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Reise durch den Südtirol: Schneebedeckte Berge und traumhafte Altstädte

Südlich des Alpenhauptkamms bietet sich im Norden Italiens das freundliche Südtirol zu einer Winterreise an. Auch bei kühlen Temperaturen zeigen sich Städte wie Brixen, Bozen oder Meran von ihrer besten Seite. Gleiches gilt für die atemberaubende Bergwelt mit den schroffen Dolomiten oder der Ortlergruppe. Bei der Tour durch Südtirol kommen Kulturinteressierte und Aktivurlauber gleichermaßen auf ihre Kosten. In vielen Skigebieten dreht sich das Skikarussell. Ebenso stehen gespurte Loipen und geräumte Winterwanderwege bereit. Glücklicherweise ist das Angebot an ganzjährigen Campingplätzen sehr gut. Viele locken mit einem kleinen Wellnessangebot, und so geht es nach einem winterlichen Spaziergang oder der Skiabfahrt direkt in die wärmende Sauna.

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Über die Brennerautobahn gelangt der Camper zunächst nach Sterzing und wird in diesem netten Städtchen in Südtirol warmherzig begrüßt. In dieser norditalienischen Region wird Deutsch gesprochen und so erhältst du problemlos die hilfreichen Reiseinfos aus erster Hand. Sterzing versprüht mit erkergeschmückten Bürgerhäusern und alten Plätzen ein mittelalterliches Flair. Entlang des Flusses Eisack setzt du deine Route in südliche Richtung fort und zweigst später in das breite Pustertal ab.

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Fahrt durch das Pustertal

Im Pustertal ist die Stadt Bruneck einen Besuch wert. Zufrieden schlenderst du hier vorbei an alten Bürgerhäusern und spazierst hinauf zum alten Schloss Bruneck. Die Bischöfe aus Brixen ließen es im 13. Jahrhundert errichten. Heute ist eines der sechs Messner Mountain Museen hier untergebracht. Wer gerne Ski fährt, wird sicherlich den nahegelegenen und schneesicheren Kronplatz ansteuern. Hierbei handelt es sich um eines der größten Skigebiet Südtirols.

Das landwirtschaftlich geprägte Pustertal erstreckt sich in Ost-West-Richtung. So fährst du gemütlich gen Osten und stattest freundlichen Dörfern wie Rasun, Welsberg, Toblach oder Innichen einen Besuch ab. Rasun liegt am Rande des Pustertals im Antholzertal und kann mit dem Campingplatz Corones begeistern. Apropos Campingplatz! Nahe der italienisch-östereichischen Grenze zweigt bei Innichen das kleine Sextental ab. Hier befindet sich der bekannte Caravanpark Sexten, der sicherlich zu den besten in Europa gehört und mit einer herrlichen Wellness-Landschaft aufwarten kann.

Brixen und Seiser Alm

Gut erholt führt die weitere Route wieder zurück durch das Pustertal bis ins Eisacktal und nach Brixen. Das ist eine schmucke Bischofsstadt und kann mit einer makellosen Altstadt aufwarten. In den Laubengassen und auf den hübschen Plätzen fühlt sich der Besucher zu jeder Jahreszeit auf Anhieb wohl. Größte Attraktion ist der prächtige Dom, der 1755 fertiggestellt wurde. Im Inneren begeistern die herrlichen Fresken. Vor dem zweitürmigen Gotteshaus erstreckt sich der Domplatz mit dem Rathaus. Wenige Schritte sind es zur bischöflichen Hofburg. Dieses Renaissanceschloss zeugt noch heute von der einstigen Macht der Bischöfe und beherbergt das Diözesanmuseum.

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Nur wenige Kilometer sind es von Brixen zum mittelalterlichen Städtchen Klausen. Zwischen dem Fluss Eisack und den Felsen liegt die eingezwängte Altstadt mit ihren hübschen Alttiroler Wohnhäusern. Südlich von Klausen steht die Trostburg, die zu den imposantesten Burgen Südtirols gehört. Wenig später fahren Wintersportler hinauf auf die Seiser Alm und checken vielleicht auf dem bestens ausgestatteten Campingplatz Seiser Alm ein. Mit dem Skibus geht es bequem in das herrliche Wintersportgebiet Seiser Alm. Geräumte Winterwanderwege, gespurte Loipen oder unzählige Skilifte lassen das Herz des Aktivurlaubers höherschlagen. Wer einen Gastronomieplatz auf der mit 56 Quadratkilometer größten Hochalm Europas ergattert, wird von dem Panoramablick u.a. auf die Dolomitengipfel begeistert sein.

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Rundgang durch Bozen und Meran

Nach dem Abstecher auf die Seiser Alm erreichst du nach rund einer Autostunde die Stadt Bozen. Für diese vielseitige Stadt mit rund 110.000 Einwohnern solltest du etwas mehr Zeit einplanen. Im Herzen der Altstadt herrscht jedoch keine überzogene Betriebsamkeit, sondern eine gelassene Atmosphäre. Das Zentrum der schönen Altstadt markiert der Walther-Platz, der an den bekannten Minnesänger Walther von der Vogelweide erinnert.

