Camping im Havelland

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Camping im Havelland heißt Urlaub in einer der friedlichsten und idyllischsten Flusslandschaften Deutschlands. Die Region im Westen Brandenburgs verdankt ihren Namen der Havel. Der weitverzweigte Fluss fließt auf seinem Weg durch große und kleine Seen und schafft dabei eine traumhafte Landschaft – und ein faszinierendes Revier für Wassersportler.

Die schönsten Campingplätze im Havelland

Die Campingplätze im Havelland stehen für unbeschwerte Naturerlebnisse, viel Freiraum zum Entspannen und natürlich Wasser satt. Viele der Plätze liegen direkt am Fluss oder am See und bieten Bademöglichkeiten oder Anlegestellen für Boote.

In der Regel sind die meisten Plätze vergleichsweise ruhig: Das trifft sowohl für die großzügigeren Campingplätze wie in der Inselstadt Werder zu, aber auf einen der kleineren Campingplätze, etwa dem unweit des Naturhafens von Ketzin. Im Havelland wird generell eine familiäre Atmosphäre gepflegt und geschätzt.

Gerade für Familien mit Kindern sind die Plätze sehr gut geeignet. Baden, Kanutouren, Angeln oder Bootsfahrten sorgen für Abwechslung. Auf den meisten der familienfreundlichen Campingplätze der Region sind auch Haustiere erlaubt. Einige, wie der direkt am Havelkanal von Zeestow gelegene Campingplatz oder der Campingpark am Ferchesarer See verfügen sogar über einen eigenen Hundestrand.

Auch für Wohnmobilfahrer ist im Havelland gesorgt. Reizvolle Wohnmobilstellplätze finden sich etwa auf einem Kinderbauernhof in Ribbeck, an der Marina am Beetzsee in Brielow oder am mächtigen Dom von Brandenburg an der Havel.

Campingplatz Seeblick in Hohennauen

Mitten im Naturpark Westhavelland befindet sich dieser schöne Campingplatz in idyllischer Lage am Westufer des Hohennauener Sees. Camper können auf der großen Badewiesen entspannen oder am Badestrand herrliche Stunden am Wasser genießen. Für Hundebesitzer gibt es einen eigenen Hundestrand.

Blütencamping Riegelspitze

Fast komplett von Wasser umgeben liegt dieser Campingplatz auf einer malerischen Halbinsel am Glindower See. Urlaubsgäste finden hier Stellplätze für Wohnwagen, Wohnmobile oder Zelte. Daneben werden auch Ferienhäuser, Lodges und Schlaffässer vermietet. Ein eigener Strand und ein Abenteuerspielplatz für Kinder runden das Angebot ab.

Haveloase Pritzerbe

Der perfekte Platz, um mit dem Hausboot oder dem Kanu anzulegen. Der Campingplatz in der Nähe der Fähre nach Pritzerbe verfügt über eine breite Schwimmsteganlage und eine kleine Marina. Einige Wohnmobilstellplätze gibt es hier auch, außerdem werden Ferienhäuser mit eigenem Steg und Angelboot vermietet.

Camping am Havelkanal

Gut von Berlin und Potsdam erreichbarer Naturcampingplatz. Der Platz liegt zwischen zwei Kanälen, in denen man gut angeln kann. Alle Stellplätze sind mit Stromanschlüssen ausgestattet. Einkaufsmöglichkeiten und ein Fahrradverleih finden sich im nahegelegenen Örtchen Brieselang.

Campingpark am Plauer See

Trotz des Namens eher ein kleiner Campingplatz in toller Lage am Plauer See. Der große Sandstrand lädt zum Baden und Sandburgenbauen ein, für Hunde gibt es einen eigenen Strand. Auf dem Platz werden auch Ausflugsflöße vermietet, mit denen man die Havel bei Tagesausflügen auf dem Wasser erkunden kann.

