Reisehinweise & Fähren

Maut, Bußgelder und Gebühren: Der große PiNCAMP Europa-Guide

Bei einem Campingurlaub im europäischen Ausland können für Reisende in zahlreichen Ländern Mautgebühren anfallen, die auf manchen Strecken erheblich den Geldbeutel strapazieren. Eine entsprechende Streckenplanung kann angesichts der hohen Gebühren und den möglichen Bußgeldern das Reisebudget entlasten. Innerhalb der EU gibt es mit Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Polen, Portugal und Spanien insgesamt neun Länder, in denen Mautgebühren fällig werden. Hinzu kommen sechs Nationen außerhalb der EU, die ebenfalls Gebühren für die Straßennutzung einfordern. Dazu zählen Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Norwegen, Serbien, die Türkei und Weißrussland. Darüber hinaus begegnen dem Campingurlauber mautpflichtige Tunnel, Brücken und Pässe in Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Dänemark und Schweden.

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Während hierzulande noch über eine Pkw-Maut diskutiert wird, ist diese im europäischen Ausland schon seit Jahren in vielen Ländern Realität. Dabei spiegelt sich die Vielseitigkeit der Länder auch in ihren Bestimmungen für die Straßennutzung wider. In den meisten Staaten werden vor allem Gebühren für die Nutzung von Autobahn- und Schnellstraßen erhoben. Die Bezahlung erfolgt je nach Land beim Ein- oder Ausfahren an der Mautstation. Für die Überfahrten von bestimmten Brücken und Pässen beziehungsweise das Durchfahren von Tunneln kommt ein ähnliches Verfahren zum Tragen.

Maut-Boxen: Bezahlsysteme in Europa

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© photo 5000 - stock.adobe.com

Die klassische Bezahlweise an den Mautstationen für mautpflichtige Streckenabschnitte hat sich in der Vergangenheit auf Bargeld und Kartenzahlung beschränkt. Für die Vereinfachung der Mautabwicklung kommen in vielen Ländern mittlerweile sogenannte Maut-Boxen zum Einsatz.

Dabei handelt es sich um ein kleines Gerät in der Größe einer Streichholzschachtel, das in den meisten Fällen im Inneren des Fahrzeugs an der Windschutzscheibe angebracht wird. Für Inhaber der Maut-Box gibt es eigens reservierte Spuren an den Mautstationen, die sich als äußerst zeitsparend erweisen können. Beim Durchfahren wird die entsprechende Gebühr automatisch entrichtet. Der Fahrer wird in der Regel durch ein akustisches Signal darüber informiert, dass der Vorgang abgeschlossen wurde. Diese Maut-Boxen können im Vorfeld einer Reise bestellt und mit einem Guthaben versehen wird. Auch das Bezahlen auf Rechnung im Anschluss an den Urlaub ist in vielen Staaten problemlos möglich.

Allein schon die Namensgebung und Handhabung der Maut-Boxen macht deutlich, dass Fahren im europäischen Ausland mit einigem bürokratischen Aufwand verbunden ist. In Italien wird die Box als Telepass bezeichnet. In Frankreich und Spanien existiert die Liber-t für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen und bis 3 Meter Höhe. In Frankreich kommt außerdem TIS-PL für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen oder über 3 Meter Höhe, in Spanien nennt sich diese Abgabe VIA-T. In Portugal heißt die Box ViaVerde und in Norwegen AutoPass. Diese Geräte können im Internet bestellt werden.

Relativ neu ist die Go-Box für Reisemobilisten in Österreich für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Die digitale Vignette für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen kann online bei der österreichischen Straßenbetreibergesellschaft Asfinag sowie über deren App beziehungsweise beim ADAC erworben werden. In der Regel ist nach dem Kauf eine 18-tägige Sperrfrist zu berücksichtigen, der ADAC stellt hier eine Ausnahme dar.

Mautgebühren in Südeuropa

Mautgebühren in Zentraleuropa

Mautgebühren in Osteuropa

Mautgebühren in Skandinavien

Mautgebühren auf den Inseln

Mautgebühren auf dem Balkan und Südosteuropa

Mautgebühren in Südeuropa

Maut in Italien: Telepass und Gebühren

In Italien sind fast alle Strecken auf Autobahnen mautpflichtig. Als Orientierung dient die farbliche Kennzeichnung der jeweiligen Autobahn. Die kostenlosen Streckenabschnitte haben einen blauen Untergrund, während die kostenpflichtigen, also die meisten, einen grünen Untergrund besitzen.

Auf den meisten Autobahnen wird die Nutzung über ein geschlossenes System realisiert. Dies bedeutet, dass bei der Einfahrt an der Mautstation ein Ticket gezogen wird, das beim Verlassen der Autobahn bezahlt wird. Die Höhe der Maut richtet sich dabei nach der gefahrenen Strecke. Diese kann durchaus variieren, denn Strecken mit einem hohen Instandhaltungsaufwand oder im Gebirge sind in der Regel teurer. Die Abwicklung an der Mautstation erfolgt durch die Bezahlart.

Beim geschlossenen System gibt es auf einigen Strecken eine Abwandlung mit dem FreeFlow-System. Hier gibt es keine klassischen Mautstationen mehr. Die Zuordnung der Gebühren erfolgt bei der Ein- und Ausfahrt über Videokameras. Die anfallenden Kosten müssen dann innerhalb von zwei Wochen entrichtet werden.

Bei Mietwagen führt dieses System immer wieder zu Problemen, weil in der Regel alle Fahrten der vergangenen zwei Wochen abgerechnet werden. So können die Gebühren vom Vormieter mit anfallen, wenn der Mieter kein Auge darauf hat. Das "Sistema FreeFlow" wird auf der A60 bei Varese zwischen Vedano Olona und dem Autobahnkreuz mit der A8, auf der A59 bei Como zwischen Acquanegra und Villa Guardia und auf der A36 bei Mailand zwischen Lentate sul Seveso und Autobahnkreuz mit A8 eingesetzt.

Der in Italien übliche Telepass erleichtert die Fahrten auf den Autobahnen deutlich. Die On-Board-Unit (Transponder) registriert jede Ein- und Ausfahrt. Die fälligen Gebühren werden einmal je Kalenderquartal vom Girokonto oder der Kreditkarte des Benutzers abgebucht. Für die Erweiterung "Telepass Family" ist ein italienisches Girokonto notwendig. Das offene System ist eine weitere Variante in Italien. Hier werden für bestimmte Streckenabschnitte auf den Autobahnen Pauschalbeträge erhoben unabhängig von der zurückgelegten Strecke.

Vorsicht: In Italien kann ein Bußgeld in Höhe von 6.000 € erhoben werden, wenn vor der Mautstelle das Fahrzeug zurückgesetzt oder gewendet wird. Im Falle einer falschen Spurnutzung ist das Betätigen der Taste "Assistenza" Pflicht. Hier kommt entweder eine Person oder das Fahrzeug wird fotografiert und die Gebühr muss nachträglich entrichtet werden. Die Nachzahlung bei Ticketverlust wird mit einer Strafgebühr und dem höchst möglichen Betrag betraft.

Die City-Maut wird in einigen Metropolen des Landes eingefordert. In Bologna müssen alle Kfz außer Motorräder 6 € (Tagesticket) bzw. 15 € (4-Tagesticket) bezahlen. In Mailand werden für Benzinfahrzeuge Euro 2-6 und Dieselfahrzeuge Euro 4 mit Partikelfilter-Euro 6 je 5 € (Tagesticket) sowie 30 bis 60 € (für Mehrtagestickets) fällig. In Palermo sollte in bestimmten Stadtgebieten bei Benzinfahrzeugen Euro 3-6 und Dieselfahrzeugen Euro 4-6 mit 5 € (Tagesticket für Touristen) und 20 € (Monatsticket für Touristen) kalkuliert werden.

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Maut in Frankreich: Bip&Go-Transponder und Liber-t-Box

Bei einem Urlaub in Frankreich muss vor allem auf Autobahnen mit Mautgebühren gerechnet werden. Diese sind in der Regel blau gekennzeichnet. Nationalstraßen mit grüner und Départementstraßen mit weißer Beschilderung sind gebührenfrei. Die Einstufung der Fahrzeuge auf mautpflichtigen Strecken erfolgt nach Klassen:

  • Klasse 1: Pkw und Gespanne mit einer Gesamthöhe bis 2 Meter und nicht mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht auch mit Anhänger (Falt-, Gepäck-, Klappwohnanhänger) werden hier erfasst
  • Klasse 2: Hier werden Fahrzeuge und Gespanne von 2 bis 3 Meter Gesamthöhe erfasst, die das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen nicht überschreiten Klasse 3: In dieser Klasse werden 2-achsige Kfz mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen oder mit einer Höhe ab 3 Meter aufgeführt
  • Klasse 4: In der Klasse 4 werden Kfz ab 3 Achsen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen oder mit einer Höhe ab 3 Meter sowie Gespanne mit einem Zugfahrzeug über 3,5 Tonnen und einer Höhe ab 3 Meter registriert. Dabei ist zu beachten, dass in Frankreich Tandemachsen wie zwei Einzelachsen erfasst werden
  • Klasse 5: Motorräder (auch mit Beiwagen) und Trikes.

