Nordkapp in Norwegen mit dem Wohnmobil

Routen zum Nordkap: Der Weg an die Spitze Europas

Artikel von: Riko Wetendorf (12 min Lesedauer) 30.04.2026

Das Nordkap ist ein magischer Ort. Jedes Jahr zieht es Tausende von Menschen an den nördlichsten Punkt von Europa, um einmal dort gewesen zu sein. Wie es oft im Leben der Fall ist, führen mehrere Wege dorthin. Wir stellen euch drei interessanten Routen vor, wobei wir eine über Schweden, Finnland und Norwegen sehr ausführlich beschreiben. Geht mit uns auf eine außergewöhnliche Reise.

Die Magie des Nordkaps

Das Nordkap war lange Zeit nur über den Seeweg erreichbar. Mit der Eröffnung der Nordkapstraße von Honningsvåg bis zur Insel Magerøya wurde das Nordkap auf den Auto- und Motorradfahrern sowie den Wohnmobilisten immer mehr zugänglich gemacht. Der 6.875 Metern langen Nordkap-Tunnels hat den Zugang noch einmal deutlich einfacher gemacht. Mittlerweile ist es fast zu jeder Jahreszeit möglich, an die Spitze Europas zu reisen. Im Winter ist dies natürlich angesichts des Schnees eine besondere Herausforderung, aber dieser stellen sich viele Interessierte.

Route Nordkap - Schweden - Finnland - Norwegen
Praktische Informationen zur Route
Route Malmö oder Trelleborg - Jönköping - Örebro - Stockholm - Gävle - Sundsvall - Umeå - Luleå - Rovaniemi - Inari - Olderfjord - Nordkap
Strecke ca. 2.400 km
Highlights Stockholm, Sundsvall und natürlich das Finale am Nordkap
Maut & Fähre Für die Anreise braucht ihr eine Fährüberfahrt nach Schweden. Dafür gibt es mehrere Optionen.

Die aufregendsten Routen zum Nordkap

Um zum Nordkap zu gelangen, können verschiedene Wege in Anspruch genommen werden. Wir haben euch drei unterschiedliche Routen erstellt, die verschiedene Ausganspunkte und Stationen haben. Unsere ausführlich beschriebene Strecke führt durch Schweden über Finnland und Norwegen. Der zweiten Vorschlag in einer Kurzbeschreibung ist die Route über die E6 einmal durch Norwegen, während unsere dritte Routen in Finnland ihren Ausgangspunkt hat. Auf diese Weise könnt ihr entscheiden, welche Strecke euch am meisten anspricht.

Nordkap-Route über Schweden, Finnland und Norwegen

Diese Route ist rund 2.400 Kilometer lang und die abwechslungsreichste in Richtung Norden. Ihr lernt drei unterschiedliche Länder kennen. Wir haben sie in 12 Etappen unterteilt, wobei ihr natürlich jederzeit gerne einen weiteren Stopp einplanen könnt. Dabei müsst ihr aber bedenken, dass ihr einen ähnlichen Zeitraum auch für die Rückreise benötigt. Mit 200 bis 300 Kilometern pro Tag könnt ihr ohne großen Aufwand unterwegs sein und euch dennoch den örtlichen Highlights widmen.

Fähre nach Schweden: Die Fährverbindungen nach Schweden. Je nach dem, von wo aus ihr in Deutschland starten möchtet, stehen euch verschiedene Fährverbindungen zur Verfügung. Populär sind die Strecken zwischen Rostock und Trelleborg sowie die zwischen Travemünde und Malmö. Selbstverständlich auch die Kombination über Rostock nach Gedser und der anschließenden Fahrt über die Öresundbrücke.

Start in Malmö oder Trelleborg

Der Startpunkt unserer Route in Richtung Nordkap befindet sich in Südschweden. Sowohl Malmö als multikulturelle Metropole und drittgrößte Stadt Schwedens als auch Trelleborg sind schöne Ausgangspunkte mit lohnenden Sehenswürdigkeiten und dem Meer vor der Tür.

