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Deutsche Vulkanstraße: Ein Roadtrip durch die wilde Vulkaneifel
Kraterseen, Lavafelder und tiefgrüne Wälder: Die Deutsche Vulkanstraße führt auf rund 280 Kilometern durch die außergewöhnliche Landschaft der Vulkaneifel. In diesem Artikel stellen wir dir die schönsten Highlights und eine entspannte Route entlang der „Big 8“ der Deutschen Vulkanstraße vor.
Die Deutsche Vulkanstraße ist eine der neueren Ferienrouten Deutschlands – die Route wurde erstmals 2008 eröffnet – aber bereits in der kurzen Zeut ihres Bestehens hat sich die Fahrt durch die außergewöhnliche Naturlandschaft der Vulkaneifel zu einem echten Klassiker entwickelt. Die Mischung aus spannenden landschaftlichen Highlights, entspannter Streckenführung und den vielen hübschen Eifeldörfchen am Weg ist einfach unwiderstehlich.
Die klassische Route der Deutschen Vulkanstraße beginnt traditionell am Laacher See, dem größten See in Rheinland-Pfalz, und schlängelt sich anschließend durch die Osteifel und die Vulkaneifel bis nach Manderscheid. Auf rund 280 Kilometern verbindet die Route 39 Sehenswürdigkeiten, darunter viele geologische und landschaftliche Highlights wie Kraterseen und Lavafelder, aber auch einige Kulturdenkmäler, z.B. ehemalige Bergwerke.
Je nach Tempo und Anzahl der Zwischenstopps empfehlen wir für die Route rund 4 bis 7 Tage, am besten ist eine knappe Woche. Unterwegs gibt es viele Möglichkeiten für Wanderungen, Camping am Wasser oder entspannte Nachmittage in den kleinen Eifelorten – das sollte man genießen und nicht einfach durchrauschen, auch wenn die Strecke selbst nur recht kurz ist. Die Eifel erlebt man am besten im Entspannungsmodus!
| Praktische Infos zur Campingtour | |
|---|---|
| Route | Laacher See – Mendig – Hohe Eifel – Ulmener Maar – Dauner Maare – Pulvermaar – Meerfelder Maar – Manderscheid |
| Strecke | ca. 280 km |
| Fahrtzeit | 4–7 Tage |
| Highlights | Laacher See und Abtei Maria Laach, Lava-Dome Mendig mit unterirdischen Lavakellern, Dauner Maare und Pulvermaar, Meerfelder Maar bei Manderscheid |
| Beste Reisezeit | Mai bis Oktober |
| Maut | Keine Maut innerhalb Deutschlands |
Vom Laacher See nach Mendig: Der perfekte Einstieg in die Vulkanwelt der Eifel
Der klassische Startpunkt der Deutschen Vulkanstraße liegt am Laacher See, dem größten See in Rheinland-Pfalz. Schon am Start wird direkt klar, warum die Route eigentlich so besonders ist: Die Landschaft ist auf eine wirklich unverwechselbare Weise von Vulkanismus geprägt. Besonders schön ist der Blick vom Parkplatz am Erntekreuz über den fast kreisrunden Kratersee und die bewaldeten Hügel der Osteifel. Direkt am Ufer liegt außerdem die berühmte Abtei Maria Laach, eine der bekanntesten Klosteranlagen Deutschlands.
Campingplatz-Tipp: RCN Camping Laacher See
Anschließend fahren wir durch die Vulkanpark-Region rund um Mendig und Niederzissen. Unterwegs lohnt sich immer wieder ein kurzer Halt, entlang der Straße liegen zahlreiche geologische Besonderheiten wie der Schlackenvulkan Eppelsberg, die Trasshöhlen oder der hufeisenförmige Krater des Bausenbergs. Ein echtes Highlight erwartet uns dann in Mendig. Das Lava-Dome Mendig gehört zu den bekanntesten Stationen der gesamten Route. Besonders beeindruckend sind hier die riesigen unterirdischen Lavakeller, die einen faszinierenden Einblick in die vulkanische Vergangenheit der Region geben.