Bei der Berechnung der Maut muss mit einer Summe zwischen 0,07 € und 0,14 € pro gefahrenem Kilometer kalkuliert werden. Bei geschlossenen Systemen auf den Autobahnen wird nach der Auffahrt ein Ticket gezogen, das wiederum bei der Abfahrt bezahlt werden muss. Ausschlaggebend sind die gefahrenen Kilometer. Beim offenen System wird eine Pauschalgebühr unabhängig von der gefahrenen Strecke erhoben.

Der "Bip&Go-Transponder" beziehungsweise die Liber-t-Box kann das Mautfahren deutlich erleichtern. Alle Fahrzeuge der Klasse 1, 2 und 5 können diese für ihre Reise verwenden. Inhaber der Maut-Box können die Durchfahrten des Télépéage-System ansteuern, die mit einem orangen "T" versehen sind. Die Bestellung des Transponders kann auf der deutschsprachigen Website von Bip&Go vorgenommen werden. Der Transponder gilt anschließend auf allen französischen Autobahnen, zudem auf dem Viaduc de Millau – und, vorteilhafterweise, auch in über 300 Parkhäusern beziehungsweise Tiefgaragen in Frankreich. Die Kosten liegen bei einmalig 10 € sowie 10 € bei einem Versand ins Ausland. Die Mautgebühren werden dann automatisch vom Konto des Besitzers abgebucht.

Neben den Autobahnen sind auch ausgewählte Tunnel und Pässe gebührenpflichtig:

  • Fréjus-Tunnel: Klasse I: einmalig: 43,50 € , Hin- und Rückreise: 54,30 € / Klasse II: einmalig: 57,60 €, Hin- und Rückreise: 72,40 € / Klasse V: einmalig: 28,80 €, Hin- und Rückreise: 36,20 €
  • Mont-Blanc-Tunnel: Klasse I: einmalig: 43,50 €, Hin- und Rückreise: 54,30 € / Klasse II: einmalig: 57,60 €, Hin- und Rückreise: 72,40 € / Klasse V: einmalig: 28,80 €, Hin- und Rückreise: 36,20 €
  • Pont de Tancarville: Klasse I: 2,30 € / Klasse II: 2,90 € / Klasse III: 3,50 € / Klasse IV: 6,10 € / Klasse V: gratis
  • Pont de Normandie: Klasse I: 5,40 € / Klasse II: 6,30 € / Klasse III: 6,80 € / Klasse IV: 13,50 € / Klasse V: gratis

Mit Kosten muss auch beim Viadukt von Millau, dem Prado Sud Tunnel, dem Prado Carénage Tunnel, dem Maurice-Lemaire Tunnel und dem Tunnel du Puymorens gerechnet werden.

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Maut in Spanien mit den Fahrzeugkategorien "Ligeros" und "Pesados"

Eine Reise nach Spanien kann über mautpflichtige Autobahnen führen. Diese wird zumeist auf den privat betriebenen Autopistas erhoben, während die von öffentlichen Einrichtungen betriebenen Abschnitte kostenfrei bleiben. Dabei wird in zwei unterschiedliche Fahrzeugkategorien, "Ligeros" und "Pesados", unterschieden. Unter "Ligeros" fallen die meisten gängigen Fahrzeugvarianten mit Motorrädern, Pkw, Lieferwägen und Kleintransporter ohne Zwillingsbereifung, Kleinbusse und auch Wohnmobile.

Zur Übersicht:

  • Ligeros: Hier werden Motorräder mit und ohne Beiwagen sowie Kfz bis 3 Achsen ohne Zwillingsbereifung erfasst
  • Pesados 1: Die Kategorie betrifft Kfz bis 3 Achsen mit Zwillingsbereifung
  • Pesados 2: In diese Kategorie fallen Kfz ab 4 Achsen

Bei den meisten Betreibern in Spanien wird die Höhe der Maut aus den gefahrenen Kilometern ermittelt. Dabei wird klassisch ein Ticket gezogen, das beim Verlassen bezahlt werden muss. Einige Autobahn-Teilabschnitte werden mit einem Pauschalpreis versehen. Dabei werden die Gebühren beispielsweise in einen Bargeldtrichter geworfen und gezählt.

Grundsätzlich können an den meisten Mautstationen die Kosten mit Bargeld und Kreditkarte beglichen werden. Prepaid-Kreditkarten und Bankkarten (Maestro- oder V-Pay-Symbol) sind für die Bezahlung allerdings in der Regel nicht erlaubt.

In Spanien kommt auch das elektronische Bezahlen via Transponder zum Einsatz. Die dafür vorgesehenen Spuren sind mit Télépéaje, VIA-T und T gekennzeichnet. Verwendet wird hierfür der "Bip&Go-Transponder", der auch in Frankreich gültig ist. Dieser kann auf der deutschsprachigen Website von __Bip&Go bestellt werden und kostet einmalig 10 €. Für den Versand in das europäische Ausland fallen noch einmal 10 € an.

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Maut in Portugal mit EASYToll, TOLLCard, TOLLService und Via Verde Visitors

In Portugal ist das Befahren der Autobahn auf zahlreichen Strecken gebührenpflichtig. Dabei haben vor allem Reisende mehrere Möglichkeiten diese zu entrichten. Die manuelle Bezahlung in bar oder mit der Kreditkarte ist eine vertraute Variante, allerdings setzt Portugal verstärkt auf elektronische Bezahlvarianten.

Die Höhe der Maut richtet sich auch hier nach den Fahrzeugklassen, die wie folgt gesetzlich festgeschrieben wurden:

  • Klasse 1: Hierzu zählen alle Motorräder sowie Pkw (auch mit Anhänger) mit einer Höhe unter 1,10 Meter an der Vorderachse
  • Klasse 2: In dieser Klasse werden alle Kfz mit zwei Achsen und einer Höhe von 1,10 Meter oder höher an der Vorderachse erfasst
  • Klasse 3: Kfz mit drei Achsen und einer Höhe von 1,10 Meter oder höher an der Vorderachse werden dieser Klasse zugeordnet
  • Klasse 4: Diese gilt für Kfz mit mehr als drei Achsen und einer Höhe von 1,10 Meter oder mehr an der Vorderachse

Wichtig für Wohnmobilreisende ist der Aspekt, dass diese nach der Anzahl der Achsen klassifiziert werden. Eine Tandemachse zählt in Portugal als zwei Achsen. Gespanne mit einem Zugfahrzeug bis 1,10 Meter Höhe an der Vorderachse werden in der Klasse 1 gelistet vergleichbar mit Pkw.

Vor dem Befahren der jeweiligen Autobahnen ist genau auf die Beschriftung zu achten. Im schönen Land auf der Iberischen Halbinsel gibt es Streckenabschnitte, die ausschließlich elektronische Bezahlverfahren zulassen. Für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen ist für alle Systeme vorab die Registrierung des Fahrzeuges notwendig. Hier muss lediglich die Entscheidung getroffen werden, ob die Gebühren von einem im Vorfeld erworbenen Guthaben abgezogen und später von der Kreditkarte abgebucht werden sollen

  • EASYToll: Für Urlauber, die weniger als 30 Tage in Portugal unterwegs sind, eignet sich das EASYToll-System am besten. An den sogenannten "Welcome Points" nahe der Grenze wird an einem Automaten die Bank- oder Kreditkarte einem Kennzeichen zugeordnet. Der erhaltene Beleg muss stets vom Fahrer mit sich geführt werden. Beim Be- und Ausfahren von der Autobahn wird das Kennzeichen per Video erfasst und die Strecke entsprechend auf der Kreditkarte abgerechnet
  • TOLLCard: Wer einen längeren Aufenthalt in Portugal plant, sollte sich mit der TOLLCard vertraut machen. Diese kann mit einem Guthaben an Grenzübergängen, in den Filialen der Portugiesischen Post (CTT), online und in Touristeninformationen erworben werden. Per SMS und dem Autokennzeichen wird die TOLLCard aktiviert. Nach dem Befahren der Autobahnen werden die Gebühren entsprechend vom Guthaben abgebucht
  • TOLLService: Diese Prepaid-Karte eignet sich für Kurzaufenthalte und kann beispielsweise für drei Tage mit beliebig vielen Karten für 20 Euro gekauft werden. Alternativ nutzen Reisende die Karte für einmalige Strecken
  • Via Verde Visitors: Die Abrechnung über einen Transponder ist vor allem bei Mietwagen sehr populär. Dieser ist mit einer Kreditkarte oder einem Bankkonto verbunden und die gefahrenen Strecken werden elektronisch abgerechnet. Erhältlich ist dieser an den Via-Verde-Servicestationen oder online

Für alle Urlauber, die versehentlich auf die Autobahn gefahren sind, ohne das Fahrzeug registriert zu haben, besteht die Möglichkeit die Gebühren bei der Post mit dem Kennzeichen nach frühestens 48 Stunden und spätestens fünf Tagen zu begleichen.

