Das perfekte Campingplatz-Barbecue – So brutzelt alles nach Plan!

Möglicherweise grillt die Menschheit schon seit 300.000 (!!!) Jahren Fleisch. Und weil sich an manchen Dingen eben nie etwas ändert, wabern auch heute noch Rauchschwaden über Parks, Balkone und natürlich Campingplätze, sobald die ersten warmen Tage kommen. Von Barbecue-Amateuren über Möchtegern-Experten bis hin zu Vollprofis – jeder hat so seine Tricks und Geheimnisse, wie der Nachmittag am Grill zum kulinarischen Erlebnis wird. So ist das Brutzeln fast schon eine Wissenschaft für sich, und von der Art des Grills über die Grillzange bis hin zur Marinade entscheiden Dutzende Details darüber, ob das Mahl lediglich gut oder doch genial wird. Weil auch wir gerne unseren Senf dazugeben, kommen hier unsere Tipps für dein perfektes Barbecue auf dem Campingplatz.

Kohle- oder Gasgrill – eine Glaubensfrage

Über diese Frage wurde so häufig gestritten, dass sie fast schon philosophische Züge angenommen hat. Aber ist denn nun der Kohle- oder der Gasgrill besser? Unsere zugegebenermaßen etwas unbefriedigende Antwort: Kommt ganz darauf an, denn beide haben ihre Vor- und Nachteile. Der Gasgrill ist vor allem für praktisch veranlagte Griller die richtige Wahl. Er ist schneller einsatzbereit, leichter zu säubern und Gas ist günstiger als Kohle und Grillanzünder. Der Kohlegrill wiederum überzeugt vor allem beim Feeling: Das zeremonielle Anzünden, das Knistern der Glut und der Rauch, der dem Grillgut sein einmaliges Aroma verleiht, sind die Pluspunkte der Kohlevariante.

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Vegetarisch grillen – tatsächlich möglich, tatsächlich lecker!

Für viele ist es noch immer absolut unvorstellbar, aber natürlich können auch Veganer und Vegetarier beim Barbecue voll auf ihre Kosten kommen. Und da Grillen ja auch deshalb so schön ist, weil man mit Freunden zusammenkommt, sollten wahre Grillmeister auch auf dem Campingplatz auf alles vorbereitet sein: Ein paar köstliche Käse- und Gemüsekreationen in deinem Barbecue-Inventar sorgen dafür, dass niemand trockenes Brot knabbern muss. Wenn du dann auch noch eine extra Grillschale für Gemüsiges bereithältst, hast du die Herzen der Vegetarier sicher schnell erobert. Gegrillter Feta, Gemüsespieße mit Pesto, Maiskolben mit Parmesan und Jalapeños, gefüllte Champignons oder saftig mariniertes Seitan – die Liste an vegetarischem und veganem Grillgenuss ist lang, vielseitig und verdammt lecker!

Das i-Tüpfelchen – mit selbstgemachten Marinaden punkten

Wenn du dir auf dem Campingplatz neue Freunde machen willst, lädst du am besten zum Barbecue ein und legst das Fleisch zuvor in einer selbstgemachten Marinade ein. Das schmeckt nicht nur besser als fertig mariniertes Fleisch, sondern ist meistens auch noch gesünder. Ganz egal, ob Honig-Senf, BBQ oder Ahornsirup – Marinaden sind köstlich und geben dem Fleisch den letzten Pfiff. Und das Beste dabei: Du musst wirklich kein Sternekoch sein, damit sie gelingen. Knete einfach die Marinade und das Fleisch in einer Plastiktüte ordentlich durch und lass anschließend alles ein wenig ruhen. Bevor das Fleisch auf den Grill kommt, nur noch die überschüssige Flüssigkeit abstreifen und kurze Zeit später schon wird alles im Munde zergehen. Überschwängliche Komplimente für dieses aromatisch-saftige und zarte Grillgut sind dir sicher!

Kleine Ursache, große Wirkung: Barbecue-Tipps vom Profi

Es sind die kleinen, aber feinen Unterschiede, die gute von sehr guten Grillmeistern unterscheiden. Wenn du deinen Kohlegrill ganz professionell nutzen willst, solltest du die Kohle nicht gleichmäßig verteilen, sondern auch Stellen für indirekte Hitze freihalten. Dort kann fertiges Grillgut abgelegt werden, und dickere Steaks können dort durchgaren, ohne außen zu verbrennen. Beim Wenden des Fleisches solltest du niemals hineinstechen, weil dadurch Flüssigkeit verloren geht. Stattdessen lohnt sich die Anschaffung einer Grillzange. Apropos Flüssigkeit: Das Fleisch bitte erst salzen, wenn es vom Rost ist, da es sonst schon auf dem Grill austrocknet. Mahlzeit!

Von Jan Auer

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