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Atlantikstraße in Norwegen: Faszinierender Roadtrip mit beeindruckenden Stopps
Die Atlantikstraße (Atlanterhavsvegen) in Norwegen ist eine der faszinierendsten Strecken in Europa. Berühmt ist vor allem die Storseisund-Brücke, die eines der beliebtesten Fotomotive der Atlantikstraße. Mit ein wenig Zeit könnt ihr weitere interessante Highlights entdecken, die wir für euch zusammengestellt haben.
Tipps für die Atlantikstraße
Zunächst muss bei der Atlantikstraße zwischen zwei Abschnitten unterschieden werden. Die eigentliche Kernstrecke, die sehr zu ihrer Bekanntheit beigetragen hat, ist lediglich 8,2 Kilometer lang und führt über die Schären, Holme und acht Brücken. Dabei werden die Orte Kårvåg und Vevang miteinander verbunden.
Wir konzentrieren uns bei dem Roadtrip auf die Landschaftsroute, die von zahlreichen interessanten Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen gesäumt wird. Sie ist rund 50 Kilometer lang und kann natürlich an einem Tag zurückgelegt werden. Dies wäre aber eine Verschwendung, denn drei bis vier Tage ist die Route in aller Ruhe wert.
Eine der wichtigsten Tipps für Wohnmobilliste zur Atlantikroute ist, dass die gesamte Strecke mautfrei ist und somit das Reisebudget nicht weiter belastet.
| Interessante Informationen zur Atlantikstraße | |
|---|---|
| Route | Kristiansund - Höhle Bremsneshula - Kvernes Stabkirche auf Averøy - Storseisund-Brücke - Svevestien auf Eldhusøya - Geitøya & Fischerinsel Håholmen - Myrbærholm-Brücke - Fischerdorf Bud |
| Länge | ca. 50 km |
| Maut | Die Atlantikstraße selbst ist mautfrei. Bei der Anreise müsst ihr mit Maut und Fähren kalkulieren. |
| Highlights | Die Fahrt über die Storseisund-Brücke |
Camping an der Atlantikstraße in Norwegen
Das sich die Atlantikstraße relativ weit im Norden von Norwegen befindet und ihre Länge überschaubar ist, konzentriert sich Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten im Prinzip auf zwei Campingplätze, die jeweils am Start beziehungsweise am Ziel der Atlantikstraße befinden.
Atlanten Camping bei Kristiansund
Nahe dem Ausgangspunkt unseres kleinen Roadtrips gelegen, könnte dieser kleine Campingplatz für den gesamten Abschnitt eurer Reise die Basis bilden. Allerdings ist die Infrastruktur überschaubar, aber im Sommer durchaus mit schönen Standplätzen versehen.
Bud Camping auf der Halbinsel Romsdal
Der Campingplatz am Ziel unserer Reise erfreut sich größerer Beliebtheit bei den Campern und erhält auch bessere Bewertungen. Einerseits lockt die Nähe zum charmanten Küstendorf Bud mit Geschäften und mehrere Fischrestaurants und andererseits liegt der Platz landschaftlich reizvoll mit schönen Standplätzen und einem guten Service. Die Anlage ist außerdem ein kleines Angelparadies, zumal sich hier auch Boote ausleihen lassen.
Entdecke die Atlantikstraße in Norwegen
Habt ihr euch für eine Übernachtung entschieden, steht dem Abenteuer Atlantikstraße nichts mehr im Wege. Wir haben euch eine Liste an Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Highlights zusammengestellt, die entlang der Atlantikstraße entdecken könnt.
Die Atlantikstadt Kristiansund auf vier Inseln
Sich von dem Charme Norwegens verzaubern zu lassen, funktioniert in Kristiansund richtig gut. Die bunten Holzhäuser und das Stadtgebiet, das sich über insgesamt vier kleine Inseln erstreckt, machen einen Stadtbummel zu einem Erlebnis. Mit den historischen Sundbåten, das älteste öffentliche Verkehrsmittel Norwegen, könnt ihr alle Insel problemlos erreichen. Probieren müsst ihr den legendären Klippfisch (getrockneter und gesalzener Kabeljau), der als besondere Spezialität der Stadt gilt.
