Finde deinen Traum-Campingplatz
Gäste: 2
Erwachsene
Kinder
Alter der Kinder bei Abreise:
Roadtrip auf der Elsässer Weinstraße: Die schönste Genussroute Europas
Malerische Weindörfer, weite Ausblicke über die Rheinebene und abwechslungsreich zu fahrende Straßen am Fuß der Vogesen: Die Elsässer Weinstraße zieht sich auf rund 170 Kilometern wie eine Perlenkette durch die schönsten Weinorte des Elsass – eine Traumtour, die Landschaft, Kultur und Genuss geradezu perfekt miteinander verbindet. In diesem Artikel stellen wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten und eine entspannte 5-tägige Route zum Nachfahren vor.
Die Elsässer Weinstraße zählt zweifellos zu den schönsten Genussrouten Europas: rund 170 km Fahrvergnügen, immer entlang des schmalen Streifens zwischen den Vogesen und der weiten Rheinebene. Schon früh erkannte man, dass sich diese Gegend ideal für den Weinanbau eignet: viel Sonne, wenig Regen, mildes Klima. Und was den Winzer freut, ist dem Camper nur Recht. Hier passt einfach alles zusammen: Natur, Kultur, Genuss – die perfekte Auszeit.
Die klassische Route der „Route des Vins d’Alsace“ erstreckt sich von Marlenheim im Norden bis Thann und verläuft dabei entlang der gesamten elsässischen Weinregion am Fuß der Vogesen. Dabei verbindet die Weinstraße historisch gewachsene Weinorte wie Ribeauvillé oder Eguisheim – häufig liegen sie nur wenige Kilometer voneinander entfernt, meist leicht erhöht auf sonnenexponierten Hanglagen mit tollen Blicken in die Rheinebene.
In diesem Artikel stellen wir eine leicht angepasste Streckenführung vor, die zu 90% der Originalroute folgt, aber noch einen kurzen Abstecher auf die berühmte Route des Crêtes enthält. Diese spektakuläre Höhenstraße verläuft zu weiten Teilen auf dem Hauptkamm der Vogesen und führt zum 1.424 Meter hohen „Grand Ballon“, dem höchsten Punkt der Vogesen. Die Aussicht von hier oben ist wahrhaft himmlisch – das sollte man sich nicht entgehen lassen!
| Praktische Informationen zur Campingtour | |
|---|---|
| Route | Marlenheim – Obernai – Barr – Ribeauvillé – Riquewihr – Kaysersberg – Colmar - Routes des Crêtes – Grand Ballon – Guebwiller – Thann |
| Strecke | ca. 200 km |
| Fahrtzeit | 5 Tage |
| Highlights | malerische Weindörfer wie Riquewihr und Eguisheim, die Altstadt von Colmar, Weinberge entlang der Vogesen, Aussicht vom Grand Ballon |
| Beste Reisezeit | April bis Oktober (besonders schön: Frühling zur Blüte und Herbst zur Weinlese) |
| Maut | auf dieser Route keine (Landstraßen), ansonsten Autobahnen in Frankreich mautpflichtig |
Marlenheim – das Tor zur Weinstraße
Marlenheim ist das Tor zur elsässischen Weinstraße und genau hier beginnt auch unsere Tour. Der Einstieg könnte kaum harmonischer sein: Die Weinberge schmiegen sich wie ein grünes Band an die sanften Hügel. Die Straße verläuft meist leicht erhöht über der Rheinebene und bietet weite Blicke über die in Jahrhunderten gewachsene Kulturlandschaft.
Das Bilderbuchstädtchen Obernai am Fuße des Odilienbergs ist der ideale Ort für ein erste Pause – vielleicht auch mit einem Gläschen Pinot Blanc. Bevor es weitergeht, lohnt sich dann aber ein kurzer Spaziergang auf dem schön angelegten Weinlehrpfad: frische Luft schnappen, die Aussicht genießen, den Kopf wieder frei bekommen – und dann ganz entspannt weiterfahren. Alternativ können wir hier auch übernachten, ein schöner Campingplatz ist das Camping Le Vallon de l’Ehn.
Über Barr, die „Weinhauptstadt des Unterelsass“ fahren wir weiter nach Süden. Unser Tipp: Unbedingt einen Abstecher zum Château du Haut-Koenigsbourg einlegen. Die mittelalterliche Höhenburg ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region und liegt nur ein kurzes Stück abseits der Weinstraße. Anschließend ist ein Zwischenstopp in dem malerischen Örtchen Ribeauvillé Pflicht – die mit bunten Blumen geschmückten Kopfsteingassen und Plätze sind vor allem im Sommer wunderschön anzuschauen.