Campingplatz-Tipps: Trelleborg Strand & First Camp Sibbarp-Malmö

Beide Campingplätze könnt ihr im Vorfeld bei PiNCAMP buchen. Ein Umstand, der sich lohnen kann. Beide sind strandnah gelegen, verfügen über eine sehr gute Infrastruktur und werden gerne auf dem Weg nach Schweden in Anspruch genommen. Komfort und die sehr gute Lage sprechen für einen Aufenthalt.

Jönköping am Vätternsee: Kultur und Badespaß

Die ersten Etappe über 300 km führt euch nach Jönköping am Ufer des Vätternsees, der zweitgrößte See Schwedens. Die Stadt überzeugt mit einem vielfältigen Kulturangebot, einem Strand und Einkaufsmöglichkeiten. Wer einmal in die Geschichte eintauchen möchte, sollte hier das Streichholzmuseum besuchen, das hier in Småland patentiert wurde.

Campingplatz-Tipp: First Camp Gränna – Vättern

Ein paar Kilometer weiter nördlich im malerischen Gränna erwartet euch ein Campingplatz direkt am See. Falls ihr noch Zeit habt, entdeckt die Süßigkeiten des Ortes, denn hier werden die berühmten Zuckerstangen (Polkagris) gefertigt. Genießt den Ausblick auf das Wasser, vergnügt euch im See oder macht noch einen kleinen Ausflug zur Insel Visingsö.

Örebro mit seinem berühmten Schloss

Für das nächsten Etappenziel müsst ihr rund 210 km zurücklegen. Dann seid ihr Örebro, einer beschaulichen Universitätsstadt mit einem historischen Stadtkern und einem berühmten Schloss. Dies gehört auf jeden Fall zum Pflichtprogramm, aber auch der Wasserpark Gustavsvik, die umliegende Naturlandschaft sowie der See Hjälmaren sind diesen Stopp wert.

Campingplatz-Tipp: Camping Gustavsvik

Ein sehr lebendiger Campingplatz mit einer vielseitigen Ausstattung an Freizeitmöglichkeiten befindet sich unmittelbar bei Örebro. Dennoch gibt es die Standplätze als Rückzugsort für Ruhesuchende nach einem anstrengenden Tag in der Stadt. Die Infrastruktur könnte kaum besser sein und Unterhaltung wird fast jederzeit geboten.

Kurs auf die Hauptstadt Stockholm

Nach weiteren 200 km könnt ihr euch auf die Hauptstadt Stockholm freuen. Sie ist nicht nur eine Kulturmetropole mit einer Vielzahl von sehenswerten Museen, sie besitzt auch eine atemberaubend schöne Schärenlandschaft, die sich wunderbar mit einen Ausflugsschiff erkunden lässt. Hervorragende Restaurants und Shoppingmöglichkeiten runden den Aufenthalt in einer der schönsten Städte Europas ab.

Campingplatz-Tipp: First Camp City-Stockholm

Citynah und dennoch im Grünen. Schöner könnte urbanes Camping kaum sein, denn das First Camp City-Stockholm ist umgeben von einer idyllischen Waldlandschaft und befindet sich direkt an einem See. Diese besitzt auch einen leicht zugänglichen Badestrand für alle Gäste, die im Sommer eine Abkühlung suchen. Ruhig und sehr beschaulich könnt ihr hier ideal entspannen.

Stadtbildbild von Stockholm, Schweden während des Sonnenuntergangs
Stadtbildbild von Stockholm, Schweden während des Sonnenuntergangs

Gävle mit Altstadt und Vergnügungspark

173 km weiter nördlich erwartet euch mit Gävle eine interessante Metropole. Die besitzt eine bezaubernde Altstadt mit den typischen schwedischen Holzhäusern sowie den berühmten Freizeitpark Furuvik. Dieser besteht nicht nur aus Fahrgeschäften, sondern auch aus einer Badelandschaft, Gehegen mit Tieren und verschiedene Bühne für Musikveranstaltungen. Gävle ist aber bekannt für die Whiskydestillerie Mackmyra, bei ihr vorbeischauen könnt.

