Wintergas beim Camping: So heizt du in der kalten Jahreszeit

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Wintercamping ist längst mehr als nur ein Trend. Immer mehr Menschen sind gerne in der kalten Jahreszeit im Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs und benötigen dafür die entsprechende Gasversorgung. Für kältere Temperaturen bietet sich spezielles Wintergas an, das bei ausgewählten Herstellern noch bei -22 Grad Celsius vollumfänglich nutzbar ist. Was sich genau hinter Wintergas verbirgt, wie es funktioniert und wo es gekauft werden kann, erfährst Du im folgenden Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Wie funktionieren Gaskartuschen und Gasflaschen?

Bevor wir uns mit Wintergas beschäftigen, hilft ein Blick auf die Funktionsweise von Gaskartuschen und Gasflaschen, die beim Camping für das Kochen und Heizen verwendet werden:

Durch den hohen Druck innerhalb des Behälters befindet sich das Gas in einem flüssigen Aggregatzustand. Erst durch das leichte Öffnen mittels eines Reglers fällt der Druck im Inneren. Das austretende Gas verdampft und kann für das Kochen beispielsweise entzündet werden. Die Wandlung von flüssig zu gasförmig geht mit einem hohen Energieverbrauch einher, der unter anderem durch Sauerstoff aus der Umgebung gedeckt wird.

Siedepunkte der Gassorten beachten

Wichtig für das Wintercamping: Es gibt verschiedene Arten von Gasen, die jeweils über unterschiedlich hohe Siedepunkte verfügen. Propan besitzt den niedrigsten Siedepunkt und kann bei besonders geringen Temperaturen die größte Leistungsfähigkeit entfalten. Isobutan und Butan weisen geringere Siedepunkte auf.

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Das perfekte Wintergas: Mischung aus Isobutan und Propan

Die führenden Hersteller setzen bei ihren Kartuschen für Wintergas in der Regel auf ein Gemisch aus Propan und Isobutan, da dieses das beste Verhältnis aus Leistungsfähigkeit und Verbrauch bietet. Das Primus Wintergas kann beispielsweise selbst bei Temperaturen von bis zu minus 22 Grad Celsius ohne Einschränkungen verwendet werden.

Verantwortlich hierfür ist das Vapor Mesh ™, ein hoch saugfähiges Papier in der Kartusche, das den Druck erhöht. Die vergrößerte Oberfläche sorgt dafür, dass das flüssige Gas auch bei kalten Temperaturen optimal verdampfen kann. Die höhere Leistungsfähigkeit zahlt sich beim Wintercamping aus.

Das Problem mit dem Gastank im Winter

Den meisten Menschen, die herkömmliche Kartuschen oder Gasflaschen verwenden, ist der Unterschied zwischen Sommer- und Wintergas überhaupt nicht bewusst. Vielleicht hast du auch schon die Erfahrung gemacht, dass bei kalten Temperaturen die Füllstandsanzeige des Gastanks noch halbvoll anzeigte, aber Heizung, Kühlschrank und Herd nicht mehr betrieben werden konnten.

Das Problem ist hier das Mischverhältnis von Gasen, das in der Regel für Wohnmobile genutzt wird. Beim klassischen Sommergas sind die meisten Flaschen mit einem Anteil von 60% Butan und 40% Propan gefüllt. Sinken die Temperaturen unter null Grad Celsius, verdampft Butan nicht mehr und verbleibt im flüssigen Zustand. Der Butananteil kann für den Betrieb von Geräten nicht mehr verwendet werden und bleibt ungenutzt in der Flasche.

Wintergas für Wohnmobile tanken

Wenn du gerne in den Wintermonaten mit dem Campingfahrzeug unterwegs bist, entscheidest du dich am besten für eine andere Mischung. An zahlreichen Tankstationen in Deutschland wird ein Wintergemisch aus 95% Propan und nur 5% Butan angeboten. Frag einfach bei den Betreibern von Gastankstellen, ob diese über ein Wintergemisch verfügen. Mit diesem Gemisch bist du auch im Winter auf der sicheren Seite und kannst ohne Einschränkungen Heizen oder Kochen.

Author: Riko Wetendorf