Wassersportler in Friesland

Friesland: Traumziel nicht nur für Wassersportler

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Die niederländische Provinz Friesland ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt für ihr unschlagbares Wassersportangebot. Ob auf dem Ijsselmeer oder den sogenannten Friesischen Meeren: Hier fühlen sich Freizeitkapitäne richtig wohl. Aber auch Camper kommen in der flachen Region voll auf ihre Kosten und reisen entlang von Seen und Kanäle mit den Wassersportlern auf Augenhöhe. Viele Stellplätze befinden sich an einer Marina, die reizvollen Campingplätze liegen fast immer am Wasser. Mit dem Rad geht es in die vielen schmucken Städtchen, die mit ihren prächtigen Altstädten jeden Besucher auf Anhieb begeistern.

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Wer sich auf die Reise nach Friesland begibt, sollte sich noch kurz mit der Begriffsbestimmung „Holland“ beschäftigen. Vielfach werden die Einwohner der Niederlande als Holländer bezeichnet, was jedoch nur auf die Bürger der Provinzen Nord-Holland und Süd-Südholland zutrifft. Insbesondere die stolzen Friesen möchten nur ungerne als Holländer bezeichnet werden.

So ist man mit dem Campinggefährt auf Entdeckungstour in Friesland und lernt eine der zwölf niederländischen Provinzen hautnah kennen. Die Ortsschilder von „Fryslân“ weisen darauf hin, dass die Provinz zweisprachig ist und so wird hier auch friesisch gesprochen. Ein Sprachproblem wird es für den Reisenden nicht geben, denn Englisch und Deutsch sind hier gängig.

Route durch Friesland
Unsere Camping Route durch Friesland - © PiNCAMP

Sneek: Hafenstadt mit schmucken Waterpoort

Das Wassertor in Sneek in Friesland
Das Wassertor in Sneek in Friesland - © Martijn Mureau - stock.adobe.com

Gleich zu Beginn der Reise lernt man die lebendige Stadt Sneek kennen und steht bestens auf dem Campingplatz „De Domp“, der einer Marina angeschlossen ist. Zu Fuß oder mit dem Rad, der „Fiets“, geht es ins Herz der Stadt. Entlang der Grachten reihen sich schmucke Häuser aneinander, bunte Läden laden zum Stöbern ein. Lehrreich ist der Besuch des Schifffahrtmuseums. Beim Rundgang steht man vor dem doppeltürmigen Stadttor, dem Waterpoort von 1613. Dieses Bauwerk findet man auch auf dem Logo des Mode- und Segelfabrikanten Gaastra wieder.

In südliche Richtung verlässt man Sneek, fährt mitten durch die Seenlandschaft und blickt über die Weiden hinweg auf die vielen weißen Segel. In Lemmer steht wiederum ein Stadtrundgang an. Hier steht man an der Schleuse und blickt hinunter auf die Schiffe, die vom Ijsselmeer kommen oder herausfahren. Mit Spannung beobachtet man den Schleusenvorgang.

Spannend ist auch der Besuch des ältesten Dampfschöpfwerks Europas, das sogar in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde. In Lemmer kann man jedoch auch gut relaxen: Dafür sorgt der schöne Sandstrand am Ijsselmeer. Glücklicherweise stehen in Lemmer ausreichend Stell- und Campingplätze zur Verfügung.

Zu Besuch in der kleinsten friesischen Stadt

Traditionelle Häuser in Sloten
Traditionelle Häuser in Sloten - © Alexander - stock.adobe.com

Nur wenige Kilometer sind es von Lemmer bis Sloten (friesisch: Sleat). Sie ist die kleinste der insgesamt 11 Städte Frieslands und ein Muss für jeden Urlauber. Kleine Bürgerhäuser und eine Windmühle reihen sich entlang der Gracht. Hier fühlt man sich wie in einem Freilichtmuseum und folgt gerne der Aufforderung „kopje koffie is klar“, was darauf hinweist, dass man in diesem Café seinen Kaffee trinken sollte.

Generell trinkt man in Friesland gerne zwischendurch zur Entspannung einen Kaffee und hält einen Plausch. Die Friesen wirken stets lässig und wenig gestresst. Völlig stressfrei ist man auch mit dem Camper unterwegs und fährt nach Stavoren. Das Städtchen am Ijsselmeer lädt zu einem Rundgang ein, bevor man nach Hindeloopen weiterfährt. Hier ist der Blick vom Deich über das Ijsselmeer herrlich: Gerne schaut man zu, wie am späten Nachmittag die Schiffe in die große Marina einlaufen.

