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Free-Flow-Maut in Italien: Freie Fahrt kann zur Kostenfalle werden
Auf immer mehr Strecken in Italien wird die Free-Flow-Maut eingeführt. Was auf den ersten Blick besonders praktisch klingt und den Italien-Urlaub angenehmer gestaltet, kann sich für Autofahrer und Wohnmobilisten zu einer Kostenfalle entwickeln. Insbesondere Reisende ohne Telepass müssen mit hohen Kosten rechnen, wenn die Bezahlfrist verpasst wird.
Der Italien-Urlaub war für viele Menschen vom klassischen Mautsystem geprägt. Das Einfahren auf die Autobahn und das Abfahren war mit einem Halt an einem Kassenhäuschen verbunden, bei dem entweder das Ticket gezogen oder anschließend beglichen wurde. Die neue Technik der Free-Flow-Maut erleichtert nicht nur die Handhebung, sie sorgt auch für einen deutlich schnelleren Reiseverkehr auf bestimmten Strecken.
Vorsicht bei der Free-Flow-Maut in Italien
Die neu gewonnene Freiheit und freie Fahrt können nach dem Urlaub zu einem Ärgernis werden. Davon ausgenommen sind Inhaber des Telepass-Systems, das automatisch die Durchfahrt erfasst und Rechnungen entsprechend beglichen werden.
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Anders verhält es sich für Autofahrer und Wohnmobilisten, die ohne das Telepass-System in Italien unterwegs sind. Auf den Free-Flow-Mautstrecken wird automatisch das Kennzeichen erfasst und eine entsprechende Gebühr erhoben. Die Herausforderung besteht darin, dass hier nicht automatisch eine Rechnung erstellt wird. Vielmehr müssen Autofahrer selbst prüfen, welche Gebühren erhoben wurden, und diese begleichen. Bei den meisten Free-Flow-Systemen existiert eine Frist von 15 Tagen, bis die Summe ausgeglichen werden muss.
Wer diese Frist verpasst, wird mit deutlich höheren Kosten konfrontiert. Nach dem italienischen Straßenverkehrsrecht wird das Nichtbezahlen der Maut als Verwaltungsübertretung geahndet und kostet 87 bis 344 Euro.
Strecken für die Free-Flow-Maut in Italien
Die Einführung der Free-Flow-Maut wird in Italien kontinuierlich ausgebaut. Davon betroffen sind beispielsweise die A36 (Pedemontana Lombarda), die A59 nahe Como, die A60 bei Varese sowie der A33-Abschnitt zwischen Asti und Cuneo im Piemont.