Camping-Route durch den Peloponnes: Zwischen Traumstrand und Antike

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Traumhafte Strände, Jahrhunderte alte Geschichte, leckeres Essen und jede Menge Sonnenschein – Griechenland ist das perfekte Urlaubsziel für deinen nächsten Campingurlaub. Besonders in der Nebensaison lohnt sich das Land im Südwesten dank konstant warmer Temperaturen. Unsere Autorin hat sich mit dem Camper zum Peloponnes aufgemacht.

Zugegeben, Griechenland liegt nicht gerade um die Ecke. Jedoch gibt es bereits auf dem Weg in den Süden einiges zu entdecken. Einer der beliebtesten und entspanntesten Wege ist die Überfahrt mit der Fähre von Italien. Von Ancona oder Venedig fahren täglich bis zu 2 Fähren in die Hafenstadt Patras im Norden der Peloponnes.

Der Weg ist das Ziel

Solltest du zeitlich flexibel sein, empfiehlt es sich entlang der östlichen Adriaküste bis nach Griechenland zu fahren und auf dem Weg ein paar Zwischenstopps einzulegen.  In Kroatien gibt es zahlreiche Küstenstädte zu entdecken, beispielsweise Split oder Dubrovnik. Auf der Strecke durch Montenegro und Albanien fährst du anschließend durch beeindruckende Landschaften, direkt am Meer entlang.

Die kürzeste Strecke führt quer durch Europa und ist nicht weniger spannend: Hier kannst du die Großstädte entlang der Donau entdecken, wie Prag, Bratislava, Budapest, Belgrad. Welchen Weg du auch immer nimmst: Sobald du die Grenze nach Griechenland überquerst, wirst du dich über hochmoderne, top-ausgebaute Straßen freuen. Allerdings sind die meisten Streckenabschnitte mit Mautgebühren verbunden und sollten in deinem Urlaubsbudget berücksichtigt werden.

Tipp: Die beeindruckende Rio-Andirrio-Brücke verbindet das griechische Festland mit der Halbinsel Peloponnes. Die Mautgebühren für die Überquerung betragen mit einem Reisemobil 20 Euro. Wer sich das Geld sparen möchte, nimmt stattdessen die Fähre für 6,50 Euro, die direkt unter der Brücke im Minuten-Takt fährt.

Ankommen, erholen, Sonne genießen

Der erste Stopp steht ganz im Zeichen der Erholung. Nach der langen Anreise, heißt es erstmal ankommen. Die Campingplätze und Strände an der Westküste eignen sich hervorragend, um ein paar Tage zu entspannen. Bei Camping Ionion Beach genießt du einen hohen Standard, ein hervorragendes Restaurant und tolle Standplätze mit Meerblick. Der 4-Sterne-Platz ist außerdem ein toller Ausgangspunkt für einen Ausflug nach Olympia, Austragungsort der Olympischen Spiele der Antike. Mit viel Vorstellungskraft kannst du die Ruinen der Wettkampfstätte auf dich wirken lassen. Noch heute wird hier übrigens das Olympische Feuer angezündet und von hier zum jeweiligen Austragungsort gebracht.

Camping Ionion Beach in Start, Westgriechenland
Camping Ionion Beach in Start, Westgriechenland

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Hafenstadt Pylos und die Bucht von Navarino

Weiter führt dich die Route in den Süden der Peloponnes. Genauer gesagt in die Bucht von Navarino. In der Hafenstadt Pylos kannst du nicht nur hervorragenden Fisch essen, sondern auf einem großen Parkplatz direkt am Hafen auch tagsüber und über Nacht kostenlos stehen (vorausgesetzt dein Camping-Equipment bleibt im Fahrzeug).

Empfehlenswert ist der Rundwanderweg zur Festung Paleo Kastro. Von hier aus hast du einen unglaublich schönen Ausblick auf die Ochsenbauchbucht mit dem Voidokilia Strand. Zu seinem Spitznamen “Ochsenbauchbucht” kam der Küstenabschnitt dank seiner Form, die dem griechischen Buchstaben Omega ähnelt. Mit seinem schneeweißen Sand und dem türkisblauen Wasser zählt Voidokilia zu einem der schönsten Strände Griechenlands.

Voidokilia Strand, Pylos
Voidokilia Strand, Pylos - © ververidis - stock.adobe.com

Großstadt-Flair und mystische Ruinen

Der nächste Stopp auf der Route verspricht Leben, Spaß und Heiterkeit: Es geht in die Hauptstadt Messeniens nach Kalamata. Im Gegensatz zu den kleinen, ruhigen Hafenstädtchen, die du bis hier hin besucht hast, erlebst du in Kalamata Großstadt-Flair mit einer historischen Bausubstanz. Der Veranstaltungskalender ist besonders im Sommer prall gefüllt. Von Theateraufführungen und Konzerten bis hin zu Pferderennen ist hier für jeden etwas dabei. In den vielen Restaurants kannst du die griechische Küche modern interpretiert genießen und in einer der zahlreichen Bars den Abend mit einem Cocktail ausklingen lassen.

