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Südfrankreich: Von Saint-Emilion zum Camping an der Dune du Pilat

Warum du an dem süßen kleinen Örtchen Saint-Emilion, welches für seine vorzüglichen Weine bekannt ist, und an der Dune du Pilat nicht vorbeikommst, wenn du in der Gegend von Bordeaux bist, verraten wir dir in diesem Reisebericht.

Zwischenstopp auf der Anreise

Als guter Zwischenstopp von Deutschland kommend, bietet sich der Campingplatz in Dun-le-Palestel an. Der Campingplatz ist direkt am Wald gelegen und von den Stellplätzen, die sich auf einer riesigen Wiese befinden, hat man einen tollen Blick ins Umland. Das Betreiberehepaar kommt aus den Niederlanden und versteht es für seine Gäste stets ein offenes und gastfreundschaftliches Ohr zu haben.

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Saint-Emilion – Erstes Highlight kurz vor Bordeaux

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Bevor es für ein wenig Sightseeing nach Bordeaux geht, darf bei keinem Frankreich-Aufenthalt der Besuch eines der vielen Weinanbaugebiete fehlen. Etwa 50 km östlich von Bordeaux befindet sich der kleine Ort Saint-Emilion, welcher gemeinsam mit dem umliegenden Weinanbaugebiet seit 1999 zum UNESCO Welterbe gehört. Im ansässigen Wein-Museum können nicht nur die verschiedenen Weine verkostet werden, sondern auch die verschiedenen Geschmacks- und Geruchsnoten erschnüffelt werden.

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Von den vielen kleinen Gassen aus fällt der Blick immer wieder auf die „Monolithic Church of Saint-Emilion“. Eine gigantische Kirche, die in den Fels gehauen wurde und mit ihren Katakomben ein weiteres Highlight neben den vorzüglichen Weinen darstellt. Wenn es deine Zeit zulässt, können wir die einstündige Führung wärmstens ans Herz legen. Das Flair der kleinen Gässchen, die alten Gemäuer und die vielen Wein-Boutiquen mit Verköstigungsmöglichkeiten sollte man auf keinen Fall verpassen.

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Mit einer guten Flasche Wein im Gepäck ging es für uns weiter nach Bordeaux. Den Abend verbrachten wir mit unseren französischen Freunden und Raclette. Als Digestif gab es noch ein leckeres Tröpfchen Mandarine Napoléon – vorzüglich!

Saint-Emilion ist eine Übernachtung wert – wir empfehlen Yelloh! Village Saint Emilion.

Bordeaux – UNESCO, Lebensfreude & ein fliegender Jaguar

Gespannt was uns in Bordeaux an Sehenswürdigkeiten erwartet, ging es am nächsten Morgen bei strahlendem Sonnenschein los. Unser erster Anlaufpunkt war der Place de la Bourse direkt am Ufer der Garonne. Was für ein imposantes Gebäude! Da wir von Bordeaux bisher so gar nichts wussten, waren wir bereits von Anfang an begeistert. Bei so vielen Highlights, die Bordeaux im Nachhinein für uns zu bieten hatte, empfehlen wir dir besser vorbereitet zu sein als wir und als erstes das Touristeninformationsbüro anzusteuern. Auf vielen der Stadtpläne ist der sogenannte UNESCO-Spaziergang verzeichnet, denn Teile von Bordeaux gehören seit 2007 zum Weltkulturerbe. Mit diesem Spaziergang bekommst du einen ersten groben Überblick – gerade wenn du nur einen Tag für Bordeaux und Sightseeing einplanst, gibt es dafür eine ganz klare Empfehlung.

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Ganz besonders hervorheben möchten wir den historischen Altstadtkern von Bordeaux, in dem sich das Leben vor Allem draußen abspielt. Überall findest du hier kleine Cafés, Galerien und Boutiquen, in denen du verweilen kannst, einen Kaffee schlürfen und die joie de vivre, die französische Lebensfreude mit südländischem Flair, genießen kannst. Die Altstadt ist umrandet von drei gut erhaltenen Stadttoren, die auf deiner To-Do-Liste für Bordeaux nicht fehlen dürfen. Der UNESCO Stadtspaziergang endet übrigens an der Cathédrale Saint-André, ein weiteres Pracht-Bauwerk, welches für Staunen sorgt.

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Auf der südlichen Seite der Kathedrale steht etwas isoliert der Glockenturm Tour Pey-Berland und wer gerne von oben auf Bordeaux blicken möchte, hat hier die Möglichkeit dazu. Zum Schluss von Bordeaux noch eine etwas andere Art der Modernen Kunst – der fliegende Jaguar, der ursprünglich als Werbegag entstand, ist am Victor Hugo Market zum festen Bestandteil des Stadtbildes geworden.

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Camping in Arcachon und die Dune du Pilat

Weiter geht es die gut 65 km über die Autobahn bis nach Arcachon. Dieser Teil der Autobahn um Bordeaux herum ist übrigens gebührenfrei und innerhalb von gut einer Stunde kann man dem Großstadt-Trubel im wahrsten Sinne des Wortes entfliehen und den Sonnenuntergang am Meer genießen. Das kleine Städtchen Arcachon bietet sich als perfekter Ausgangsort an, um Camping und die Dune du Pilat, die größte europäische Wanderdüne, miteinander zu verbinden.

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Wir stoppten auf dem Campingplatz Camping Club Arcachon und konnten den Ort mit seinen zahlreichen Restaurants und Bars sowie die Promenade und den Strand fußläufig durch einen kleinen Park erreichen. Für uns der perfekte Ort zur Übernachtung, schön ruhig abseits des Trubels, aber trotzdem noch so zentral, dass alles in kurzen Distanzen erreichbar ist. Wer Lust und Laune hat, kann von hier sogar in ca. 30 Minuten gute neun Kilometer mit dem Fahrrad direkt zur Dune du Pilat fahren.

Zum Campingplatz

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Da es für uns nach dem Besuch der Düne weiterging, haben wir uns entschieden einen der vielen ausgewiesenen Parkplätze am nächsten Morgen sehr zeitig anzusteuern. Die Dune du Pilat ist ein absoluter Touristenmagnet und wir können jedem nur empfehlen, die Randzeiten (morgens und abends) für den Besuch einzuplanen. Da wir die weiß strahlende Treppe hoch auf die Sanddüne im ersten Moment nicht gesehen hatten, zogen wir unsere Schuhe aus und kletterten im tiefen Sand Meter für Meter die Düne hinauf. Ganz schön anstrengend können wir dir sagen – aber im Nachhinein sind wir froh, nicht die Treppen hinauf gegangen zu sein. Oben auf der Düne angekommen, waren wir überwältigt von dem sagenhaften Panorama, welches uns geboten wurde. Auf der rechten Seite der stahlblaue Atlantik, linker Hand die tiefgrünen Pinienwälder und mittendrin gute zweieinhalb Kilometer, so weit das Auge reicht, nichts als Sand. Da hier oben auf der Spitze der Sanddüne ein ordentlicher Wind herrschte, gab es obendrein noch ein kostenloses Sandpeeling. Ein Naturschauspiel, an dem man nicht so einfach vorbeifahren sollte!

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Über die Autoren: Rebecca Kluge-Steiner und Daniel Steiner reisen zusammen mit ihrem Van Finn durch Europa. Gemeinsam sind sie Finnweltenbummler und berichten über ihre Reiseerlebnisse.

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