Tipps & Tricks

Tipps fürs Wintercamping – Campingurlaub im Schnee

Wintercamping wird immer beliebter. Kein Wunder, denn Pistengaudi, Schneeschuhwanderungen und Rodelspaß bieten den Campern in der kalten Jahreszeit einen willkommenen Kontrast zu dem klassischen Dreiklang aus Sommer, Sonne und Meer. Damit der Urlaub trotz Schnee und Kälte ein erholsames Erlebnis wird, sollten Camper mit Wohnmobil oder Wohnwagen ein paar Tipps beachten.

undefined

Was sollten Camper vor dem Winterurlaub beachten?

Sicherlich ist das Campen im Sommer beliebter, doch das bedeutet nicht, dass du der einzige Wintercamper bist! Schön gelegene, gut ausgestattete Wintercampingplätze in den Alpen sind oft schon Wochen vor den Weihnachtsferien ausverkauft: Deshalb solltest du rechtzeitig einen Stellplatz reservieren.

Wo kann man sich über Wintercamping informieren?

Camper finden in den beiden Bänden des ADAC Campingführer Nordeuropa und Südeuropa 2018 sicherlich ihren Campingplatz in den Alpen wie auch in den deutschen Mittelgebirgen. Beispielsweise weist das Piktogramm Schneekristall auf alle Wintercampingplätze hin, die in den Wintermonaten geöffnet sind und sich für einen aktiven Winterurlaub eignen. Zudem informiert der ADAC Guide über die Entfernung zu Langlaufloipen und Skiliften und, sofern vorhanden, auch über einen Skibus-Service und Skitrockenraum vor Ort.

Was sollten Camper vor der Abfahrt beachten?

Zwingend notwendig sind Winterreifen für das Zugfahrzeug und das Wohnmobil, auch für den Caravan empfehlenswert. Prüfe unbedingt die Profiltiefe: sie sollte mindestens 4, besser 5 mm betragen. Zudem sollten Schneeketten mitgenommen werden. Empfehlenswert ist auch, schon vor der Urlaubsfahrt das Gespann auf einer abgelegenen Strecke Probe zu fahren.

Ankunft auf dem Wintercampingplatz: Was tun?

Ein schnee- und eisfreier Standplatz wäre ideal, gibt es aber eher selten. Gut geräumt sollte er schon sein. Um bei einem eventuellen Auftauen ein Kippen des Caravans oder Wohnmobils zu vermeiden, sollten ausreichend große Bretter unter die Hubstützen gelegt werden, damit diese bei Tauwetter nicht einsinken. Auf alle Fälle Handbremse lösen, sobald der Caravan mit den Hubstützen fixiert ist. Beim Wohnmobil am besten den Gang einlegen und auch die Handbremse lösen, so kann sie nicht festfrieren. Schutzhüllen, ggf. auch Plastiktüten schützen Handbremshebel und Auflaufeinrichtung beim Caravan gegen Vereisung. Stromkabel so verlegen, dass sie nicht vom Schneepflug, der bei starken Schneefällen die Wege freihält, beschädigt werden können.

Vorzelt einpacken!

Das Vorzelt für Wintercamper ist fast schon ein »Muss«. Nicht nur, um vor Schneeverwehungen sicher zu sein, auch als Lagerplatz für Sportgeräte und natürlich zum Trocknen von Kleidung. Feuchtigkeit im Campingfahrzeug wird somit vermieden. Achte darauf, dass die Be- und Entlüftungsöffnungen nicht zuschneien. Zudem solltest du die Dachluke immer einen Spalt offen lassen ,denn das verbessert die Luftzirkulation.

Was ist beim Frischwasser und Abwasser zu beachten?

Solange das Campingfahrzeug beheizt wird und sich alle Wasservorräte im Inneren befinden, friert nichts ein. Liegt der Abwassertank nicht isoliert oder beheizt unter dem Campingfahrzeug, Ablasshahn geöffnet lassen und das Wasser direkt in einen Eimer leiten. So kann das Abwasser auch noch als »Eisblock« gut entsorgt werden.