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Maut in Griechenland auf Autobahnen

In Griechenland sind die meisten Abschnitte auf den Autobahnen mit einer Maut belegt. Die Entrichtung der Mautgebühr kann an den Mautstationen mittels Barzahlung oder Kreditkarte vorgenommen werden. An den Servicestationen der Autobahngesellschaften gibt es die Option, sich kostenlos einen Transponder zu leihen, der mit einem Guthaben versehen werden kann. Dies garantiert eine schnellere und unkompliziertere Abwicklung an den jeweiligen Stationen.

Im Vorfeld wird eine Klassifizierung der Fahrzeuge unter folgenden Kriterien festgelegt:

  • Klasse 1: Hierzu zählen ausschließlich Motorräder und Trikes
  • Klasse 2: In dieser Klasse werden Kfz bis drei Achsen mit einer Höhe bis 2,20 Meter erfasst
  • Klasse 3: Gilt für Kfz bis drei Achsen mit einer Höhe über 2,20 Meter
  • Klasse 4: Hier werden alle Kfz ab vier Achsen eingeordnet

Auf folgenden Autobahnen werden Mautgebühren erhoben:

  • Igumenitsa – Alexandroupoli: Auf dieser Strecke zahlen Pkw und Gespanne 18 €. Motorräder müssen mit 12 € Gebühren rechnen und Wohnmobile mit einer Fahrzeughöhe über 2,70 Meter mit 46,20 €
  • Thessaloniki – Lamia: Die Kosten auf dem Streckenabschnitt zwischen Kleidi und Lamia betragen für Pkw und Gespanne 24,50 €, für Motorräder 17,10 € und für Wohnmobile mit einer Fahrzeughöhe über 2,20 Meter 61,50 €
  • Lamia – Athen: Für die Autobahnabschnitt zwischen Lamia und Athen müssen Pkw mit 7,10 € und Motorräder mit 5,05 € kalkulieren. Für Gespanne und Wohnmobile mit einer Fahrzeughöhe über 2,20 Meter werden jeweils 17,95 € fällig
  • Athen – Patras: Die Kosten für eine Befahrung der Autobahn Athen - Korinth – Patras liegen für Pkw bei 5,70 € und für Motorräder bei 3,90 €. Gespanne und Wohnmobile mit einer Fahrzeughöhe über 2,20 Meter müssen 14,40 € einplanen
  • Korinth – Kalamata: Die Mautgebühren auf der Autobahn Korinth - Tripoli – Kalamata beziffern sich für Pkw auf 9,40 € und für Motorräder auf 3,90 €. 24,10 € werden für Gespanne und Wohnmobile mit einer Fahrzeughöhe über 2,20 Meter fällig. Auf dieser Strecke liegt zusätzlich der Artemission Tunnel, der für Pkw, Gespanne und Wohnmobile mit 2,50 € und für Motorräder mit 1,80 € berechnet wird

Eine Ausnahme bildet in Griechenland die Athenumfahrung, die andere Fahrzeugklassen und Preise aufruft. Letztere unterliegen sehr häufigen Schwankungen, weshalb Informationen im Vorfeld einer Reise einzuholen sind. Mit Gebühren versehen sind auch die Brücke Rio-Andirrio und der Preveza-Aktio Unterseetunnel

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Maut in Malta – City-Maut für Valletta

Camper, die auf der beliebten Urlaubsinsel unterwegs sind, müssen lediglich für die Hauptstadt Valletta eine City-Maut einplanen. Diese wird für das gesamte Stadtgebiet erhoben. Allerdings gilt die Mautpflicht nur für Fahrzeuge, die mit einem maltesischen Kennzeichen unterwegs sind.

Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen sind von der Maut ausgenommen. Dies bedeutet letztendlich, dass die Fahrt mit dem eigenen PKW mautfrei ist. Wird jedoch ein Gespann oder Wohnmobil in Malta gemietet, muss mit der Gebührenerhebung kalkuliert werden, die im Anschluss zugesandt wird. Bei der Einfahrt wird das Kennzeichen registriert und anschließend der jeweiligen Person zugeordnet. Die Kosten werden je Stunde in Valletta angerechnet.

Maut in der Türkei mit Gebühren für Autobahnen sowie Bosporus-Brücken und Tunnel

Reisende in der Türkei müssen beim Befahren der Autobahnen sowie bei der Überquerung der Bosporus-Brücke oder der Durchfahrt des Bosporus-Tunnel mit zusätzlichen Kosten rechnen. Hierzu werden alle Fahrzeuge in sechs unterschiedlichen Klassen erfasst, die für die Preisbestimmung die passende Grundlage bilden:

  • Kategorie 1: Diese gilt für 2-achsige Kfz mit Achsabstand unter 3,20 Meter
  • Kategorie 2: 2-achsige Kfz mit Achsabstand ab 3,20 Meter werden in dieser Klasse erfasst
  • Kategorie 3: Kfz oder Gespanne mit insgesamt 3 Achsen gehören in die Kategorie 3
  • Kategorie 4: Kfz oder Kfz-Kombinationen mit 4 oder 5 Achsen werden der Kategorie 4 zugeordnet
  • Kategorie 5: Hier werden Kfz oder Kfz-Kombinationen mit 6 und mehr Achsen zugeordnet
  • Kategorie 6: Diese Klasse ist ausschließlich Motorrädern vorbehalten

Bei der Bezahlung der Gebühren ist in der Türkei keine Barzahlung mehr möglich. Dafür kommen mit der HGS-Prepaid-Karte und dem Prepaid-Klebestreifen zwei elektronische Verfahren zum Einsatz. Diese werden entweder auf die Windschutzscheibe geklebt oder auf das Armaturenbrett gelegt. Erhältlich sind beide Ausführungen unter anderem in den Postämtern PTT, an den Raststätten der Autobahnen und in ausgewählten Shell-Tankstellen. Sie werden im Vorfeld der Reise mit einem Guthaben versehen und bei der Durchfahrung der Mautstation wird ein entsprechender Betrag abgebucht. Das HGS-System (Hizli Gecis Sistemi) ist hervorragend für Touristen in der Türkei geeignet.

Die Abrechnung mit dem OGS-System (Otomatik Gecis Sistemi) und einem Sender kann nur über ein türkisches Konto erfolgen und ist demnach für Reisende eher ungeeignet.

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Mautgebühren in Zentraleuropa

Maut in Österreich: Vignette und GO-Box

Die Alpenrepublik ist hinsichtlich der Maut für Autofahrer eine Herausforderung. Die zahlreichen individuellen Regelungen erfordern eine genaue Reiseplanung und natürlich ein entsprechendes Budget. Grundsätzlich gilt für Österreich: Autobahnen und Schnellstraßen sind mautpflichtig.

Dabei kommt die klassische Vignette zum Einsatz für Fahrzeuge mit einem höchstzulässigem Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen. Diese muss bereits vor der Auffahrt auf die Autobahnen und Schnellstraßen erworben und angebracht werden, sonst drohen empfindliche Ersatzmautzahlungen. Die jeweiligen Tarife richten sich nach Fahrzeugart (Auto und Kfz bis 3,5 Tonnen oder Motorrad) und Gültigkeitsdauer. In Österreich existieren über 6.000 Vertriebsstellen, darunter Tankstellen und Trafiken (Tabakläden).

Die Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ bieten die Vignette ebenso an wie grenznahe Tankstellen im Ausland sowie in Deutschland der ADAC. Die Klebevignette muss von innen an der Windschutzscheibe am linken oberen Rand oder hinter dem Rückspiegel angebracht werden, ohne dabei verdeckt zu werden. Bei Motorrädern gilt die Vorschrift, das "Pickl" an einem schwer entfernbaren und gut sichtbaren Bestandteil aufzukleben.

Mit der digitalen Vignette in Österreich entfällt das lästige Aufkleben. Diese kann bei der österreichischen Straßenbetreibergesellschaft Asfinag sowie über deren App "Unterwegs" käuflich erworben werden. Vorsicht ist hier bei der Reiseplanung geboten, denn die Digitale Vignette gilt erst ab dem 18. Tag nach dem Kaufdatum. Ein Vorteil ist der Kauf beim ADAC in Deutschland, denn hier entfällt die 18-tägige Sperrfrist.

