Blick auf den Geirangerfjord in Norwegen

Beste Reisezeit Norwegen: Sommer, Angeln und Polarlichter mit dem Wohnmobil

6 min Lesedauer

Norwegen ist ein sehr vielseitiges Land, das mit unterschiedlichen Interessen bereist werden kann. Deshalb kann die Frage nach der besten Reisezeit für Norwegen nicht pauschal beantwortet werden. Angler, Wanderer und Kulturinteressierte wählen den Sommer, während Wintersportler und Beobachter der Polarlichter lieber in der kalten Jahreszeit verreisen.

Inhaltsverzeichnis

Die landschaftliche Vielfalt von Norwegen entdecken

Wer sich für eine Reise nach Norwegen entscheidet, hat unterschiedliche Beweggründe. Die eindrucksvolle Naturlandschaft mit den beeindruckenden Fjorden, den Fjells und den zauberhaften Städten ist ebenso reizvoll wie die Wanderungen oder verschiedene Angelabenteuer. Im Winter sind es die Wintersportgebiete und die Polarlichter, die viele Menschen nach Skandinavien locken. Auf der Suche nach der besten Reisezeit ist somit vor allem das Interesse und die Motivation entscheidend.

Beste Reisezeit für einen Norwegen-Urlaub

Die meisten Camper und Reisenden entscheiden sich für die Sommermonate als beste Reisezeit. Zwischen Mai und September bewegen sich die Temperaturen zwischen 16 und 23 ° C, perfekt um einen Norwegen einen erholsamen Urlaub verleben zu können. Mit Niederschlägen muss regelmäßig gerechnet werden, aber die Regentage sind geringer als zu anderen Jahreszeiten. Von Juni bis Juni bewegen sich auch die Wassertemperaturen an der Küste im angenehmen Bereich zwischen 11 und 14 ° C. Ein absolutes Highlight sind die Sonnenstunden, die im Sommer 7 bis 8 Stunden pro Tag erreichen können. In nördlichen Gefilden wartet außerdem das Phänomen der Mitternachtssonne, bei dem die Sonne eigentlich nie wirklich untergeht.

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Klima in Norwegen: Unterschied nach Regionen

Das Klima in Norwegen ist sehr vielfältig und hängt stark von der jeweiligen Region ab. Während der Süden vergleichsweise milde Bedingungen bietet, herrschen im Norden deutlich kühlere Temperaturen. An der Westküste ist es aufgrund des Einflusses des Atlantiks spürbar feuchter, wohingegen das Inland und der Osten eher kontinental geprägt und trockener sind.

Niederschläge treten im norwegischen Klima vor allem im letzten Drittel des Jahres auf, mit einem Höhepunkt im September und Oktober. Eine Besonderheit zeigt sich in Nordnorwegen: Dort verteilt sich der Regen relativ gleichmäßig von August bis Januar. Im Durchschnitt regnet es in Norwegen an mehr als zehn Tagen im Monat , lediglich im Frühjahr, besonders im April und Mai, ist mit etwas weniger Regentagen zu rechnen.

Klimatabelle für Norwegen

Klimatabelle Norwegen
Klimatabelle Norwegen

Aus der Klimatabelle für Norwegen geht hervor, dass im Sommer die beste Reisezeit für alle Camper ist, die gerne in der Natur unterwegs sind. Obwohl die Regentage geringer ausfallen, muss auch hier mit Niederschlägen gerechnet werden. Die Winter bewegen sich im Mittel um die 1 ° C, wobei der Süden deutlich milder und der Norden erheblich kühler ist. Nördlich des Polarkreises werden die Temperaturen im Winter selten die 0 ° C überschreiten.

Beste Reisezeit für die Lofoten

Die Lofoten gehören zu den beliebtesten Reisezielen in Norwegen. Wer ohne Einschränkungen reisen möchte, besucht die Inseln zwischen Juni und September. Bei kühlen Temperaturen zwischen 11 und 14° C können Angelausflüge, Fahrradtouren und Wanderungen unternommen werden. Durch die Mitternachtssonne auf den Lofoten gibt es zeitlich auch kaum Grenzen bezüglich der einbrechenden Dunkelheit.

Die Lofoten sind aber auch im Winter besonders reizvoll. Sie sind ein idealer Ort, um die Polarlichter in Norwegen beobachten zu können. Deshalb lohnt sich der Besuch auch ab Dezember, um bei Schnee das Himmelszelt zu genießen.

Beste Reisezeit für Polarlichter in Norwegen

Die geografische Lage von Norwegen ermöglicht in den nördlichen Regionen die Beobachtung der legendären Nordlichter (Aurora Borealis). Ist der Himmel wolkenfrei, übt das Spektakel eine hohe Anziehungskraft aus und hat etwas Übernatürliches an sich. Hier lassen sich die Polarlichter in Norwegen besonders gut beobachten:

Tromsø: Eine der bekanntesten Städte für Nordlichter, leicht erreichbar und mit vielen geführten Touren.
Lofoten-Inseln: Spektakuläre Fjord- und Berglandschaften, die das Nordlicht besonders fotogen machen.
Alta: Auch „Stadt der Nordlichter“ genannt, mit stabilerem Klima und einem eigenen Nordlicht-Observatorium.
Svalbard (Spitzbergen): Einer der nördlichsten Orte der Welt, wo man Polarlichter sogar tagsüber sehen kann

Die beste Reisezeit für die Polarlichter sind die Wintermonate Dezember bis März. Insbesondere an Orten nördlich des Polarkreises haben Reisende das Glück, den Lichtertanz in seiner vollen Pracht sehen zu können.

Beste Reisezeit in Norwegen für Wohnmobile

Bei Wohnmobilen rücken die eigenen Motive wieder in den Vordergrund. Der Sommer besitzt den Vorteil, dass auch alle höher gelegenen Straßen befahrbar und schneefrei sind. Zudem haben alle Campingplätze geöffnet, ebenso wie die meisten Sehenswürdigkeiten oder angebotenen Aktivitäten.

Wer den Frühling oder den Herbst bevorzugt, kommt in den Genuss von geringeren Fährkosten und deutlich weniger Touristenströmen an den gefragtesten Hotspots in Norwegen. Dafür ist es kühler und vor allem in der Nacht können die Temperaturen schon einmal frostige Werte erreichen.

Der Winter kann sich für Wohnmobilisten als Herausforderung darstellen, da viele Straßen wegen Eis und Schnee geschlossen werden. Zudem sollte das Wohnmobil winterfest sein, um die Fahrt überhaupt genießen zu können. Dafür warten aber spektakuläre Landschaften und natürlich die Polarlichter.

Letzte Aktualisierung: 28/08/2025
Author: Riko Wetendorf