Campingplatz-Tipp: Rullsand Havsbad & Camping

Direkt am Meer bekommt ihr beim Rullsand Havsbad & Camping schon einen kleinen Vorgeschmack auf die kommenden Stationen. Hier geht es sehr geruhsam zu im Schatten der Laubbäume. Ein Spaziergang am Strand ist perfekt, um den Tag in Gävle ausklingen zu lassen.

Sundsvall: Aktiv in einer der schönsten Städte

Nach rund 210 Kilometer endet eure Tagesetappe in Sundsvall. Dies klingt erst einmal unscheinbar, aber Sundsvall ist eine Outdoor-Metropole mit den unterschiedlichsten Freizeitaktivitäten zu jeder Jahreszeit. Zudem gilt die Innenstadt von Sundsvall als eine der schönsten in Schweden, womit ihr euch auch etwas Zeit für Entdeckungstouren nehmen solltet.

Campingplatz-Tipp: First Camp Fläsian – Sundsvall

Ein schöner Strand am Meer mit einem fantastischen Ausblick gerade am Morgen ist diesen Halt auf jeden Fall wert. Ausflüge in die Stadt mit dem Fahrrad, Wandern, Fahrten mit dem Boot oder einfach nur entspannen. Auf dem First Camp Fläsian in Sundsvall ist grundsätzlich sehr vieles möglich.

Umeå: Nordlichter, Natur und Kultur

Nach einer Fahrt über 264 km seid in Umeå, der größten Stadt der Region. Hier gibt es eine Vielzahl von Museen und Sehenswürdigkeiten, zudem ist die Metropole im Winter ein guter Ort, um die Nordlichter zu entdecken. Lohnend sind Ausflüge in die aufregende Naturlandschaft, wobei jede Jahreszeit hier in Mittelschweden einen ganz eigenen Reiz ausübt.

Campingplatz-Tipp: First Camp Nydala-Umeå

Der Campingplatz am Bottnischen Meerbusen verrät allmählich, dass wir uns dem Norden Europas näher. Versehen mit einer Sauna und viele Sportangeboten ist das First Camp Nydala-Umeå sehr komfortabel und absolut empfehlenswert für Wohnmobilreisende.

Luleå als letzte Station in Schweden

272 km entlang der Küste führen euch nach Luleå, das mit seinen über 1.300 Inseln einzigartige ist. Die Stadt gilt als Tor zu Schwedisch-Lappland und befindet sich nur wenig unterhalb des Polarkreises. Abenteurer nehmen von hier aus gerne verschiedene Routen in Angriff, um auf Fahrten oder Wanderungen die wilde Natur des Nordens kennenzulernen.

Campingplatz-Tipp: First Camp Arcus-Luleå

Auch hier ist die Übernachtung in einem First Camp empfehlenswert, da sich der Campingplatz in der unmittelbaren Nähe der Stadt befindet und über eine sehr gute Ausstattung verfügt. Ganzjährig geöffnet können Angler hier ihr Glück am Ufer des fischreichen Flusses Luleälven versuchen oder ihr besucht den Wildpark „Cape Wild“ mit Elchen und Rentieren, denen ihr aber auch auf den Straßen begegnen könntet.

Naantali, Finnland
Naantali, Finnland

Rovaniemi: Die Stadt des Weihnachtsmannes

Von nun an führt euch der Weg zum Nordkap durch einen Teil von Finnland. Dabei werden ihr nach 252 km nach Rovaniemi kommen. Hier liegt das berühmte Weihnachtsmanndorf, das vor allem im Winter seinen besonderen Charme entfaltet. In der finnischen Metropole erwarten euch jede Menge interessante Sehenswürdigkeiten und es ist ein perfekter Ort, um die Nordlichter zu entdecken.

Campingplatz-Tipp: Ounaskoski Camping

In der Nähe der Stadt könnt ihr auf dem Ounaskoski Camping übernachten, wobei die Rovaniemi fast fußläufig erreichbar ist. Auf dem Wiesengelände findet ihr ruhige Standplätze unter Birkenbäumen.