So klappt die Anreise ins Havelland

Brandenburg gilt als das Land der Alleen. Deshalb findet die Fahrt ins Havelland zwischen Frühling und Herbst nicht selten unter einem Blätterdach statt. Die Stadt Brandenburg an der Havel liegt etwa 70 km westlich von Berlin. Von der pulsierenden Metropole führen die Bundesstraßen B1 und B5 direkt in die wasserreiche und dünn besiedelte Region.

Wer mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil aus Richtung Hamburg oder Rostock ins Havelland reist, nutzt die Autobahn A24 bis zum Dreieck Havelland mit Anschluss an die auch als Berliner Ring bekannten Autobahn A10. Aus Richtung Hannover geht es über die Autobahn A2 bis zum Dreieck Werder. Für einen Zwischenstopp mit Tankmöglichkeiten, Spielplatz und gastronomischen Einrichtungen empfiehlt sich die Raststätte Lappwald bei Helmstedt.

Aus dem Großraum Halle/Leipzig und aus Richtung München gelangt man über die bis zum Dreieck Potsdam führende Autobahn A9 ins Havelland. Am Ziel angekommen, lässt sich die Region hervorragend beim Radfahren, Paddeln und Wandern erkunden. Unterwegs kann man den Blick über verwunschene Auen schweifen lassen, Vögel beobachten oder in urigen Cafés eine Pause einlegen.

Die schönsten Reiseziele im Havelland

Durch die charmanten Städte und verträumten Dörfer des Havellands weht bis heute der Wind der Jahrhunderte währenden wechselvollen Geschichte – und jede Menge Poesie.

Brandenburg an der Havel – Die Wiege der Mark

Umspült von den zahlreichen Flussarmen der Havel, blickt die drittgrößte Stadt des Landes Brandenburg auf eine über 1.000-jährige Siedlungsgeschichte zurück. Auf der Dominsel, die neben der Altstadt und der Neustadt einen der drei mittelalterlichen Kerne Brandenburgs an der Havel bildet, wurde im Jahr 1157 die Mark Brandenburg von Albrecht dem Bär gegründet.

Sehenswert sind dort vor alle, der monumentale Dom St. Peter und Paul im Stil der norddeutschen Backsteingotik und das angeschlossene kunsthistorische Museum. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der kirchenreichen Stadt zählen das gotische Altstädtische Rathaus sowie ein rekonstruiertes Slawendorf mit Erlebnisfaktor.

Ribbeck – Wo Birnen noch immer weit und breit leuchten

Das berühmte Gedicht Theodor Fontanes über den Herrn Ribbeck auf Ribbeck im Havelland verbindet das idyllische Dörfchen Ribbeck wahrscheinlich für alle Zeit mit einem sagenumwobenen Birnbaum. Der wuchs aus der Gruft des freigiebigen Gutsherrn Hans Georg von Ribbeck und speiste die Armen mit Früchten. Den Originalstumpf des Baumes kann man heute am Treppenaufgang der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Dorfkirche besichtigen. Ebenfalls lohnenswert ist ein Besuch von Schloss Ribbeck mit angeschlossenem Museum, das die Geschichte des neobarocken Prachtbaus erläutert.

Gastronomische Highlights für Camper

Das Havelland ist für seine Obstplantagen bekannt. Ob Äpfel, Birnen oder Pflaumen: Die zahlreichen Hofläden der Region laden zum Selberpflücken ein und bieten zudem vielfältige Produkte aus eigener Herstellung. An dem von Havelseen umgebenen Wachtelberg in Werder wird sogar Qualitätswein angebaut, darunter ein nach Weinbergpfirsich schmeckender Müller-Thurgau und ein an Kirschen erinnernder Dornfelder.

Im Frühjahr ist im Havelland der Spargel König. Wer so nah am Wasser lebt, serviert natürlich auch Fisch. Beliebt ist der Havelzander, der in den Restaurants gern mit Kapern oder einem mit Fleischbrühe, geräuchertem Speck und Petersilie veredelten Kartoffelsalat auf den Teller kommt. Ein regionales Gericht, das man beim Camping im Havelland einfach nachkochen kann, ist Quark mit frischen Kräutern, Leinöl und Pellkartoffeln.

