10 Dinge, die du beim Wintercamping nicht vergessen darfst

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Du möchtest auch im Winter dein Wohnmobil oder deinen Wohnwagen nicht einfach in der Garage versauern lassen? Gute Idee! Camping macht auch im Winter Spaß. Allerdings sollte der Wintercamping-Ausflug gut vorbereitet sind. Denn du brauchst die passende Ausrüstung – für dich für dein Fahrzeug. In diesem Ratgeber zeigen wir dir zehn wichtige Dinge, die du beim Trip mit Wintercamping in der kalten Jahreszeit unbedingt dabeihaben solltest.

Inhaltsverzeichnis

Was brauche ich zum Wintercampen?

Ausreichend Gas

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Beim Wintercamping brauchst du einen deutlich größeren Vorrat an Gas als im Sommer. Zum einen, weil du generell mehr heizt, um im Innenraum des Campingfahrzeugs angenehme Temperaturen zu haben. Zum anderen weil du mehr heißes Wasser mit dem Gaskocher zubereitest.

Die Menge an Gas hängt dabei von den Außentemperaturen und davon ab, wie gut dein Reisemobil fürs Wintercamping isoliert ist. Ein Stück weit spielt natürlich auch das persönliche Wärmeempfinden eine Rolle. Wer sich in einen Schlafsack murmelt oder mit einem Vorzelt für einen geringeren Wärmeverlust sorgt, kann den Verbrauch reduzieren. Generell solltest du aber mit 3 bis 5 Kilogramm Gas pro Tag rechnen. Achte dabei darauf, dass du Gas mit einem hohen Propananteil nutzt, da Butangas bei Kälte nicht verdampft und daher nicht zum Heizen zur Verfügung steht.

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Frostsicheres Stromkabel

Die größte Katastrophe, die dir im Winter passieren kann: Das Stromkabel macht Probleme, weil es die Kälte nicht verträgt. Ein frostsicheres Gummikabel beim Winterzubehör, das den DIN- und EU-Normen im Campingbereich entspricht, schützt dich vor diesem Super-GAU. Vorgeschrieben sind Kabel, die mindestens einen Durchmesser von 2,5 Millimeter haben – damit bist du auf der sicheren Seite.

Frostschutzmittel

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Wenn du in deinem Wohnmobil Wasser verwendest – etwa für Toilette, Spülwasser oder den Grauwassertank –, kann das Wasser im Winter einfrieren. Das ist ärgerlich. Frostschutzmittel in der Packliste verhindert genau das und sorgt dafür, dass das Wasser genau dann fließt, wann es fließen soll. Beachte dabei aber, dass du das Frostschutzmittel nicht in den Frischwassertank kippst. Zum Kochen und Zähneputzen verwenden viele Camper zudem nicht das Wasser aus dem Tank, sondern Trinkwasser aus Flaschen.

Warme Decken

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Nichts ist schlimmer als beim Schlafen zu frieren. Nimm deshalb auf jeden Fall eine extra-warme Winterbettdecke pro Person mit. Falls es draußen besonders kalt wird, kannst du zusätzlich auch noch einige Decken aus Merinowolle oder Fleece mitnehmen. Beide Materialien fühlen sich sehr angenehm auf der Haut an und bieten hervorragenden Schutz vor Kälte beim Wintercamping. Eine lohnende Alternative ist der Schlafsack, der Wärme gut speichert, aber leider nicht ganz so bequem ist.

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Isomatten oder Teppich

Im Winter kann der Fußboden des Reisemobils schon mal ziemlich eisig werden, da die Kälte durch den Boden dringt. Gegen die Fußkälte helfen Isomatten oder ein Teppich aus dem Baumarkt. Im Notfall kannst du bei der Winterausrüstung auch einen Heizlüfter verwenden, wenn es trotzdem noch zu kalt ist – allerdings sind diese echte Stromfresser und sollten mit Bedacht eingesetzt werden.

