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Wohnwagen-Leasing: Freiheit auf Raten?

Sich einen eigenen Wohnwagen zu kaufen, ist keine Kleinigkeit. Wenn du gerade nicht so viel Geld zur Verfügung hast, kannst du dir trotzdem den Traum vom mobilen Zuhause erfüllen – und zwar per Wohnwagen-Leasing. Wir erklären dir, wie das funktioniert und worauf du dabei achten musst.

Abenteuer, Freiheit, Natur - Camping mit dem Wohnwagen ist für viele der schönste Urlaub überhaupt. Aber nicht jeder kann es sich leisten, gleich einen eigenen Caravan zu kaufen. Natürlich kannst du auch einen Wohnwagen mieten, aber dann musst du ihn nach dem Urlaub zurückgeben. Außerdem ist das Mieten ziemlich teuer.

Eine deutlich günstigere Alternative ist das sogenannte Wohnwagen-Leasing. Dabei übernimmst du den Wohnwagen für eine bestimmte Zeitspanne und finanzierst das Freizeitfahrzeug in monatlich festgelegten Raten. Anstatt gleich ein Neufahrzeug anzuschaffen, schließt du einen Leasing-Vertrag ab, der beispielsweise nach 4 Jahren endet. Nach Ablauf dieser Zeit kannst du - je nach Vertrag - das Fahrzeug zu einem Restwert kaufen. Oder, du gibst den Wohnwagen einfach zurück und wechselst auf ein neueres Modell.

Diese Option bietet sich vor allem an, wenn du Camping erst einmal ausprobieren möchtest. Schließlich wäre es ziemlich ärgerlich (und teuer), sich ein Neufahrzeug anzuschaffen, nur um nach der ersten Woche festzustellen, dass diese Form des Reisens dann doch nichts für einen ist.

Wohnwagen-Leasing: Die bessere Alternative zum Mietmobil?

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Dennoch gibt es beim Thema Wohnwagen-Leasing einiges zu beachten. Als Leasingnehmer bist du kein Eigentümer und übernimmst das Fahrzeug nur auf Zeit. Außerdem hast du etliche Pflichten und musst dich beispielsweise um Reparaturen und die Wartung des Fahrzeugs kümmern.

Dazu kommt: Es gibt verschiedene Finanzierungsmodelle und etliche Anbieter, die sich auf Leasing spezialisiert haben und verschiedene Marken anbieten. Auch die Hersteller bieten Leasing-Programme, teilweise über eigene Banken, die das Leasing abwickeln. Im Folgenden stellen wir einige der gängigen Möglichkeiten vor.

Finanzierungsmodelle zum Leasen im Überblick

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Als Leasingnehmer, kannst du typischerweise zwischen Vertragskonditionen wählen, die sich an den zurückgelegten Kilometern oder dem Restwert des Fahrzeugs orientieren wählen. Aufgrund dieser Basis kalkulieren die Banken dann die fälligen Monatsraten.

Kilometerleasing

Bei dieser Form der Finanzierung orientiert sich die monatliche Leasingrate an den vereinbarten Kilometern, die du mit dem Fahrzeug zurücklegst. Meistens kannst du hier zwischen 5.000 und 100.000 Kilometern pro Jahr wählen. Fährst du mehr, musst du nachzahlen. Bei weniger zurückgelegten Kilometern bekommst du eine Erstattung. Leasing mit Kilometerabrechnung eignet sich vor allem für Camper, die gut abschätzen können, wie viele Kilometer sie jährlich zurücklegen, beispielsweise, weil sie immer an den gleichen Ort in den Urlaub fahren.

Restwertleasing

Du weißt noch nicht, wohin dich die Reise führt oder willst keine Einschränkungen bei der Kilometerzahl hinnehmen? Dann könnte ein Vertrag mit Restwertabrechnung verlockend erscheinen. Bei Vertragsabschluss wird der zu erwartende Restwert des Fahrzeugs zum Laufzeitende mit dir vereinbart. Ist der Vertrag abgelaufen wird dieser dem tatsächlichen Fahrzeugwert gegenübergestellt und entsprechend verrechnet.