Riquewihr und Kaysersberg: Die schönsten Dörfer des Elsass
Riquewihr im Herzen der Elsässer Weinregion ist unsere nächste Station. Mit seinem harmonischen Stadtbild aus dicht aneinander geschmiegten Fachwerkhäusern ist Riquewihr ein unglaublich malerischer Ort. Viele sagen, es sei eines der schönsten Dörfer Europas, häufig wird es auch als „Rothenburg des Elsass“ bezeichnet. Seinem Charme kann man sich auf jeden Fall nur schwer entziehen und das sollten wir voll auskosten. Daher empfiehlt sich eine weitere Übernachtung auf dem nahegelegenen Camping de Riquewihr.
Wunderhübsche Dörfchen präsentieren sich uns auch auf der nächsten Etappe – für Fans von idyllischen Kleinstädten ist dieser Abschnitt im Oberelsass wahrscheinlich sogar das Highlight der Tour. Den Auftakt macht der von Weinbergen und bewaldeten Hügeln umgebene Ort Kaysersberg, berühmt für seine reich verzierten Fachwerkhäuser und das Geburtshaus von Albert Schweizer.
Von Eguisheim nach Colmar: Das Herz des Elsass
Kaum weniger schön ist das für seine konzentrisch angelegten Kopfsteinpflastergassen bekannte Örtchen Eguisheim – ein weiterer heißer Kandidat für die vielleicht malerischste Kleinstadt des Elsass und auch ganz offiziell eines der „schönsten Dörfer Frankreichs“. Zum Abschluss kommt es dann aber noch mal ganz groß, denn in Colmar erwartet uns eine der besterhaltenen mittelalterlichen Städte Europas und ein absolutes Highlight des Elsass.
Farbenfrohe Fachwerkhäuser, gotische Kirchen ehrwürdige Renaissancehäuser und kunstvoll angelegte Kanäle: Colmar wird nicht umsonst gerne als „Klein-Venedig des Elsass“ bezeichnet und verströmt eine wahrhaft märchenhafte Atmosphäre. Natürlich hat sich das inzwischen rumgesprochen, dennoch lohnt sich ein ausgedehnter Zwischenstopp. Eine gute Basis dazu bietet das direkt am Fluss gelegene Camping de l’Ill Colmar.
Hoch hinaus auf der Vogesenkammstraße
Nach so viel Architektur bietet der nächste Abschnitt willkommene Abwechslung in Form von großen Landschaften und weiten Blicken: Über Munster geht es hoch hinaus auf den Vogesenhauptkamm und die berühmte Routes des Crêtes. Zahlreiche Aussichtspunkte laden zu Zwischenstopps auf der Vogesenkammstraße ein, besonders schön sind Col de la Schlucht, Hohneck und natürlich der „Grand Ballon“ auf 1.424 Metern. Hier haben wir den höchsten Punkt unserer Route erreicht und genießen ein umwerfendes Panorama, das bei gutem Wetter bis zum Schwarzwald reicht.
Bei Guebwiller am Fuß des Grand Ballon stoßen wir wieder auf die klassische Route. Das hübsche Örtchen mit seiner prächtigen romanischen Kirche wird von einem schön angelegten terrassenförmigen Weinberg dominiert und ist wie gemacht, um ausgiebig den kulinarischen Genüssen der Weinstraße zu frönen – immerhin werden hier gleich vier Spitzenweine der höchsten Güteklasse Grand Cru AOC produziert.
Und zum Schluss noch ein edler Tropfen…
Unsere Reise endet schließlich in Thann, einer schönen Kleinstadt am Ausgang des sanft geschwungenen Thurtals, die den offiziellen Endpunkt der Elsässer Weinstraße markiert. Thann ist ein weithin bekanntes Weinbaugebiet, die Lage „Rangen de Thann“ gilt sogar als eine der besten Grand-Cru-Weinlagen des Elsass. Einen letzten Blick über die Weinberge genießen wir am besten von den Ruinen der Engelburg, danach gönnen wir uns vielleicht noch ein Glas aus genau diesen Lagen. Natur, Kultur und Genuss kommen noch einmal zusammen – ein schöneres Ende für die Weinstraße könnte es nicht geben!
Campingplatz-Tipp: Huttopia Wattwiller
Titelbild: © Weihnachtszeit in Riquewihr im Elsass – © midgardson – stock.adobe.com