Rundreise Lüneburger Heide

Rundreise in der Lüneburger Heide: Wunderbare Wohnmobiltour mit Ruhe und Natur

Artikel von: Riko Wetendorf (7 min Lesedauer) 18.05.2026

Die Lüneburger Heide ist ein außergewöhnliches Naturerlebnis. Auf einer Rundreise lassen sich wunderbare Orte entdecken, die mit Geschichte und Erlebnissen begeistern. Da viele Regionen autofrei gestaltet sind, kommen vor allem aktive Camper als Wanderer oder Radfahrer bei einer Tour durch die Lüneburger Heide auf ihre Kosten. Wir stellen euch zauberhafte Stationen und Campingplätze vor, die einen Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.

Tipps für die Lüneburger Heide

Wer die außergewöhnliche Heideblüte miterleben möchte, der sollte seine Urlaubszeit in die Zeit von Anfang August bis Mitte September verlegen. Dann erstrahlt die Lüneburger Heide besonders farbenfroh.

Wie in ganz Deutschland ist auch in der Naturregion Lüneburger Heide das Wildcampen komplett untersagt. Übernachtet werden darf nur auf ausgewiesenen Stell- und Campingplätzen. Zuwiderhandlungen werden mit hohen Bußgeldern bestraft.

Viele Orte und Regionen in der Lüneburger Heide sind komplett autofrei. Wenn ihr gerne mit dem Fahrrad unterwegs seid, könnt ihr auf ein gut ausgebautes Radwegenetz zurückgreifen. Alternativ gibt es noch den kostenlosen Heide-Shuttle, einem Bus der saisonal eingesetzt wird, um Besucher der Region von Ort zu Ort zu bringen.

Wohnmobiltour durch die Lüneburger Heide

Praktische Informationen zur Rundreise
Route Lüneburg - Scharnebeck - Undeloh - Schneverdingen - Celle - Müden
Highlights Heideblüte und die Fachwerkstadt Celle
Fähre & Maut Wichtig ist, dass viele Städte und Regionen in der Lüneburger Heide autofrei sind.

Die Urlaubsregion lässt sich mit ein wenig Flexibilität wunderbar mit dem Wohnmobil erkunden. Die Strecken sind von überschaubarer Länge, es gibt eine hervorragende Infrastruktur und verschiedene Campingplätze zum Übernachten. Manchmal ist es lohnend auf einem Campingplatz zu verbleiben, obwohl bei unserer Tour verschiedene Stationen aufgeführt werden.

Lüneburg: Der historische Auftakt

Die alte Hansestadt Lüneburg bildet den Ausgangspunkt unserer Reise. Ein Spaziergang durch die beschauliche Metropole ist wie eine kleine Zeitreise, denn gerade die Innenstadt mit ihren Barockfassaden, engen Gassen und kleinen Geschäften zeugt von der langen Stadtgeschichte. Geprägt wurde Lüneburg auch vom Salzabbau, weshalb das Salzmuseum interessante Einsichten gewährt. Der hiesige Wasserturm, das weit über die Dächer ragt, gilt als Wahrzeichen der Stadt.

Tipp: Deckt euch hier auf dem Wochenmarkt mit regionalen Spezialitäten wie Heidehonig oder Heidschnucken-Salami ein.

Campingplatz-Tipp: Campingplatz Rote Schleuse

Der kleine und familiär geführte Campingplatz liegt direkt vor den Toren der Stadt Lüneburg. Dank dem örtlichen Fahrradverleih können Erkundungen auf zwei Rädern in die umliegende Region und die Stadt vollkommen unkompliziert geplant werden. Ein kleine Badeteich und ruhige Standplätze sind perfekt für eine Auszeit am ersten Abend der Rundreise.

Scharnebeck mit dem sehenswerten Schiffshebewerk

Nur ein paar Kilometer weiter nordöstlich von Lüneburg erwartet euch ein technisches Wunderwerk mit dem Schiffshebewerk Scharnebeck. Es ist eines der größten der Welt und befördert Frachtschiffe in riesigen Trögen 38 Meter in die Höhe. Ein Besuch ist absolut zu empfehlen.

Da es nur etwas mehr als 10 Kilometer bis zum Schiffshebewerk sind, könnt ihr eine kleine Radtour unternehmen. Wer dennoch noch einer Camping-Alternative sucht, könnte das Camp Bullerby in Bullendorf ansteuern.

