Wohnmobiltour planen: Ziel finden, Ratschläge und Tipps

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Das Planen einer Wohnmobiltour ist eigentlich ganz einfach – wenn du weißt, wie es geht. Und genau das zeigen wir dir in diesem Artikel. Wir machen das jetzt schon eine ganze Weile und haben auf unseren Reisen viele Erfahrungen gesammelt, die wir hier mit dir teilen möchten.

Erfahre hier aber auch, wie groß die Tagesetappen maximal sein sollten, ob du Campingplätze besser im Voraus reservierst und wie du dein Reisemobil richtig belädst. Die größte Herausforderung ist dann nur noch die Frage, wohin es geht. Und genau damit wollen wir auch anfangen: Wohin soll es überhaupt gehen?

Reiseziele für eine Wohnmobiltour finden

Uns Campern steht die ganze Welt offen. Das kann schonmal zu Entscheidungsschwierigkeiten führen. Wie findest du also das perfekte Reiseland für deine Wohnmobiltour? Die einfachste Variante die für dich perfekte Wohnmobil-Route zu finden, ist das Beantworten folgender Fragen:

  1. In welcher Jahreszeit willst du verreisen?
  2. Soll der Trip während der Schulferien oder außerhalb davon liegen?
  3. Wie lange soll die Wohnmobiltour dauern?
  4. Soll das Reiseziel wärmer, kühler oder in etwa die gleiche Temperatur haben wie Deutschland?


Soll es in deinem bevorzugten Reiseland wärmer sein als in Deutschland, geht es am besten in Richtung Süden, egal zu welcher Jahreszeit. Spanien, Portugal, Italien oder Griechenland kommen schnell in den Sinn. Einziger Nachteil: Gerade während der Schulferien kann es dort doch auch sehr voll werden.

Als etwas unbekanntere Alternative bieten die Balkanländer an. Kroatien und Slowenien sind bereits sehr beliebt, bleiben am Meer noch Montenegro und Albanien. Aber auch die Türkei und die Schwarzmeer-Küste sind tolle Ziele. Zudem ist es im Hinterland auch im Sommer schön, du kannst dir ja auch den ein oder anderen Badesee heraussuchen.

In etwa gleich warm ist es in Irland und Großbritannien, wobei das Wetter auf den britischen Inseln bekanntermaßen ziemlich regnerisch ist. Trockener ist es in und den Benelux-Staaten bis nach Polen, Slowakei, Rumänien und Bulgarien. Hier gilt als Faustregel: Je weiter gen Osten du fährst, desto weniger voll sind die Campingplätze und Sehenswürdigkeiten – selbst zur Hauptreisezeit.

Kühlere Temperaturen können besonders im Hochsommer wünschenswert sein. Die französische Atlantikküste bietet dafür viele spannende Ziele. Auch die baltischen Staaten sowie Skandinavien und Island sind beliebte Reiseziele im Sommer. In Schottland oder Nordirland bleibt es während der heißen Jahreszeit ebenfalls meist etwas kühler als in unseren Breitengraden.

Eine wichtige Frage ist immer auch: „Wie weit möchte ich fahren?“ Wenn du bereit bist, zu Beginn und Ende der Wohnmobiltour längere Distanzen zurückzulegen, kannst du die Tour auch an entferntere Ecken Europas planen.

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Auch in der Nähe liegen sehenswerte Ziele, beispielsweise die Schweizer Alpenwelt.

So planst du eine detaillierte Wohnmobil-Reiseroute

Ist das Ziel der Reise fixiert, geht es an die Planung der exakten Wohnmobil-Reiseroute. Klar ist: Die meisten Camper-Reisenden wählen diese Urlaubsform gerade wegen der Flexibilität aus. Deshalb wollen wir die Route auch nicht bis ins letzte Detail planen, sondern einen groben Routenplan mit möglichen Etappen anlegen.

Wenn es die Zeit zulässt, ist es am schönsten, den Anfahrtsweg mit in das Erlebnis einzuplanen. Im Idealfall betragen die einzelnen Tagesetappen der Wohnmobiltour im Reiseland nicht mehr als 200 Kilometer. So hast du Zeit, dir Sehenswürdigkeiten anzuschauen, Wanderungen zu machen und die freien Tage auch zu genießen.

Informiere dich im Internet, in Reiseführern oder im Bekanntenkreis über mögliche Orte, die du im Reiseland unbedingt sehen oder erleben möchtest. Auf Google Maps kannst du dir diese Punkte dann unter «meine Karten» eintragen. Ein Straßenatlas oder eine Karte gehen natürlich auch. Hat das jeder Reiseteilnehmer für sich gemacht, ist meist eine grobe Route erkennbar. Dass bei der Streckenplanung Kompromisse gemacht werden müssen, ist natürlich auch klar.