Durch die Hohe Eifel bis zum jüngsten Maar Deutschlands
Hinter Mendig werden die Straßen kurviger, die Wälder dichter und die Eifel zeigt zunehmend ihren etwas raueren Charakter. Die Route führt nun durch die Hohe Eifel, vorbei an kleinen Dörfern, stillen Hochflächen und einigen der ältesten Vulkanlandschaften der Region. Bei gutem Wetter ist ein Abstecher zur „Hohen Acht“ Pflicht – mit 746 Metern ist das der höchste Berg der Eifel, der Blick über die bewaldeten Höhenzüge der Region ist fantastisch!
Lohnenswerte Zwischenstopps direkt an der Strecke sind der „Mosbrucher Weiher“, ein teilweise vermoortes Trockenmaar und der Steinbruch am Raustert mit seinem Feld aus Vulkansteinen. Einen weiteren Höhepunkt erreichen wir schließlich in Ulmen. Das Ulmener Maar gilt als jüngstes Maar Deutschlands und liegt direkt am Ortsrand. Entstanden ist es im bisher letzten Vulkanausbruch in Deutschland vor rund 11.000 Jahren. Besonders beeindruckend ist der bis zu 20 Meter mächtige Wall aus verschiedenen Gesteinen und Aschen, der den Trichter umgibt.
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Dauner Maare und Pulvermaar: Die stille Vulkaneifel
Zwischen Daun, Gillenfeld und Strohn erreicht die Deutsche Vulkanstraße ihren landschaftlichen Höhepunkt. Hier liegen einige der berühmtesten Maare der Eifel ganz nahe beieinander, eingebettet in ein zauberhaftes Mosaik aus Hügeln, Wäldern und Feldern. Den Auftakt machen das Gemündener Maar und das Weinfelder Maar, beide gehören zu den schönsten Kraterseen Deutschlands. Wanderwege führen entlang der Hänge und eröffnen immer wieder tolle Ausblicke, im Gemündener Maar kann man sogar schwimmen!
Für einen spannenden Einblick in die Entstehung der Eifellandschaft empfiehlt sich ein Besuch des Vulkanmuseum Daun. Danach geht es weiter zum Pulvermaar, mit 72 Metern Tiefe Deutschlands tiefstes Maar. Das kristallklare Wasser lädt zum Schwimmen, Bootfahren oder Angeln ein – oder einfach nur zum Schauen und Staunen. Gerade morgens, wenn Nebel über dem Wasser liegt, ist die Stimmung besonders schön. Nicht weit entfernt liegen Holzmaar, Dürres Maar und das kleinere Immerather Maar, die man am besten bei einem Spaziergang über den „Määrchen Naturwaldpfad“ erkundet.
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Meerfelder Maar das Finale in Manderscheid
Am nächsten Zwischenstopp in Strohn erinnert das Vulkanhaus Strohn noch einmal daran, wie aktiv die Region einst war. Die berühmte Lavabombe mitten im Ort gehört zu den vielleicht ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten entlang der Route. Der letzte Abschnitt der Deutschen Vulkanstraße wirkt dann noch einmal etwas ursprünglicher. Ein besonders schöner Ort für eine Pause ist der „Wallende Born“ – ein kleiner Kaltwassergeysir, der in regelmäßigen Abständen Wasserblasen an die Oberfläche drückt. Auch der Mosenberg-Reihenvulkan mit dem Hinkelsmaar ist äußerst sehenswert, er lässt sich gut auf mehreren Wanderwegen erkunden.
Einer der schönsten Stopps kurz vor dem Ziel ist das Meerfelder Maar. Der Maarsee ist eingebettet in den größten Maartrichter der Eifel, eine riesige kesselförmige Mulde umgeben von einer weiten und offenen Landschaft. Besonders bei wolkenlosem Wetter spiegeln sich die bewaldeten Hänge eindrucksvoll im Wasser. In Manderscheid haben wir dann das Ziel der Route erreicht. Das in eine malerische Hügellandschaft eingebettete Eifelstädtchen ist vor allem für seine beiden Burgen bekann und bietet zahlreiche schöne Ausflugsziele in der Umgebung, z.B. die Gesteinsfalten im benachbarten Falbachtal – der perfekte Ort für einen entspannten Abschluss unserer Reise.
Titelbild: © Eifel-Camp Freilinger See