Für die meisten Wohnmobilreisenden ist die Nutzung der Go-Box erforderlich, die bei Fahrzeugen über einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen zum Einsatz kommt. Die größte Herausforderung ist dabei die Programmierung der Go-Box, denn hier werden die EURO-Emissionsklasse, die Höhe der zurückgelegten Kilometer und die Anzahl der Achsen hinterlegt. Nach diesen Angaben richten sich anschließend auch die Mautgebühren. Die Reise kann dabei mit einem Guthaben angetreten werden, das sich mit dem Durchfahren der Mautstellen automatisch verringert. Allerdings können die fälligen Kosten auch im Nachgang per Rechnung bezahlt werden.

Die Vignetten-Preise für Österreich in der Übersicht:

  • 10 Tage für 9,20 €
  • 2 Monate für 26,80 €
  • Jahresvignette für 89,20 €

Das Fehlen einer Vignette kann richtig teuer werden: Für eine Ersatz-Vignette werden 120 € fällig oder es droht ein Bußgeld in Höhe von 300 €.

Für Österreich können zusätzliche Mautgebühren für Tunnel und Pässe anfallen. Diese sehen wie folgt aus:

  • Pfänder-Tunnel: vignettenpflichtig
  • Arlberg-Tunnel: 10 €
  • Brenner-Pass: 9,50 €
  • Felbertauern-Tunnel: 11 €
  • Großglockner Hochalpenstraße: 36 €
  • Tauernschleuse Autoverladung: 17 €
  • Tauern-/ Katschberg-Tunnel: 12 €
  • Bosruck-Tunnel: 5,50 €
  • Gleinalm-Tunnel: 9 €

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Maut in Belgien nur für den Liefkenshoek Tunnel

Grundsätzlich sind die Straßen und Autobahnen in Belgien von der Maut befreit. Lediglich für das Durchfahren des 1,4 Kilometer langen Liefkenshoek Tunnel im Nordwesten von Antwerpen als Bestandteil der Autobahn R 2 wird eine Gebühr berechnet. Eine Differenzierung bei den Kosten ist bei der Höhe des Fahrzeugs einzukalkulieren. Kfz ab 2,75 Meter Höhe müssen für den Tunnel tiefer in die Tasche greifen.

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Maut in den Niederlanden für zwei Tunnel

Die Nutzung von Autobahnen und Schnellstraßen ist in den Niederlanden gebührenfrei. Allerdings gibt es im Nachbarland zwei Tunnel, für die Gebühren erhoben werden: Der 6,6 Kilometer lange Westerscheldetunnel zwischen Terneuzen in Zeeuwsch-Vlaanderen und Goes auf Zuid-Beveland ist mit Kosten verbunden, wobei in vier Fahrzeugklassen unterschieden wird:

  • Motorräder zahlen 2,50 €
  • Fahrzeuge bis 6 Meter Länge und bis 3 Meter Höhe müssen mit 5 € kalkulieren
  • Fahrzeuge über 6 Meter Länge und bis 3 Meter Höhe mit Wohnwagen/Anhänger müssen 7,45 € zahlen
  • Fahrzeuge bis 12 Meter Länge und über 3 Meter Höhe sollten mit 18,20 € rechnen

Für den Kiltunnel bei Dordrecht zahlen Motorrad und Pkw mit oder ohne Anhänger unter 2,30 Meter Höhe 2 € und Fahrzeuge ab 2,30 Meter Höhe 5 €.

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Maut in der Schweiz: Vignette für Autobahnen und Schwerverkehrsabgabe

Die Schweiz hat hinsichtlich der Vignettenpflicht sehr strenge Vorschriften. Dabei ist die Höhe der Gebühren abhängig vom Gewicht des Fahrzeugs. Liegt dieses unter 3,5 Tonnen zGG wird lediglich eine Vignette für die Autobahnen in der Alpenrepublik benötigt. Ist das Gewicht jedoch höher, muss auf allen Straßen eine Schwerverkehrsabgabe entrichtet werden. Eine Besonderheit in der Schweiz ist außerdem, dass sowohl Pkw als auch Anhänger jeweils über eine Vignette verfügen müssen.

Bei der Einreise und der Nutzung der Autobahnen muss vom Fahrer stets eine Jahresvignette für die Schweiz erworben werden. Eine Umfahrung der Autobahnen mit dem PKW ist denkbar, dafür ist jedoch mit deutlich mehr Fahrzeit zu rechnen. Fahrzeuge mit einem Gewicht über 3,5 Tonnen zGG müssen auf jeden Fall mit einer Vignette unterwegs sein, die als Schwerverkehrsabgabe gewertet wird. Die Vignette kann direkt an der Grenze oder im Vorfeld eines Urlaubs in den Geschäftsstellen des ADAC oder online beim ADAC gekauft werden.

Die Höhe der Schwerlastabgabe richtet sich nach der Aufenthaltsdauer in der Schweiz. Wohnmobile mit einem Gewicht über 3,5 tonnen zGG sowie Wohnanhänger können mit Jahresvignetten, Monatsvignetten sowie 10-Tages-Vignetten oder Vignetten für einen frei wählbaren Zeitraum in Tagen versehen werden.

In der Schweiz sind auch zahlreiche Tunnelverbindungen mit einer Maut versehen. Dazu zählen unter anderem:

  • Großer St. Bernhard Straßentunnel (Italien-Schweiz)
  • Munt-la-Schera Straßentunnel (Italien-Schweiz)
  • Furkatunnel Autoverladung (innerhalb der Schweiz)
  • Lötschbergtunnel Autoverladung (innerhalb der Schweiz)
  • Lötschberg- und Simplontunnel Autoverladung (Italien-Schweiz)
  • Oberalp Autoverladung (innerhalb der Schweiz)
  • Simplontunnel Autoverladung (Italien-Schweiz)
  • Vereinatunnel Autoverladung (innerhalb der Schweiz)

Die Preisgestaltung bei den Tunneln fällt recht unterschiedlich aus. Grundsätzlich unterscheiden die meisten von ihnen zwischen Motorrädern sowie Fahrzeugen unter oder über 3,5 Tonnen zGG.

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Mautgebühren in Osteuropa

Maut in Polen: ausgewählte Streckenabschnitte sind mautpflichtig

Fahrten in das Nachbarland müssen nicht unbedingt teuer werden, denn nur auf ausgewählten Streckenabschnitten der Autobahnen A1, A2 und A4 werden Gebühren für alle Fahrzeuge fällig. Auf einigen Schnell- und Fernstraßen müssen jedoch Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen eine Maut entrichten und darunter fallen nicht selten Wohnmobile. Sie sind dann verpflichtet sich für das elektronische Mautsystem ViaToll anzumelden.

Auf den sogenannten Konzessionsstrecken, wie die Abschnitte auf den Autobahnen A1, A2 und A4 bezeichnet werden, wird in Polen in fünf Kategorien unterschieden.

  • Kategorie 1: Hier werden Fahrzeuge mit zwei Achsen und Motorräder eingeordnet
  • Kategorie 2: Diese ist vorgesehen für Fahrzeuge mit zwei Achsen mit Anhänger, Fahrzeuge mit zwei Achsen und Zwillingsreifen sowie Motorräder mit Anhänger
  • Kategorie 3: Diese gilt für Fahrzeuge mit zwei Achsen und Zwillingsreifen mit Anhänger sowie Fahrzeuge mit drei Achsen
  • Kategorie 4: Fahrzeuge mit drei Achsen mit Anhänger und Fahrzeuge mit mehr als drei Achsen werden in dieser Kategorie erfasst
  • Kategorie 5: Diese ist vorgesehen für alle Fahrzeuge außerhalb der Kategorie 1-4

Die Bezahlung an den Mautstationen kann in bar, mit Kredit- oder Bankkarte vorgenommen werden. Der Euro wird nur in Scheinen angenommen und mögliches Wechselgeld wird in Złoty ausbezahlt.

Hilfreich bei vielen Fahrten ist die Anmeldung zum elektronischen Mautsystem in Polen. Die Anmeldung ist für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen zGG freiwillig und kann über das Internet beziehungsweise in den Distributionsstellen erfolgen. Die Kaution für das Sendegerät ViaBox liegt bei 120 Złoty. Es wird dann wie üblich an der Windschutzscheibe befestigt. Für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zGG ist die Teilnahme an der elektronische Bezahlung über viaTOLL verpflichtend in Polen.

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Maut in Weißrussland mit dem BelToll-System

Die Mautpflicht in Weißrussland gilt nur für alle in- und ausländischen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zGG. Dazu zählen auch Wohnmobile und Gespanne, die dieses Gewicht überschreiten. Die Fahrzeuge werden in vier unterschiedliche Klassen kategorisiert.

