitspruch passend beschrieben wird: „In der Normandie gibt es mehrmals täglich gutes Wetter.“ Inspiriert ist das Motto vom stetigen Wind über dem Meer, der die Regenwolken schnell vorantreibt. Auch im Winter sinken die Temperaturen nicht unter die Null-Grad-Grenze, sondern befinden sich sogar bei etwa 10 Grad Celsius. Durchschnittliche Werte von 20 Grad Celsius locken im Juli und August Badeurlauber an die Küsten. In dieser Zeit ist die Normandie mit nur acht bis neun Tagen Regen besonders niederschlagsarm.

Top 5 Sehenswürdigkeiten

  • Kathedrale von Rouen: Die gotische Metropolitankirche fasziniert mit dem 75 m hohen Butterturm und einer Orgel aus dem 17. Jahrhundert.
  • Mémorial de Caen: In dem historischen Museum informieren sich Besucher mitunter über die Operation Overlord während des Zweiten Weltkrieges sowie über Friedensnobelpreisträger der Geschichte.
  • Pont de Normandie: Highlight für Wohnwagenbesitzer ist die mit 856 m längste Schrägseilbrücke in ganz Europa, die Le Havre mit Honfleur verbindet.
  • Alabasterküste: Als eine Natursehenswürdigkeit gilt die La Côte d’Albâtre, die 120 km lang von Felswänden aus weite Blicke auf das Meer bietet.
  • Haus und Garten Claude Monet: Kunstinteressierte planen einen Rundgang in der einstigen Wohnstätte des weltberühmten Malers im Dorf Giverny.

Top 2 Insidertipps

  • Librairie Ancienne et Moderne Frérot: Leseratten schmökern im nostalgisch eingerichteten Buchladen der Stadt Caen nach Urlaubslektüre oder blättern in uralten Erstausgaben. Das Sortiment reicht von Fachliteratur bis hin zu Kriminalromanen, illustrierten Kinderbüchern und Reiseführern der letzten Jahrzehnte.
  • Authentisches Nachtleben: Nicht etwa am Wochenende, sondern dienstags und donnerstags zieht es die Einwohner der Städte Le Havre, Rouen und Caen in die Hafenviertel, um mit Blick auf die Wellen gemeinsam zu feiern.

Aktivitäten und Ausflüge

Aufgrund der hunderte Kilometer langen Küste steht Wassersportlern in der Normandie ein breites Angebot zur Verfügung, während Wanderer die maritime Landschaft auf Touren entlang der Kreidefelsen oder in einem der Wildparks entdecken.

Wassersport

Die Gemeinde Fécamp liegt direkt am Ärmelkanal und eignet sich als Ausgangspunkt für eine Bootstour entlang skurriler Felsformationen. Lokale Anbieter organisieren Touren samt Skipper, der Urlauber zu den Kreidefelsen bringt. Bei Colleville-sur-Mer treffen sich Segler und Surfer am Omaha Beach, um sich von günstigen Winden über die Wellen treiben zu lassen. Aufgrund des flachen Wassers eignet sich der Küstenabschnitt ideal für Kiter.

Wanderungen

Auf etwa 3.000 km an gut ausgeschilderten Wegen findet jeder Wanderer eine passende Route für seinen Geschmack. Eine beliebte Strecke führt auf der Halbinsel Cotentin entlang der steilen Küste zur pittoresken Insel Mont-Saint-Michel. Auf der Halbinsel verspricht außerdem der Naturpark Marais du Cotentin et du Bessin erlebnisreiche Stunden durch artenreiche Feuchtgebiete und Sümpfe.

Events

Februar

  • Karneval von Granville: Seit über einhundert Jahren feiern die Bewohner des beliebten Badeortes Granville einen ausgelassenen Karneval, der von der UNESCO als immaterielles Kulturgut ausgezeichnet wurde. An fünf Tagen kommen jährlich tausende Menschen zusammen, um die Tradition der Seemänner aufrechtzuerhalten. Diese feierten nämlich hier ein letztes Mal, bevor sie in See stachen.

Mai

  • Festival Jeanne d’Arc: Ihrer legendären Nationalheldin, auch bekannt als die Jungfrau von Orléans, gedenken die Franzosen mit dem Festival Jeanne d'Arc, das in der Hauptstadt der Normandie, in Rouen, ausgerichtet wird. Bei der offiziellen Zeremonie werden nach dem feierlichen Gottesdienst in der Kirche auf dem alten Marktplatz ein Feuer entzündet und Kränze niedergelegt.