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Wurfzelte im Vergleich: Die große Kaufberatung (mit Tipps für Einsteiger)

| 1 min Lesedauer

Wurfzelte sind die optimalen Begleiter für spontane Campingausflüge. Einfach ankommen, das Zelt auspacken und in die Luft werfen – fertig. Langwieriges Aufbauen gehört damit der Vergangenheit an. Daher sind die ultraleichten und leicht aufzubauenden Zelte auch für Festivals oder Trips mit häufigen Standortwechseln bestens geeignet. In diesem Artikel erklären wir, was du beim Kauf beachten musst.

Inhaltsverzeichnis

Vorteile von Wurfzelten

Wie der Name schon vermuten lässt, sind Wurfzelte wunderbar schnell und einfach aufzubauen:  Im zusammengefalteteten Zustand stehen die Stangen und Planen des Zelts unter Spannung. Wenn du das Zelt aus der Hülle auspackst, entfernst du einfach den Sicherungsriemen und wirfst es in die Luft. Dank des speziellen Faltmechanismus entfalten sich die elastischen Fiberglasstangen des Wurfzelts darauf in Sekundenschnelle. Auch das Befestigen der Zeltplanen am Gestänge entfällt, da die Planen bereits mit den Stangen verbunden sind.

Hochwertige Wurfzelte sind zudem relativ leicht. Kleinere Modelle für 1-2 Personen wiegen teilweise gerade einmal 1,5 Kg und haben ein erstaunlich kleines Packmaß – damit sind diese Wurfzelte sogar für Wanderungen mit Rucksack geeignet. Die meisten Modelle sind zudem freistehend – sie müssen nur bei starkem Wind mit Heringen im Boden verankert werden. Dazu ist aber kein spezielles Werkzeug erforderlich. Auch der Preis hält sich in Grenzen: Kleinere Wurfzelte sind teilweise schon ab 50 Euro erhältlich.

Ein Wurfzelt hat im Vergleich zu herkömmlichen Zelten also folgende Vorteile:

  • schnell aufgebaut
  • sehr leicht
  • geringes Packmaß
  • kein zusätzliches Werkzeug erforderlich
  • wetterfest und stabil
  • geringes Packmaß
  • günstig

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Wurfzelte für 2, 3 oder 4 Personen: Welches ist das richtige Modell für mich?

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von verschiedenen Wurfzelten – von einfachen Strandmuscheln bis zu komplexeren Faltsystemen für mehrere Personen. Das Gestänge besitzt in der Regel nur ein geringes Eigengewicht, das Packmaß der Zelte ist in überschaubarer Größe gehalten, aber etwas größer als bei konventionellen Zelten. Im folgenden stellen wir einige beliebte Formen von Wurfzelten vor.

Strandmuscheln

Die einfachste Form dieser Zelte sind die bekannten Strandmuscheln, die meist für 2 – 3 Personen gedacht sind. Die typische Größe im ausgefalteten Zustand beträgt 110 x 165 x 150  cm. Die Zelte sind vorne offen, sodass du den Blick aufs Meer genießen kannst. In der Regel bieten sie UV-Schutz, außerdem halten sie auch einem kurzen Regenschauer stand. Das Gewicht beträgt meist um 1 Kg – perfekt für einen Strandausflug. Zum Übernachten sind sie aber nicht geeignet, da sie keinen echten Schutz vor Witterung bieten.

Wurfzelte für 1-2 Personen

Wurfzelte für 1 oder 2 Personen sind die kleinsten Wurfzelte. Sie sind in der Regel recht niedrig (90 – 110 cm), die Breite beträgt zwischen 120 – 180 cm. Diese Zelte lassen sich vollständig schließen und bieten in der Regel auch echten Wetterschutz. Leichte Modelle wiegen um die 1,5 Kilogramm, je nach verwendetem Gestänge und Material der Außenhülle können die kleinen Wurfzelte aber auch über 3 Kg wiegen. Diese Form von Wurfzelten sind gut für Festivals, Übernachtungen im Garten oder Wanderungen mit Übernachtung auf einem Campingplatz geeignet.

