Die große Alpenfahrt: Über die Großglocknerstraße nach Kärnten

(4 min Lesedauer) 13.05.2026

Die Großglockner Hochalpenstraße zählt zu den spektakulärsten Panoramastraßen Europas – und ist der perfekte Auftakt für einen unvergesslichen Roadtrip nach Kärnten. Auf dieser Tour fahren wir mitten durch die gewaltige Hochgebirgswelt des Nationalparks Hohe Tauern, vorbei an Gletschern, Dreitausendern und einigen der berühmtesten Aussichtspunkte der Alpen. Danach geht es entspannt weiter durch das Mölltal und Drautal bis zu den warmen Seen Kärntens – eine abwechslungsreiche Wohnmobilreise zwischen hochalpinen Landschaften und südlichem Urlaubsgefühl.

Inhaltsverzeichnis

Höchstgelegene Passstraße Österreichs, schönste Panoramastrecke der Alpen – die Großglocknerstraße ist eine Route der Superlativen. Als eine der berühmtesten Bergstraßen Europas führt die bereits 1935 eingeweihte Strecke auf rund 48 Kilometern direkt über einen der spektakulärsten Abschnitte des Alpenhauptkamms: Die gewaltige Hochgebirgswelt des Nationalparks Hohe Tauern mit dem höchsten Gipfel Österreichs. Da ist es kein Wunder, dass diese Straße bis heute einen geradezu legendären Ruf genießt – auch bei Campern, die mit Wohnmobil und Co. unterwegs sind.

Für die hier vorgestellte Route empfehlen wir rund 4-5 Tage. Die Hochalpenstraße ist nämlich nur der Auftakt – danach geht es durch zwei der schönsten Täler Kärntens weiter: Das von imposanten Bergen umgebene Mölltal und das langgezogene Drautal, das den Übergang von den schroffen Gipfeln der Zentralalpen zur eher südlich geprägten Landschaft Kärntens markiert.

Unterwegs gibt es so viele Highlights – sowohl kulturell, aber vor allem landschaftlich – dass man die Tour problemlos um mehrere Tage verlängern kann. Wer sich gerne die Füße vertritt, findet in Heiligenblut eine ideale Basis zum Erkunden des Nationalparks Hohe Tauern – fast immer mit tollen Panoramablicken auf den 3.798 Meter hohen Großglockner, den höchsten Berg Österreichs. Ein weiterer Tipp: Die Hochalpenstraße öffnet in der Regel frühestens Anfang Mai. Die Öffnung kann sich aber verzögern – das hängt davon ab, wie schneereich der vorige Winter war. Vor der Abfahrt lohnt deshalb unbedingt ein Blick auf die aktuellen Straßenbedingungen.

Über die Großglocknerstraße nach Kärnten
Praktische Informationen zur Camping-Tour
Route Heiligenblut - Winklern - Lurnfeld - Spittal an der Drau - Millstätter See - Afritzer See - Ossiacher See
Strecke 140 km
Fahrtzeit 3-4 Tage
Highlights heiligenblut, Spittal / Drau. Millenstätter See, Afritzer See, Burg Landskron
Beste Reisezeit Juni - September
Maut Gebühren für die Großglockner Hochalpenstraße (ca. 45 €), Maut für Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich

Hoch hinaus auf der Großglockner Hochalpenstraße

Unsere Alpenfahrt beginnt in Bruck an der Großglocknerstraße, das nur ein paar Kilometer südlich des bekannten Ferienorts Zell am See liegt. Die Maut entrichten wir an der Kassenstelle in Ferleiten, danach schraubt sich die Straße immer höher hinauf in die gewaltige Bergwelt des Nationalparks Hohe Tauern. Mit jedem überwundenen Höhenmeter verändern sich die Landschaften. Dichte Wälder weichen Almwiesen, später dominieren schroffe Felsgipfel und Schneefelder, bis sich am Hochmais auf 1.850 m die ersten Blicke auf die Gletscherwelt rund um den Großglockner bieten.

