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Straße der Romanik: Tour entlang der Ferienstraße in Sachsen-Anhalt
Die Idee einer Straße der Romanik ist aufgrund der zahlreichen romanischen Bauten aus dem Mittelalter in Sachsen-Anhalt geboren, die noch sehr gut erhalten und absolut sehenswert sind. Kulturell und architektonisch interessierte Camper können auf einer Tour die beeindruckenden Bauten in Augenschein nehmen und dabei mit Sachsen-Anhalt ein Bundesland kennenlernen, das nicht jeder gleich auf dem Zettel hat. Für 7 bis 10 Tage haben wir eine abwechslungsreiche Wohnmobiltour für euch zusammengestellt.
Auf den Spuren von Kaisern, Königen und Rittern
Insgesamt umfasst die Straße der Romanik rund 1.200 Kilometer, wobei Magdeburg das Zentrum bildet. Die Gesamtstrecke mutet ein wenig wie der Verlauf einer „8“ an, wobei wir mit unserem Routenvorschlag nur einen Teil der Strecke von rund 500 Kilometern abbilden.
Die imposanten Bauten, denen wir auf unserer Tour begegnen, stammen aus dem 10. Bis 13. Jahrhundert und umfassen Klöster, Kirchen und Burgen. Von den insgesamt 88 romanischen Zeugnissen entlang der Straße haben wir uns auf neun sorgfältig ausgewählten Stationen fokussiert.
| Interessante Informationen zur Straße der Romanik | |
|---|---|
| Route | Kloster Jerichow - Magdeburg - Quedlinburg - Stiftskirche St. Cyriakus - Burg Falkenstein - Kaiserpfalz Memleben - Naumburger Dom - Merseburger Dom - Burg Giebichenstein |
| Dauer | 7 -10 Tage |
| Highlights | Fachwerkstadt Quedlinburg und der Naumburger Dom |
| Strecke | 400 bis 500 km (richtet sich nach Streckentreue) |
Tipps für die Reise entlang der Straße der Romanik
Für die Straßen gibt es wie ähnlich bei anderen bekannten Routen ein Schilder-Leitsystem. Die gesamte Route ist hervorragend mit dem offiziellen Logo der Straße der Romanik (ein stilisierter roter romanischer Rundbogen) versehen worden.
Hundefreundlichkeit ist bei den meisten Sehenswürdigkeiten auf der Strecke durchaus gegeben. Die geliebten Vierbeiner können bei den meisten Burganlagen und Freigelände mitgenommen werden, allerdings bleibt ihnen der Zugang zu den Innenräumen der großen Dome (Naumburg, Magdeburg, Quedlinburg) verwehrt.
Möchtest Du noch weitere interessante Straßen in Deutschland kennenlernen? Dann lese gerne unsere Routentipps zu:
• Die Romantische Straße: Roadtrip auf der beliebtesten Ferienstraße Deutschlands
• Traumtour in Bayern: Die Deutsche Alpenstraße
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• Schwarzwaldhochstraße: Die schönste Panoramastraße im Schwarzwald
Straße der Romanik: Faszination Mittelalter
Neben den kulturellen Highlights auf der Route habt ihr auch die Gelegenheit wunderschöne Landschaft innerhalb von Sachsen-Anhalt kennenzulernen. Das Elbtal, das Weinbaugebiet Saale-Unstrut oder der Harz sind reizvoll und reich an Campingplätzen, die sich als Ruheoasen und Rückzugsort nach aufregenden Tagen erweisen werden.
Kloster Jerichow mit seiner Backsteinromanik
Gleich zum Start unserer Tour wartet mit dem Kloster Jerichow und seiner Stiftskirche St. Marien und St. Nikolaus ein beeindruckendes Beispiel der Backsteinromanik. Seine Geschichte findet Mitte des 12. Jahrhunderts ihren Anfang und bis heute ist der imposante Bau in seiner Schönheit erhalten geblieben.
Übernachten im Touristenzentrum Zabakuck
Nach der Besichtigung des Klosters ist das Touristenzentrum Zabakuck unser Campingplatz-Tipp des Tages. Direkt am Zabakucker See könnt ihr euch eine Auszeit beim Baden nehmen oder einfach nur die Ruhe des Platzes im Schatten der Laubbäume genießen. Dank des Fahrradverleihs vor Ort könnt ihr auch noch einmal aktiv die Region erkunden.
