Besonderheiten beim Camping in Kalabrien

Der Großteil der Campingplätze liegt direkt an der 700 km langen Küste, meist an einem der fantastischen Strände. Kinder finden viel Platz zum Austoben und Sandburgen bauen, während sich die Erwachsenen am Meer entspannen. In vielen großzügigen Anlagen stehen schattige Plätze unter immergrünen Pinien zur Verfügung, die die Luft mit ihrem würzigen Geruch erfüllen. Gleichfalls kommt man oftmals in den Genuss einer erholsamen Atmosphäre und angenehmer Ruhe. Beim Camping in Kalabrien treffen Badefreude auf eine Vielzahl an Stränden, die mit der Blauen Flagge ausgezeichnet sind. Es spielt keinerlei Rolle, wo sich der Platz befindet: Das Landesinnere mit seinen bewaldeten Gebirgszügen, romantischen Stauseen sowie weitläufigen Oliven- und Orangenhainen ist nicht weit entfernt.

Anreise

Bei der Anfahrt nach Kalabrien von Deutschland aus mit dem Wohnmobil oder Auto durchqueren Reisende Italien von Norden nach Süden in seiner gesamten Länge. Von München aus beträgt die Fahrstrecke über Österreich bis an den nördlichen Rand von Kalabrien gut 1.400 km. Die am häufigsten genutzte Route führt über die mautpflichtige Brennerautobahn, sie beginnt in Innsbruck und reicht bis Südtirol in Italien. Danach geht es über Verona, Bologna, Florenz, Rom und Neapel immer Richtung Süden. Sämtliche dieser Städte laden mit unzähligen historischen Sehenswürdigkeiten und exklusiven Einkaufsgeschäften, darunter viele Lederwarenshops, zu einem Zwischenstopp ein. Reisenden, die ihre Fahrt in Nord- oder Mitteldeutschland begonnen haben, empfiehlt sich eine Übernachtung unterwegs. Für Ihren Panoramablick auf die Gebirgswelt sind die Raststätten in Irschenberg und an der Europabrücke bekannt, die jeweils ein bekanntes Fast-Food-Restaurant beherbergen.

Reiseziele in Kalabrien

Camping in Kalabrien ist von Vielfältigkeit geprägt: Die Plätze verteilen sich in der gesamten Region, eine jede Umgebung präsentiert sich mit ihrem ureigenem Charme.

Vibo Valentia

Die Stadt Vibo Valentia mit gut 33.700 Einwohnern ist ein beliebtes Reiseziel in Kalabrien für alle Freunde ausschweifender Ausblicke. Auf einer Höhe von 476 m kommen Besucher in den Genuss eines atemberaubenden Panoramablickes über den Ozean bis zur Insel Stromboli, dem Aspromonte-Massiv und der Spitze des Ätna.

Praia a Mare

In der kleinen Stadt Praia a Mare werden Urlauber von einem attraktiven breiten Sandstrand empfangen, der erholsame Sonnen- und erfrischende Meeresbäder verspricht. Neben einer mittelalterlichen Burg gehört das Santuario della Madonna della Grotta mit der hölzernen Madonna mit Kind aus dem 15. Jahrhundert zu den sehenswerten Attraktionen. Einzigartig ist die Aussicht auf die winzige Insel Isola di Dino, deren Grün sich kontrastreich vom türkisblauen Meer abhebt.

Catanzaro

Catanzaro, die Hauptstadt von Kalabrien, erwartet Besucher mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Camper befinden sich hier an einer schmalen Stelle etwa in der Mitte der Region, sodass sowohl das Ionische als auch das Tyrrhenische Meer leicht erreichbar ist. Als äußerst attraktiv präsentiert sich die Altstadt, sie erstreckt sich über drei Hügel oberhalb der tiefen Täler des Musofalo und der Fiumarella.

Gastronomie

Italien ist für seine fantastische Küche bekannt, die sich in der Region Kalabrien aufgrund jahrhundertelanger Armut mit Einfachheit und Rustikalität präsentiert. Jedoch sind die Speisen von Köstlichkeit geprägt, wobei viele Produkte wie Zitrusfrüchte, Tomaten, Auberginen und Artischocken aus regionalem Anbau stammen und deshalb häufig zur Verwendung kommen. Zu den Grundnahrungsmitteln zählen Hartweizen und Oliven, die entweder in eingelegter Form oder in Brotfladen eingebacken eine schmackhafte Spezialität darstellen. Zu den berühmten Vorspeisen gehört Lampascioni, es besteht aus sauer eingelegten Zwiebeln mit leicht bitterem Geschmack. Während Rindfleisch eher selten auf den Tisch kommt, sind Lamm-, Ziegen-, Schwein-, Kaninchen- und Geflügelgerichte häufig auf der Speisekarte zu finden. Sehr scharfe Schoten, die sogenannten Peperoncini, sind ebenfalls typisch.

Beste Reisezeit

Ein Urlaub auf einem der Campingplätze von Kalabrien, das mit rund 320 Sonnentagen eine der sonnigsten Regionen Europas darstellt, ist ganzjährig möglich. Insgesamt verfügt diese über drei verschiedene Klimazonen: Subtropisch präsentiert sich der Westen mit äußerst geringem Niederschlag, besonders im Winter. Am Ionischen Meer gibt es gleichfalls sehr wenig Regen, hohe Temperaturen bereits im Mai und noch im Oktober sind normal. In den höheren Lagen liegen die Tagesdurchschnittstemperaturen im Winter bei 7 bis 15 Grad Celsius, im Sommer zwischen 26 und 34 Grad Celsius. Wer ausgiebige Badeerlebnisse und abendliche Stunden im Freien genießen möchte, nutzt die Monate von Mai bis Oktober. Die Wassertemperaturen präsentieren sich in diesem Zeitraum mit mindestens 18 und höchstens 24 Grad Celsius.

Aktivitäten und Ausflüge

Kalabrien verfügt über eine Vielzahl an verschiedenen Aktivitätsmöglichkeiten, von Wandertouren durch eine faszinierende Naturlandschaft über erlebnisreiche Radausflüge bis zu Wassersport reicht das Repertoire.

Fantastische Natur im Nationalpark Sila

Zu ausschweifenden Wanderungen lädt der Nationalpark Sila ein. Urlauber durchstreifen üppig grüne Wälder, sanfte Hügellandschaften und treffen auf romantische Seen. Sie dienen zur Erfrischung unterwegs, an den Ufern lässt sich ein gemütliches Picknick einlegen. Wer weniger gern zu Fuß unterwegs ist, kann auf dem Rücken eines Pferdes den Park entdecken. Darüber hinaus gibt es einen extra Spielbereich für Kinder.

Sportliche Touren mit dem Fahrrad

Kalabrien ist wie geschaffen für Radfahrer, insgesamt bietet die Region 26 gut ausgeschilderte Routen. Diese teilen sich in Rad-, Rennrad- und Fernradtouren auf. Zum Kennenlernen des Aspromonte-Gebirges bietet sich die knapp 70 km weite Strecke von Reggio über Mosorrofa und Gallina an. Einzigartige Blicke über die Küstenlandschaft auf das Meer sind garantiert.

Adrenalinkicks in Kalabrien

Mitreißende Spannung findet sich beim Kanufahren zwischen Castiglione und Papasidero. Hier wird nicht nur gepaddelt, sondern durch tiefe Schluchten gerutscht, geschwommen und geklettert. Rafting im Nationalpark Pollino ist gleichfalls eine spannende Angelegenheit: Der Weg führt unter rauschenden Wasserfällen hindurch an der Grotta del Romito vorbei.