Ein Blick in den Reiseführer verrät, dass das Ijsselmeer bis zum Jahre 1932 ein Meeresarm der Nordsee war. Durch die Errichtung des immerhin 32 Kilometer langen Abschlussdeiches wurde der Meeresarm abgetrennt und es entstand das heutige Ijsselmeer, ein Paradis für Wassersportler.

Wenige Kilometer entfernt liegt die schmucke Stadt Workum mit ihren altehrwürdigen Giebelhäusern und dem Rathaus mit einer imposanten Rokoko-Fassade. Vor den Toren der Stadt liegt der bestens ausgestattete Campingplatz „Recreatiecentrum It Soal“. Ein lohnenswerter Abstecher führt zum „Heeger Meer“, einem großen Binnensee.

Segelsport und Fußball an der friesischen Küste

Kanal in Bolsward
Kanal in Bolsward - © Bolsward - stock.adobe.com

Einmal im Jahr wird es auf den Seen voll, denn nicht nur den Fußball lieben die Friesen, sondern auch den Segelsport. Seit 1820 messen sich die friesischen Städte bei der beliebten Regatta „Skutjesilen“. Bei diesem Volksfest werden die betagten Plattbodenschiffe richtig gefordert. Auf der weiteren Route ist der Camper alles andere als gefordert und schlendert durch die historische Hansestadt Bolsward bevor er dem Küstenstädtchen Harlingen seine Aufmerksamkeit schenkt.

Die Hafen- und Fischereistadt liegt außerhalb des Abschlussdeiches am Wattenmeer. Am Außenhafen haben große Traditionssegler festgemacht, in den Innenhäfen liegen schmucke Schiffe in den Boxen. Die Wassersportler lassen hier gerne den Tag in einer der vielen Kneipen und Restaurants ausklingen. Dies bietet sich auch für den Reisemobilisten an, denn ein Stellplatz steht direkt am Rande der Altstadt bereit.

Letzte Etappe bis Leeuwarden

Panoramablick über Leeuwarden
Panoramablick über Leeuwarden - © Balanina Photography - stock.adobe.com

Mit Harlingen verlässt man auch die Küste und fährt landeinwärts über Franeker bis Leeuwarden. Die Provinzhauptstadt von Friesland zählt rund 100.000 Bürger und hat zum Ende der Route einiges zu bieten. Anders als die bisher erlebten friesischen Städte kann Leeuwarden neben der historischen Bausubstanz in der Altstadt mit vielen hypermodernen Bauten aufwarten.

Das Herz schlägt in der Altstadt, die sternförmig von Grachten umgeben ist. Die europäische Kulturhauptstadt von 2018 bietet einige Attraktionen zu denen in erster Linie das informative „Fries Museum“ gehört, in dem man sich anschaulich über die Kunst, Kultur und die Geschichte Frieslands informieren kann. Gleich nebenan schlendert man durch die nette Fußgängerzone oder erfreut sich an dem guten gastronomischen Angebot.

Wenn der Hunger klein ist, sollte man auf jeden Fall in den beliebten Imbissläden einkehren. In der sogenannten „Snack Bar“ bestellt man vornehmlich Pommes Spezial mit Zwiebeln! Gestärkt tritt man dann erneut in die Pedale, denn in der Stadt oder auf dem Land ist man wie die Friesen bestens mit dem Rad unterwegs. Vielfach sind die Radwege zweispurig und die Routen sind bestens ausgeschildert. So gehört auf jeden Fall das Fahrrad auf den Heckträger des Reisemobils oder auf den Deichselträger des Wohnwagens.

Praktische Infos

  • Länge der Tour: rund 200 Kilometer
  • Benötigte Zeit: 5 bis 7 Tage

Das sollst du nicht verpassen: Wer gerne segelt und über einen Bootsführerschein verfügt, sollte sich für einen Tag ein offenes Segelboot (z.B. Polyvalk) ausleihen, das man an vielen Häfen leihen kann. Die Friesischen Meere auf dem Wasser zu entdecken ist ein besonderes Erlebnis!

Holland hat natürlich noch viel mehr zu bieten – vor allem für Strandurlauber! Wir zeigen dir die schönsten Campingplätze in Holland am Meer:

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