Können Wohnmobil und Wohnwagen beim Wintercamping einfrieren?

Moderne Wohnwagen und Wohnmobile sind in der Regel für den Wintereinsatz gut gerüstet. Wichtig ist eine gute Isolierung des Aufbaus, Isolierverglasung und eine ausreichend dimensionierte Heizung. Bei Wohnmobilen mit integriertem Fahrerhaus kann die Kälte durch die einfach verglasten Fenster kommen. Abhilfe schaffen dort nur schwere Trennvorhänge und Isoliermatten. Schneit es sehr kräftig, muss das Dach von Wohnmobil, Wohnwagen und Vorzelt regelmäßig von Schnee befreit werden. Vor allem nasser Schnee kann schnell zu tonnenschwerer Last werden. Wenige Zentimeter Pulverschnee schaden allerdings nicht, sie dienen sogar zur besseren Isolierung. Nur wenn du wieder losfährst, muss die Schneefracht oder Eisplatten vom Dach entfernt werden, damit nachfolgende Fahrzeuge durch sie nicht gefährdet werden. Daher solltest du unbedingt eine genügend lange Leiter mitnehmen, damit du auch auf das Dach des Campingfahrzeuges kommst. Tipp: Packe einen Schneeschieber und eine Schneeschaufel ein!

Welches Gas und wieviel fürs Wintercamping?

Betreibe die Gasanlage im Camper nur mit einem Propan/Butan-Gemisch, welches auch bei Minusgraden gasförmig bleibt und genutzt werden kann. Ein Zweiflaschensystem mit Umschaltautomatik sollte im Winter zur Grundausstattung gehören, damit der Vorrat nicht unverhofft zu Ende geht. 11 kg Gas reichen etwa nur für 2-3 Tage. Die Ausstattung mit „EisEx“ ist auch sinnvoll. Durch elektrisches Beheizen des Druckreglers wird ein Einfrieren vermieden.

Tipps fürs Wintercamping in den Alpen

Ob du dich nun auf anspruchsvolle Abfahrten, familienfreundliche Pisten oder auf Langlauf und Schneeschuhtouren freuen – in den Alpen gibt es jede Menge traumhafter Reviere, die entdeckt werden wollen. Wir haben für dich eine Auswahl der besten Wintercampingplätze in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und in der Schweiz zusammengestellt.

Wintercamping in Deutschland

In Deutschland locken zwar auch zahlreiche Mittelgebirge, die vielseitigsten Ziele für Wintersportler liegen allerdings am Alpenrand. Im Allgäu und in Oberbayern gibt es einige reizvolle Wintercampingplätze.

Wintercamping in Österreich

In Österreich gibt es zahllose gut ausgebaute und bekannte Skigebiete. Wir haben wir für dich interessante Wintercampingplätze in Tirol, Vorarlberg, im Salzburger Land und in der Steiermark ausgewählt.

Wintercamping in der Schweiz

Zwar wurde das Skifahren nicht in der Schweiz erfunden, aber St. Moritz im Engadin gilt immerhin als Geburtsort des Wintertourismus. Bereits 1929 wurde dort die erste Skischule gegründet. Dementsprechend überrascht es nicht, dass es auch tolle Wintercampingplätze in der Schweiz gibt.

Wintercamping in Italien

Die Skigebiete Italiens und Wintercampingplätze Italiens liegen auf der Sonnenseite der Alpen. Mit bestens präparierten Pisten und traditionsreichen Skidörfern sind Südtirol, Trentino und Venetien besonders beliebt bei Wintersportlern.

Wintercamping in Frankreich

Wintercamping in Frankreich ist facettenreich: von alten Bauerndörfern über moderne Chaletsiedlungen bis hin zu großen Skistationen. Wer gigantische Pistenreviere bis hinauf in die Gletscherzone sucht, wird in Savoyen, im Department Isère und in den sonnigen Seealpen fündig.

Weitere Artikel in Tipps & Tricks