Populäre Orte

Populäre Regionen

Populäre Themen

Besonderheiten zum Camping in der Sächsischen Schweiz

Die Sächsische Schweiz umfasst das Elbsandsteingebirge auf der deutschen Seite, das Gebiet auf der tschechischen Seite wird Böhmische Schweiz genannt. Charakteristisch für die Region sind die bizarren Felsformationen und Tafelberge in Kombination mit dichtem Wald, bestehend aus Weißtannen, Rotbuchen und Kiefern, der in weiten Teilen im Nationalpark Sächsische Schweiz unter Naturschutz steht.

Die Region eignet sich mit ihren Auen, Flüssen, Wäldern und Bergen hervorragend für naturnahes Camping und ermöglicht erlebnisreiche Ausflüge ins Umland, wo die eigentümlichen Felsen bewundert oder seltene Pflanzen und scheue Tiere beobachtet werden können. Campingplätze direkt an Flussläufen ermöglichen Badevergnügen im seichten, glasklaren Wasser. Die Sächsische Schweiz ist die ideale Campingregion für alle, die sinnlich-entspannte Ruhe in einer einzigartigen Naturkulisse suchen.

Anreise

Von der sächsischen Landeshauptstadt Dresden ist die Sächsische Schweiz nach 62,8 km Fahrt auf der B172 zu erreichen. Der Weg führt etappenweise entlang der Elbe und durch die malerische Stadt Pirna im Osterzgebirge, wo man gemütlich einkehren und sich für die Weiterfahrt stärken kann.

Mit der A14 kann die Sächsische Schweiz auch über Leipzig erreicht werden. 176 km Fahrt quer durch Sachsen, entlang malerischer Landschaften, stehen bei dem Ausflug an, der an Dresden vorbei und durch Pirna führt.

Die Anfahrt aus Berlin entlang der A13 beträgt 254 km. Die wunderschöne Strecke führt durch den Naturpark Niederlausitzer Landrücken und durch das Biosphärenreservat Spreewald. Bei Klotzsche wechselt man auf die A4, es geht vorbei an verträumten Ortschaften bis nach Burkau. Dort wechselt man auf die B98 bis nach Sebnitz.

Ab Nürnberg muss man bis zur Sächsischen Schweiz 371 km zurücklegen: Am besten nimmt man die A9 und oberhalb von Hof die A72. Die Strecke führt vorbei an der Festspielstadt Bayreuth. Eine alternative Route ist die A6, die auf der tschechischen Seite östlich des Erzgebirges über die A93 und B299 zum Ziel führt.

Reiseziele in der Sächsischen Schweiz

Neben alten Schlössern und Burgen glänzt die Sächsische Schweiz auch mit ihren eigentümlichen Gesteinsformationen. Egal, ob es sich um säulenartige Gebilde oder majestätischen Tafelberge handelt, die Landschaft der Sächsischen Schweiz wusste die Maler und Künstler schon immer zu inspirieren.

Bastei und Felsenburg Neurathen

Direkt an der Elbe und unweit vom Kurort Rathen ragt die spektakuläre Gesteinsformation Bastei bis zu 200 m hoch in die Luft. Mit Fug und Recht kann behauptet werden, dass es sich dabei um einen der schönsten Aussichtspunkte Europas handelt. Die im Jahre 1851 aus Sandstein erstellte Basteibrücke führt mit ihren Bogensäulen entlang der Bastei und ist ein beliebtes Besucherziel und Fotomotiv. Steinerne Türme und Säulen umranken die Brücke als stille Zeitzeugen längst vergangener Epochen. In direkter Nähe befinden sich ein Aussichtspunkt mit herrlichem Blick ins Elbtal sowie die Ruinen von Schloss Neurathen, ein Restaurant und die Freiluftbühne Rathen.