Undeloh: Das Tor zum Totengrund

Mitten im autofreien Naturschutzgebiet befindet sich der idyllische Ort Undeloh. Von hier aus beginnt das klassische Erlebnis der Lüneburger Heide. Zahlreiche Wander- und Radwege führen durch die weitläufige Heidelandschaft bis zum Totengrund, einem der beeindruckendsten Täler der Region. Wer weiter unterwegs ist, erreicht den Wilseder Berg und damit einen der schönsten Aussichtspunkte der Heide. Besonders stimmungsvoll lässt sich die Umgebung bei einer traditionellen Kutschfahrt ab Undeloh entdecken, die hier zum Pflichtprogramm für Besucher gehört.

Campingplatz-Tipp: Freizeit-Camp-Nordheide

Der verkehrsgünstig gelegene Platz ist ideal für Ausflüge in die Lüneburger oder nach Undeloh. Von Wald umgeben, befinden sich die Standplätze für Camper schön im Schatten von Laubbäumen. Camper wissen den Platz aufgrund seiner Lage und seiner Freundlichkeit sehr zu schätzen.

Schneverdingen mit dem Heideblütenfest

Der Luftkurort Schneverdingen begeistert mit seiner Liebe zur Lüneburger Heide. Ein Highlight ist sicherlich der Heidegarten Höpen, in dem über 150 verschiedene Heidesorten das ganze Jahr über blühen. Das Heideblütenfest zieht jedes Jahr Tausende von Besucher in den Bann, die auch den berühmten Umzug miterleben wollen. Es wird jedes Jahr am letzten Wochenende im August gefeiert und wäre womöglich auch für euch eine denkbare Bereicherung der Rundreise.

Campingplatz-Tipp: Camping-Park Lüneburger Heide

Der liebevoll gestaltete Camping-Park Lüneburger Heide bietet sehr viel Komfort und Wohlfühlmomente. Der Reitstall mit Pferdepension sowie der Kräuter- und Gemüsegarten und verschiedene Wellnessanwendungen machen diesen Campingplatz zu einem erholsamen Erlebnis in Verbindung mit der Lüneburger Heide.

Celle mit einem Ensemble aus Fachwerkhäusern

Celle ist einer der bekanntesten Orte im Süden der Lüneburger Heide. Das Celler Schloss und die Altstadt mit dem weltweit größten zusammenhängenden Ensemble aus Fachwerkhäusern sind allein schon Grund, die Stadt zu besuchen. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zählen das Hoppener Haus mit seinen kunstvoll verzierten Holzschnitzereien sowie das Alte Rathaus, die beide eindrucksvoll die historische Architektur der Stadt zeigen. Auch Liebhaber moderner Baukunst kommen auf ihre Kosten: Die von Otto Haesler gestalteten Gebäude aus der Bauhauszeit, darunter die bekannte Siedlung Italienischer Garten.

Campingplatz-Tipp: Campingpark Südheide

Zwischen Wiesen und Wäldern am Ufer des Heidebachs Örtze nordwestlich von Celle ist der Campingpark Südheide eine gute Gelegenheit, um etwas Ruhe zu finden. Dank Kanu- und SUP-Verleih können einmal die Wasserwege in der Lüneburger Heide ausprobiert werden, während der Wellnessbereich mit Sauna für die erholsame Momente auf dem Campingplatz verantwortlich ist.

Müden als Perle der Südheide

Zum Schluss unserer Rundreise gelangt ihr in eines der schönsten Dörfer der Lüneburger Heide. Hier gibt es historische Fachwerkhöfe unter uralten Eichen und der ist perfekt für Touren in die Südheide, die oft etwas einsamer und bewaldeter ist als der Norden. Eine Paddeltour auf der Örtze bietet ermöglicht noch einmal besondere Aussichten auf die beeindruckende Naturlandschaft.

Campingplatz-Tipp: Camping Sonnenberg

Für den letzten Halt auf unserem Roadtrip eignet sich das Camping Sonnenberg in absoluter Alleinlage. Mitten im Wald könnt ihr das umliegende Wander- und Radwegenetz nutzen, um den Süden der Lüneburger Heide für euch zu erkunden. Neben den klassischen Standplätzen können hier auch Safarizelte gebucht werden.

Um die Rundreise zu vervollständigen könnt ihr nach Lüneburg zurückkehren. Alternativ gibt es gute Verkehrsanschlüsse an die Autobahn A7, um die Reise in Richtung Norden nach Hamburg oder Lübeck oder in Richtung Süden fortzusetzen.

Fragen zur Rundreise durch die Lüneburger Heide

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