Lofoten: Unsere 5 Lieblingsorte in der Karibik des Nordens

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Als für uns feststand, dass unsere Reise in das Land der riesigen Bergformationen, den ewigen Fjorden und der magischen Einsamkeit führen wird, ist kein Name so oft gefallen wie dieser: Die Lofoten. Die Vorfreude war für keinen Ort in Norwegen so groß wie für diese Inselgruppe im Norden Norwegens. Aber war diese auch berechtigt? Absolut.

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Wir haben acht Tage auf dieser wunderschönen Inselgruppe verbracht und bereuen trotz des Dauerregens keinen einzigen Tag. Nirgendwo findet man in diesem Land so karibisches Wasser gepaart mit riesigen Bergen, die aus dem Nichts schießen. Ein wirklich einmaliger Ort.

Nun stellt sich aber die Frage, was genau schaut man sich dort an? Zu bieten haben die Lofoten einiges. Tolle Wanderungen auf die unzähligen Berge, die einmaliger nicht sein könnten. Malerische Fischerdörfer mit einer perfekten Fotokulisse bis hin zu weißen Sandstränden mit karibischem Feeling. Von Letzteren sogar eine ganze Menge.

Wir haben unsere 5 liebsten Orte auf den Lofoten herausgesucht und zeigen euch jetzt, wohin sich ein Abstecher wirklich lohnt.

Haukland Beach

Anfangen wollen wir mit einer dieser karibischen Strände der Lofoten. Der Haukland Beach wird als einer der schönsten Strände der Lofoten gehandelt. In einer Bucht, ungefähr zehn Kilometer nördlich von Leknes, erstreckt sich der weiße Sandstrand in seiner vollen Pracht. Vor allem im Sonnenlicht kommt dieser Strand besonders schön zur Geltung. Das Wasser erstrahlt im karibischen Türkisblau, welches diesen Strand auch außerhalb von Norwegen bekannt gemacht hat. Wenn man sich die Bilder dieses märchenhaften Ortes anschaut, zweifelt man im ersten Moment, dass dies wirklich in Norwegen sein soll. Trotz seiner Berühmtheit hat man sehr gute Chancen hier ein paar einsame und romantische Momente zu erleben. Wir waren lange Zeit alleine dort, bis sich nach einer Weile ein paar weitere Fotografen zu uns gesellt haben.

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Zur Romantik trägt besonders ein Picknick-Tisch bei, der sich auf dem feinen Sandstrand befindet. Die Wellen spülen immer wieder das Meerwasser um den Tisch, was ihn zu einer tollen Foto-Location macht. Dennoch haben wir uns nicht die Möglichkeit nehmen lassen, dort auch eine Kleinigkeit zu essen. Während die Sonne die verschiedensten Blautöne aus dem Wasser zaubert, konnten wir für einen kleinen Moment die Kälte um uns herum vergessen und einfach dem Meeresrauschen lauschen.

Reine

Kommen wir nun zu einem der wohl bekanntesten Fischerdörfer der Welt. Reine ist eines der, wenn nicht sogar das bekannteste Postkarten-, Foto- und Titelseiten-Motiv Norwegens und vor allem der Lofoten. Es ist das Aushängeschild und wurde schon zu Recht zum schönsten Ort der Welt gekürt.

Das bekannte Fotomotiv wird meist vom angrenzenden 450 Meter hohen Reinebringen geschossen. Der an das Dorf angrenzende Berg bietet einen verhältnismäßigen niedrigen Aufstieg – der dennoch seine Zeit und Kraft braucht – und belohnt mit einer tollen Aussicht in Vogelperspektive über Reine, Sakrisøy und Hamnøy.

Wenn man nicht unbedingt der Wander-Fan ist, hat Reine einige Cafés, Restaurants und einen Supermarkt. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich mit einem Kajak auch mit der Perspektive aus dem Wasser vertraut zu machen und den Reinefjord zu durchqueren. Ein kostenfreier Parkplatz befindet sich direkt am Ortsrand mit Blick auf Reine.

Hamnøy

Hamnøy ist nicht weit von Reine entfernt. Nur 1,5 km trennen diese beiden Fischerdörfer voneinander. Wer also vorhat, Reine zu besuchen kommt über die Europastraße E 10 auch unweigerlich durch Hamnøy, was einen Besuch noch attraktiver macht. Das kleine Dorf mit ca. 100 Einwohnern besteht nur aus einigen ehemaligen Fischerhäuschen, welche heute zu Wohnhäusern umfunktioniert sind, und einem kleinen Hafen. Ein Besuch lohnt sich dennoch, da man von dort aus eine tolle Sicht auf die umliegenden Berge und den Kjerkefjord hat und einige bunte Häuser als tolle Fotokulisse nutzen kann.

