„Ich freue mich, wenn der Campingplatz wieder belegt und belebt ist!“

| 3 min Lesedauer

Mildes Klima, Sonne satt, azurblaues Meer – die Cote d’Azur (zu dt.: die blaue Küste) ist eine der schönsten und beliebtesten Ferienregionen im Mittelmeerraum. Zwischen Cavalaire-sur-Mer und Saint-Tropez befindet sich einer der Top-Campingplätze für Familien. Der 5-Sterne-Platz Yelloh! Village Les Tournels bietet insgesamt 469 Standplätze für Urlauber sowie 385 Mietunterkünfte. Mitten in der Natur gelegen, finden hier vor allem Familien mit Kindern einen idealen Ort, um abzuschalten und Spaß zu haben. Das Besondere: Zum Campingplatz gehört auch ein eigenes Weingut. Geführt wird der Familienbetrieb von Nicolas Bologna (35). Seit 2016 hat er die Position des Direktors inne – und seit die Saison angelaufen ist, hat der Unternehmer gut zu tun. Denn inzwischen sei der Buchungsstand wieder wie 2019, also wie vor der Corona-Pandemie, erzählt er im Interview mit unserer Autorin.

5-Sterne-Platz Yelloh! Village Les Tournels Schwimmbäder
Blick auf den 5-Sterne-Campingplatz © Yelloh! Village Les Tournels

Herr Bologna, wie ist es Ihnen während der Pandemie-Monate ergangen?

Nicolas Bologna: Es war sehr ruhig. Aus dem Ausland waren überhaupt keine Gäste da, nur Franzosen haben bei uns Urlaub gemacht – und es war auch nur in den Sommermonaten Juli und August etwas los.

Und wie haben Sie die Zeit genutzt?

Bologna: Wir haben auf dem Campingplatz renoviert. Einige Standplätze wurden erneuert und wir konnten auch eine zusätzliche Liegefläche schaffen, damit die Gäste mehr Platz haben. Die Wiese wird Ende Juli fertiggestellt. So können unsere Kunden den Aufenthalt am Pool noch mehr genießen als zuvor.

Campingplatz Yelloh! Village Les Tournels
Schwimmbäder im Campingplatz © Yelloh! Village Les Tournels

Ist bei Ihnen wieder Hochbetrieb?

Bologna: Ja! Wir sind sogar wieder voll ausgebucht für die Monate Juli und August – im Grunde ist der Buchungsstand wieder so wie vor der Pandemie.

Heißt das, Sie können wieder gut schlafen?

Bologna: Nein, nicht unbedingt! (lacht) Wenn der Campingplatz voll ist, gibt es immer viel zu tun.

Wie sieht ein gewöhnlicher Arbeitstag für Sie aus?

Bologna: Mein Tag beginnt um 7.30 Uhr – da bin ich schon auf dem Platz. Dann mache ich erst einmal eine Tour durch alle Abteilungen. Ich spreche mit den Mitarbeitern und Kollegen und erkundige mich nach dem Stand der Dinge. Und dann bin ich so lange im Einsatz, wie auch die Rezeption geöffnet hat – also bis 21.30 Uhr.

Blick auf das Weingut vom Campingplatz
Weingut vom Campingplatz © Yelloh! Village Les Tournels

Das klingt nach einem langen Arbeitstag. Kommt es auch mal vor, dass Sie auf dem Campingplatz übernachten?

Bologna: Nein, ich wohne nur fünf Minuten vom Campingplatz entfernt. Ich bin immer schnell da, wenn etwas ist – das ist das Problem (lacht). Es ist gar nicht so einfach abzuschalten, wenn der Platz geöffnet ist.

Haben Sie ganzjährig geöffnet?

Bologna: Wir haben ab November geschlossen und ab Ostern dann wieder geöffnet.

Und wie machen Sie selbst Urlaub?

Bologna: Hauptsache weit weg, Sonne und Strand und zusammen mit meiner Familie. Wir reisen dann am liebsten außerhalb Europas – aber übernachten dann nicht auf Campingplätzen (lacht). Ich brauche dann den Kontrast zu meinem Alltag, wenn ich Urlaub mache.

Bungalows am Wasser im Campingplatz © Yelloh! Village Les Tournels
Statuen, Bungalows und Palmen im Campingplatz © Yelloh! Village Les Tournels

Wie verbringen Sie gerne Ihre Freizeit?

Bologna: Ich golfe gerne oder fahre mit dem Boot aufs Meer hinaus. Mit dem Meer fühle ich mich sehr verbunden.

Seit 2016 sind Sie der Direktor der Campingplatzes – ist das für Sie Beruf oder Berufung?

Bologna: Definitiv Berufung! Ich denke, sonst könnte man die teilweise sehr langen Arbeitszeiten nicht so gut aushalten.

Und war das schon immer Ihr Wunsch, den Platz zu übernehmen?

Bologna: Die Frage hat sich für mich nie gestellt. Das ist ein familiengeführtes Unternehmen und für mich war es schon früh klar, dass ich den Platz irgendwann einmal übernehmen werde. Ebenso für die Familie. Man kann sagen, dass ich mit dem Platz und der Branche aufgewachsen bin. Angefangen habe ich als Platzanweiser, das war 2011. Meine Aufgabe war es, den Gästen Ihre Standplätze zu zeigen oder sie zu Ihrem Bungalow zu begleiten. Und seit 2016 bin ich Direktor des Campingplatzes.

Whirpool auf der Veranda mit dem Blick auf Weingut
Whirpool auf der Veranda mit dem Blick auf Weingut © Yelloh! Village Les Tournels

In der Zeit, seit Sie verantwortlich sind für den Platz und die Mitarbeiter – was war die größte Herausfordernd für Sie als Unternehmer?

Bologna: Neben der Pandemie, liegt die größte Herausforderung darin, den Gästen ständig nur das Beste zu bieten. Wir möchten, dass sich unsere Gäste hier wohlfühlen und auch gerne wiederkommen. Wir versuchen auf dem Campingplatz immer wieder etwas Neues zu bieten. Das ist eine Herausforderung, die Spaß macht.

Aus welchen Ländern kommen Ihre Gäste?

Bologna: Etwa die Hälfte der Urlauber sind Franzosen. Die andere Hälfte kommt aus dem Ausland, vor allem aus den Niederlanden, aus Deutschland und der Schweiz. Ein kleinerer Teil kommt aus Spanien, Italien, Ungarn, Polen und Tschechien. Ich freue mich, wenn der Platz wieder voll belegt und belebt ist und wieder Leben auf dem Campingplatz ist!

Camper verbringen die Zeit auf Sonnenliegen und im Schwimmbad
Camper verbringen die Zeit auf Sonnenliegen und im Schwimmbad © Yelloh! Village Les Tournels
Author: Iunia Mihu