Die irische Küste

Irland Rundreise mit dem Wohnmobil: Raue Atlantikküste und Pub-Kultur

Artikel von: Riko Wetendorf (10 min Lesedauer) 23.04.2026

Die Grüne Insel ist ein wahrer Traum für Wohnmobilisten. Irland auf einer Rundreise zu erkunden, bedeutet in die einzigartige Naturlandschaft einzutauchen, die außergewöhnlichen Menschen kennenzulernen und faszinierende Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Unser Tourenvorschlag für Irland ist für 14 Tage ausgelegt und bietet ausreichend Zeit, um Wanderungen oder längere Aufenthalte einzubauen.

Tipps für die Wohnmobil-Miete & Fahrt

Wer nicht mit dem eigenen Wohnmobil anreist, der kann sich bei unserem Ausgangspunkt in Dublin vollkommen unkompliziert ein Wohnmobil oder Campervan mieten. Bei der Fahrt durch Irland sind die Straßen vor allem im Westen eine kleine Herausforderung, da diese sehr schmal sein können. Hier erweist sich ein Van als deutlich einfacher zu fahren, als ein großes Alkoven-Wohnmobil.

Der Ring of Kerry, die bekannteste Rundreise in Irland, solltest du im Uhrzeigersinn befahren. Auf diese Weise gehst du den Reisebussen aus dem Weg, die an schmalen Stellen oftmals lange warten müssen.

Ein weiterer Tipps ist das Wildcampen in Irland, das nicht erlaubt ist. Unerlaubtes Stehen in der Natur wird streng kontrolliert und mit entsprechenden Bußgeldern belegt.

Irland Rundreise
Praktische Informationen zur Camping-Tour
Route Dublin - Wicklow Mountains - Kilkenny - Cashel & Cork - Kinsale - Killarney - Ring of Kerry - Dingle Halbinsel - Cliffs of Moher - The Burren - Galway - Connemara - Westport - Dublin (Rückreise)
Strecke 1.400 - 1.600 km
Fahrzeit 14 - 16 Tage
Highlights Dublin und der Ring of Kerry sowie Cliffs of Moher
Fähre Bei einer Anreise mit dem eigenen Wohnmobil ist mindestens eine Fährfahrt notwendig.

Irland-Rundreise als aufregender Roadtrip

Die Gesamtlänge unserer Tour liegt zwischen 1.400 und 1.600 Kilometern, die in 14 Tagen bewältigt werden können. Bei etwas mehr als 100 Kilometern am Tag lässt sich vieles planen, um Irland mit all seinen Facetten kennenzulernen. Wir haben dabei Stationen an der rauen Atlantikküste, Sehenswertes in den Grünen Hügeln und Haltepunkte mit lebhafter Pub-Kultur.

Wer mit dem eigenen Wohnmobil anreisen möchte, muss die ein andere Fährfahrt in Kauf nehmen. Eine Option wäre zunächst auf die Britische Insel und anschließend mit der Fähre von Holyhead nach Dublin.

Wer von Frankreich aus starten möchte, könnte die Fahrverbindung zwischen Cherbourg nach Rosslare in Südirland buchen.

Start der Route in Dublin

Die Tour durch Irland in Dublin zu starten, kann sich als Segen erweisen. Hier können schon vor der Fahrt die berühmten Sehenswürdigkeiten wie das legendäre Trinity College, die St. Patrick’s Cathedral, Dublin Castle und das Viertel Temple Bar besichtigt werden. Ein Pub-Besuch mit Guinness, Whiskey und Livemusik gehört dabei zum Plichtprogramm.

Campingplatz-Tipp: Camping Camac Valley

Die parkähnliche Anlage vor den Toren der Hauptstadt ermöglicht den Camper einen ersten Stopp im Grünen. Dank einer guten Busverbindung ist die City von Dublin schnell und unkompliziert erreicht. Ausgestattet mit der klassischen Infrastruktur ist das Camping Camac Valley eine solide Wahl zum Anfang.

Wicklow Mountains National Park

Der „Garden of Ireland“ ist ein Nationalpark und Gebirgszug im Osten beziehungsweise Süden der Insel. Auf ausgewiesenen Wanderwegen könnt ihr eintauchen in eine einzigartige Naturlandschaft mit Bergen und Wälder, in denen Hirsche und wilde Ziegen zu Hause sind. Ein Highlight ist die Klosterstätte Glendalough aus dem 6. Jahrhundert.

Campingplatz-Tipp: Roundwood Caravan & Camping Park

Ein Campingplatz in der unmittelbaren Nähe zum Nationalpark mit ausgehenden Wanderwegen eröffnet gleich die Option, das Wohnmobil oder den Van abzustellen und sich auf Entdeckungstour zu begeben. Da sich der Roundwood fast direkt anschließt, können Camper den Einkauf erledigen oder etwas Landestypisches essen gehen.