Thermomatte

Auch an Fenstern und Türen kann die Kälte ins Fahrzeuginnere des Wohnmobils dringen. Besorge dir daher eine Thermomatte oder Thermofolie, die du an den Öffnungen befestigst. Bei Wohnmobilen kühlt außerdem vor allem das Fahrerhaus oft aus. Um dich vor der Kälte zu schützen, kannst du einen Thermovorhang zwischen Fahrerkabine und Wohnbereich hängen. Wenn du noch mehr Schutz brauchst, verlegst du zusätzlich eine Fußraumisolierung im Fahrerbereich. Um das Eindringen von Kälte oder Schnee zu verhindern, kann ein Vorzelt die Lösung sein. Einerseits dient es hervorragend als Ablagemöglichkeit für Schuhe, Ski oder Ausrüstung und andererseits schützt es das Wohnmobil bei Minusgraden vor einem zu starken Wärmeverlust.

Vorzelt

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Vorzelte sind eine Sache für sich. Sie sind zwar aufwendig aufzubauen, was gerade beim häufigen Wechseln des Stellplatzes nerven kann, bieten im Winter allerdings einen hervorragenden Puffer gegen die Kälte. Außerdem eignen sie sich ideal dazu, nasse Schuhe, Wäsche, Skier oder andere Ausrüstung aufzubewahren, die du nicht unbedingt in den Wohnbereich stellen möchtest. Wenn du etwas länger an einem Standort bleibst, kannst du das Vorzelt zusätzlich mit einem Zeltteppich oder einem Vorzeltboden aus Kunststoff aufwerten und vor Bodenkälte schützen.

Stützplatten

Wenn du dein Fahrzeug auf einem Campingplatz in den Schnee stellst, kann es sein, dass die Reifen bei Tauwetter im Matsch versinken. Um das zu verhindern, stellst du am besten Stützplatten oder Holzbretter unter die Reifen. Dabei gilt: Je breiter die Platte desto besser.

Tee und Schokolade

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Wenn es draußen kalt ist, ist es umso wichtiger, sich selbst von innen warm zu halten. Dabei haben sich seit langem warmer Tee und heiße Schokolade bewährt, denn sie lassen sich leicht und schnell mit dem Gaskocher zubereiten. Nimm dir also einen ausreichenden Vorrat von beidem mit, um dich nach dem winterlichen Ausflug schnell wieder aufzuwärmen.

Eimer

Normale Wassertanks frieren bei niedrigen Temperaturen häufig zu, da die Öffnungen sehr klein sind. Für das Grauwasser solltest du deshalb lieber einen Eimer oder eine Wanne verwenden und diese unterstellen. Wenn es wirklich kalt wird, empfiehlt es sich außerdem, den Ablassschieber dauerhaft geöffnet zu lassen und immer einen Wasserbehälter unterzustellen.

Weitere nützliche Gegenstände und Zubehör zum Wintercamping

Die obigen Gegenstände sind essentiell – du solltest sie also auf jeden Fall dabeihaben, wenn du im Winter auf der Piste bist. Daneben gibt es aber noch eine ganze Menge weiteres nützliches Camping-Zubehör, das du je nach Vorlieben und Reise vielleicht mitnehmen willst. Lass dich einfach von der folgenden Liste inspirieren:

  • Haartrockner, um Sachen im Notfall von Eis zu befreien und aufzutauen
  • Winterabdeckung für die Lüftungsgitter am Kühlschrank
  • Thermohaube für den Deichselkasten
  • Klappspaten oder Schneeschaufel zum Schneeschippen
  • Leiter, um Schnee und Eis auf dem Dach oder vom Vorzelt zu entfernen
  • Besen
  • Eiskratzer, um Scheiben freizukratzen
  • Heizbänder zum Enteisen der Wasserleitung
  • Fußabtreter für den Außenbereich
  • Bodenschürzen, um sich vor kaltem Luftzug im Vorzelt zu schützen
  • Verlängerung des Kamins, damit die Abluft auch bei höherer Schneedecke entweichen kann
  • Stirnlampen für Licht in der Dämmerung und im Dunkeln
  • Dicke Arbeitshandschuhe, am besten gefüttert, für Kettenmontage oder zum Entfernen von Schnee am Auto

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Author: Selim Baykara