Sonnenaufgang vor Rovinj

Mit dem Wohnmobil nach Kroatien

| 7 min Lesedauer

Kroatien hat eine lange Reisesaison. Bereits in der Vorsaison zieht es Camper an die Adria und im Herbst lässt man die Saison gerne im Süden ausklingen. Je nach Wohnort in Deutschland ist die Fahrt, in diesem Falle nach Dalmatien, mit einem hohen Aufwand verbunden. Hier greift jedoch das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ und so sollte man die Anreise mit einigen reizvollen Stippvisiten verbinden, denn bei der Reise durch Österreich und Slowenien gibt es rechts und links der Hauptroute jede Menge zu entdecken.

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In der südöstlichsten Ecke Deutschlands, im schönen Berchtesgadener Land, verabschiedet sich der Reisende von Deutschland. Wer bis hierhin schon so einige Stunden hinter dem Steuer gesessen hat, kann sich im Schatten des zweithöchsten deutschen Berges, dem Watzmann (2.713 m), über eine grandiose Landschaft freuen. Bekannt ist der von Bergen umgebene Königssee und ebenso lohnenswert ist der Besuch von Bad Reichenhall oder Berchtesgaden. In der Nähe von Berchtesgaden steht auch der gut ausgestattete Campingplatz „Camping Resort Allweglehen“ inklusive Watzmannblick zur Verfügung.

Der Campingplatz Allweglehen lädt zum Verweilen ein – © Camping Allweglehen

Erholsam durch Österreich

Bevor man Deutschland verlässt, gilt es noch an der nächsten Tankstelle das sogenannte „Pickerl“ zu kaufen. Erst mit dieser Vignette darf man die österreichischen Autobahnen befahren. Nach wenigen Kilometern trifft man in Salzburg ein. Die „Mozartstadt“ sollte man jedoch nicht links liegen lassen, denn sie gehört zu den schönsten Städten des Landes, was nicht nur an der reizvollen Lage am Fluss Salzach liegt. Am besten verschafft man sich von der kolossalen Festung Hohensalzburg, aus luftiger Höhe einen Überblick und widmet sich dann der imposanten Altstadt mit Attraktionen wie dem Dom, dem Mozarthaus, den herrlichen Gassen und dem Schloss Mirabell.

Salzburg
Überblick über die Festung in Salzburg - © Thomas Kliem

Über die A10 Richtung Süden

Sicherlich tief beeindruckt verlässt man Salzburg und das Salzburger Land über die Autobahn A10 und fährt stets Richtung Süden. Die Fahrt bereitet viel Freude, denn man hat stets die Berge im Blick. Nach rund zwei Autostunden und die Fahrt durch Tauerntunnel und Katschbergtunnel erreicht man das südliche Bundesland Kärnten. Wer Österreich von seiner vielseitigen Seite kennenlernen möchte, sollte hier auf einem der guten Campingplätze zum Beispiel am Millstätter See, Ossiacher See oder Wörther See einchecken.

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Kärnten entdecken

Wenn man von der Autobahn abfährt, sollte man dem schmucken Städtchen Spittal an der Drau mit seinem schönen Schloss seine Aufmerksamkeit schenken und fährt dann entlang des nördlichen Ufers des Millstätter Sees zu einem weiteren reizvollen Gewässer, dem Ossiacher See. Ein Besuch in Villach ist genauso lohnenswert wie eine Stippvisite in der Landeshauptstadt Klagenfurt. Glücklicherweise wurde im Zentrum direkt an der Messe ein Stellplatz eingerichtet. So gelangt man in wenigen Gehminuten in die prächtige Altstadt mit ihrem bekannten Lindwurm, dem Wappentier der Stadt.

Der Lindwurm in Klagenfurt
Das Wappentier von Klagenfurt: Der Lindwurm - © Thomas Kliem

Durch den Karawankentunnel nach Slowenien

Österreich verlässt man über die A11, fährt durch den rund 8 Kilometer langen Karawankentunnel und erreicht das kleine Land Slowenien, für dessen Autobahnen man erneut eine Vignette benötigt. Nur wenige Kilometer nach dem Karawankentunnel sollte man die Autobahn wieder verlassen, in den mondänen Kurort Bled fahren und auf dem Campingplatz „Camping Bled“ einchecken. Von dort spaziert man an der Uferpromenade am malerischen Bleder See entlang, blickt auf die kleine Insel mit der Marienkirche und hinauf auf die Burg Bjeski Grad. Im Sommer kann sich der See bis auf 25° C aufheizen und ist somit ein herrlicher Badesee.