Wieder ruhiger, gar mystisch und geheimnisvoll wird es 20 Kilometer entfernt in Mystras. Die Ruinenstadt ist ein UNESCO-Weltkulturerbe, die einst eine byzantinische Metropole auf einem Hügel westlich von Sparta war. Noch immer kannst du hier die gut erhaltenen ehemaligen Klöster und die Palast-Ruine besuchen. Für die Besichtigung solltest du ungefähr 3 Stunden einplanen (Tagesticket 12 Euro).

Blick auf die Ruinen der Stadt Mystras, einer der wichtigsten byzantinischen Stätten in Griechenland.
Blick auf die Ruinen der Stadt Mystras, einer der wichtigsten byzantinischen Stätten in Griechenland. - © GIORGOS - stock.adobe.com

Runterkommen in Nafplio

Die nächste Station auf der Route ist Nafplio im Nordwesten der Halbinsel. Die herrlich entspannte Atmosphäre der Hafenstadt ist eine willkommene Abwechslung nach der letzten Etappe. Entlang des Hafens reihen sich kleine und große Boote, nicht selten sieht man hier auch die ein oder andere Yacht. Die Altstadt versprüht hingegen einen ganz bodenständigen Charme. Schlendere gemütlich durch die schmalen, farbenprächtigen Gassen und lass die Alltags-Hektik hinter dir. Mindestens einmal solltest du in eine der zahlreichen kleinen Tavernen einkehren. Hier kannst du authentische Klassiker, wie Tzatziki, griechischen Feta oder Zucchini-Bällchen probieren.

Nafplio, Griechenland - Philellinon-Platz - Der historische Platz der Stadt befindet sich in der Altstadt. Die Burg von Palamidi im Hintergrund.
Philellinon-Platz. Nafplio, Griechenland - © GIORGOS - stock.adobe.com

Nafplio ist aber nicht nur schön, sondern auch geschichtsträchtig. Erklimme beispielsweise die Festung Palamidi auf dem 216 Meter hohen Berg im Osten der Stadt. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Burg von den Venezianern erbaut. Später wurde sie von den Osmanen erobert, dann von den Griechen übernommen und zwischenzeitlich sogar als Gefängnis genutzt. Um zur Festung zu gelangen, musst du um die 1000 Stufen bewältigen. Oben angekommen wirst du dafür aber mit einem beeindruckenden Ausblick belohnt.

Tipp: Unweit von Nafplio entfernt, findest du jede Menge Campingplätze in Strandlage. Genieße hier ruhig 2-3 Tage Sonne, bevor es zurück in die Heimat geht. Bei Camping Argolic Strand erwartet dich ein kleiner Platz mit einem äußerst großen und gepflegten Strand. Gäste schätzen besonders die modernen Sanitäranlagen und die gemütliche Strandbar.

Letzter Stopp vor der Heimreise: Kanal von Korinth

Wer die Peloponnes besucht, muss den Kanal von Korinth gesehen haben. Es handelt sich um eine Art Schlucht, welche zwischen 1881 und 1893 als Abkürzung für Schiffe gebaut wurde. Der Korinth-Kanal trennt die Halbinsel und das griechischen Festland. Ein bauliches Meisterwerk, was jeden Betrachter beeindruckt. Die steilen Wände des Kanals sind bis zu 70 Meter hoch, zwischen ihnen schimmert das türkisblaue Wasser. Den besten Aussichtspunkt hast du direkt von einem Schiff aus. Es werden regelmäßig Fahrten für Touristen angeboten. Von der “Alten Brücke” über den Kanal von Korinth kannst du das Spektakel von oben betrachten. Adrenalin-Junkies können sich hier außerdem mit dem Bungee-Seil in die Tiefe stürzen.

Kanal von Korinth
Kanal von Korinth - © Nikolai Sorokin - stock.adobe.com

Und damit sind wir am Ende der Rundfahrt angekommen. Wer will, macht von hier aus noch einen Abstecher nach Athen. Ansonsten entscheidest du dich für einen der vielen Rückfahrt-Wege nach Deutschland.

Tipp: Wer über das Festland zurück fährt, sollte in Kalambaka halten und die Meteora Klöster besuchen.

Noch auf der Suche nach dem passenden Campingplatz in Griechenland? Schau dir hier die schönsten Campingplätze des Landes an:

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Titelbild: © fotogenix – stock.adobe.com