Lucca Stellplatz Luporino

Toskana für Entdeckungslustige: Traumtour an der Etruskischen Küste

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Wer an die Toskana denkt, hat spontan atemberaubende Städte wie Florenz und Siena vor Augen. Darunter mischen sich Bilder einer hügeligen Landschaft mit Weingütern und Zypressenalleen. Allerdings hat die Toskana mit der reizvollen Etruskischen Küste noch eine andere Seite zu bieten, die es auf der Tour zwischen Lerici und Marina di Cecina zu entdecken gilt.

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Die abwechslungsreiche Tour durch die andere Seite der Toskana schließt die teils schroffe, felsenreiche und teils ebene Küste ein. Hübsche Badeorte gehören hier ebenso zum Programm wie die berühmten und beliebten Städte Pisa und Lucca.

Mit dem Wohnmobil entlang der Etruskischen Küste

Die Route beginnt in dem herrlichen Seebad Lerici, das administrativ zu Ligurien gehört. Nach der langen Anreise ist es ein idealer Urlaubsort, um aufzutanken. Lerici hat eine reizvolle Lage am Golf der Poeten (Golfo dei Poeti). Berühmte Schriftsteller wie u.a. Lord Byron haben ihr gelebt.

Heute zieht es Erholungssuchende nach Lerici, die von den Stränden, der Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und der Burg begeistert sind. Zum Auftakt der Reise kann man sich über den komfortablen Campingplatz Maralunga, der direkt am Meer liegt, ebenso freuen wie über den zentralen Stellplatz.

Roadtrip zwischen Bergen und dem Meer

Erholt verlässt man Lerici und fährt in südliche Richtung zur Hafenstadt Viareggio. Die Strecke führt an dem Küstenabschnitt La Versilia entlang. An diesem rund 40 Kilometer langen Abschnitt reihen sich Touristenorte wie Marina di Carrara, Marina di Massa oder Marina di Pietrasanta aneinander. Am Fuße der Apuanischen Alpen ist der Küstenabschnitt sehr eben und so finden sich hier viele Campingplätze in der Nähe der langen Strände, die in der Hochsaison ungebremstes Badevergnügen und hohe sommerliche Temperaturen bieten.

Bei der Fahrt blickt man immer wieder ins Inland und schaut auf die teils majestätischen Berge, in denen auch Marmor abgebaut wird. Über die Landesgrenzen hinaus ist der weiße Carrara-Marmor bekannt. Ein Stopp lohnt in der Hafenstadt Viareggio, die ebenfalls mit einem langen Strand aufwarten kann.

Der Strand in Lerici
Der Strand in Lerici - © Thomas Kliem

Prächtige Villen, einzigartige Natur

Hier wie auch an anderen Stränden an der Küste haben sich die kostenpflichtigen „Bagni“ (eine Art Badeanstalt) ausgebreitet. Abseits weisen die prächtigen Villen im Stil des Klassizismus und Jugendstils darauf hin, dass Viareggio im 19.Jahrhundert ein angesagtes Seebad war. Heute ist die Stadt eine bekannte Adresse beim Bau von Luxusyachten, die auf dem Gelände, in den Marinas oder rund um die Werften zu sehen sind.

Im krassen Gegensatz zu den hypermodernen Yachten steht das urige Naturerlebnis im Naturpark „Parco Naturale Migliarino San Rossore“, der sich zwischen Viareggio und Pisa erstreckt. Wälder, Sumpfgebiete, Dünen, Auen und der See Massaciuccoli bestimmen hier das Landschaftsbild. Eine Wanderung durch den Naturpark bereitet ebenso viel Freude wie später eine Küstenwanderung an der Etruskischen Küste.

Amphitheater in Lucca
Amphitheater in Lucca - © Thomas Kliem

Ein Abstecher ins Inland lohnt sich

In Viareggio kehrt man der Küste für wenige Tage den Rücken und fährt ins Inland. Nach rund einer halben Autostunde erreicht man die Stadt Lucca, die auch über einen zentralen Stellplatz verfügt. Die sehenswerte Provinzhauptstadt ist von einer komplett erhaltenen Stadtmauer umgeben. Auf der rund 4 Kilometer langen und bis zu 12 Meter hohen Stadtmauer kann man spazieren oder mit dem Rad fahren. Wer in Lucca intra muros durch die Altstadt schlendert fühlt sich schnell um Jahrhunderte zurückversetzt.

