Eichenprozessionsspinner Raupen

Eichenprozessionsspinner: Was Ihr alles zu den Gefahren der Raupe wissen müsst!

Artikel von: Riko Wetendorf (5 min Lesedauer) 22.06.2026

Die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in Deutschland ist in vielen Regionen zu einem wahren Ärgernis geworden. Die Raupen des eigentlich harmlosen Schmetterlings sorgen mit ihren langen Härchen, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten, für Ausschlag auf der Haut sowie zu weiteren Symptomen. Was ihr dagegen unternehmen könnt, haben wir einmal zusammengetragen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist der Eichenprozessionsspinner?

Der Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Nachtfalter, somit im Grunde ein ganz normaler Schmetterling. Die meisten Menschen haben mit dem Nachtfalter so gut wie keine Berührungspunkte. Die Gefahr geht von den Raupen aus, die lange Härchen entwickeln und vor allem für Ausschlag sorgen können. Der Höhepunkt der „Raupen-Saison“ hält bis Ende Juni an.

Wo ist der Eichenprozessionsspinner verbreitet?

Mittlerweile ist der Eichenprozessionsspinner in ganz Deutschland verbreitet. In diesem Jahr gibt es wieder Schwerpunkte, wie vor allem die Hauptstadt Berlin, aber auch Regionen in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, dem Saarland oder dem südlichen Hessen. Der Deutsche Wetterdienst stellt für interessierte Nutzer eine tagesaktuelle Karte mit den Schwerpunktgebieten zur Verfügung.

Eichenprozessionsspinner
Eichenprozessionsspinner Kleuske, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

Eichenprozessionsspinner-Nester: Fachleute entfernen diese

Die Nester des Eichenprozessionsspinner befinden sich in erster Linie in Bäumen von Parks oder Wäldern. Allerdings berichtet immer mehr Menschen von einer Ausbreitung an Häuserwänden sowie in Sträuchern auch Privatgrundstücken. Während im öffentlichen Raum die verantwortlichen Kommunen schon im Vorfeld eine Ausbreitung verhindern und bei einem Befall verantwortlich sind, solltet ihr auf keinen Fall selbst handeln.

Habt ihr ein Nest im Garten, an der Häuserwand oder auf dem Campingplatz entdeckt, bitte auf keinen Fall selbst entsorgen. Meldet euch einerseits an das Grünflächenamt, Ordnungsamt oder Gesundheitsamt oder alternativ an private Firmen, die das Nest professionell entsorgen können.

Eichenprozessionsspinner: Symptome wie Ausschlag oder Allergien

Das Problem sind die kleinen Härchen der Raupe, die auch leicht abbrechen und durch die Luft schweben können. Sie sorgen bei vielen Menschen für einen Juckreiz und Hautausschlag, Augenentzündungen, Atemnot und in seltenen Fällen auch allergische Schocks.

Wie könnt ihr euch von den Brennhaaren schützen?

• Meidet entsprechende Gebiete. Wälder mit vielen Eichen, aber auch Parks weisen einen sehr starken Befall durch den Eichenprozessionsspinner auf.
• Habt ihr ein Fest entdeckt, meldet es umgehend vom Grünflächenamt, Ordnungsamt oder Gesundheitsamt.
• Bei Spaziergängen, Wanderungen und Radtouren achtet auf eine entsprechende Kleidung. Schützt den Hals, die Arme und Beine vor einem möglichen Kontakt. Nebenbei ist diese meist sehr unsommerliche Form des Kleidens auch hilfreich gegen Zecken.
• Bitte keine Wäsche in Regionen im Freien aufhängen, wo sich Eichen in der Nähe befinden. Die kleinen Härchen können durch den Wind mehrere Meter weit getragen können.
• Kontrolliert auch eure Haustiere wie Hunde und Katzen, die gerne im Freien unterwegs sind.

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Kontakt mit Härchen: Was ist zu tun?

Grundsätzlich solltet ihr jeden Kontakt mit den giftigen Brennhaaren der Raupen sowie den Larvenhäuten vermeiden. Kommt ihr dennoch mit ihnen in Berührung, solltet ihr umgehend duschen und eure Haare gründlich waschen. Reinigt außerdem eure Kleidung und säubert die Schuhe sorgfältig. In manchen Fällen lassen sich die feinen Härchen auch mithilfe von Klebestreifen von der Haut entfernen.

Sind die Augen betroffen, spült diese sofort gründlich mit Wasser aus. Sucht ärztliche Hilfe auf, wenn die Brennhaare Hautausschlag, eine Bindehautentzündung, Atembeschwerden oder andere allergische Reaktionen ausgelöst haben. Zur Linderung der Beschwerden können Antihistaminika und kortisonhaltige Salben eingesetzt werden.

Hilfreiche Fragen zum Eichenprozessionsspinner

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