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Campingplatz kaufen: Tipps zum Kaufen, Eröffnen und Pachten
Camping boomt nicht erst seit Corona. Bei manchen weckt das damit verbundene Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit inmitten der Natur den Wunsch, einen eigenen Campingplatz zu eröffnen, und Hobby und Beruf zu vereinen. Doch damit aus dem Gedanken ein erfolgreiches Geschäftsmodell wird, sind eine gründliche Planung, ausreichend Kapital, gepaart mit rechtlichem Wissen und unternehmerischem Denken, gefragt. Wir zeigen dir, was wichtig ist, wenn du einen Campingplatz kaufen, eröffnen oder pachten möchtest.
Campingplatz eröffnen: Der richtige Standort machts
Damit beginnt alles. Naturnah gelegene Flächen, die im Idealfall an ein Gewässer (Meer oder See) oder an einen Wald angrenzen, machen einen Campingplatz für Gäste besonders attraktiv. Eine ebenso wichtige Rolle spielt die Infrastruktur: Eine gute Straßenanbindung, auf denen auch Wohnmobile und Wohnwagengespanne problemlos an- und abfahren können. Im Idealfall befinden sich in der Nähe noch attraktive Ausflugs- und Einkaufsmöglichkeiten.
Wo finde Angebote für den Kauf eines Campingplatzes?
Wer einen bestehenden Campingplatz kaufen möchte, kann sich auf Portalen wie ImmobilienScout24 oder Ebay einen Überblick verschaffen. Deine Suche lässt sich nicht nur nach der geografischen Lage eingrenzen, die Filtermöglichkeiten umfassen auch Angaben zur Ausstattung und Größe der Objekte.
Möchtest du einen Profi an deiner Seite wissen, der dich auf deinem Weg zum Campingplatzbetreiber begleitet, findest du etwa bei CampConsult Makler, die sich auf diesen Bereich spezialisiert haben. Sie unterstützen dich von der ersten Besichtigung bis zum Abschluss des Kaufvertrags und helfen dir dabei, den Wert eines Objektes realistisch einzuschätzen.
Portale in der Übersicht:
- IIM (Internationaler Immobilienmarkt): Die IIM GmbH ist einer der führenden Spezialmakler für Tourismusimmobilien. Auf ihrer Webseite finden sich regelmäßig exklusive Angebote für Campingplätze
- CampConsult: Geleitet von erfahrenen Branchenkennern, bietet CampConsult nicht nur eine Börse für Kauf- und Pachtobjekte, sondern auch Beratung rund um Wirtschaftlichkeit und Finanzierung.
- Nexxt-Change (Unternehmensnachfolge-Börse): Da der Kauf eines Campingplatzes meist eine Unternehmensnachfolge ist, lohnt sich die Suche auf dem staatlich geförderten Portal nexxt-change. Hier inserieren Inhaber, die aus Alters- oder privaten Gründen einen Nachfolger suchen.
- Camping-te-Koop: Wenn du über die deutschen Grenzen hinausblicken möchtest (z. B. Frankreich, Österreich oder die Niederlande), ist Camping-te-Koop eine der wichtigsten europäischen Anlaufstellen.
- Kleinanzeigen: Dies ist eine wahre Fundgrube, aber auch ein Ort, an dem man sich schnell verirren kann. Hier ist es wichtig auf die Qualität und Seriosität der Anzeigen zu achten.
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Campingplatz pachten, kaufen oder neu bauen: Was rechnet sich?
Da diese Frage von gleich mehreren Faktoren wie dem verfügbaren Kapital, deinen langfristigen Zielen und deiner Risikobereitschaft abhängt, lässt sie sich pauschal nicht beantworten.
Möchtest du einen Campingplatz kaufen, triffst du alle unternehmerischen Entscheidungen selbst. Möchtest du deinen Traum über eine Bankfinanzierung realisieren, ist dafür üblicherweise ein Eigenkapitalanteil von 15 bis 20 Prozent erforderlich. Des Weiteren fordern Kreditinstitute einen Businessplan, der überzeugend die zu erwartenden Einnahmen und die Einzelkosten darlegt und außerdem einen Personalplan enthält.
Ist es für dich interessant, einen Campingplatz zu pachten, stehen anstelle einer Einmalinvestition wiederkehrende Gebühren im Vordergrund. Das klingt etwas entspannter? Hier will gut gerechnet werden, denn die Gesamtsumme einer langfristigen Pacht kann den Kaufpreis übersteigen. Beachte bitte, dass in beiden Fällen Kosten für Umbauten und Modernisierungsmaßnahmen eingeplant werden müssen.
Wer einen Campingplatz eröffnen möchte, der von Grund auf neu gebaut wird, muss mit dem höchsten Aufwand rechnen. Neben den Kosten für den Grundstückskauf fallen Erschließungsarbeiten, Baugenehmigungsverfahren und die Investition für die vollständige Ausstattung des Platzes an.
