Tipps & Tricks

Do’s und Dont’s – Die ungeschriebenen Regeln auf dem Campingplatz

Keine Frage: wer seine Ferien auf einem Campingplatz verbringt, liebt in der Regel auch dieses ganz besondere Flair, welches oft ab der ersten Urlaubsminute entsteht. Besonders wichtig ist es jedoch nicht nur, sich für einen Platz zu entscheiden, der den eigenen Erwartungen entspricht. Auch das Verhältnis zu den anderen Urlaubern trägt enorm dazu bei, ob ein Urlaub im Nachhinein als erholsam und angenehm bezeichnet werden kann.

Damit es hier zu keinen unerwünschten Zwischenfällen kommt, haben wir die Do’s und Dont’s auf dem Campingplatz in einer Übersicht zusammengetragen. Einige Regeln werden seitens der Campingplatzbetreiber vorgegeben, andere basieren auf Erfahrungswerten. Sie alle haben jedoch eines gemeinsam: werden sie eingehalten, steht einem friedlichen Auskommen untereinander nichts mehr im Wege.

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1. Ruhezeiten gelten nicht nur im Mietshaus

Lautes Unterhalten vor dem Zelt ist das neue Schlagzeugspielen. Damit die Mitcamper gut schlafen können, gilt die Grundregel, dass die Nachtruhe auf dem Platz ab 22 Uhr beginnt. Dies schließt nicht nur ein, dass hier keine Musik mehr abgespielt werden sollte. Auch auf allzu späte Anreisen gilt es aus Rücksichtnahme auf die anderen Urlauber wenn irgendwie möglich zu verzichten.

2. Müll zieht Bienen und Schädlinge an!

Unter Campern ist es besonders verpönt, Essensreste vor dem Wohnwagen oder dem Wohnmobil liegen zu lassen. Dies sieht nicht nur unschön aus, sondern lockt auch Bienen, Wespen und Schädlinge an, welche sich nur allzu gern auf die anderen Campingplatzbereiche verteilen.

3. Campingstühle und -tische rücksichtsvoll aufstellen

Wichtig ist es weiterhin, sein Camping-Equipment vor allem nachts zusammenzuklappen und beiseite zu räumen. Campingstühle und andere Gegenstände dürfen nicht zur gefährlichen Stolperfalle werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Mitcamper im Dunkeln hieran verletzen.

4. Abgrenzungen einhalten

Gerade dann, wenn mehrere Personen in einem Wohnmobil unterwegs sind, kann es sein, dass die Ausstattung viel Platz in Anspruch nimmt. Dennoch sollte immer darauf geachtet werden, dass Abgrenzungen eingehalten werden. Nur so ist sichergestellt, dass sich der Campingnachbar nicht eingeengt fühlt. Sollte die Chemie zwischen Nachbarn nach ein paar Tagen jedoch stimmen, wird erfahrungsgemäß ohnehin näher zusammengerückt, so dass vorgegebene Zelt- und Bereichsgrenzen bald keine Rolle mehr spielen.

5. Wichtige Regeln zur Toilettenbenutzung

Viele Campingplätze zeichnen sich unter anderem durch eine beachtliche Größe aus. Das bedeutet, dass es je nach Standort des Wohnmobils oder des Wohnwagens nötig ist, eine etwas längere Strecke zum WC in Kauf zu nehmen. Und dennoch: das Erleichtern im Busch nebenan ist keine Option! Auch wenn es sich beim Campen um eine besonders natürliche Form des Urlaubens handeln mag, sollte diese Grundregel zu Anstand und Hygiene selbstverständlich auch eingehalten werden.

6. Grillgeruch sollte nicht in das Zelt des Nachbarn ziehen

…zumindest nicht dann, wenn er nicht gefragt wurde bzw. nicht einverstanden ist. Am sichersten ist es daher, vor dem Starten des Grillvergnügens die Windverhältnisse zu beachten. Gerade dann, wenn es nicht windstill ist, ist die Gefahr hoch, dass der Campingnachbar sich vom Geruch des Holzkohlegrills gestört fühlt. Unerlässlich ist es zudem, vorher in Erfahrung zu bringen, ob das Grillen auf dem betreffenden Campingplatz mit offenem Feuer generell gestattet ist. Eine Alternative findet sich hier oft im modernen Elektrogrill. Mit einem zufriedenen Nachbarn und dem passenden Equipment schmeckt das Würstchen dann doch gleich doppelt so gut.

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Zu guter Letzt: individuelle Regeln des Platzes beachten!

Bei den vorgenannten Punkten handelt es sich lediglich um klassische Richtlinien, die dafür sorgen, dass sich das Untereinander der Urlauber auf dem Campingplatz möglichst reibungslos gestaltet. Und da ein Großteil der Do’s und Dont’s für viele Camper zur Selbstverständlichkeit geworden sind, stellt das Einhalten besagter Regeln ohnehin meist kein Problem dar. Fakt ist jedoch auch, dass seitens der Campingplatzbetreiber durchaus noch weitere Regeln aufgestellt werden können. Diese lassen sich in den meisten Fällen an einem öffentlichen Aushang ablesen.

Text von Cornelia Wilhelm

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