Das Zentrum und Herz: Magdeburg
Die Hauptstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt und Herz der Route auf der Romanischen Straße ist schon einen Aufenthalt von mindestens zwei Tagen wert. Der majestätische Dom beherbergt das Grab von Kaiser Otto dem Großen. Auch wenn seine Bauweise den Übergang zur Gotik markiert, bildet der Dom einen wichtigen Bestandteil der Straße der Romanik. Im Zusammenspiel mit dem benachbarten Kloster Unser Lieben Frauen (heute Kunstmuseum), findet ihr hier wunderbare Exemplare der romanischen Baukunst.
Erlebnispark Plötzky mit bester Unterhaltung
Der Campingplatz etwas südöstlich von Magdeburg punktet nicht nur aufgrund seiner großzügigen Standplätze bei den Campern. Hier wird sehr viel Wert auf eine gelungene Freizeitgestaltung gelegt. Eine Erlebnis-Minigolfanlage, ein Kleintiergehege mit Streichelzoo, ein Niedrigseil-Klettergarten sowie ein Badesee mit Strand sind Angebote, die gerne von den Gästen wahrgenommen werden.
UNESCO-Weltkulturerbe in Quedlinburg
Nach der Elbregion geht es auf der Straße der Romanik weiter in Richtung Harz. Mit Quedlinburg wartet dort ein wahres Highlight, denn die Fachwerkstadt zählt sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird gerne im Rahmen von Städtereisen angesteuert. Im Mittelpunkt der Entdeckungstour steht die Stiftskirche St. Servatii, der Dom auf dem Schlossberg. In der mystischen Krypta ruhen König Heinrich I. und seine Gemahlin Mathilde, zudem ist der berühmte Quedlinburger Domschatz. Falls noch Energie vorhanden ist, wandelt durch die historische Altstadt von Quedlinburg und genießt das besondere Flair dieser einzigartigen Metropole.
Naturcamping im Klostercamping Thale
Thematisch sehr passend könnt ihr zwischen dem Fluss Bode und dem Wendhusen-Klosterkomplex auf einem sehr naturbelassenen Campingplatz übernachten. Klein, aber mit sehr viel Liebe zum Camping durch die Betreiber findet ihr idyllische Standplätze zum Ausruhen.
Akustisches Wunder: Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode
Fast unverändert erhalten geblieben ist die Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode aus dem 10. Jahrhundert. Berühmt ist sie für das älteste erhaltene Heilige Grab nördlich der Alpen und ihre einzigartige, erhabene Raumakustik. Leider stehen der Ort und die Kirche etwas im Schatten der bekannteren Stadt Quedlinburg.
Harzer Feriengarten – Kurcamping
Falls ihr nicht auf dem Naturcamping verweilen möchtet, lohnt sich die Weiterfahrt zum nahen Harzer Feriengarten. Der besonders kleine Platz mit gerade einmal elf Standplätzen ist eine Besonderheit mit seinem Kräuter- und Obstgarten sowie den umher wandelnden Tieren.
Die faszinierende Ritterburg: Burg Falkenstein
Nach den sakralen Bauten bildet die Burg Falkenstein in den tiefen Wäldern des Selketals ein kleines Kontrastprogramm, das es in sich hat. Die hochmittelalterliche Höhenburg im Harz bietet einen beeindruckenden Anblick und sie noch exakt so erhalten, wie sie einst im 12. Jahrhundert errichtet wurde. Verschiedene Veranstaltung oder ein Ritteressen runden das Erlebnis auf der Burg Falkenstein ab.
Entspannen im Harz-Camp Bremer Teich
Die vergangenen drei Stationen liegen nicht weit voneinander entfernt, weshalb ihr gerne in Richtung Süden auf das Harz-Camp Bremer Teich Kurs nehmen könnt, um neue Regionen für euch zu entdecken. Immer noch im Einzugsgebiet von Quedlinburg trefft ihr auf ein kleines Naturparadies. Wanderungen, Radtouren oder Bootsfahrten in der waldreichen Umgebung können mit auf die Agenda genommen werden.