Unterwegs ist ein Halt an den Aussichtspunkten entlang der Strecke Pflicht. Top-Highlights sind das Fuscher Törl auf 2.428 Metern – wer von Ferleiten in die Hochalpenstraße einfährt, der sieht hier zum ersten Mal den Großglockner – und natürlich die berühmte Edelweißspitze, zu der eine Stichstraße führt.  Auf 2.571 Metern ist das der höchste Punkt der Hochalpenstraße, die Aussicht ist grandios: Über 30 Dreitausender breiten sich wie auf einem Präsentierteller aus. Danach führt die Straße über das Hochtor auf 2.504 Metern hinüber nach Kärnten, wo die Fahrt an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ihren landschaftlichen Höhepunkt erreicht. Von der Aussichtsterrasse eröffnet sich ein spektakulärer Blick auf den Großglockner und die gewaltige Pasterze, den größten Gletscher der Ostalpen.

Über die Großglockner Hochalpenstraße nach Kärnten
©Kärnten Werbung / Michael Stabentheiner

Heiligenblut und das malerische Mölltal

Heiligenblut selbst zählt zweifellos zu den schönsten Bergdörfern Österreichs. Berühmt ist der kleine Ort vor allem wegen der gotischen Pfarrkirche St. Vinzenz, deren schlanker Kirchturm zusammen mit dem Großglockner im Hintergrund zu den bekanntesten Alpenmotiven überhaupt gehört. Rund um das Bergsteigerdorf eröffnen sich zudem zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen und Ausflüge im Nationalpark Hohe Tauern. Besonders beliebt ist die Gletscherbahn zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe oder die Panoramastraße zur Schareckbahn, die tief hinein in die hochalpine Landschaft führt. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte hier unbedingt eine zusätzliche Übernachtung einplanen – die Stimmung zwischen den mächtigen Dreitausendern ist vor allem am frühen Morgen und in den Abendstunden einzigartig.

Campingplatz-Tipp: Nationalpark-Camping Großglockner

Hinter Heiligenblut verändert sich die Landschaft langsam wieder. Die Straße folgt nun dem Lauf der Möll durch das malerische Mölltal – ein schmales Band, eingerahmt von den schroffen Gipfeln der Hohen Tauern und der einsamen Kreuzeckgruppe. Besonders schön ist der obere Abschnitt zwischen Winklern und Großkirchheim mit seinen alten Bergbauernhöfen und den weiten Blicken hinauf zu den Dreitausendern. Unterwegs lohnen sich Abstecher zu den Gartlwasserfällen bei Großkirchheim oder zur spektakulären Raggaschlucht bei Flattach, wo man den tosenden Wassermassen über Holzstege und enge Felspassagen ganz nahe kommt. Kurz vor Möllbrücke wird das Tal schließlich deutlich weiter, die hochalpine Landschaft geht in das fast schon mediterran wirkende Kärnten über.

Campingplatz-Tipp: Draucamping Sachsenburg

Heiligenblut
©Kärnten Werbung / Franz Gerdl

Nach der Bergfahrt: Entspannen am Ossiacher See

Der letzte Abschnitt durch das Drautal, das größte Tal Kärntens, ist der perfekte Abschluss unserer Alpenfahrt. Die Streckenführung der Drautalstraße B100 ist landschaftlich sehr reizvoll, da sie immer entlang des Nordrandes der Gailtaler Alpen verläuft. Spittal an der Drau, die Hauptstadt Oberkärntens, ist ein schöner Ort für einen letzten Zwischenstopp am Millstätter See. Danach ist es dann nur noch ein Katzensprung bis zum smaragdgrünen Ossiacher See. Hier erwartet uns mit dem Seecamping Berghof der ideale Campingplatz, um noch ein paar Tage direkt am Wasser zu entspannen und die fast schon mediterranen Temperaturen Kärntens zu genießen.

Titelbild: ©Kärnten Werbung / Michael Stabentheiner

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