Fußläufig sind die vielen Sehenswürdigkeiten wie der Dom Maria Himmelfahrt, die Dominikaner-Kirche, das Schloss-Maretsch oder das Archäologische Museum mit der berühmten Gletscherleiche "Ötzi" zu erreichen. Viel Freude bereitet es auch in den netten Geschäften der Laubengasse zu stöbern. Ein besonderes Highlight ist das Museion. In diesem futuristischen Bauwerk in Kubusform können wechselnde Ausstellungen bestaunt werden. Nach der interessanten Stadt Bozen steht eine halbe Autostunde später eine weitere sehenswerte Stadt auf dem Programm und so nimmt der Camper das mondäne Meran unter die Lupe.

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Wie in Bozen ist auch in Meran das Klima im Winter recht mild. Weinberge zeugen von der günstigen Lage. Am Fluss Passer wurde eine reizvolle Promenade angelegt. Die sogenannte Winterpromenade ist sogar überdacht. Am Flussufer stehen auch das stattliche Kurhaus und das große Thermalbad. Etwas abseits vom Fluss schlenderst du durch schöne Laubengassen.

Auf jeden Fall solltest du das Schloss Trauttmannsdorff besuchen. Im Sommer begeistert der farbenprächtige Park und ganzjährig das Touriseum. Dieses Museum für Tourismus widmet sich der rund 200-jährigen Geschichte des Fremdenverkehrs in Meran. Oberhalb von Meran erstreckt sich das Dorf Tirol mit dem gleichnamigen Schloss, das der ganzen Region den Namen gab. Heute ist dort das Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte untergebracht.

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Riesiges Apfelanbaugebiet

Meran und das Dorf Tirol liegen am Eingang des idyllischen Talzuges Vinschgau (ital. Val Venosta), den du von Osten nach Westen durchfährst. Es steigt allmählich an und selbst im Winter kannst du die Ausmaße des Obstanbaus gut erkennen. In der Talsohle und an den Hängen breiten sich die riesigen Obstanbaugebiete aus. Immer wieder passierst du die Genossenschaften mit ihren großen Lagerhallen, in denen hauptsächlich Äpfel gelagert werden.

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Bei der Fahrt durch das idyllische Vinschgau passierst du die große Brauerei Forst in Algund und erreicht später den Ort Naturns mit der kleinen St. Prokulus-Kirche. Sie steht zwischen den Obstbäumen und verfügt im Inneren über alte Fresken. Einige dieser Wandmalereien wurden bereits im 8. Jahrhundert angefertigt. Oberhalb von Naturns thront das Schloss Juval, der Sommersitz des Bergsteigers Reinhold Messner. In Naturs kann der Reisende überlegen, ob er seine Reise weiter durch das Vinschgau fortsetzt oder einen Ausflug ins Schnalstal unternimmt.

Abstecher in Schnalstal

Bei der Fahrt durch das Vinschgau lohnt sich für Reisemobilisten ein Abstecher bei Naturns in das Schnalstal. Durch den Fund der Gletscherleiche "Ötzi" ist das Tal über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden. Nach rund 25 Kilometern stets bergauf und vorbei am Stausee Vernagt erreichst du die Siedlung Kurzras. Hier befindet sich auf rund 2.000 Meter Höhe ein gut ausgestatteter Stellplatz, von dem es nur wenige hundert Meter zur Talstation der Gondelbahn sind. Hier kommen dann die Skifahrer auf ihre Kosten.

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Letzte Etappe Vinschgau

Sehr reizvoll ist die Fahrt durch das idyllische Vinschgau. Du passierst hierbei die wuchtige Burg in Kastelbell, die direkt an der Straße steht oder dreht eine Runde in den netten Orten Latsch und Schlanderns. Auch Schluderns hat mit der imposanten Churburg eine stattliche Burg zu bieten. Nicht versäumen solltest du den Besuch der Stadt Glurns. Innerhalb der alten Stadtmauer fühlst du dich in der mittelalterlichen Altstadt um Jahrhunderte zurückversetzt.

Gleiches gilt für Mals mit seinen alten Kirchen und Türmen. Spätestens hier solltest du dich mit dem typischen Brot "Vinschgauer", dem Schüttelbrot oder dem schmackhaften Schinken ("Speck") eindecken. Von Mals sind es nur wenige Kilometer nach Burgeis. Alte Bauernhäuser und der Stallgeruch prägen das sehenswerte Dorf. Ab Burgeis führt die kurvenreiche Strecke hinauf nach St. Valentin auf der Heide mit einem empfehlenswerten Campingplatz und benachbartem Skigebiet. Hier kannst du dein Skivergnügen genießen bevor am Reschensee die Route endet. An dem 1949 gefluteten Stausee machst du vielleicht das letzte Reisefoto von dem Kirchturm, der aus dem Wasser ragt und an das einstige Dorf Graun erinnert.

Artikel von Thomas Klien

Titelbild: © ValentinValkov – stock.adobe.com

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