Die Hauptattraktionen sind hier die vielen imposanten Bauwerke wie der Dom San Martino und weitere sakrale Bauten sowie viele hübsche Plätze. Insbesondere die Kirchen und Türme zeugen von dem einstigen Wohlstand der Stadt im Mittelalter. Nicht versäumen sollte man den Besuch des Turmes Torre Guinigi. Über 227 Stufen geht es hinauf auf den Turm. Neben einer Steineiche steht man hier oben und blickt über die alten Dächer der Stadt und das Umland. Wer hier staunt, wird sich rund eine halbe Autostunde später in Pisa sehr wundern.

Pisa: Mehr als nur der schiefe Turm

Wer kennt ihn nicht, den schiefen Turm von Pisa? Dieser Campanile gehört sicherlich zu den berühmtesten Bauwerken der Welt und so ist es nicht verwunderlich, dass Besucher aus aller Herren Länder zum „Torre Pendente“ pilgern. Aber auch die anderen Bauwerke wie der Dom und das Baptisterium befinden sich auf dem Platz der Wunder, der Piazza dei Miracoli.

Wer sich genug gewundert hat, geht einige Minuten in die nette Altstadt von Pisa, die sich am Ufer des Flusses Arno erstreckt und viele hübsche Bauwerke zu bieten hat. Schönste Straße ist die von Laubengängen gesäumte Borgo Stretto mit bunten Läden und einladender Gastronomie. Hier stärkt man sich bevor man die Reise nach Livorno fortsetzt.

Der schiefe Turm in Pisa
Der schiefe Turm in Pisa - © Thomas Kliem

Von Livorno nach Marina di Cecina

Lediglich eine halbe Autostunde entfernt von Pisa ist Livorno. In der geschäftigen Hafenstadt lohnt sich ein kleiner Rundgang. Fabriken, Werften und Häfen prägen das Bild der Fähr- und Hafenstadt. In der Altstadt gehören der Dom San Francesco, der Kanal Fosso Reale mit den alten Häusern und die stattliche Festung „Fortezza Vecchia“ zu den Attraktionen. Als Neu-Venedig wird das alte Kaufmannsviertel Venezia Nuova bezeichnet. Familien werden sich an dem Aquarium erfreuen. Gleich nebenan befindet sich auch die schöne Küstenpromenade Terrazza Mascagni.

Im weiteren Verlauf der Route fährt man nach Castiglioncello direkt an Küste vorbei. Der rund 20 Kilometer lange Abschnitt ist der landschaftlich schönste Teil der gesamten Route. Die Straße führt oberhalb der zerklüfteten malerischen Felsenküste entlang und der Blick über das Meer ist fantastisch. Die Ausläufer des Höhenzuges Monte Livornesi reichen bis ans Meer heran.

Schöne Stellplätze wie in Castiglioncello bieten sich zur Übernachtung an. Einige Stellplätze liegen direkt am Meer und so bietet sich ein erfrischendes Bad an, zum Beispiel in der „Toskanischen Karibik“ nahe Rossignano-Marittimo. Wenige Kilometer sind es zum Küstenort Marina di Cecina, der mit dem Campingplatz „Le Tamerici“ über ein gutes Basislager zum Ende der Tour verfügt. Auch hier bietet sich ein schöner Strand zum Relaxen an.

Sonnenuntergang bei Marina di Cecina
Sonnenuntergang bei Marina di Cecina - © Thomas Kliem

Praktische Infos zur Tour

  • Länge der Tour: rund 200 Kilometer
  • Benötigte Zeit: 7 bis 10 Tage (ohne Anreise)

Das sollst du nicht verpassen: Von der Küste rund um Marina di Carrara sollte man einen Abstecher ins Inland machen. Hier passiert man die vielen großflächigen Betriebe, bei denen die Marmorblöcke (Carrara-Marmor) gelagert werden – sehr lehrreich und fotogen.

Deine Kinder kommen mit? Dann schau dir hier die besten familienfreundlichen Campingplätze in Italien an.

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