  • Kategorie 1: Kfz unter 3,5 Tonnen zGG – dies gilt aber nur für Pkw aus Ländern außerhalb der Eurasischen Zollunion (Belarus, Kasachstan, Russland)
  • Kategorie 2: Diese ist für Kfz über 3,5 Tonnen zGG mit zwei Achsen bestimmt
  • Kategorie 3: Hier werden Kfz über 3,5 Tonnen zGG mit drei Achsen erfasst
  • Kategorie 4: Kfz über 3,5 Tonnen zGG mit 4 und mehr Achsen werden dieser Kategorie zugeordnet.

Die Preise werden dabei je Kategorie für jeden gefahrenen Kilometer abgerechnet.

  • Kategorie 1: 0,040 €
  • Kategorie 2: 0,090 €
  • Kategorie 3: 0,115 €
  • Kategorie 4: 0,145 €

Für die Bezahlung der Maut ist eine On-Board-Unit (OBU) erforderlich. Die kostenfreie Registrierung kann online vorgenommen werden oder bei den Vertriebsstellen (BelToll Customer Service Points) an der Grenze.

Maut in Slowenien mit Vignettenpflicht und hohen Geldbußen

Ein Urlaub in Slowenien sollte im Vorfeld sorgfältig geplant sein und aufgrund der hohen Geldbußen gilt es als empfehlenswert, die Vignette vor dem Fahrtantritt zu kaufen. Für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen zGG ist eine Vignette notwendig. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zGG müssen mit einer streckengebundenen Maut rechnen. Dafür werden alle Fahrzeuge in drei Klassen unterteilt:

  • Klasse 1: Hier werden ausschließlich Motorräder eingerechnet
  • Klasse 2A: Diese ist für Kfz bis 3,5 Tonnen zGG und unter 1,3 Meter an der Vorderachse und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen zGG vorgesehen
  • Klasse 2B: Diese gilt für Kfz unter 3,5 Tonnen zGG und über 1,3 Meter an der Vorderachse.

Das Fahren auf mautfreien Straßen wird in Slowenien vom ADAC nicht empfohlen. Die fehlende Übersichtlichkeit und die erhöhte Reisedauer sprechen eher für die gebührenpflichtigen Straßen. Ratsam ist es bereits vor der Einreise über eine entsprechende Vignette zu verfügen. Werden Fahrer ohne Vignette angetroffen, drohen Bußgelder zwischen 300 und 800 €. Die Kosten für die Vignette richten sich nach der Fahrzeugklasse sowie dem Zeitraum. Dieser kann für sieben Tage, einen Monat, sechs Monate und einem Jahr gewählt werden. Der Vorteil bei einer Jahresvignette liegt im Nutzungszeitraum, der auf 14 Monate beziffert wird. Die Vignette kann bereits in Deutschland in den ADAC-Geschäftsstellen oder online im ADAC-Shop erworben werden.

Bei PiNCAMP findest du mehr als 30 verschiedene Campingplätze in Slowenien.

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Maut in Litauen nur in Neringa als Umweltschutzabgabe

Bei der Kurischen Nehrung (Neringa) handelt es sich um eine 98 Quadratkilometer große Halbinsel mit einer besonders schützenswerten Naturlandschaft. Sie gilt als beliebtes Urlaubsziel in Litauen und wurde deshalb mit einer Maut versehen, die als Umweltschutzabgabe dient. Die entsprechende Gebühr muss an den Kontrollposten Alksnynė oder Nida in bar hinterlegt werden. Die Preise bewegen sich dabei zwischen 5 € für PKW und 20 € für Wohnmobile

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Maut in Tschechien: vignettenpflichtige Autobahnen und Schnellstraßen

Eine Vignettenpflicht gilt in Tschechien auf Autobahnen und Schnellstraßen für PKW bis 3,5 Tonnen zGG. Liegt das Gewicht über dieser Grenze, müssen die Fahrzeuge mit einem elektronischen Sendegerät ausgestattet sein. Dann wird eine streckenabhängige Maut fällig. Von dieser Regelung ausgenommen sind Motorräder und Trikes.

Beim Kauf der Vignette gibt es einen Teil, der gut sichtbar an der Windschutzscheibe angebracht werden muss und einen weiteren Teil, den der Fahrzeugführer bei den persönlichen Papieren aufbewahren sollte. Die Gültigkeitsdauer kann zwischen zehn Tagen, einem Monat und einem Jahr gewählt werden. Vorteil einer Jahresvignette für Vielreisende in Tschechien ist die Gültigkeit von 14 Monaten.

Für Fahrzeuge mit 3,5 Tonnen zGG ist die Anschaffung oder Leihe eines Sendegerätes notwendig. Die satellitengestützte On-board-unit OBU 5051 kommt zum Einsatz, um eine streckengebundene Abrechnung zu ermöglichen. Die Höhe der Maut wird entscheidend durch die Gewichtsklasse, die Achszahl und die Emissionsklasse beeinflusst. Unter www.premid.cz finden sich weitere Informationen dazu.

Vor der Reise nach Tschechien muss das eigene Fahrzeug beim elektronischen Mautsystem angemeldet und eine Kaution in Höhe von 1.550 CZK für das Sendegerät hinterlegt werden. Der Nutzer kann entscheiden, ob er sich für das Prepaid- oder das Post-Pay-Verfahren registriert.

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Maut in der Slowakei für Autobahnen und Schnellstraßen

Für das Befahren der Schnellstraßen und Autobahnen ist in der Slowakei eine Vignette notwendig. Diese Vorschrift gilt für alle Kraftfahrzeuge (ausgenommen Motorräder). Das E-Ticket, das als elektronische Vignette eingeführt wurde, kann an verschiedenen Verkaufsstellen (Grenzübergängen, Tankstellen und in Postämtern) sowie online oder per App bestellt werden. Gespeichert werden dabei das Kfz-Kennzeichen sowie das Land der Fahrzeugregistrierung.

Eine Vignette benötigen alle Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen zGG, Fahrzeuge zur Personenbeförderungen mit maximal 9 Sitzplätzen, Wohnmobile sowie Gespanne unter 3,5 Tonnen zGG. Wird dieses Gewicht überschritten, muss sowohl für das Zugfahrzeug als auch für den Wohnanhänger eine Vignette gekauft werden. Als Zeiträume stehen zehn Tage, 30 Tage und ein Jahr zur Wahl.

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Maut in Moldau mit Vignettenpflicht

Die Straßenverkehrsordnung in der Republik Moldau schreibt vor, dass alle Fahrzeuge, die nicht im Land gemeldet sind, über eine Vignette verfügen müssen. Der Erwerb ist in den Filialen der Moldova Agroindbank, an bei Tankstellen befindlichen Kassenautomaten und online möglich. Hinsichtlich des Zeitraums haben Reisende die Wahl zwischen sieben, 15, 30, 90 und 180 Tagen.

Mautgebühren in Skandinavien

Maut in Norwegen: Maut für Tunnel, Brücken und Streckenabschnitte

In Norwegen ist es weit verbreitet den Bau neuer Straßen, Tunnel oder Brücken mittels einer Maut zu finanzieren. Diese wird so lange von den Autofahrern eingezogen, bis die Baukosten sich amortisiert haben. Das Land in Skandinavien ist weiterhin bemüht die eigenen Städte möglichst schadstofffrei zu halten. Elektrofahrzeuge werden subventioniert und für viele Innenstädte muss eine City-Maut entrichtet werden. Motorräder sind von den Regelungen ausgeschlossen und mautfrei. Lediglich im Atlanterhavstunnelen müssen auch die Zweiräder zum Geldbeutel greifen.

In Norwegen gibt es rund 200 Mautstellen, die mit blauen Schildern mit der Aufschrift "automatisk bomstasjon", "automatic toll" oder "toll plaza" gekennzeichnet wurden. Dabei setzt das Land vorwiegend auf eine elektronische Erfassung der Fahrzeuge, der Atlanterhavstunnelen bildet jedoch auch hier eine Ausnahme. Hier muss die Maut vor der Durchfahrung bezahlt werden.

Für die Erfassung und Berechnung werden alle Fahrzeuge in zwei unterschiedliche Klassen eingeordnet:

  • Klasse 1: Hier werden alle Kfz bis 3,5 Tonnen zGG und alle Wohnmobile über 3,5 Tonnen zGG mit gültigem AutoPASS-Vertrag erfasst
  • Klasse 2: In dieser Klasse werden alle Gewerbefahrzeuge über 3,5 Tonnen zGG und Wohnmobile über 3,5 Tonnen zGG ohne AutoPASS-Vertrag registriert

Bei einer Durchfahrung einer Mautstation in Norwegen wird das Kennzeichen des Fahrzeugs erfasst und der Besitzer erhält über Euro Parking Collection (EPC) eine Gebührenabrechnung per Post. Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen können sich online bei EPC im Vorfeld einer Reise ein Kundenkonto zur besseren Übersicht und Verwaltung anlegen, dies ist allerdings nicht vorgeschrieben.