Wetter und beste Reisezeit für den Campingurlaub im Havelland

Das Havelland wird durch ein gemäßigt kontinentales Klima geprägt. Das begünstigt nicht nur den Weinanbau und macht die Region zur Obstkammer Berlins, sondern verhindert auch Wetterextreme. Im Frühling verwandeln sich die Apfel-, Birnen- und Kirschplantagen des Havellands in ein duftendes weiß-rosafarbenes Blütenmeer. Ende April wird offiziell die Fahrradsaison eingeläutet.

Die Monate Juni bis August mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen von etwa 22° Celsius sind die beste Zeit, um ins erfrischende Nass zu hüpfen. Die Wassertemperaturen der Havel können dann 20° Celsius und mehr erreichen. Der klare Nachthimmel über dem Havelland gilt übrigens als einer der dunkelsten in Deutschland. Vor allem im Frühling, Spätsommer und Herbst offenbart sich im Sternenpark Westhavelland ein grandioser Blick auf die Milchstraße.

Top-Sehenswürdigkeiten

  • Brandenburg an der Havel: Die über 1000-jährige Stadt gilt als Geburtsort der Mark Brandenburg und ist vor allem aufgrund der historischen Altstadt ein schönes Ziel für einen Tagesausflug.
  • Sternenpark Westhavelland: Im ersten Sternenpark Deutschland lässt sich der spektakuläre Nachthimmel an einem der dunkelsten Orte Europas beobachten.
  • Glindower Alpen: Auf gut ausgebauten Wanderwegen geht es durch die wildromantische Hügellandschaft rund um das Örtchen Glindow.
  • Kloster Lehnin: Das ehemalige Zisterzienserkloster ist mit seinen altehrwürdigen Gemäuern eines der Highlights im Havelland.
  • Ketzin an der Havel: In diesem romantischen Fischerort an der Havel scheint die Zeit stehengeblieben zu sein.

Tipps für Aktivitäten und Ausflüge

Ob zu Wasser oder an Land, ob beim Sport oder im Museum: im Havelland ist aktive Erholung angesagt. Durchzogen von Obstwiesen, ausgedehnten Feldern und Kiefernwäldern ist das flache Havelland zudem ein Eldorado für Fahrradfahrer. In Museen, romantischen Gutshäusern und herrschaftlichen Schlössern kommt der Kulturgenuss ebenfalls nicht zu kurz.

Ab aufs Fahrrad

Der Havelland-Radweg führt auf einer Strecke von 115 km vom Berliner Stadtteil Spandau über Nauen und Rathenow bis in den Naturpark Westhavelland und bildet mit dem von Potsdam bis Havelberg führenden Havel-Radweg einen attraktiven Rundkurs. Doch auch regionale Radrouten wie die Wassersuppe-Tour oder die Erdelöcher-Landpartie versprühen ihren Reiz.

Aktivitäten auf dem Wasser

Gleich zwei attraktive Wassersportreviere gibt es im Havelland zu entdecken: die Flusslandschaft Untere Havelniederung sowie weiter südlich die Potsdamer und Brandenburger Havelseen. Per Kanu, Floß, Segel- oder Motorboot geht es durch die strömungsarmen Gewässer. Ebenso ist es möglich, an einem der Naturbadeplätze abzutauchen, angeln zu gehen, an einer der Havelbuchten ein Picknick zu machen oder auf einem Ausflugsschiff die Seele baumeln zu lassen.

Für Kulturinteressierte

Auf Schloss Paretz kann man auf den Spuren der preußischen Königin Luise wandeln, im Optikpark Rathenow durch eine Weltzeituhr schreiten, im Otto-Lilienthal-Centrum Stölln in Luftfahrtgeschichte eintauchen oder in Caputh Albert Einsteins Sommerhaus besichtigen. Heimatstuben und Museen wie das Schulmuseum Reckahn oder das Dorfmuseum in Tremmen geben Einblick in das Leben der Havelländer.