Kilkenny als mittelalterliche Metropole

Kilkenny ist aufgrund des gleichnamigen Bieres weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Dementsprechend lohnt es sich, hier nach einem gemütlichen Pub Ausschau zu halten. Kulturinteressierte werden das mittelalterliche Zentrum der Stadt lieben. Hinzu kommt das beeindruckende Kilkenny Castle aus dem 12. Jahrhundert sowie die schöne St. Canice’s Cathedral.

Campingplatz-Tipp: Camping Nore Valley Park

Zwar gibt es direkt an der Stadt einen Campingplatz, aber wir empfehlen das Camping Nore Valley Park, das ein wenig wie Ferien auf dem Bauernhof anmutet. Gerade Familien, aber auch Paare oder Alleinreisende dürften sich hier bestens aufgehoben fühlen. Der Lern- und Streichelzoo mit typischen Farmtieren sowie Hirschen und Strauße sind ein Erlebnis für sich.

Kinsale mit seinen bunten Häusern

Kinsale an der Keltischen See im Süden von Irland ist eine besonders kreative und abwechslungsreiche Stadt. Ihre bunten Häuser sind weltberühmt und seine Bars bieten beste Unterhaltung. Sehenswert ist das Charles Fort in der Nähe. Von hier aus startet auch der Wild Atlantic Way.

Campingplatz-Tipp: Camping Caseys

Dieser Campingplatz am Meer ermöglicht sehr viel Freiraum. Wenn das Wetter mitspielt, können Gäste ein wohltuendes Bad im Meer nehmen und die raue Küste bewundern. Dank der großzügigen Standplätze eignet sich der Platz sehr gut als Rückzugsort.

Die irische Küste

Rock of Cashel und Cork entdecken

Ganz im Süden von Irland angekommen, erwartet euch der Rock of Cashel, Der 65 Meter hohe Berg besitzt einen außergewöhnlichen hohen Stellenwert in der irischen Geschichte, denn er gilt als Sitz von Feen und Geistern. Hinzu kommen die erhaltenen Mauern, in den zahlreiche Könige zu Hause waren. Cormacs Kapelle beherbergt die einzigen erhaltenen romanischen Fresken Irlands.
Hinzu kommt auf dieser Station unser Irland-Rundreise die Universitätsstadt Cork, die mit einem der größten Häfen des Landes sowie zahlreichen lohnenden Sehenswürdigkeiten aufwarten kann.

Campingplatz-Tipp: Blarney Caravan & Camping Park

Wunderschön eingebettet in die Naturlandschaft nördlich von Cork treffen Camper hier auf eine sehr gepflegte Anlage mit einem Golfplatz in der Nähe. Wer möchte, kann sich in diesem eleganten Sport einmal ausprobieren. Ein idealer Ort, um einmal eine kleine Auszeit zu nehmen.

Killarney-Nationalpark mit Wasserfällen und Wanderrouten

Der Nationalpark, der bereits 1932 ins Leben gerufen wurde, um diese einzigartige Naturlandschaft Irlands zu schützen, ist perfekt für aktive Camper. Hinzu kommen kulturelle Highlights wie Muckross House, Ross Castle und das Wandern zum Torc Wasserfall. Ein faszinierendes Erlebnis in einer wildromantischen Landschaft.

Campingplatz-Tipp: Fleming’s White Bridge – Holiday Park

Die schöne Anlage ist der perfekte Ausgangspunkt für Touren durch den Nationalpark. Idyllische Standplätze im Schatten der Laubbäume und kleinen Hecken, eine gute Infrastruktur sowie ein Imbiss sorgen für Wohlbefinden bei den Gästen.

Ring of Kerry: Die berühmte Panoramastraße

Beim Ring of Kerry handelt es sich um eine 179 km lange Panoramastraße (N70) im Südwesten Irlands, die ebenfalls als Rundtour gefahren werden kann. Wie eingangs erwähnt, solltest du gegen den üblichen Strom im Uhrzeigersinn fahren. Gerade in den Sommermonaten ist der Ring of Kerry sehr stark frequentiert, aber die Aussichten und Sehenswürdigkeiten sind genial.

Campingplatz-Tipp: Glenross Caravan and Camping Park

Einer der beliebtesten Campingplätze an der Strecke ist der Glenross Caravan and Camping Park. Direkt am Ring of Kerry und am Meer gelegen, könnt ihr diesen beschaulichen Ort nutzen, um am Strand zu spazieren und den Blick auf die Bucht zu genießen.

Dingle Halbinsel: Pubs, Whiskey und Sport

Die Dingle Halbinsel wird aufgrund ihrer Vielseitigkeit besonders geschätzt. Entlang der Straßen gibt es regelmäßig Pubs, deren Besuch sich lohnt. Des Weiteren ist hier eine der berühmtesten Whiskeybrennerei zu Hause und Sportler kommen hier voll auf ihre Kosten. Wer möchte, kann sich im Wandern, Kajakfahren, Schwimmen, Surfen und Bergsteigen ausprobieren.