In der Praxis läuft es meist aber nicht ganz so einfach ab. Denn wie hoch der Restwert am Ende ist, darüber entscheidet der Leasinggeber. Und dass es in der Beurteilung von etwaigen Schäden und Abnutzungserscheinungen Differenzen zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber gibt, kann man sich leicht ausmalen. Daher entscheiden sich viele Camper letztlich doch für das Kilometerleasing, weil es hier eine handfeste Grundlage für die Schlussabrechnung gibt.

Andienungsvertrag

Beim Andienungsvertrag handelt es sich um eine Sonderform des Restwertleasings. Bei Vertragsabschluss verpflichtest du dich, das Fahrzeug nach Ablauf zum vorher kalkulierten Restwert zu kaufen, wenn der Leasinggeber das wünscht. Zu beachten ist, dass das für den Leasinggeber eine Option und keine Verpflichtung ist. Er kann das Angebot also auch zurückziehen. Durch die so entstehende Sicherheit, bezahlst du in der Regel niedrigere Monatsraten.

Problematisch kann es werden, wenn das Fahrzeug nach Vertragsende tatsächlich weniger wert ist, als ursprünglich vereinbart. In diesem Fall kann der Vertragspartner darauf bestehen, dass du es trotzdem kaufst. Solltest du ablehnen, musst du die Differenz zwischen dem vereinbarten Restwert und dem tatsächlich erzielten Preis auf dem Markt ausgleichen.

Alternative: Full-Service-Paket zum Wohnwagen leasen

Eine Alternative, die ein vermeintlich sorgenloses Leasing ermöglicht, ist das sogenannte Full-Service-Paket. Diese Option deckt mit der monatlichen Leasing-Rate auch die Kosten für alle anfallenden Serviceleistungen. Der Leasinggeber verpflichtet sich in diesem Fall dazu sämtliche Kosten für Versicherungen (z.B. Haftpflicht mit Vollkasko), Verschleiß-Reparaturen, Wartungen, Reifenservice und Schadensmanagement mit der monatlichen Rate abzudecken.

Im Prinzip musst du dich also um nichts kümmern und auch dein Leasing-Partner hat großes Interesse daran, dass das Fahrzeug im absoluten Top-Zustand bleibt. Schließlich ist es während des gesamten Vertrages sein Eigentum und geht nach vereinbarter Laufzeit wieder an ihn zurück. Natürlich gibt es all das nicht umsonst: Full-Service-Pakete sind deutlich teurer als die anderen Optionen und für viele Camper daher weit weniger attraktiv, als sie zunächst scheinen.

Wohnwagen finanzieren

Leasing ist nicht die einzige Möglichkeit, den Kauf eines Neuwagens zu umgehen. Eine weitere Option ist das Finanzieren. Dabei kaufts du das Reisemobil nicht direkt sondern bezahlst es über einen längeren Zeitraum ab. Wenn du dich bei Händlern über das Thema Wohnwagen finanzieren informierst, wirst du früher oder später wahrscheinlich auch die folgenden Begriffe hören:

Standardfinanzierung

Die gängige Form der Finanzierung ist der klassische Ratenkredit. Du vereinbarst eine Vertragslaufzeit über einen bestimmten Zeitraum (z.B. 36 Monate) und zahlst den Darlehensbetrag in gleichbleibenden, monatlichen Raten ab. Der Jahreszins hängt von der Laufzeit ab und bleibt während des gesamten Vertragszeitraums konstant.

Budgetfinanzierung

Die Budgetfinanzierung läuft ebenfalls über einen vorher festgelegten Zeitraum, allerdings fallen die Monatsraten deutlich niedriger aus. Dafür musst du aber eine Anzahlung leisten. Außerdem wird am Ende des Vertrags eine vergleichsweise hohe Schlussrate fällig. Zahlst du die Schlussrate, darfst du den Wohnwagen behalten. Allerdings ist das dann meist teurer als ein herkömmlicher Ratenkredit.

