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Brennerpass: Autobahn-Nadelöhr mit Maut in Richtung Süden
Der Brennerpass verbindet das österreichische Bundesland Tirol mit der zu Italien gehörenden Autonomen Provinz Bozen und Südtirol. 2025 war der Brenner für deutsche Urlauber die meistgenutzte Mautstation. Wer ihn befahren möchte, muss wissen, was ihn erwartet. In diesem Artikel haben wir alle relevanten Informationen rund um den historischen Passübergang in den Ostalpen zusammengefasst.
Was ist der Brennerpass (Brennerautobahn)?
Mit einer Passhöhe von ca. 1.370 bis 1.375 Metern ü. A. (über Adria) gilt der Brennerpass als der niedrigste Übergang über den zentralen Alpenhauptkamm. Im Gegensatz zu den deutlich höheren Pässen in seiner Nachbarschaft kann er durch seine geringe Höhe ganzjährig genutzt werden. Das macht ihn auf der Brennerachse zur meistbefahrenen Verbindung zwischen Österreich und Italien.
Auf der österreichischen Seite führt die Brenner Autobahn (A13) von Innsbruck bis an die italienische Grenze und ist ab Anschlussstelle Innsbruck/Süd mautpflichtig. Auf der Südseite geht es direkt auf der A22 weiter. Die gut ausgebaute Strecke führt in Richtung Gardasee, Verona und zur Adria. Entlang der Route findest du auch für größere Fahrzeuge ausreichend Rastmöglichkeiten.
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Was kostet 2026 die Maut für den Brennerpass?
Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen technisch zulässiger Gesamtmasse (tzGm) benötigen in Österreich die oben erwähnte Vignette, um Autobahnen und Schnellstraßen zu befahren. Die Angabe der tzGm findest du unter F1 in deinem Fahrzeugschein. Für die Brennerautobahn selbst ist für diese Strecke keine Vignette erforderlich, jedoch muss eine Streckenmaut entrichtet werden. Ab dem 01.01.2026 gelten folgende Tarife (Quelle: ASFINAG):
- Einzelfahrt: 12,50 €
- Mehrfahrten-Karte: 75 €
- Mehrfahrten-Karte für Pendler: 12,50 €
- Mehrfahrten-Karte für Anwohner: 12,50 €
Wer ein Behindertenfahrzeug bewegt oder selbst im Besitz eines Behindertenpasses mit der Eintragung „Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel“ oder „Blindheit“ ist, profitiert von der kostenlosen Mehrfahrten-Karte. Sie wird automatisch mit der Buchung der kostenlosen Digitalen Vignette freigeschaltet.
Die Bezahlung ist unkompliziert: entweder direkt vor Ort oder ganz bequem vorab digital. Wer sein Kennzeichen registriert und die digitale Streckenmaut FLEX aktiviert, darf die Mautschranke dann ohne zeitraubenden Stopp passieren.
Auf der italienischen Seite kommt ein streckenabhängiges Mautsystem zum Einsatz. Hier spielt weniger das Gewicht eine Rolle, sondern vielmehr die Anzahl der Achsen und die Höhe des Fahrzeugs. Die Fahrzeuge werden wie folgt eingestuft:
- Klasse A: 2 Achsen, Höhe über der Vorderachse ≤ 1,30 m (normaler Pkw)
- Klasse B: 2 Achsen, Höhe über der Vorderachse > 1,30 m (viele Wohnmobile über 3,5 t)
- Klasse 3: Fahrzeuge mit drei Achsen (Wohnmobile mit Tandemachse)
- Klasse 4: Fahrzeuge mit vier Achsen
Brennerpass: Wie funktioniert die Maut in Italien
Bei der Einfahrt in die erste Mautstation ziehst du ein Ticket und bezahlst es, wenn du die Autobahn wieder verlässt. Fährst du bis zum Ende der A22 nach Modena, fallen dafür Gebühren zwischen ca. 21,60 Euro und 29,80 Euro an, abhängig von den oben genannten Klassen.
Für schwere Wohnmobile, die die 3,5 Tonnen überschreiten, gelten in Österreich andere Bedingungen. Anstelle des „Pickerls“ benötigst du eine sogenannte GO-Box. Das Gerät muss an der Windschutzscheibe angebracht werden. Via Mikrowelle registriert es jedes Mautportal, durch das du hindurchfährst. Die Kosten für diese Fahrzeuge basieren auf der gefahrenen Strecke sowie der Anzahl der Achsen und der Euro-Emissionsklasse.
Eine Gewichtsgrenze wie in Österreich gibt es in Italien nicht. Es gelten die oben genannten Klassen.
Die Sanierung der Luegbrücke und ihre Auswirkungen
Die Luegbrücke im Wipptal ist ein wichtiger Streckenabschnitt auf der Brenner Autobahn. Allerdings ist sie so marode, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr nicht mehr gegeben ist. Daher wird die Brücke seit dem 01. Januar 2025 umfassend saniert und die Arbeiten sollen voraussichtlich bis 2030 dauern.
Grundsätzlich steht während der Bauarbeiten in jeder Fahrtrichtung an der Brücke jeweils nur eine Spur zur Verfügung. Die neue Parallelbrücke soll Ende 2027 fertiggestellt sein. Lediglich an insgesamt 180 Tagen stehen zwei Fahrspuren zur Verfügung. Um das Gewicht der Lkw und schweren Wohnmobilen möglichst zentriert auf der Brücke zu verteilen, werden sie im Zulauf vor der Luegbrücke von der rechten auf die linke Spur geleitet.
Der Brennerpass ist eine der wichtigsten Routen für den Transitverkehr. Jedoch erfordern die jüngsten Änderungen bei den Gewichtseinstufungen für die GO-Maut und die Brückenarbeiten mehr Vorbereitung, damit du entspannt an deinem Reiseziel ankommst. Den aktuellen Luegbrücken-Fahrkalender stellt die ASFINAG bereit, umfassende Mautinfos findest du beim ADAC.