Campingplatz eröffnen: Welche rechtlichen Auflagen gibt es?
Ein Campingplatz, so die gesetzliche Definition, ist eine dauerhaft oder saisonal betriebene Anlage zum vorübergehenden Aufstellen und Bewohnen von mehr als drei Wohnwagen oder Zelten. Daraus ergeben sich folgende Anforderungen:
- Sanitär- und Entsorgungsanlagen entsprechen dem Gästebedarf.
- Trinkwasserversorgung und Entsorgung des Abwassers müssen die Vorgaben der jeweiligen Landesverordnung erfüllen.
- Zufahrtswege und innere Erschließung des Geländes
- Die Größe eines Stellplatzes muss mindestens 75 Quadratmeter betragen.
- Eine geeignete Beleuchtung, ein Brandschutz, der den aktuellen Anforderungen entspricht, und eine Einfriedung sorgen für Sicherheit.
Außerdem ist eine Gewerbeanmeldung erforderlich und es kommen ein möglicher Handelsregistereintrag und Pflichtmitgliedschaften bei der IHK und der Berufsgenossenschaft. Einige Kommunen erheben zudem eine Tourismusabgabe.
Die wichtigsten Aufgaben als Campingplatzbetreiber
1. Gästebetreuung & Service: Du bist zentrale Ansprechperson für deine Gäste, von der Buchung bis zur Abreise. Fragen, Beschwerden oder Sonderwünsche musst du professionell lösen, denn die Zufriedenheit hat oberste Priorität. Ein guter Service entscheidet oft darüber, ob Gäste wiederkommen oder dich weiterempfehlen.
2. Organisation & Verwaltung (Buchhaltung, Preise, Planung): Du kümmerst dich um Preise, Auslastung, Buchungen und Einnahmen sowie um steuerliche Themen. Dazu gehören auch Aufgaben wie Warenbestellungen oder die Zusammenarbeit mit Dienstleistern. Besonders am Anfang fallen viele organisatorische Aufgaben gleichzeitig an.
3. Instandhaltung & Technik: Der Platz muss dauerhaft funktionstüchtig bleiben – von Strom- und Wasserversorgung bis hin zu Wegen und Stellplätzen. Kleinere Reparaturen erledigst du oft selbst, größere Aufgaben übernehmen Fachkräfte. Regelmäßige Wartung ist entscheidend für Sicherheit und Qualität.
4. Hygiene, Reinigung & Infrastrukturpflege: Saubere Sanitäranlagen, Müllentsorgung und gepflegte Gemeinschaftsbereiche sind Pflicht. Du musst Reinigungspläne erstellen und kontrollieren, damit Standards eingehalten werden. Hygiene ist ein zentraler Faktor für Bewertungen und Kundenzufriedenheit.
5. Personalmanagement & Erreichbarkeit: Falls du Mitarbeitende hast, organisierst du Dienstpläne, stellst Personal ein und sorgst für Schulungen. Gleichzeitig musst du oder jemand aus deinem Team jederzeit erreichbar sein – auch nachts bei Problemen. Ein reibungsloser Ablauf hängt stark von guter Organisation ab.
6. Einhaltung von Vorschriften & Sicherheit: Du musst gesetzliche Vorgaben erfüllen, z. B. zu Sanitäranlagen, Brandschutz, Beleuchtung oder Trinkwasserversorgung. Auch Sicherheitsaspekte wie Beleuchtung oder Zugangskontrollen gehören dazu. Verstöße können schnell teuer werden oder den Betrieb gefährden.
Unterkünfte: Mobilheim kaufen auf einem Campingplatz
Für all diejenigen, die tief in die Camping-Welt eintauchen möchten, besteht mit dem Kauf eines sogenannten Mobilheims eine interessante Option. In Deutschland gibt es rund 90.000 Dauercampingparzellen. Regelmäßig werden gebrauchte Objekte abgegeben. Das wiederum ermöglicht einen Einstieg ohne Transportkosten. In der Regel bieten Campingplätze direkt am Stellplatz Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser. Ein genauer Blick in die Vertragsbedingungen vor dem Kauf lohnt sich, denn viele Betreiber haben ein vertraglich festgelegtes Mitspracherecht bei einem Weiterverkauf des Mobilheims.
Einen Campingplatz zu kaufen, zu pachten oder neu zu eröffnen, ist ein Projekt mit viel Potenzial, ist aber mit erheblichem Aufwand verbunden. Wer den Schritt wagt, braucht neben einem soliden Plan und realistischen Zahlen die Leidenschaft für das, was seine zukünftigen Gäste wirklich suchen: Natur, Ruhe und das Gefühl, angekommen zu sein.