Wurfzelte für 2-3 Personen

Wurfzelte für 2 oder 3 Personen sind im Prinzip ähnlich aufgebaut, wie die kleinere Variante bietet aber mehr Personen Platz. Die Breite beträgt meist 160 – 240 cm. Außerdem gibt es auch Varianten mit Vorzelt – damit bekommst du etwas zusätzlichen Stauraum für Gepäck. Eine Weiterentwicklung dieser Form sind Wurfzelte mit einer Stehhöhe von 200 cm. Der Aufbau funktioniert genau wie bei normalen Wurfzelten, allerdings kannst du in dem Zelt stehen. Durch die Höhe ist das Wurfzelt mit Stehhöhe aber deutlich weniger windstabil.

Wurfzelten für 4 Personen

Die größten Wurfzelte bieten mit einer Liegebreite von über 240 cm viel Platz. Sie sind daher bestens für mehrtägige Campingausflüge mit der ganzen Familie geeignet. Preis dafür sind das in der Regel deutlich höhere Gewicht (über 5 kg) und das große Packmaß. Die Wurfzelte für 4 Personen kannst du nicht einfach so in einen Rucksack packen – in der Regel brauchst du ein Auto für den Transport.

Tipp: Die Größe des Wurfzelte beeinflusst direkt das Gewicht! Wenn du gerne mobil und flexibel zu Fuß unterwegs sein willst, empfiehlt sich ein kleines Wurfzelt. Bei Ausflügen mit dem Wohnmobil oder Campervan kannst du auch zu einem größeren Modell greifen. Wenn du zusätzliches Gepäck im Zelt verstauen willst, empfiehlt sich ein Modell mit Vorzelt.

So funktioniert der Aufbau von Wurfzelten

Der Abbau von Wurfzelten ist wie erwähnt sehr einfach und dauert nur einige Augenblicke. Genau deshalb heißen diese Zelte ja auch „Pop-Up Zelte“ oder „Automatikzelte“ – nach dem Entpacken ploppt das Zelt regelrecht auf. „Sekundenzelt“ oder „Faltzelt“ sind andere gängige Bezeichnungen. Je nach Modell gibt es aber verschiedene Faltsysteme, die wir hier kurz vorstellen:

  • 9er Faltsystem: Dieses System besteht aus vier Ringen. Zwei davon befinden sich in der Mitte,  die beiden anderen an der Außenseite. Beim Abbau werden die beiden äußeren Ringe zur Mitte hin zusammengeführt. Anschließend stellst du das Zelt auf die spitze Seite und faltest das obere Drittel nach unten. Dabei entsteht die Form einer 9.
  • 8er Faltsystem: Das Zelt bildet hierbei einen Halbkreis mit zwei Ringen. Die beiden Ringe werden übereinander gefaltet, anschließend presst du das Zelt auf den Boden und faltest es so zusammen, dass eine 8 entsteht. Zum Schluss noch die Plane in der Mitte der Ringe verstauen und die Sicherungsleine anbringen – fertig.
  • 3er-Kreis-Faltystem: Dieses Faltsystem ist etwas seltener, der Aufbau funktioniert aber ebenfalls sehr einfach. Das Zelt wird hier diagonal in sich zusammengedrückt. Wichtig ist, dass du dabei keinerlei Gewalt anwendest.

Auch wenn das alles im ersten Moment vielleicht etwas kompliziert klingt: In Wirklichkeit ist der Aufbau von Wurfzelten ziemlich einfach. Übe vor dem ersten Trip einfach schon mal zu Hause oder im heimischen Garten und nimm dir bei den ersten paar Malen die Anleitung mit. So kommst du gar nicht erst in Verlegenheit und es bleibt mehr Zeit, um die Freizeitaktivitäten zu genießen.