Straßenverhältnisse beachten

Das ist ein Punkt, den viele Campinganfänger übersehen. Die Straßenverhältnisse entsprechen in vielen Ländern nicht dem Standard, den du möglicherweise aus Deutschland gewohnt bist. Das gilt vor allem dann, wenn du abseits touristischer Gegenden und auf einsamen Landstraßen unterwegs bist. Hier musst du gegebenenfalls deutlich längere Fahrtzeiten einplanen. Gleiches gilt, wenn du auf Gebirgsstraßen mit engen Serpentinen und Hochgebirgsstraßen unterwegs bist, beispielsweise in den Alpenländern.

Müssen die Campingplätze vor der Wohnmobil-Reise reserviert werden?

Ob es sinnvoll ist, Campingplätze vor der Reise zu reservieren, hängt stark von der Reisezeit, dem Reiseland und deinen Vorlieben ab. Sind die Campingplätze für die Wohnmobiltour schon reserviert, verlierst du zwar etwas Flexibilität. Dafür kannst du die Tage voll ausschöpfen, da du ja weißt, dass du abends einen sicheren Übernachtungsplatz hast.

Reservierst du nicht vor der Reise, kannst du total spontan entscheiden, wie lange und wohin du fahren willst, musst aber auch Zeit einplanen, um ab dem späteren Nachmittag Campingplätze oder Wohnmobilstellplätze anzufahren. Gerade während der Hauptsaison kann es schon mal etwas dauern, bis du einen freien Platz findest.

Beachte auch, dass viele reine Stellplätze für Wohnmobile im Unterschied zum regulären Campingplatz nicht vorher reserviert werden können. Hier gilt oft das Prinzip: Wer zuerst kommt, bekommt den Platz. Deshalb solltest du für diesen Fall auch immer einen Plan B in Petto haben.

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In der Hochsaison sollten Campingplätze vorreserviert werden, sonst eher nicht.

Egal ob du dich für das Reservieren von Campingplätzen oder das spontane Anfahren entscheidest, suche dir vorab schon mal einige schöne Campingplätze bzw. Stellplätze raus und trage sie in deine Reisekarte mit den zuvor eingezeichneten Reisezielen ein. Campingplätze findest du beispielsweise bei PiNCAMP – du kannst viele Plätze sogar direkt online auf PiNCAMP buchen.

Richtlinien und Gesetze der Reiseländer prüfen

Andere Länder, andere Sitten ist nicht nur ein inhaltsloser Spruch. Wenn du in anderen Ländern unterwegs bist, kann er durchaus der Wahrheit entsprechen. Oder hast du gewusst, dass in vielen Ländern auch tagsüber eine Lichtpflicht besteht, du für Spanien und Italien spezielle Warnschilder für Fahrräder am Fahrzeugheck brauchst oder eine Vignette in einigen Ländern nur noch elektronisch gebucht werden kann?

Mittlerweile weißt du ja genau, wo dich deine Wohnmobiltour hinführen wird. Informiere dich also über die gängigen Straßenverkehrsregeln und die Mautgesetze. Prüfe, ob du mal eine Nacht Freistehen darfst oder ob es komplett verboten ist und mach dich über die Währung der durchfahrenen Länder schlau. Im Winter solltest du dich zusätzlich über die Bezugsmöglichkeiten von Gasflaschen oder Gasfüllstationen informieren. Alle wichtigen Informationen für jedes europäische Land findest auf dem jeweils aktuellen Stand beim ADAC.

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Wintercamping braucht etwas mehr Vorbereitung, zum Beispiel das Thema Gas-Auffüllen.

So belädst du dein Wohnmobil richtig

Du weißt, wo es hingehen soll und auch, mit welchen Temperaturen du ungefähr rechnen kannst. Über zusätzliche Ausrüstung zu den jeweiligen Ländern bist du ebenfalls informiert und wie lange die Wohnmobilreise dauern soll, ist auch klar. Am besten hast du dein Wohnmobil auch schon inspiziert, die Motorenflüssigkeiten, Bremsbeläge und Luftdruck in den Reifen (inkl. Reserverad) gecheckt und dir den Beitrag zur Packliste hier auf PiNCAMP angeschaut sowie den Beladungsrechner genutzt. Sehr gut, dann geht es jetzt ans korrekte Beladen und Verstauen des Gepäcks im Wohnmobil. Denn wir wollen ja einerseits den Schwerpunkt am richtigen Ort haben und andererseits die Achsen nicht überladen.

Gehe beim Beladen am besten so vor:

  • Schwere Gegenstände gehören nach unten. Grill und Holzkohle, Getränkevorrat, Edelstahl-Töpfe und Pfannen, sowie falls vorhanden Porzellan-Geschirr – das alles kommt in Bodennähe des Wohnmobils.
  • Leichte Sachen wie Kleider, Gewürze oder Kosmetikartikel kannst du in den oberen Fächern verstauen.
  • Zum Schluss geht es auf eine Fahrzeugwaage. Damit kannst du das Gesamtgewicht sowie die einzelnen Achsen wiegen und prüfen, ob sie das maximal zulässige Gewicht unterschreiten.


Und dann kann es auch schon losgehen! Wir wünschen allzeit gute Fahrt!

Author: Lui und Steffen
Artikel von Lui und Steffi. Sie betreiben den Blog comewithus2.