Die Budgetfinanzierung könnte aber eine interessante Alternative zum Leasing sein, wenn du den Wohnwagen sowie nicht auf Dauer behalten willst. Beachte aber, dass auch hier üblicherweise eine bestimmte Kilometergrenze oder ein geschätzter Restwert des Fahrzeugs vereinbart wird und eventuell Folgekosten auf dich zukommen können.

Ratenschutzversicherung

Eine Ratenschutzversicherung ist ein Sicherheitspaket, das von Banken oder anderen Vertragspartner bei Finanzierungen angeboten wird. Solltest du aufgrund von äußeren Umständen (Krankheit, Unfall etc.) arbeitsunfähig werden und Verdienstausfall erleiden, übernimmt der Versicherer die Zahlung der Raten.

Was kostet das Wohnwagen-Leasing?

Die monatliche Rate für ein geleastes Freizeitfahrzeug hängt vom Modell, der geleisteten Anzahlung, der Laufzeit, den vereinbarten Kilometern und dem Restwert für den Verkauf ab. Die Spanne bewegt sich hier zwischen etwa 400 Euro monatlich für einen VW-Campingbus, 700 Euro monatlich zum Beispiel für einen Dethlefs Trend 6717 (Laufzeit 42 Monate) bis hin zu 4500 Euro im Monat für ein Luxusmodell von Concorde.

Was ist die Laufzeit beim Wohnwagen Leasing?

Die übliche Laufzeit beim Wohnwagen Leasing liegt zwischen 3 und 5 Jahren.

Was sind die Vorteile des Wohnwagen Leasing?

Mit dem Leasing sparst du ganz klar die hohen Anschaffungskosten für den Erwerb eines Freizeitmobils. Du weißt ganz genau, wieviel Geld du im Monat für den Unterhalt des Fahrzeuges einplanen musst und hast so einen guten Überblick über deine Ausgaben. Darüber hinaus wirst du dir teure Reparaturen aufgrund von Verschleiß sparen, weil du dein Fahrzeug nach relativ kurzer Haltedauer zurückgibst. Das Leasing hat auch steuerliche und bilanztechnische Vorteile für gewerbliche Kunden. Und: Durch das Leasing kannst du dir auch den Luxus erlauben, immer das neueste Modell zu fahren.

Was sind die Nachteile beim Wohnwagen Leasing?

Das Leasing hat natürlich auch seine Nachteile. Wenn du Beschränkungen mit den Kilometern hast, kann das vor allem zu Ende der Laufzeit nervig sein. Stell dir vor, ihr möchtet bei wunderschönem Wetter einen spontanen Wochenendausflug an die Ostsee machen, aber du hast schon zu viele Kilometer auf dem Tacho. Ärgerlich.

Da das Fahrzeug während der gesamten Vertragslaufzeit nicht dir gehört, sondern dem Leasingunternehmen, kannst du auch nichts umgestalten. Für Schäden, die während der Nutzung entstehen, wird eine Nachzahlung fällig. Deswegen sind die Ausflüge natürlich auch nicht völlig stressfrei, weil du bei jedem Einparken befürchten musst, den Lack zu zerkratzen oder den Außenspiegel zu verbeulen. Dazu kommt, dass es meistens schwierig ist, vorzeitig aus dem Leasingvertrag auszusteigen.

Fazit

Wenn du die Vor- und Nachteile des Wohnwagen-Leasing genau abwägst, kann diese Art der Finanzierung eine gute Möglichkeit sein, deinen Traum vom Urlaub im mobilen Zuhause zu ermöglichen. Es ist auf jeden Fall flexibler als eine Neuanschaffung und deutlich preiswerter als sich einen Wohnwagen zu mieten.

Artikel von Claudia Ballhause

Titelbild: © Andrey Armyagov - stock.adobe.com

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