Erkundet die Höhle Bremsneshula
Nach einer kurzen Fahrt durch den Atlantiktunnels (Averøytunnel) befindet ihr euch auf der Insel Averøy. Der berühmteste Berg des Eilandes ist der Bremsneshatten, der mit der Bremsneshula ein Stück Geschichte beherbergt. Besucher können bis zu 80 Meter in das Berginnere wandern und Zeugnisse der Fonsakultur entdecken, die hier vor 10.000 Jahren gelebt hat.
Kvernes Stabkirche auf Averøy in Nordmøre
Bei der nächsten Sehenswürdigkeit könnt ihr euch mit einem wichtigen Stück Geschichte Norwegens vertraut machen. Die Stabkirchen in Holzbauweise sind eine Seltenheit geworden und fast ausschließlich in Norwegen zu bewundern. Die Kvernes Stabkirche auf Averøy stammt aus dem 1633 und weist mit ihren Außensäulen eine Besonderheit auf. Dieser kleine Abstecher zur Kirche mit dem Blick auf das Meer lohnt sich auf jeden Fall.
Storseisund-Brücke: Das weltberühmte Postkartenmotiv
Die Storseisund-Brücke ist das Herzstück der Atlantikstraße und das bekannteste Motiv auf dieser außergewöhnlichen Strecke. Die Brücke hat eine markante, geschwungene Kurve und nicht selten haben Fahrer das Gefühl, sie endet irgendwo im Nirgendwo. Mit einer Länge von 260 Metern bei einer Höhe von 23 Metern übt sie auf Camper eine ganz besondere Anziehungskraft aus.
Svevestien auf Eldhusøya: Weg mit Ausblick und Rastplatz
Ein ganz besonderer Haltepunkt ist der Svevestien auf Eldhusøya. Diese außergewöhnliche Konstruktion ist ein Weg, der aus Metall geformt ist und um das Eiland führt. Er gewährt einzigartige Ausblicke auf die Atlantikstraße und die Storseisund.
Auf Eldhusøya wurde auch der größte Rastplatz der Atlantikstraße eingerichtet. Mit ausreichend viel Platz können hier Autofahrer und Camper einen Halt einlegen. Das Servicegebäude mit Café, Touristeninformation und Toiletten sorgt dafür, dass hier sorglos Zeit verbracht werden kann.
Geitøya & Fischerinsel Håholmen: Überfahrt mit Wikingerschiff
An der Brücke Geitøya gibt es einen Anleger, der ein außergewöhnliches Erlebnis für euch parat hält. Hier könnt ihr in der Nachbildung eines Wikingerschiffes auf die Fischerinsel Håholmen übersetzen. Dort angekommen, könnt ihr in die Geschichte eintauchen, denn hier wird das harte Leben der Kabeljaufischer im 18. Jahrhundert rekonstruiert.
Myrbærholm-Brücke: Die Angelbrücke an der Atlantikstraße
Eine Reise nach Norwegen ist für viele Menschen auch mit Angeln verbunden. Gerade das Hochseeangeln besitzt einen hohen Stellenwert. Ausprobieren können sich leidenschaftliche Angler auf der Myrbærholm-Brücke. Die Chance auf Makrelen und Seelachse ausgehend von den eigens angelegten Seitenstegen ist besonders hoch.
Fischerdorf Bud: Panoramablick über die Hustadvika-Bucht
Zum Abschluss unserer Reise führt der Weg nach Bud. Das schöne Fischerdorf ist bekannt für den einzigartigen Panoramablick über die Hustadvika-Bucht und die Festungsanlage Ergan Küstenfort aus dem Zweiten Weltkrieg. Es lohnt sich hier die Fahrt ausklingen zu lassen, zumal auch der passende Campingplatz mit Infrastruktur vorhanden ist.
Die Atlantikstraße in Norwegen ist ein Erlebnis für sich. Der Weg dorthin führt bereits auf unterschiedlichen Wegen durch das wunderschöne Land in Skandinavien. Kombiniert dies gerne mit anderen Routen und ihr werdet eine wunderbare Zeit verleben.