Campingplatz-Tipp: Anchor Caravan Park

Auf der Halbinsel ist der Anchor Caravan Park ein schöne Haltepunkt am Atlantik. Sehr beschaulichen mit begrünten Standplätzen und Hecken finden hier allerdings nur 30 Fahrzeuge Platz. Hier könnte sich eine Reservierung lohnen.

Cliffs of Moher: Steilküste m Westen

Die Cliffs of Moher, die hohen Steilküsten im Westen von Irland haben etwas Mythisches an sich und haben sicherlich bei vielen Menschen das Bild über das Land geprägt. Gerade bei Regen und Nebel verkörpern sie die raue Seite Irlands, zumal sie auch nicht ganz ungefährlich sind. Es gibt viele ungesicherte Stellen, auf die Acht gegeben werden sollte.

The Burren: Mondlandschaft in Irland

Der Ausflug zu den Steilklippen lässt sich wunderbar mit The Burren kombinieren. Die Karstlandschaft in der Nähe vermittelt in einigen Momenten den Eindruck, als wäre man auf dem Mond gelandet. Das zerklüftete Terrain mit Höhlen und vielen Gesteinen wirkt sehr abenteuerlich, aber ist auch besonders sehenswert.

Campingplatz-Tipp: Camping Nagles Seaside

Ein eher praktischer Campingplatz ist das Camping Nagles Seaside in der Nähe eines Fähranlegers. Hier verkehren die Fähren in Richtung der Aran-Inseln, auf denen sich viele prähistorischen Stätten finden lassen. Der bietet einen schönen Ausblick aufs Meer und die legendären Cliffs of Moher.

Galway: Kunst-, Musik- und Pub-Kultur

Nach den Naturerlebnissen bildet Galway einen kleinen Gegenentwurf, der sich aber lohnt. Die Stadt an der irischen Westküste ist bekannt für ihre ausgeprägte Kunst-, Musik- und Pub-Kultur. Hier lohnt es sich wirklich abends unterwegs zu sein, um bei den Klängen typisch irischer Musik die Menschen kennenzulernen. Kleine Gassen mit Kunstgalerien, Boutiquen und Cafés runden das harmonische Stadtbild ab.

Campingplatz-Tipp: Salthill Caravan Park

Ein Kleine Oase der Ruhe am Meer ist der Salthill Caravan Park in der Nähe von Galway. Der etwas raue Strand ist weniger für ein Badeerlebnis geeignet, vielmehr können Camper den schönen Ausblick auf das Meer genießen.

Connemara Nationalpark: Wildnis und Folklore

Wie viele Landschaften in Irland wirkt auch der Connemara Nationalpark etwas surreal. Die sich erhebenden Berge, rotbraune Moorlandschaften, zahlreiche Seen und dazwischen immer wieder kleine Dörfer und Städte. Besonders beeindruckende ist der Schlossbau Kylemore Abbey am Ufer eines Sees.

Campingplatz-Tipp: Cong Camping, Caravan & Glamping Park

In der Nähe der beiden großen Seen Lough Corrib und Lough Mask finden Wohnmobilisten im Cong Camping, Caravan & Glamping Park einen ruhigen Haltepunkt, von dem aus sich die raue Landschaft des Nationalparks sehr gut erkunden lässt. Der beschauliche Ort, umrahmt von Steinmauern, erfüllt alle grundlegenden Bedürfnisse.

Westport als letzte Station der Rundreise

Westport mit einer aufregenden Landschaft, die die Stadt umgibt, den historischen Sehenswürdigkeiten und prachtvollen Herrenhäuser ist der charmante Abschluss unserer Rundreise durch Irland. Hier kann noch einmal ein Pub aufgesucht und Spaziergänge durch die Stadt unternommen werden. Aktive Camper sind in der umliegenden Landschaft unterwegs, die noch ein wenig an den Connemara Nationalpark erinnert.

Campingplatz-Tipp: Westport House Caravan and Camping Park

Direkt bei Westport in der Nachbarschaft eines Freizeitparks könnte der Westport House Caravan and Camping Park der letzte Halt zum Ende der Reise sein. Durch seine Weitläufigkeit und einzelnen Baumgruppen finden Gäste mit Sicherheit ein ruhiges Plätzchen, um die Rundreise durch Irland noch einmal Revue passieren zu lassen.

Nach dem letzten Punkt unserer Rundreise könnt ihr euch entscheiden, ob es zurück nach Dublin oder zur Fähre nach Rosslare, um abschließend nach Frankreich zu überzusetzen. Im Gepäck die Erinnerungen ein unglaublich faszinierendes Land.

Interessante Fragen zur Irland Rundreise

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