Routen & Touren

Von Rom bis zur Amalfiküste: Traumurlaub an der italienischen Küste

Italien ist für Urlaub mit dem Wohnmobil immer eine gute Wahl. Eine schöne und abwechslungsreiche Strecke für Wohnmobilisten ist die Küste von Rom bis Amalfi. Kilometerlange Sandstrände, kleine hübsche Orte, Vulkane und nicht zuletzt das Dolce Vita der Amalfi-Küste.

Wer will, besucht erst die Hauptstadt Italiens, denn Rom bietet seinen Besuchern eine unglaubliche Fülle an Kultur, Geschichte und Sehenswürdigkeiten. Auch die Einfahrt mit dem Wohnmobil ist nicht schwierig. Am besten gleich den Campingplatz Villa Rom ansteuern und später dann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bequem ins Stadtzentrum fahren . Nach einer ausgiebigen Erkundung der ewigen Stadt Rom geht es dann erst richtig los: mit dem Küstenroadtrip durch Italien.

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Die Küste südlich von Rom mit dem Wohnmobil

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Das erste Ziel unserer Route ist Lido di Castel Fusano. Ab dort kann der Strasse SP601 gefolgt werden. Ein endloser Sandstrand zieht sich hier der Küste entlang bis Anzio. Erst geht es durch ein Naturreservat, danach liegen viele kleine Ortschaften am Wegesrand.

Nach Anzio geht es ähnlich weiter. Eine Küstenstrasse, zugegeben nicht in bestem Zustand, führt durch kleinere und grössere Orte stets am Meer entlang. Besonders schön wird es im Nationalpark Circeo. Drei Seen liegen in einem bewaldeten Gebiet gleich hinter der Küstenlinie, sie bieten unzähligen Vögeln einen geschützten Lebensraum. Der Strand gehört ebenfalls zum Nationalpark und hat eine bewachsene Düne zwischen Straße und Meer, aber auch einen breiten schönen Sandstrand, der zum Verweilen einlädt. Vom Frühjahr bis Herbst kosten die Parkplätze etwas, im Winter sind sie kostenlos.

Wer gut zu Fuß ist, kann auf den Monte Circeo ganz im Süden des langen Strandes hinaufklettern. Der Weg ist nicht sehr gut ausgeschildert und teilweise müssen Felsblöcke erklommen werden. Kletterausrüstung braucht es aber nicht. Die Aussicht auf die flache Küste im Norden sowie Süden ist unvergesslich schön.

Neapel mit dem Wohnmobil

Neapel ist eine faszinierende und gleichzeitig auch etwas abschreckende Stadt. Die Vorurteile sind gross, das Sicherheitsbedürfnis von Wohnmobil-Reisenden auch. Ein bewachter Parkplatz, der auch für Wohnmobile bis sechs Meter funktioniert, findet sich am Hafen von Neapel. Von dort gelangst du bequem in die Stadt und kannst sie dir anschauen. Die Via Toledo ist eine der Haupteinkaufsstrassen, von ihr zweigen diverse Seitengassen ab, die es sich ebenfalls zu erkunden lohnt. Am späteren Nachmittag empfiehlt es sich, ausserhalb einen ruhigeren Camping- oder Stellplatz für die Nacht zu suchen. Doch die Region lockt noch mit einem weiteren Highlight.

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In Pozzuoli, einem Vorort von Neapel, steht der Vulkan Solfatara. Früher konnte direkt im Krater auf einem Campingplatz übernachtet werden, der ist leider mittlerweile geschlossen. Doch besichtigen kann man den aktiven Krater des Solfataras noch immer. Eine ganz schön schweflige Angelegenheit.

Weiter südlich liegt gleich der nächste (und noch bekanntere) Vulkan, der Vesuv. Ihn auf eigene Faust zu erkunden, ist etwas schwieriger. Auf etwa 1.000 Höhenmetern befindet sich der letzte Parkplatz, dort gibt es auch ein paar Souvenirstände. Ab da geht es nur noch mit einer geführten Tour weiter, der Vesuvio ist schliesslich der einzige noch aktive Vulkan auf dem europäischen Festland. Die Szenerie ist einzigartig und entschädigt für alle Strapazen.

Die Amalfiküste – auch mit Wohnmobil ein Erlebnis

Zwischen dem Vesuv und der Amalfiküste liegt nur noch Pompei – und egal was das Navigationsgerät sagt, verlasse auf keinen Fall die Autobahn! Pompei ist ein einziges Labyrinth, dass dem gelassensten Fahrer graue Haare beschert. Schau dir deinen Weg vorab also gut an und kontrolliere laufend, ob das Navi dich auf dem besten Weg ans Ziel führt.

Und dann hast du es geschafft, du bist an der Amalfiküste. Hier finden sich keine endlosen Sandstrände, sondern steile Felsklippen, an denen sich die Ortschaften auf die wenigen Vorsprünge im Fels drängen. Eine bezaubernde Kulisse, die allerdings nicht gerade einfach zu erkunden ist.

Schmale Strassen, die sich die Felsen hinauf und hinab winden, sorgen teilweise für lange Fahrzeiten. Wanderungen können etwas vereinfacht werden, indem der Rücktransport per Bus erfolgt. So erreicht man beispielsweise den Ort Amalfi ab Agerola zu Fuss über 2.000 Treppenstufen. Eine Wanderung entlang dem alten Maultier-Pfad mit tollen Aussichten über die Küste, durch kleine Orte und zum Schluss das Highlight Amalfi selbst. Zurück geht es dann mit dem öffentlichen Bus, das dauert zwar auch ewig, weil eine grosse Schlaufe gefahren wird, ist aber trotzdem bequemer als denselben Weg zurück zu gehen.

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Die Küstenstrasse SS163 ist aber so ausgebaut, dass auch die grossen öffentlichen Busse dort fahren können, das reicht für Wohnmobile somit noch lange. Und so kann diese spektakuläre Küstenstrasse auch mit dem eigenen Camper bis nach Salerno gefahren werden.

Ab da folgt zwar wieder ein Sandstrand, doch liegt nur wenig dahinter die Plastikwüste Italiens. Ein Gewächshaus reiht sich ans andere. Und was da alles durch die Erde ins Meer gespült wird, möchten wir ehrlich gesagt nicht wissen. Deshalb beenden wir den Küstenroadtrip durch Italien mit dem Wohnmobil hier in Salerno und behalten all die unglaublich schönen Bilder der Sandstrände unterhalb Roms, der Nationalparks, der Vulkanbesichtigungen sowie der felsigen Küste der Amalfi-Halbinsel im Kopf.

Artikel von Lui und Steffi. Auf ihrem Blog Comewithus2 dokumentieren sie ihre Reisen durch Europa.

Titelfoto: © Andrew Bayda – stock.adobe.com

Wenn du speziell die Amalfiküste bereisen möchtest, kannst du bei PiNCAMP ebenfalls nachlesen: Wandern an der Amalfiküste – Von Mobilheim zu Mobilheim

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