Community Campingplatz: So besänftigst du nervige Nachbarn

Schon die Oma wusste: Familie kannst du dir nicht aussuchen! Was sie aber oft verschwiegen hat, ist, dass du auch deinen Nachbarn nicht immer aus dem Weg gehen kannst. Und auch auf dem Campingplatz entscheidet in den meisten Fällen nur der Zufall über die Familie von nebenan. Richtig problematisch kann es allerdings werden, wenn bereits nach dem ersten Handschlag feststeht, dass das Gegenüber definitiv keine neue Urlaubsbekanntschaft wird. 10 Tage kostbaren Urlaub mit diesen Leuten nur zwei Meter neben deinem Grill? Ein Albtraum, der einem dicken Gewitter gleichkommt. Doch wir können entwarnen! Es gibt einige Tipps, die du befolgen kannst, um einen Nachbarschaftsstreit in der schönsten Zeit des Jahres zu verhindern.

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Welche Nachbarn sind eigentlich besonders nervig?

Grundlegend gilt: jeder empfindet andere Eigenheiten als störend. Fakt ist jedoch auch, dass es schwer ist, sowohl auf dem Campingplatz als auch im echten Leben, die Wogen nach einem Streit wieder zu glätten. Umso dramatischer, wenn man bedenkt, dass die Wahrscheinlichkeit, sich in den nächsten Ferien auf demselben Campingplatz wieder zu begegnen, nicht gering ist. Nachbarn, die besänftigt werden müssen, regen sich auf dem Campingplatz oft über vielseitige Faktoren auf. Vielleicht:

  • warst du an einem Abend zu laut und hast mit deiner Familie ein wenig gefeiert?
  • zieht der Rauch deines Holzkohlegrills „immer“ in das Nachbarzelt?
  • war dein Mülleimer nicht geschlossen und diente als Anlaufstelle für Bienen?

Seien wir ehrlich: Gründe, um sich aufzuregen, gibt es viele. Doch wie stellst du nun sicher, dass Herr Nachbar und du vielleicht keine Freunde werdet, aber dennoch gut miteinander auskommt, bevor sich eure Wege für immer trennen?

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Gutwetter mit dem Nachbarsschreck! 4 Tipps für ein nettes Miteinander

1. Der Schlüssel zu einer guten Beziehung

Es gibt sie, diese Menschen, die es sogar im eigenen Urlaub einfach nicht lassen können. Da wird morgens hier genörgelt und nachmittags dort. Wenn ein solcher Höllennachbar nun ausgerechnet deiner ist, bleibt die erste und wichtigste Regel: positiv bleiben! Wenn das Radio beim Frühstück spielt, der Kaffee duftet und die Sonne scheint, sollte es niemanden auf der Welt geben, der dir die gute Laune nimmt. Auch Herr Meyer von nebenan, dem die Musik wieder zu laut ist, ändert nichts daran. So unfreundlich die Beschwerde vom Nachbarn auch rüberkommt – freundliches Zuhören und eine gesunde Kompromissbereitschaft schaffen das Problem schnell vom Campingplatz.

2. Eine Einladung auf die andere Seite der Abgrenzung

Liebe geht durch den Magen. Und genau das gilt sicherlich auch für einen Großteil der Camper. Dein Nachbar beschwert sich, dass der Wind den Rauch deines Grills genau zu ihm herüberträgt? Biete ihm eine Wurst oder ein Steak an! Sicherlich ist nach ein paar Minuten das Problem nur noch halb so dramatisch.

Das perfekte BBQ

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3. Dein Urlaub muss sich nicht auf dem Campingplatz beschränken!

Besonders Familien mit Kindern werden von anderen Campern oft kritisch beäugt. Immerhin wird eben nicht immer nur in Zimmerlautstärke gespielt. Die begrenzte Fläche auf dem Campingplatz trägt dazu bei, dass die Situation noch verschärft wird. Daher: gönne dir eine Auszeit und mache gemeinsam mit deiner Familie einen Ausflug zu einem nahegelegenen Spielplatz. Vielleicht findest du auch noch andere Mitcamper, die euch begleiten wollen?

4. (Fast) jeder braucht irgendwann Hilfe,… vielleicht auch dein Camping Nachbar?

Gerade dann, wenn du ohnehin einen Groll gegenüber deinem Nachbarn hegst, mag es schwerfallen, aber: in so gut wie jedem Camping-Urlaub entstehen Situationen, in denen ein Urlauber Hilfe braucht. Daher: sollte dein Nachbar am Aufbau eines Sonnenschirms verzweifeln oder anderweitig Hilfe brauchen: ignoriere ihn nicht. Allein schon aus psychologischer Sicht wird sich das Klima zwischen euch sicherlich verbessern. Und keine Sorge: beste Freunde müsst ihr natürlich dennoch nicht werden!

Abschließendes Fazit

Das Risiko, im Campingurlaub auf Nachbarn zu stoßen, deren Interessen eventuell mit den eigenen korrelieren, ist durchaus gegeben. Und wie im normalen Alltag gilt auch hier, dass Reden so gut wie immer hilft. Vorteilhaft ist hier natürlich auch, dass die meisten Camper sicherlich doch ein wenig extrovertierter und offener sind, als der klassische 5-Sterne-Urlauber. Daher: einmal über seinen eigenen Schatten zu springen, bildet in der Regel die Grundlage für einen etwas entspannteren und harmonischeren Urlaub, auch mit Nachbarn, die (vielleicht nur auf den ersten Blick?) als nervig erscheinen. Immerhin zeigt sich immer wieder, dass viele Freundschaften mit einem „Am Anfang konnte ich dich ja eigentlich überhaupt nicht leiden!“ beginnen.

Text von Cornelia Wilhelm

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