Für einen längeren Aufenthalt in Norwegen mit mehr als 56 Tagen ist der AutoPASS-Chip eine Empfehlung. Die Maut wird dann entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen abgerechnet und fällt in der Regel deutlich geringer aus.

Die City-Maut ist in Norwegen sehr populär. Viele Städte wollen umweltschädliche Fahrzeuge aus der Innenstadt verbannen und richten deshalb entsprechende Maut-Zonen ein. Zu diesen Städten zählen unter anderem die Hauptstadt Oslo sowie die Städte Bergen, Bodø, Førde, Grenland, Harstad, Haugesund, Kristiansand, Nord-Jæren und Trondheim. Die Preise können bei der City-Maut je nach Tageszeit und Wochentag variieren. Bei den meisten Städten wird die City-Maut genauso abgerechnet die Maut für andere Straßennutzungen.

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Maut in Schweden mit Brücken- und City-Maut

Camper und Camperinnen in Schweden können sorglos alle Autobahnen und Schnellstraßen nutzen, ohne sich Gedanken über eine Mautgebühr machen zu müssen. Bei der Anreise über die Öresundbrücke, die Kopenhagen und Malmö verbindet, werden jedoch Gebühren verlangt. Die Preise für Wohnmobile und Pkw bewegen sich je Überfahrt zwischen 54 und 108 € und sind abhängig von der Gesamtlänge. Die Nutzung der Motalabrücke und der Sundsvallbrücke in Schweden werden ebenfalls in Rechnung gestellt. Dabei wird das Kennzeichen fotografiert und anschließend wird dem Fahrzeughalter eine Rechnung zugesandt.

Eine City-Maut wird in den beiden größten Metropolen des Landes fällig. Sowohl in Göteborg als auch in Stockholm gibt es Innenstadtbereiche, die kostenpflichtig sind. Dafür wird das Verfahren mit dem Fotografieren des Kennzeichens mit anschließender postalischer Rechnung zur Anwendung gebracht.

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Maut in Dänemark für die Öresundbrücke und Storebaeltbrücke

In Dänemark ist die Nutzung der Autobahnen und der Schnellstraßen vollkommen kostenfrei. Für die Überquerung der Öresundbrücke und Storebaeltbrücke muss jedoch Maut abgegolten werden. Die bekannte Brücke zwischen Kopenhagen-Kastrup in Dänemark und Malmö-Lernacken in Schweden kostet für eine einmalige Fahrt für Pkw 54 €, für Wohnmobile 108 € und für Motorräder 29 €. Die Storebaeltbrücke zwischen Knudshoved (Insel Fünen) und Halsskov (Insel Seeland) unterscheidet zwischen Kabinenroller, Pkw, Wohnmobile unterschiedlicher Länge und Gewichtsklassen sowie Motorrädern. Empfehlenswert bei der Überquerung ist eine Kreditkarte, aber auch eine Barzahlung ist an den Mautstellen möglich.

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Mautgebühren auf den Inseln

Maut in Irland für Autobahnen, Tunnel oder Brücken

Die Maut-Bestimmungen in Irland sind unkompliziert gestaltet worden. Hier gibt es lediglich die Unterscheidung zwischen Motorrädern und Pkw. Gespanne und Wohnwagen werden auf der grünen Insel wie Pkw gewertet. Dafür werden die Gebühren für fast alle Autobahnen sowie größere Brücken und Tunnel erhoben. Die jeweiligen Autobahnen weisen eine unterschiedliche Höhe der Maut auf:

  • M1 Motorway Gormanston – Monasterboice: Pkw 1,90 € und Motorräder 1 €
  • M3 Clonee - Kells (Navan - Kells): Pkw1,40 € und Motorräder 0,70 €
  • M4 Kilcock - Enfield - Kinnegad Motorway: Pkw 2,90 € und Motorräder über 50 ccm 1,50 €
  • M7/M8 Portlaoise - Castletown/ Portlaoise – Cullahill: Pkw 1,90 € und Motorräder über 50 ccm 1 €
  • N6/M6 Galway – Ballinasloe: Pkw 1,90 € und Motorräder über 50 ccm 1 €
  • N8 Rathcormac - Fermoy Bypass: Pkw 1,90 € und Motorräder über 50 ccm 1 €
  • N25 Waterford City Bypass: Pkw 1,90 € und Motorräder über 50 ccm 1 €

Eine Ausnahme bildet die M50 Dublin Ring Road, weil hier keine Barzahlung möglich ist. Das Fahrzeug kann im Vorfeld registriert werden. Für alle nicht registrierten Fahrzeuge beträgt die Gebühr 3,10 € und muss bis spätestens 20 Uhr des Folgetages bei einer der landesweiten Zahlstellen (Läden, Tankstellen), die mit dem Logo "Payzone" gekennzeichnet sind, beglichen werden. Dies ist auch am Telefon mit der Nummer 1890 50 10 50 (aus Irland) sowie +800 50 10 50 11 (international) und online möglich.

Außerdem müssen Reisende nach Irland bei Tunneln und Brücken mit Kosten rechnen. Die Durchfahrung des Dublin Port Tunnel kostet Montag bis Freitag in der Regel 3 €. Lediglich zur Rush Hour zwischen 6 und 10 Uhr sowie zwischen 16 und 19 Uhr steigt die Summe auf 10 €. Die Überquerung der East Link Toll Bridge wird mit 1,40 € für Pkw berechnet und der Limerick Tunnel mit 1 € für Motorräder und 1,90 € für Pkw.

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Maut in Großbritannien nur auf wenigen Strecken

Camper, die gerne Großbritannien erkunden möchten, können die meisten Autobahnen, Schnell- und Landstraßen gebührenfrei nutzen. Dennoch fallen auf ausgewählten Strecken wie auf der Autobahn M6 nördlich von Birmingham sowie bei einigen Tunneln und Brücken Mautgebühren an, die entrichtet werden müssen. Zudem sollte der Großraum London mit dem Fahrzeug gemieden werden, wenn das Urlaubsbudget nicht zusätzlich belastet werden soll.

M6 nördlich von Birmingham: Wer nicht umhin kommt diese Strecke zu nutzen, wird mit seinem Fahrzeug einer der fünf Klassen zugeordnet. Je höher die Einstufung erfolgt, desto mehr Kosten entstehen mit der Befahrung. Der Preis richtet sich außerdem nach der Tageszeit und dem Wochentag. In der Nacht und am Wochenende ist das Fahren auf der M6 geringfügig günstiger. Die Klassen sehen wie folgt aus:

  • Klasse 1: Diese gilt ausschließlich für Motorräder
  • Klasse 2: Hier werden Pkw mit zwei Achsen und unter 1,3 Meter Höhe an der Vorderachse erfasst
  • Klasse 3: Diese zählt für Gespanne ab drei Achsen und unter 1,3 Meter Höhe an der Vorderachse
  • Klasse 4: Dieser Klasse werden Kfz mit zwei Achsen und ab 1,3 Meter Höhe an der Vorderachse zugeordnet
  • Klasse 5: Die höchste Klasse gilt für Kfz/Gespanne mit 3-6 Achsen und ab 1,3 Meter Höhe an der Vorderachse

Die Bezahlung kann an den jeweiligen Mautstellen in bar und mit Kreditkarte erfolgen. Alternativ kann für mehrere Fahrten auch ein elektronischer Sender ausgeliehen werden, über den die Gebühren abgerechnet werden.

  • Dartford Crossing (M 25): Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus zwei Tunneln und der Queen Elisabeth II Bridge. Die Kosten für Pkw, Wohnmobile und Gespanne liegen bei 2,50 £

  • Für die Dunham Bridge (A57), die Humber Bridge (A15), die Mersey Tunnels, die Tyne Tunnels (A19) und die Tamar Bridge (A38) werden ebenso Mautgebühren in unterschiedlicher Höhe erhoben

  • City-Maut London und Ultra Low Emission Zone ULEZ: Für eine Fahrt nach London muss mit erheblichen Kosten gerechnet werden, denn in der Innenstadt von London (Congestion Charge Zone) fällt die City-Maut an. In der Ultra Low Emission Zone (ULEZ) fallen zusätzliche Gebühren für ältere Fahrzeuge in der britischen Hauptstadt an. Für Wohnmobile werden weitere Abgaben in der Niedrigemissionszone (LEZ) im Großraum London erhoben. In der Congestion Charge sind die Wochenenden, Feiertage sowie der Zeitraum zwischen dem 25. Dezember und dem 1. Januar des Folgejahres mautfrei, weshalb sie besonders als Reisezeitraum in Frage kommen

Wichtig in diesem Zusammenhang ist es, sich vor dem Antritt der Reise umfassend zu informieren. Eventuell kommt für das eigene Fahrzeug eine Befreiung in Frage oder es fallen weitere Kosten an.