Falls ihr etwas länger in der Umgebung von Reine oder Hamnøy bleiben möchtet oder ihr mit der Fähre aus Bodo erst abends auf den Lofoten ankommt, dann könnt ihr direkt in der Nähe auf dem Moskenes Campingplatz übernachten. Dieser ist nur 10 Minuten von Reine entfernt und bietet daher einen idealen Ausgangspunkt.

Henningsvær

Der nächste Ort könnte vor allem den Sportlern unter euch bekannt sein. Henningsvær ist in der Kommune Vågan zu finden und erstreckt sich dort über zwei kleine Inseln, wodurch es häufig als „Venedig des Nordens“ bezeichnet wird. Ein Bild von dem dort angelegten Fußballplatz wurde 2017 von einem Magazin zu einem der schönsten Bilder gekürt. Seitdem ist er wohl einer der berühmten Orte zum Kicken und trägt zu Recht die Auszeichnung: „Schönster Sportplatz der Welt“. Besonders von oben überzeugt der Platz mit der Kulisse, die von Klippen und dem Meer im Hintergrund geprägt ist. Auch für Nicht-Fußballfans ist es ein Ort, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Neben dem Sportplatz überzeugt Henningsvær auch mit einer süßen Innenstadt, die zum Schlendern einlädt. Einige Cafés oder Restaurants, die frischen Fisch anbieten, einem schönen Hafen mit Blick auf das Meer und einige coole Streetarts sind dort zu finden.

Falls ihr sowohl zum Haukland Beach als auch zum berühmten Fußballplatz möchtet und eine Übernachtung einplant, könnt ihr euch zentral zwischen beiden Orten auf dem Campingplatz Bustranda Sjocamping einen Platz buchen. Von dort benötigt ihr nur etwa eine halbe Stunde zum Haukland Beach und eine Stunde nach Henningsvær.

Kvalvika Beach

Unser letzter Ort ist mit Abstand unser Favorit auf den ganzen Lofoten. Wir haben mit einem Strand angefangen und hören auch mit einem Stand auf. Was unterscheidet diesen aber von dem Anderen? Ganz einfach: Vor ihm liegt eine anstrengende Wanderung. Der Strand ist also nicht wie beim Haukland Beach mit dem Auto zu erreichen. Das hat das Ganze für uns aber noch faszinierender und wundervoller gemacht. Vorerst muss man sich aber entscheiden, ob man zum Wasser wandert oder sich das Ganze von der Spitze des „Ryten“ anschauen möchte. Wir haben uns für die Wanderung über den „Skoren“ zum Wasser entschieden.

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Die Wanderung dauert ungefähr 2 ½- 3 Stunden und führt durch Gebüsche, matschige Holzwege und Geröll. Sie belohnt aber am Ende mit einem Anblick, den man so kein zweites Mal sieht. Der weiße Strand umringt von hohen Bergen und türkisblauen Wasser. Hier fehlen nur noch ein paar Palmen und man könnte denken der „Skoren“ wäre eine direkte Verbindung zu den Bahamas. Festes Schuhwerk und Verpflegung solltet ihr bei der Wanderung auf jeden Fall dabei haben. Dann steht dem kleinen Ausflug zum versteckten Strand nichts mehr im Wege.

Falls ihr eure Wanderung zum Kvalvika Beach als Tagestour einplant, könnt ihr auch direkt in der Nähe auf dem Campingplatz Skjærgårdscamping übernachten. Dieser liegt direkt am Strand und bietet eine große Wiese als Stellplatz mit Stromanschluss. Von dort seid ihr nur etwa 2 Kilometer vom Startpunkt der Wanderung entfernt.

Wir hoffen, dass euch die Orte gefallen und können euch definitiv eine Tour zu den Lofoten empfehlen. Die Lofoten haben noch viel mehr zu bieten und lassen sich am Besten von Juni bis August bereisen. Ab September hat man mitunter sogar bereits das Glück Polarlichter auf den Lofoten zu sehen.

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Bilder von Danny Giebe

Author: Danny Giebe
Danny ist mit seinem Partner Tim im Wohnmobil auf Europa Tour. Beide arbeiten ortsunabhängig und dokumentieren ihre Reiseerlebnisse sowie Tipps und Erfahrungen rund um die Themen ortsunabhängiges Arbeiten, digitale Produktentwicklung und Camping auf ihren Instagram-Kanälen @solonomade und @_mittim sowie ihrem Blog Solonomade.