Populäre Orte

Besonderheiten beim Camping in Kantabrien

Die schönen Campingplätze in Kantabrien sind für viele Spanienfans der Geheimtipp schlechthin. Fernab von Ballungsgebieten werden sie von weiten Ebenen umgeben, thronen auf Klippen über dem Meer oder liegen direkt an einem der breiten naturbelassenen Sandstrände.

Bereits vorm Frühstück locken Strandspaziergäne und abends können die Camper Sonnenuntergänge bewundern. Für Wohnmobil- und Campervanfahrer gibt es viel Platz, Freiheit und Ruhe. Familien mit Kindern, Alleinreisende und Paare schätzen diese großzügigen Ferienanlagen besonders. Einige Campingplätze bieten Pools, Fitness- und Sportmöglichkeiten an. Wer sich im Urlaub gerne in Form bringt, ein wechselhaftes Meeresklima liebt und gleichzeitig gerne im Wohnmobil über Landstraßen und grüne Hügel düst, ist in Kantabrien bestens aufgehoben.

Anreise

20 Stunden reine Fahrtzeit – schneller lassen sich die 2.170 km von Berlin nach Kantabrien nicht bewältigen. Da ist es ratsam ein paar Zwischenstopps oder eine Übernachtung einzuplanen, zumal reizvolle Länder, wie Belgien und Frankreich durchquert werden. Ein Halt in Köln, Paris, Bordeaux oder Bilbao bietet sich für Kulturreisende an. Die Naturliebhaber unter den Campern fahren lieber über Land. In Frankreich werden für Autobahnfahrten hohe Mautgebühren erhoben. Sowohl auf den Autobahnen als auch auf den Landstraßen ist das Fahren in Frankreich entspannt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 Stundenkilometer auf Autobahnen und 90 Stundenkilometer auf Kraftfahrstraßen.

Der Großraum Paris sollte außerhalb des Berufsverkehrs umfahren werden. Im Südwesten Frankreichs kurz vor der Grenze zu Spanien durchqueren Reisende nach Kantabrien den Regionalen Naturpark Landes de Gascogne. Mit seinen 315.000 Hektar umfasst der Nationalpark das größte Waldmassiv Europas: ein idealer Ort, um sich eine Auszeit in der Natur auf einem kleinen Campingplatz zu gönnen. Der letzte Streckenabschnitt führt zwischen Atlantik und den Ausläufern der Pyrenäen in den Norden Spaniens.

Reiseziele

Kantabrien bietet endlose Strände, ein grünes Hügelland, schroffe Gebirge und einige schöne Seebäder wie die Hauptstadt Santander. Weltberühmt ist allerdings nur ein Ort in der kleinen Region in Nordspanien: die Höhle von Altamira.

Steinzeitliche Höhlenwelt

Die Höhle von Altamira gehört zum UNESCO-Welterbe. Sie zeigt steinzeitliche Wandbilder mit Bisons und Rehen. Diese Jagdszenen wurden detailgetreu reproduziert und so für die Besucher im Museumskomplex zugänglich gemacht. Die berühmte Höhle befindet sich nur 30 km westlich von Santander in unmittelbarer Nähe von Santillana del Mar. Diese knapp 4.200 Einwohner zählende Stadt am Jakobsweg bezaubert mit ihren jahrhundertealten Fassaden.

Die Hauptstadt Santander

Der Ruhm Santanders begründete sich zunächst im Handel mit Amerika. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt dank ihrer schönen Strände als Seebad entdeckt. Den Glamour dieser Zeit spüren Besucher noch heute auf der 3 km langen Promenade mit dem im Belle-Èpoque-Stil erbauten Casino. Des Weiteren gibt es einen Zoo und die ehemalige Königsresidenz Palacio Real.

Kurort mit Thermalquellen und prähistorischer Kunst

Nur 28 km von der Hauptstadt entfernt liegt Puente Viesgo mit den steinzeitlichen Malereien von Monte Castillo und seinen Thermalquellen, deren heilende Wirkung bereits im 18. Jahrhundert geschätzt wurde. Die bekannteste Kureinrichtung Nordspaniens ist von dichten Wäldern umgeben. Das Thermalbad beeindruckt außen und innen mit zahlreichen Wohlfühloasen wie Entspannungspools und Ruheräumen.

Gastronomie

Die nordspanische Region hält einige kulinarische Höhepunkte bereit, die von den Produkten der Umgebung bestimmt werden. Deftige Eintopfgerichte mit Bohnen und Speck werden nicht nur von den Weinbauern, Landwirten und Fischern gerne gegessen, sondern auch in den Restaurants und Hotels serviert.

Das Nationalgericht Marmitako ist eine schmackhafte Eintopf-Variante mit Thunfisch, Kartoffeln, grünen Paprikaschoten, Zwiebeln und Tomaten. Neben Fisch und Meeresfrüchten bestimmen die Täler und Berge mit ihren fruchtbaren Ebenen und saftigen Wiesen die lokale Küche. Zu den berühmten Käsesorten gehören Queso de Cantabria, Picón Bejes-Treviso und der Quesucos de Liébana. Die würzigen Milchprodukte bereichern jedes Menü und werden nach dem Hauptgang und vor dem Dessert gereicht.

Beste Reisezeit

Durch die Lage zwischen Bergen und Atlantik ist das Klima relativ feucht. Sowohl an der Küste als auch im Gebirge kann es schnell umschlagen. Eine Allwetterjacke und warme Schlafsäcke gehören deshalb mit in den Wohnwagen oder das Wohnmobil. In den Bergen regnet es mehr als an der Küste, dafür gibt es sprudelnde Bäche und grüne Almen. Die wärmsten und für Badeurlauber zu empfehlende Monate sind Juli und August, dann erreicht das Thermometer Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius. Die Wassertemperaturen liegen bei 20 Grad Celsius. Das Frühjahr und der Herbst sind die besten Jahreszeiten zum Wandern. Ab einer Höhenlage von 800 m ist, mit Schnee zu rechnen.

Aktivitäten und Ausflüge

Kantabrien ist eine Region für Wanderer, Bergsteiger, Mountainbikefahrer und Wassersportler.

Ab auf die Bretter

Die Küste mit ihren Klippen und breiten Stränden eignet sich hervorragend für lange Strandspaziergänge. Die mitunter tosende Brandung des Atlantiks zieht Surfer aller Art an: Kite-, Wellen- und Windsurfer toben sich im Golf von Biskaya aus. Anfänger des nassen Sports können sich Bretter in den Surfschulen ausleihen. An der Playa de Oriñon in der kleinen Bucht zwischen Laredo und Castro-Urdiales gibt es bei West- bis Nordwestwind einen guten Beachbreak.

Ab in den Sattel

Während es an der Küste recht flach ist und atemberaubende Radtouren über die Klippen führen, wird es im Inland von Kantabrien schnell hügelig und am Horizont gebirgig. Die Bedingungen für Mountainbikefahrer sind ideal. Besonders der Nationalpark Picos de Europa ist beliebt. Er lockt mit 200 über 2.000er Bergen und liegt zwischen den Küstenstädten Colunga und Santander.

An die Ruder

Dank des feuchten Klimas ist es in Kantabrien sehr grün. Es gibt viele Flüsse und Bäche, die zum Kanufahren, Kajaken und Canyoning einladen In der Nähe von Ampuero lassen sich geführte Kajaktouren buchen.