  • Durham: Eine Besonderheit stellt der historische Ortskern von Durham dar, der ebenfalls mit einer Maut versehen wurde, um die Bausubstanz zu bewahren. Die Gebühr kostet für alle Kfz von Montag bis Samstag in der Zeit zwischen 10 und 16 Uhr zwei britische Pfund

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Maut in Island nur im Vaðlaheiðargöng Tunnel

Das Fahren in Island ist an sich auf manchen Straßen schon eine besondere Herausforderung. Wohl auch deshalb wurden im kühlen Norden keine Mautgebühren eingeführt. Lediglich beim Vaðlaheiðargöng-Tunnel, der die Strecke zwischen Eyjafjòrðun und Fnjóskadalur um 16 Kiloemter verkürzt, ist mautpflichtig.

Die Preise liegen derzeit für Kfz bis 3,5 Tonnen zGG bei 1.500 IKR, für Kfz zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen zGG und KFz über 7,5 Tonnen zGG bei 2.500 IKR. Eine Barzahlung ist nicht möglich. Zu beachten ist, dass für die elektronische Bezahlung online vorab eine Registrierung mit der Kreditkarte durchgeführt werden muss. Im Anschluss der Fahrt durch den Tunnel haben Fahrer aber auch die Gelegenheit sich mit drei Stunden Verzug nachträglich zu registrieren. Wird dies nicht umgesetzt, droht eine zusätzliche Strafe in Höhe von 1.000 Isländischen Kronen.

Mautgebühren auf dem Balkan und Südosteuropa

Maut in Kroatien mit Fahrzeugklassen und Electronic Toll Collect System

Kroatien erfreut sich bei Camper und Camperinnen einer stetig wachsenden Beliebtheit. Diese müssen jedoch auf Mautgebühren auf den Autobahnen des Landes eingestellt sein. Gespanne werden dabei je nach Achsenzahl (bis/ab 2, 3, 4) und Gewicht des Zugfahrzeuges (bis/ab 3,5 Tonnen) sowie der Fahrzeughöhe (bis/ab 1,9 Meter) klassifiziert.

Bei Wohnmobilen ist vorgesehen, dass die Achszahl (bis/ab 2, 3, 4), das zulässige Gesamtgewicht (bis/ab 3,5 Tonnen) sowie die Fahrzeughöhe (bis/ab 1,9 Meter) entscheidend sind. Folgende Fahrzeugklassen sieht das kroatische Mautsystem vor:

  • Klasse 1A: Hier werden Motorräder (auch mit Beiwagen), Trikes und Quads erfasst
  • Klasse 1: Hierzu zählen Kfz mit 2 Achsen bis 3,5 Tonnen zGG und unter 1,9 Meter Gesamthöhe
  • Klasse 2: In dieser Klasse werden Kfz (2 Achsen) bis 3,5 Tonnen zGG und über 1,9 Meter Gesamthöhe oder Kfz (2 Achsen) bis 3,5 Tonnen zGG und unter 1,9 Meter Gesamthöhe mit Anhänger (unabhängig von der Achszahl) erfasst
  • Klasse 3: Ist vorgesehen für Kfz (bis 3 Achsen) über 3,5 Tonnen zGG oder Kfz (2 Achsen) über 3,5 Tonnen zGG mit einem 1-achsigen Anhänger oder Kfz (2 Achsen) bis 3,5 Tonnen zGG und über 1,9 Meter Gesamthöhe mit Anhänger (unabhängig von der Achszahl)
  • Klasse 4: Gilt für Kfz (ab 4 Achsen) über 3,5 Tonnen zGG oder Kfz (2 Achsen) über 3,5 Tonnen zGG mit einem mehrachsigen Anhänger oder Kfz (3 Achsen) über 3,5 Tonnen zGG mit Anhänger (unabhängig von der Achszahl)

Mit der Auffahrt auf eine Autobahn erhält der Fahrzeugführer ein Ticket, das beim Verlassen der Strecke abgegolten werden muss. Dies kann mittels Barzahlung, Kredit- oder Bankkarte erfolgen.

Wer häufiger auf den Autobahnen von Kroatien unterwegs ist, sollte das Electronic Toll Collect System (ETC) in Betracht ziehen. Die Anschaffung eines Transponders kostet einmalig 122 Kuna und bringt dem Besitzer eine Ersparnis von 20 Prozent auf den jeweiligen Strecken. Das Guthaben, mindestens 100 Kuna, kann jederzeit aufgeladen werden und der Transponder ist unbegrenzt gültig. Die Autobahngesellschaft HAC und einige Mautstationen ermöglichen den Kauf eines Transponders.

Ungewöhnlich im Vergleich zu anderen Staaten ist, dass auf einigen Strecken zwischen Zeiträumen bei der Preisgestaltung unterschieden wird. Dadurch können die Preise stets leicht variieren. Außerdem fallen auf besonderen Brücken und Tunneln gesonderte Gebühren an. Diese gelten unter anderem für den 5.062 Meter langen Učka-Tunnel, für den bei Pkw 33 Kuna, bei Gespannen 46 Kuna, bei Motorrädern 20 Kuna und Wohnmobilen 46 Kuna fällig werden. Etwas günstiger ist der 4.248 Meter lange Sveti Ilija-Tunnel (Pkw 22, Gespann 30, Motorrad 13 und Wohnmobile 30 Kuna).

Die Preise für die Krk-Brücke (Pkw 39, Gespann 46, Motorrad 23 und Wohnmobile 46 Kuna) und die Mirna-Brücke (Pkw 25, Gespann 39, Motorrad 18 und Wohnmobile 39 Kuna) sind vergleichbar hoch.

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Maut in Bosnien-Herzegowina nur auf der Autobahn A1 Lučani - Jošanica

Bislang wird die Maut in Bosnien-Herzegowina nur auf der neu fertiggestellten Autobahn A1 zwischen Lučani und Jošanica erhoben. Die Kosten für Wohnwagen und Gespanne werden je nach Höhe an der Vorderachse des Zugfahrzeuges, der Anzahl der Achsen und des Gewichtes gestaltet. Alle Fahrzeuge werden dafür in vier unterschiedliche Klassen eingeordnet:

  • Klasa 1: Zur Klasa 1 zählen Motorräder und Kfz (2 Achsen) unter 3,5 Tonnen zGG und unter 1,3 Meter an der Vorderachse
  • Klasa 2: In dieser Klasse werden Kfz und Gespanne (2 oder 3 Achsen) unter 3,5 TOnnen zGG und über 1,3 Meter an der Vorderachse abgerechnet
  • Klasa 3: Diese gilt für Kfz und Gespanne (2 oder 3 Achsen) über 3,5 Tonnen zGG und über 1,3 Meter an der Vorderachse
  • Klasa 4: Kfz und Gespanne (mehr als 3 Achsen) über 3,5 Tonnen zGG und über 1,3 Meter an der Vorderachse werden dieser Klasse zugeordnet

Die Bezahlung erfolgt an den jeweiligen Mautstationen. Beim Auffahren auf die Autobahn erhält jedes Fahrzeug ein Ticket, das dann beim Abfahren oder Verlassen der Autobahn abgerechnet wird. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Bezahlung in Konvertibler Mark (BAM) und Euro sowie mit Kredit- und Bankkarte erfolgen kann. Wer auf diese mühsame Art der Abrechnung und lange Wartezeiten verzichten möchte, erwirbt an der Mautstation Jošanica ein Sendegerät namens ACC. Die Straßennutzung wird dann mittels Prepayment-Verfahren verrechnet.

Die aktuellen Preise bewegen sich mit 5,40 € für Pkw und Motorräder sowie 10,80 € für Wohnmobile und Gespanne im moderaten Bereich.

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Maut in Serbien für Schnellstraßen und Autobahnen

In Serbien sind alle Schnellstraßen und Autobahnen mautpflichtig, womit eine Urlaubsreise dorthin das Budget erheblich belasten kann. Die Preise für Gespanne richten sich nach der Höhe an der Vorderachse (bis/ab 1,3 Meter) oder der Gesamthöhe des Zugfahrzeuges (bis/ab 1,9 Meter) und der Anzahl der Achsen. Bei Wohnmobilen ist das zGG entscheidend. Die Einordnung aller Fahrzeuge wird in fünf unterschiedlichen Klassen vorgenommen:

  • Klasse IA: Diese ist für Motorräder, Trikes und Quads vorgesehen
  • Klasse I: Die Klasse I gilt für Kfz (bis 2 Achsen) bis 3,5 Tonnen zGG unter 1,3 Meter Höhe an der Vorderachse oder unter 1,9 Meter Gesamthöhe
  • Klasse II: Hier werden die Klasse I mit Anhänger oder Kfz (bis 2 Achsen) bis 3,5 Tonnen zGG und über 1,9 Meter Gesamthöhe mit einer Maut versehen
  • Klasse III: Kfz (bis 2 Achsen) bis 3,5 zGG und über 1,9 Meter Gesamthöhe mit Anhänger oder Kfz (bis 3 Achsen) über 3,5 Tonnen zGG und über 1,3 Meter Höhe an der Vorderachse werden in der Klasse III registriert
  • Klasse IV: Kfz (ab 4 Achsen) über 3,5 Tonnen zGG und über 1,3 Meter Höhe an der Vorderachse werden hier erfasst

Mit der Fahrt auf die jeweiligen Straße wird ein Ticket gezogen, das wiederum beim Verlassen abgerechnet wird. Auf einigen ausgewählten Strecken wird auch ein Pauschalbetrag unabhängig von den Kilometern fällig. Genutzt werden kann die Barzahlung, Kredit- und Bankkarten.