Lies auch unsere Übersicht zu Trekkingzelten und Familienzelten.

Konstruktion und Material

Wurfzelte werden in der Regel mit einer Außenhülle aus Kunstfaser und einem Gestänge aus Fiberglas gefertigt. Diese Materialien sind flexibel, pflegeleicht und gleichzeit robust genug für Outdoor-Einsätze. Je nach Modell sind die Wurfzelte einwandig oder zweiwandig mit Außenzelt und Innenzelt. Zweiwandige Zelte sind besser gegen Kondensation geschützt, da das Innenzelt die im Inneren entstehenden Wassertröpfchen abhält. Dafür wiegen sie auch etwas mehr.

Einige häufig verwendete Materialen für Wurfzelte sind:

  • Nylon: Nylon ist unempfindlich gegen Nässe und Abrieb und relativ reißfest. Allerdings dehnt es sich durch Feuchtigkeit aus, wodurch das Zelt durchhängt und eventuell nachgespannt werden muss. Außerdem ist es recht UV-durchlässig.
  • Ripstop-Nylon: Ripstop-Nylon ist ein verstärktes Nylongewebe, das sich im feuchten Zustand weniger ausdehnt und noch reißfester als normales Nylon ist.
  • Polyester: Polyester ist sehr UV-beständig, außerdem reiß- und abriebfest. Allerdings ist es schwerer als Nylon und auch deutlich weniger atmungsaktiv.

Manche Zelte sind zudem mit einer Beschichtung aus Silikon oder Polyurethan (PU) überzogen, was die Wetterfestigkeit des Außenzelts verbessert. Um die Wasserdichtigkeit noch zu erhöhen, empfehlen einige Hersteller zudem das Imprägnieren der Außenwände und der Nähte. Teilweise wird noch zwischen 3-Jahreszeiten-Zelten und 4-Jahreszeiten-Zelten unterschieden. 3-Jahreszeiten-Zelte kannst Du von Frühjahr bis Herbst nutzen, 4-Jahreszeiten-Zelte das ganze Jahr über. 4-Jahreszeiten-Wurfzelte sind allerdings unüblich, da nur die wenigsten Leute im Winter zelten.

Tipp: Als generelle Faustregel kannst du dir merken: Je robuster das Material, desto schwerer ist auch das Zelt.

Wurfzelt kaufen: Das musst du beachten

Wenn du ein Wurfzelt kaufen möchtest, solltest du einige Dinge beachten. Hierbei geht es vor allem um den Wetterschutz und die Robustheit des Zelts. Achte beim Kauf vor allem auf diese Punkte:

  • Für gelegentliche Kurztrips reicht ein einfaches Wurfzelt, bei längeren Ausflügen, sollte das Außenzelt aber unbedingt wasser- und winddicht sein.
  • Wurfzelte gelten gemäß DIN bereits ab einer Wassersäule von 1300 mm als wasserdicht. Allerdings empfielt sich eine Wassersäule von mindestens 3000 mm bzw. 5000 mm am Zeltboden um wirklich auf Nummer sicher zu gehen.
  • Das Material sollte gegen UV-Strahlung schützen. Das gilt vor allem dann, wenn du das Wurfzelt für Strandtrips verwendest.
  • Beim Innenzelt ist eine gute Belüftung vor allem im Sommer ein klarer Vorteil. Achte darauf, dass das Zelt mehrere Belüftungsöffnungen besitzt.
  • Das Zelt sollte windstabil sein und mit Heringen geliefert werden mit denen du den Zeltboden verankern kannst.
  • Wenn du viel Gepäck hast, bietet sich ein Vorzelt als zusätzlicher Stauraum an.

Wurfzelte sind in jedem gut sortierten Outdoor- oder Campinggeschäft sowie in zahlreichen Onlineshops erhältlich. Wenn du ein Zelt gekauft hast, findest du bei uns außerdem viele nützliche Tipps zum Zeltaufbau und zur Zeltpflege.