Erfrischt und gut erholt fährt man nun über die A2 weiter bis nach Ljubljana, der freundlichen Hauptstadt Sloweniens. Auch hier lohnt sich eine Stadtrundgang bevor man über die A1 im weiteren Verlauf eine der Hauptattraktionen des Landes erreicht. So gehört der Besuch des Höhlensystems von Postojna zum Pflichtprogramm auf der Reise. Ein rund 20 km langes Labyrinth begeistert hier die Besucher und bei Tageslicht kann auch die alte Burg direkt unterhalb der Felsen imponieren.

Entspannung wird auf dem Campingplatz Bled groß geschrieben – © Camping Bled

Willkommen in Kroatien

Das slowenische Städtchen Postojna verlässt der Camper über die Landstraße mit der Nummer 6 und fährt über die kurvenreiche Strecke bis nach Kroatien. Hinter der Grenze verläuft die weitere Route über die A7. Mit der Hafenstadt Rijeka erreicht man die Adria. Die geschäftige Industrie- und Hafenstadt kann u.a. mit ihrer Uferpromenade Riva, einigen Prachtbauten wie dem Nationaltheater, dem neobarocken Palais Modello und einer lebendigen Markt- und Fischhalle auftrumpfen.

Reif für die Insel

Wenige Kilometer östlich von Rijeka verlässt man die A7, fährt über die 1400 Meter lange Brücke und erreicht die Ferieninsel Krk, auf der einige Campingplätze wie Camping Krk oder Jezevac Camping sehr beliebt sind. Die „Goldene Insel“ bietet insbesondere im Sommer und Spätsommer reinen Badespaß und auch Orte wie Krk, Baska oder Punat können sich sehen lassen. Nach erholsamen Tagen auf der Insel geht es zurück zum Festland, dort wird die Reise über die Küstenstraße fortgesetzt. Nach Belieben stoppt man in einigen netten Küstenorten wie Senj oder gönnt sich einen Camping- oder Stellplatz an der Küste. Zeit sollte man auf jeden Fall für die Stadt Zadar einplanen.

Die Landschaft von Senj
Eine Landschaft zum Träumen: Senj in Kroatien - © Thomas Kliem

Urlaub in Dalmatien

Zadar liegt im Norden Dalmatiens, die Altstadt erstreckt sich auf einer Halbinsel. Wer entspannt durch die schöne Altstadt schlendert passiert die römischen und venezianischen Ruinen und steht vor stolzen Kirchen. Eine Attraktion ist die Meeresorgel. Meeresbewegungen erzeugen hier die Töne. Mit der einen oder anderen surrealen Melodie im Ohr verlässt man Zadar und fährt über die Küstenstraße, der „Jadranska Magistrale“, in südöstliche Richtung.

Rund eine Autostunde ist Sibenik entfernt. Dazwischen locken nette Küstenorte wie Biograd, Tribunj oder Vodice. Nicht versäumen sollte man einen Rundgang in Sibenik bevor man wenige Kilometer landeinwärts nach Skradin fährt. Das kleine Städtchen ist der Ausgangspunkt, um den fantastischen Krka-Nationalpark zu entdecken. Mit dem Boot geht es von Skradin zum kostenpflichtigen Nationalpark, in dem spektakuläre Wasserfälle, Canyons und eine sattgrüne Landschaft die vielen Besucher begeistern. Auch auf der letzten Etappe von Sibenik nach Split bieten sich Stippvisiten in den Küstenstädten Primosten, Trogir und Kastela an.

Krka Nationalpark
Badestelle im Krka Nationalpark - © Thomas Kliem

Endstation Split

Endstation der Reise ist die herrliche Stadt Split, die auch in der Vor- und Nachsaison ein beliebtes Ziel ist. Rund um Split locken Campingplätze und insbesondere in den heißen Sommermonaten gehört das Baden und Schnorcheln zu den Hauptaktivitäten. Abends schlendern die Urlauber gerne durch die Stadt Split zum Beispiel über die Promenade, vorbei an hohen Palmen.

Gerne flaniert man auch durch die Altstadt. Hier verschmelzen Bauwerke aus der Römerzeit, dem Mittelalter und der Moderne. Das Herz der Stadt schlägt in dem gigantischen Palast des römischen Kaisers Diokletian, der im 4. Jahrhundert errichtet und auch in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde. Er ist von 18 Meter hohen Mauern umgeben und bietet neben vielen Prachtbauten auch hübsche Plätze. Hat man hier einen Platz im Straßenrestaurant gefunden, freut man sich einmal mehr, Dalmatien als Reiseziel gewählt zu haben.

Praktische Infos zur Tour:

  • Länge der Tour: 1.000 km
  • Benötigte Zeit: 10 – 14 Tage

Das sollst du nicht verpassen: Am Wörther See erstreckt sich am südlichen Ufer auf einer Halbinsel die kleine weiße Kirche Maria Wörth. Ein Blick in das Gotteshaus lohnt sich ebenso wie der Blick über den See.

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