Lesetipp: Wo wohnt der Weihnachtsmann?

Inari und der gleichnamige See

Der drittgrößte See Finnlands erwartet euch nach weiteren 252 km. Der Inari-See gilt aufgrund seines Fischreichtums als perfektes Ziel für Angelfreunde. Hier könnt ihr in die Kultur der Samen eintauchen, euch von den Nordlichtern verzaubern lassen und die Mitternachtssonne genießen. Aber Achtung: Bereits ab Oktober liegt hier der erste Schnee, so dass ihr euch schon früh auf Winter einstellen müsst.

Campingplatz-Tipp: Holiday Village Inari

Ein wunderbar idyllischer Campingplatz direkt am See ist natürlich ein perfekter Stopp, um in der finnischen Natur eine Auszeit zu nehmen. Empfehlenswert ist die Buchung eines Standplatzes, da Inari auf der hoch frequentierten Route zum Nordkap liegt, egal aus welcher Richtung man kommt.

Olderfjord im Norden Norwegens

Diese Etappe über 252 km führt euch zum Olderfjord, wo das Nordkap nicht mehr weit ist. Die beeindruckende Landschaft ist ein absolutes Highlights, weil karg und faszinierend zugleich ist.

Campingplatz-Tipp: Olderfjord Turistsenter

Im Grunde ein schöner Ort zum Übernachten, direkt am Wasser und inmitten der Naturlandschaft. Allerdings ist das Nordkap schon deutlich spürbar, weil der Platz eine hohe Nachfrage besitzt und mit einer Gaststätte und einem Souvenirshop versehen ist.

Das Ziel: Nordkap

Nach 127 km seid ihr endlich am Ziel. Euch erwartet das legendäre Nordkap! Das rund 300 Meter hohe Felsplateau auf der Insel Magerøya mit der berühmten Skulptur ist auf jeden Fall die Mühe wert. Einen Besuch der hiesigen Ausstellung solltet ihr mit einplanen, um mehr über diesen außergewöhnlichen Ort zu erfahren.

Über die E6 in Norwegen zum Nordkap

Eine alternative wie gleichsam wunderschöne Route führt ausschließlich durch Norwegen. Ausgangspunkt ist Oslo, das sich auch hervorragend mit der Fähre erreichen lässt, führt die gesamte E6 in Richtung Norden. Stationen wie Trondheim, der Polarkreis oder Narvik sind absolut sehenswert.

Route Nordkap über Norwegen
Praktische Tipps für die Norwegen Route
Route Oslo - Lillehammer - Dovrefjell-Sunndalsfjella Nationalpark (Dombås) - Trondheim - Mosjøen - Mo i Rana & Svartisen Gletscher - Polarkreis Bodø - Narvik - Alta - Nordkap
Strecke 2.100 km
Highlights Oslo, Trondheim und die Fahrt durch das Dovrefjell
Fähre oder Maut Für die Anreise nach Oslo sowie die Fahrt auf der E6 müsst ihr mit ca. 500-700 NOK (ca. 45-60 €) an Maut planen

Zum Nordkap: Route durch Finnland

Der dritte Routentipp führt zunächst vorwiegend durch Finnland, nach dem ihr mit der Fähre von Travemünde nach Helsinki übergesetzt habt. Neben der finnischen Hauptstadt könnt ihr euch auf dieser Strecke über Highlights wie Oulu, Rovaniemi und Sodankylä freuen.

Route zum Nordkap über Finnland
Route zum Nordkap über Finnland
Praktische Infos zur Finnland-Route
Route Helsinki - Jyväskylä (Seenplatte) - Oulu - Rovaniemi (Der Polarkreis) - Sodankylä - Saariselkä & Inari-See - Utsjoki (Die Grenze) - Karasjok (Norwegen) - Nordkap
Strecke ca. 1.500 km
Highlights Highlights sind Helsinki und die schöne Seenlandschaft Finnlands
Fähre oder Maut Für die Anreise nach Finnland (Helsinki) ist eine Fährüberfahrt notwendig.

Interessante Fragen rund um das Nordkap

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