Die Barbarine

Das 42,7 m hohe Felsgebilde gehört zum Massiv des Pfaffensteins und wirkt ein wenig wie ein versteinerter Riese mit Hut. Die Legende erzählt allerdings von einer Jungfrau, die von ihrer Mutter verwünscht wurde, weil sie lieber Heidelbeeren im Wald naschte, anstatt am Sonntag brav in die Kirche zu gehen. Neben der Barbarine warten am Pfaffenstein auch noch ein Wall aus der Bronzezeit, 30 Kletterfelsen und die Goldschmidthöhle auf den Besuch.

Gastronomie

Die Küche der Sächsischen Schweiz ist bekannt für ihre delikaten Süßspeisen. Neben dem berühmten Christstollen ist auch die Eierschecke eine lokale Spezialität. Sie ähnelt einer Cremeschnitte, besticht aber mit einer bedeutend dickeren Schicht. Ein deftiger Klassiker ist der Krautwickel. Es handelt sich hierbei um ein gekochtes Kohlblatt, das mit einer Mischung aus Hackfleisch und Gewürzen gefüllt und gebacken wird. Serviert wird er gerne mit einer dunklen Soße und köstlichem Kartoffelpüree.

Auch für Durstige hat die Sächsische Schweiz einige Besonderheiten im Angebot: So bietet beispielsweise der Kräuterlikör Elbsandsteiner mit seinen 45 geheimen Kräutern besondere Geschmacksnuancen und eignet sich sehr gut zum Abschluss eines sächsischen Festmahls.

Beste Reisezeit

In der Sächsischen Schweiz dominiert ein subkontinentales bis subozeanisches Klima. Charakteristisch sind milde Sommer und recht schneearme Winter. Camping in der Sächsischen Schweiz bedeutet daher Naturgenuss ohne drückende, schwüle Sommermonate. Während des Frühjahrs und des Herbstes können vermehrt Regenschauer und frische Winde auftreten.

Entlang des Elbtales fällt im Vergleich deutlich weniger Regen. Geomorphologische Besonderheiten wie Schluchten und Doppelstocktäler können spezielle Mikroklimata schaffen. Generell empfiehlt sich der Besuch ab Ende Mai bis Mitte September für einen Campinggenuss bei sommerlich angenehmen Temperaturen. Zahlreiche Campingplätze in der Sächsischen Schweiz halten ihre Tore auch während des Winters geöffnet, diesbezüglich informiert man sich am besten im Voraus.

Aktivitäten und Ausflüge

Freunde der Natur und der Aktivität im Freien finden in der Sächsischen Schweiz mehr als genug Freizeitmöglichkeiten für entspannte Unternehmungen. Egal, ob man alleine, mit dem Partner oder gleich mit der ganzen Familie anreist.

Dampfschifffahrt auf der Elbe

Die Sächsische Dampfschifffahrtsgesellschaft betreibt die größte und älteste Raddampferflotte der Welt. Neun Schaufelraddampfer, zwei Salonschiffe und ein motorbetriebenes Schiff verkehren entlang der bezaubernden Flusslandschaft zwischen Seußlitz bei Meißen, Dresden, Pillnitz, Pirna, Bad Schandau und Děčín in Böhmen. Unterwegs verpflegt das Bordrestaurant die Reisegesellschaft mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region.

Burg Stolpen

Am Rande des Nationalparks Sächsische Schweiz thront die sehr gut erhaltene Burg Stolpen auf dem grün bewachsenen, erloschenen Vulkan. Während ihrer bewegten Geschichte wurde die Anlage immer wieder belagert, erobert, zerstört und wieder errichtet. Zur Burg gehört auch einer der tiefsten in Basalt geschlagenen Brunnen der Welt.

Bekannt ist Stolpen durch das traurige Schicksal der Gräfin Constantia von Cosel. Die bei August dem Starken in Ungnade gefallene Adelige wurde für 49 Jahre in der Burg eingesperrt und musste die Gemäuer so lange bewohnen wie sonst niemand zuvor oder danach.