Memleben: Die beeindruckende Kaiserpfalz
Memleben ist wahrscheinlich nur wenigen Menschen ein Begriff, dabei handelt es sich um ein einstiges Machtzentrum. Die Kloster- und Kaiserpfalz Memleben war ein wichtiger Regierungsstandort und hier verstarben sowohl König Heinrich I. als auch sein Sohn Kaiser Otto der Große, dessen Herz in der dortigen Klosterkirche beigesetzt wurde. Berühmt für die Romanik sind die Fundamente der Monumentalkirche und die vollständig erhaltene spätromanische Krypta mit ihrer mystischen Lichtstimmung.
Camping Hermannseck inmitten des Waldes
Erneut ist das Ziel ein kleiner, eher verschlafener Campingplatz das Ziel unserer Reise. Im Ziegelroder Forst, einem naturnahen Mischwald, in dem die „Himmelsscheibe von Nebra“ gefunden wurde, findet ihr schöne Standplätze im Schatten der Bäume und sehr viel Ruhe.
Das Camping Hermannseck entdecken!
Der weltberühmte Naumburger Dom
Auf unserer Tour entlang der Straße der Romanik findet sich ein weiteres Bauwerk, das als UNESCO-Welterbestätte geführt wird. Der Naumburger Dom St. Peter und Paul ist ein Beispiel für die spätromanische Architektur. Seine einzigartige Bauweise mit zwei Chören und den weltberühmten, lebensechten Stifterfiguren heben ihn von anderen sakralen Bauwerken ab. Absolut sehenswert!
Camping an der Rudelsburg
Fast direkt an der Straße der Romanik gelegen, könnt ihr nach dem Besuch des Doms in einer grünen und ruhigen Umgebung eine Auszeit nehmen. Das nahe Flussufer der Saale eignet sich für schöne Spaziergänge in der Natur, während aktive Camper mit dem Kanu unterwegs sind.
Merseburger Dom und das Renaissanceschloss
Mit der Fahrt durch das Saaletal erlebt ihr ein landschaftliches Highlight der Tour. Die Tagesetappe endet dann in Merseburg, wo der hiesige Dom und das benachbarte Schloss ein beeindruckendes Ensemble bilden. Hier werden die berühmten Merseburger Zaubersprüche aufbewahrt, die einzigen erhaltenen Zeugnisse germanisch-heidnischer Religiosität in althochdeutscher Sprache.
Campingplatz und Strandbad Hasse
In direkter Umgebung von Merseburg findet sich kein klassischer Campingplatz, sondern Stellplätze direkt im städtischen Bereich an der Saale ohne entsprechende Infrastruktur. Deshalb lohnt sich die Fahrt ein wenig zurück, um Campingplatz und Strandbad Hasse direkt an einem kleinen See zu übernachten.
Halle an der Saale: Die Burg Giebichenstein
Den Abschluss auf unserer Reise bildet die Burg Giebichenstein nahe Halle an der Saale. Sie thront majestätisch auf einem steilen Porphyrfelsen direkt über dem Flussufer. Sie ist die älteste Burg an der Straße der Romanik und diente den Magdeburger Erzbischöfen als Residenz. Vom begehbaren Torturm aus genießt du einen spektakulären Panoramablick über das Saaletal und die Stadt. Sie ist ein würdiger und geschichtsträchtiger Abschluss unserer Mittelalter-Tour auf der Straße der Romanik.
Campingplatz Löbejün zum Abschluss
Zum Ende lädt der Campingplatz Löbejün nördlich von Halle zum Ausklang auf dieser Reise ein. Sehr naturnah gestaltet, legt der Campingplatz den Fokus auf alternative Übernachtungen in kleinen Holz-Wohnwagen.
[campsites/prn:campsite:zeltwiese-lobejun]
Die gesamte Strecke umfasst etwa 400 bis 500 Kilometer (je nach exakter Routenführung zwischen den Stationen) Nehmt euch gerne sieben bis zehn Tage Zeit, um alles in Ruhe zu erkunden oder einfach mal länger an einem Ort zu verweilen. Die Straße der Romanik ist eine vielseitige und äußerst geschichtsträchtige Route zum Genießen.