Besonderheiten beim Camping im Aostatal

Die italienische Bergregion Aostatal besteht aus den Gebieten Valpelline, Valtournenche sowie Lystal und grenzt sowohl an Frankreich als auch die Schweiz an. Sie stellt ein Paradies für Winter- und Radsportler, Spaziergänger und Wanderer dar. Unter anderem beinhaltet das Aostatal mit Courmayeur einen der bekanntesten Wintersportorte Italiens. Hier befindet sich außerdem der – mit einer Größe von 4.061 m – höchste Berg des Landes namens Gran Paradiso im ältesten Nationalpark Italiens. Die Naturlandschaft mit alpinem Charakter, Fels- und Gletscherformationen sowie Nadelbaumwäldern sorgt für eine attraktive Kulisse bei ausschweifenden Wanderungen. Unterwegs trifft man unter anderem auf den Steinbock, der das Wahrzeichen des Parks ist, Murmeltiere, Hasen, Dachse, Steinmarder, Bussarde und das Alpenschneehuhn.

Anreise

Aufgrund der Lage im hohen Norden Italiens ist das Aostatal mit dem Wohnwagen/-mobil von vielen Städten Deutschlands aus schnell erreicht. Die Entfernung beträgt von Stuttgart circa 510 km, von Frankfurt am Main etwa 630 km und von München ungefähr 645 km. Starten Urlauber von Stuttgart aus, können sie zunächst die A81 bis zur Schweizer Grenze in Basel nutzen. Die Stadt bietet sich auch für einen Zwischenstopp an, um interessante Attraktionen wie die gotische Kathedrale Basler Münster oder den ältesten und größten Schweizer Zoo zu besuchen. Danach geht die Fahrt zum Aostatal über die E25 weiter. Die Strecke durch die Schweiz führt Reisende durch eine schöne Landschaft aus weiten Wiesen und Wäldern. Etwa 230 km nach Basel erreichen Autofahrer den östlichen Rand des Genfersees, der sich bestens als attraktiver Pausenort eignet. Im weiteren Verlauf gelangen Urlauber über die E62 in das Aostatal. Vom Genfersee aus sind es noch etwas mehr als 100 km, bis das Endziel erreicht ist. Unterwegs bietet sich teilweise ein herrlicher Blick auf den Grand Combin, einen der höchsten Berggipfel der Alpen.

Reiseziele beim Camping im Aostatal

Zahlreiche Campingplätze im Aostatal halten für jeden Geschmack das passende Reiseziel bereit. Im Angebot befinden sich sowohl ruhige Anlagen mit entspannender Atmosphäre als auch rege besuchte Areale mit lebhaftem Flair. Zu den beliebten Ortschaften gehören Sarre, Étroubles und Courmayeur, die jeweils über individuellen Charme verfügen.

Sarre

Die Gemeinde Sarre auf einer Höhe von 631 m steht für Ruhe, sie befindet sich nur wenige Kilometer von den höchsten Gipfeln Europas entfernt. Naturentdecker genießen die Nähe zu den Tälern des Nationalparks Grand Paradiso mit seiner reichen Flora und Fauna.

Étroubles

Gleichfalls mit beschaulicher Stille geht die kleine Gemeinde Étroubles mit 493 Einwohnern einher. Das winzige Dorf ist auf einer Höhe von 1.280 m an der Durchgangsstraße zum Pass am Großen Sankt Bernhard platziert, es ist unter anderem für seine Pfarrkirche und den Turm Tour de Vachêry bekannt. Beide stammen aus dem 12. Jahrhundert.

Courmayeur

Aufgrund der Tatsache, dass die erlebenswerte Ortschaft Courmayeur zu den ältesten und berühmtesten Fremdenverkehrsorten der Alpen gehört, geht es hier etwas lebhafter zu. Sie liegt auf einer Höhe von 1.224 m im Südosten des – nicht weit entfernten – Mont Blanc. In den beiden ersten Seitentälern des Aostatales steht Wanderern ein schöner Rundwanderweg zur Verfügung.

Gastronomie

Im Aostatal kommen Reisende während ihres Campingurlaubes in den Genuss von heimischen Spezialitäten, die oftmals nach traditionellen Rezepten zubereitet werden. An Feiertagen kommt unter anderem die Seupa à la Vapelenentse, die aus Fleischbrühe, Wirsing, Fontinakäse und in Scheiben geschnittenem Brot besteht, auf den Tisch. Carbonada, ein Gericht aus geschmorter Rindernuss, Zwiebeln und Schweinespeck, verfeinert mit trockenem Weißwein, Muskatnuss, Zimt, Salz und Pfeffer, zählt gleichfalls zu den beliebten Gerichten der Region. Liebhaber von süßen Speisen kommen im Aostatal ebenfalls nicht zu kurz. Gaumenfreuden bietet zum Beispiel die Crema di Cogne, eine Sahnecreme mit Schokolade. Weiterhin sorgen die zarten Mandelplätzchen Tegole Valdostane für höchsten Gaumengenuss.

Beste Reisezeit

Ein Teil der Campingplätze im Aostatal ist für Wintercamper geeignet, sodass man den Urlaub für Erlebnisse wie Skilaufen und Schneeschuhwandern komfortabel im eigenen Wohnmobil oder einer Mietunterkunft verbringen kann. Schneesicherheit ist in der Regel von Dezember bis März gegeben. Wer es lieber warm mag und zahlreiche Sonnenstunden genießen möchte, sollte die Monate von Juni bis August nutzen. In diesem Zeitraum liegt die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur bei 19 Grad Celsius. Im Mai beträgt diese etwa 12, im September 15 Grad Celsius. Januar und Februar sind die kältesten Monate des Jahres. Sie gehen mit einer maximalen Temperatur von minus einem Grad einher. Kaum wärmer präsentiert sich der Dezember mit 0 Grad Celsius als Höchstwert.

Aktivitäten und Ausflüge

Für Aktivurlauber hält die Region Aostatal eine Vielzahl an Ausflugsmöglichkeiten in freier Natur bereit.

Paradiesisch schönes Alpental Val Veny

Streifen Wanderer durch die waldreiche Naturlandschaft des traumhaften Alpentales, wird der Blick von dem alles überragenden, mächtigen Mont Blanc magisch angezogen. Über 11 km erstreckt sich das Tal, das von dem sprudelnd dahinfließenden Bach Dora di Veny durchflossen wird. Es geht im Nordosten in das Val Ferret über, so sind weitausschweifende Wandertouren jederzeit möglich.

Ein herausragendes Skigebiet: Breuil-Cervinia

Vielfältige Wintersportfreuden erleben Campingurlauber im Skigebiet Breuil-Cervinia. Es erstreckt sich über drei Täler in Italien und der Schweiz und beinhaltet das Kleine Matterhorn mit einer Höhe von 3.883 m, das mit dem Lift erreichbar ist. Unter anderem beherbergt das riesige Wintersportgebiet 72 Abfahrten und den Snowpark Cervinia, der europaweit als höchst gelegener seiner Art gilt.

Erstklassige Fahrradtouren durch die italienischen Alpen

Das Aostatal verfügt über 19 Rennrand-, 51 MTB- und 41 MTB-Transalptouren, die es für den Radsport perfekt geeignet machen. Zu den beliebtesten Strecken zählt die Route von Susa nach Zermatt. Diese führt über hochalpine Pfade inmitten einer atemberaubenden Bergkulisse aus 4.000ern und gilt als anspruchsvolle Mountainbike-Distanz.