Das elektronische System E-Go mit Hilfe eines batteriebetriebenen Transponders (TAG) kostet zwar in der Anschaffung, allerdings sichert sich der Fahrer einen Preisvorteil zwischen vier und zehn Prozent auf den Strecken, die sich gerade bei langen Fahrten lohnen. Der Transponder mit seinem Guthaben kann jederzeit aufgeladen werden und es gilt keine zeitliche Begrenzung in Serbien. Empfehlenswert ist der Kauf über die Zentrale des serbischen Automobilclubs AMSS.

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Maut in Montenegro nur beim Sozina-Tunnel auf der E 80

In Mazedonien müssen Urlauber lediglich die Fahrt durch den Sozina-Tunnel auf der E 80 bezahlen, sollte der Weg dorthin führen. Der 4,1 Kilometer lange Tunnel zwischen Podgorica und Bar kostet für Pkw 2,50 €, für ein Gespann und ein Wohnmobil jeweils 5 € und für ein Motorrad 1 €.

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Maut in Ungarn und auf ausgewählten Schnellstraßen

Das beliebte Urlaubsland Ungarn sieht Mautgebühren für Autobahnen und für die mit einem "M" gekennzeichneten Schnellstraßen vor. Für Wohnmobile und Gespanne sind gesonderte Mautregelungen festgelegt worden. Zugfahrzeug mit mehr als 7 Sitzen müssen mit höheren Gebühren rechnen, während jene mit Anhänger in der Kategorie D2 eingestuft werden. Wohnmobile fallen ebenso in diese Fahrzeugkategorie und müssen unabhängig vom zGG die e-Vignette vorweisen.

Folgende Fahrzeugklassen sind in Ungarn vorgesehen:

  • D1: In diese Klasse fallen Motorräder, Pkw bis 3,5 Tonnen zGG und bis 7 Sitze (auch mit Anhänger)
  • D2: Ist für alle Kfz vorbehalten, die in keine andere Kategorie passen
  • D3: Gilt nur für Busse
  • U: Ist eigens eine Kategorie für Anhänger von Fahrzeugen der Klasse D2 und B2

Die ungarischen Vignette, die auch als e-Matrica bezeichnet wird, dient der elektronischen Abrechnung über das Kennzeichen. Bereits vor Reiseantritt ist es hilfreich, im Besitz einer Vignette zu sein. Ist der Fahrer ohne Vignette auf eine mautpflichtige Strecke gelangt, hat er nur 60 Minuten Zeit, um diese zu kaufen. Ansonsten drohen zusätzliche Gebühren. D

Der Kauf kann an Grenzübergängen, Tankstellen und beim ungarischen Automobilclub MAK realisiert werden. Selbstverständlich ist dies auch online möglich. Vignetten sind für eine Woche, einen Monat oder ein Jahr gültig, je nach Bedarf.

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Maut in Bulgarien mit digitalen Vignetten

Für das Fahren auf den Nationalstraßen von Bulgarien ist seit dem 01.01.2019 eine digitale Vignette notwendig. Dies betrifft alle Fahrzeuge, ausgenommen Motorräder, die von dieser Regelung ausgenommen sind. Gespanne, deren gesamte Kombination aus Zugfahrzeug und Anhänger das Gewicht von 3,5 Tonnen überschreitet, müssen für den Anhänger zusätzlich eine Vignette bestellen. Wohnmobile über 3,5 Tonnen werden in Bulgarien nach der Euro-Emmisionsklasse bewertet.

Die Vignetten für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen zGG können für ein Wochenende (Freitag 12 Uhr bis Sonntag 24 Uhr), für sieben Tage, einen Monat, drei Monate oder ein Jahr erstanden werden. Ist das Gewicht höher, gibt es die Vignetten für einen Tag, sieben Tage oder einen Monat. Erhältlich ist die digitale Vignette direkt an der Grenze oder im Internet. Der Kaufbeleg sollte am besten über einen längeren Zeitraum als Nachweis aufgehoben werden.

In Bulgarien müssen Reisende mit weiteren Kosten für Brücken oder Fähren rechnen, falls diese auf der Route liegen sollten. Für folgende wird eine entsprechende Gebühr erhoben:

  • Brücke Calafat (RO) - Vidin (BG)
  • Fähre Bechet (RO) - Oreahovo (BG)
  • Fähre Turnu Magurele (RO) - Nikopole (BG)
  • Fähre Zimnicea (RO) - Swischtow (BG)
  • Brücke Giurgiu (RO) - Ruse (BG)

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Maut in Nordmazedonien für Streckenabschnitte der Autobahnen

Eine Maut wird in Nordmazedonien auf bestimmte Streckenabschnitte der Autobahnen M1, M3 und M4 erhoben. Die Fahrzeuge werden dabei vier unterschiedlichen Kategorien zugeordnet:

  • Kategorie 1: In dieser Kategorie werden Kfz mit zwei Achsen unter 1,3 Meter Höhe an der Vorderachse geführt
  • Kategorie 2: Diese gilt für Kfz mit mehr als zwei Achsen unter 1,3 Meter Höhe an der Vorderachse
  • Kategorie 3: Kfz mit zwei oder drei Achsen über 1,3 Meter Höhe an der Vorderachse sind hier gelistet
  • Kategorie 4: In diese Kategorie fallen Kfz mit mehr als drei Achsen über 1,3 Meter Höhe an der Vorderachse

Die anfallenden Mautgebühren können an den Mautstationen in Glumovo, Tetovo, Gostivar, Romanovce, Miladinovci, Petrovec, Sopot und Stobi entrichtet werden. Dies kann in bar oder mittels Kreditkarte erfolgen.

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Maut in Rumänien mit der elektronischen Vignette "Rovinieta"

In Rumänien sind die Nationalstraßen für Kfz vignettenpflichtig. Motorräder sind von dieser Regelung befreit. Beim Bestellen der elektronischen Vignette werden die Fahrzeugdaten und die Gültigkeitsdauer gespeichert. Reisende erhalten lediglich eine Quittung, die auch nach dem Urlaub als Nachweis für einen gewissen Zeitraum aufbewahrt werden sollte. Über mobile und feste Kameras wird das Ein- und Ausfahren auf den jeweiligen Straßen erfasst. Rumänien hat auf klassische Mautstationen verzichtet.

Für die elektronische Vignette "Rovinieta" werden alle Fahrzeuge in sechs verschiedenen Kategorien erfasst:

  • Kategorie A: Dies gilt für Pkw und Pkw mit Anhänger
  • Kategorie B: Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen zGM werden dieser Kategorie zugeordnet
  • Kategorie C: Für Pkw mit mehr als 9 bis 23 Sitzen (einschließlich Fahrer) sowie Nutzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen zGM gilt die Kategorie C
  • Kategorie D: In dieser Kategorie werden Pkw mit mehr als 23 Sitzen und Nutzfahrzeuge (2 Achsen) bis 12 Tonnen zGM erfasst
  • Kategorie E: Für Nutzfahrzeuge (3 Achsen) bis 12 Tonnen zGM wurde die Kategorie geschaffen
  • Kategorie F: Nutzfahrzeuge (4 Achsen) bis 12 Tonnen zGM werden in dieser Kategorie berechnet

Die Vignette kann für einen Tag, sieben Tage, 30 Tage, 90 Tage und ein Jahr an Grenzübergängen und Tankstellen erworben werden. Auch online ist eine Bestellung der Vignette "Rovinieta" überhaupt kein Problem.

Neben den Nationalstraßen kommen Mautgebühren für Brücken und Fähren hinzu, wenn beispielsweise die Donau überquert werden muss. Für folgende sind Mautgebühren vorgesehen:

  • Brücke Calafat (RO) - Vidin (BG)
  • Brücke Giurgiu (RO) - Ruse (BG)
  • Brücke Fetesti (RO) - Cernavada (RO)
  • Brücke Giurgeni (RO) - Vadu Oii (RO)
  • Fähre Turnu Magurele (RO) - Nikopole (BG)
  • Fähre Zimnicea (RO) - Swischtow (BG)
  • Fähre Bechet (RO) - Oreahovo (BG)

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Artikel von Riko Wetendorf

Titelfoto: © Goran Jakus - stock.adobe.com

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