Makarska Riviera, Kroatien

Kroatien-Rundreise: Die schönste Route entlang der Adriaküste

Artikel von: Selim Baykara (6 min Lesedauer) 22.05.2026

Weiße Städte direkt am Meer, türkisfarbene Buchten und spektakuläre Küstenstraßen: Kroatien ist immer eine Reise wert! Im diesem Artikel stellen wir eine spannende Route vor, die dich einmal entlang der kroatischen Adriaküste von Istrien bis nach Dubrovnik führt und einige der schönsten Highlights zu einer fantastischen Tour kombiniert.

Inhaltsverzeichnis

Türkisfarbenes Wasser an der Adria, schroffe Küstengebirge und zauberhafte Städte am Meer: Kroatien ist nicht ohne Grund eines der beliebtesten Ziele für Roadtrips – und am schönsten ist es wahrscheinlich, wenn man der Küste folgt.  Kilometerlang führen die Straßen an der Adria entlang, immer wieder mit tollen Ausblicken auf die vorgelagerten Inseln. Dazwischen kleine Buchten, endlose Strände und die schmucken Örtchen mit ihren Häusern aus blenden weißem Kalkstein. Natürlich hat auch das Hinterland seinen Reiz: Abseits der Küste erwarten uns bewaldete Bergregionen, Nationalparks mit tosenden Wasserfällen und eindrucksvollen Karstlandschaften.

Die Route, die wir hier vorstellen, vereint einige der Highlights von Kroatien zu einem großen Küsten-Roadtrip. Los geht‘s in Istrien mit den zauberhaften Städten Rovinj und Pula, bevor die Route entlang der Kvarner-Bucht weiter Richtung Süden führt. Bei Opatija verlassen wir die Küste und fahren ins grüne Landesinnere zu den berühmten Plitvicer Seen. Hinter Zadar kehrt die Route dann wieder zurück an die Adria. Anschließend folgt einer der schönsten Abschnitte der Tour: die dalmatinische Küste rund um Šibenik, Split, der berühmten Jadranska Magistrala direkt am Meer und die Makarska Riviera mit ihren vorgelagerten Inseln und alten Hafenstädten. Das große Finale bildet schließlich Dubrovnik ganz im Süden Kroatiens.

Für die komplette Tour empfehlen wir, dass du dir mindestens zwei Wochen Zeit nimmst. Die Entfernungen wirken auf der Karte oft kürzer als sie tatsächlich sind – gerade entlang der Küstenstraße kommt man wegen Kurven, Aussichtspunkten und sommerlichem Verkehr häufig langsamer voran als gedacht. Natürlich macht genau das einen großen Teil des Roadtripgefühls aus: kleine Hafenorte am Wegesrand, spontane Badestopps in versteckten Buchten oder lauschige Abende am Meer laden zum Verweilen ein. Noch ein Tipp: Wildcampen ist in Kroatien verboten und das wird seit einigen Jahren zunehmend strenger kontrolliert. Nutze daher lieber offizielle Campingplätze oder kleine Campinganlagen (Minicamps bzw Autocamps).

Praktische Informationen zur Campingtour
Route Rovinj – Pula – Opatija – Plitvicer Seen – Zadar – Šibenik – Trogir – Split – Makarska/ Brela – Dubrovnik
Strecke ca. 800 km
Fahrtzeit rund 14 Tage
Highlights Altstadt von Rovinj, Wasserfälle der Plitvicer Seen, Küstenstraße Jadranska Magistrale, Altstadt von Trogir und Dubrovnik
Beste Reisezeit Mai bis Juni sowie September bis Oktober
Maut Auf vielen kroatischen Autobahnen fallen Mautgebühren an, die Küstenstraße Jadranska Magistrala ist mautfrei

Venezianische Hafenstädte an der Küste Istriens

Unsere Kroatien-Rundreise beginnt mit einem echten Highlight und zwar mit Rovinj an der Westküste Istriens. Rovinj gilt vor allem wegen ihrer bunten Häusern und der malerisch auf einer Landzunge gelegenen Altstadt als eine der schönsten Städte Kroatiens. Verwinkelte Kopfsteinpflastergassen führen hinauf zur Kirche der Heiligen Euphemia, der Glockenturm ist fast überall über den roten Dächern sichtbar. Direkt vor der Küste liegen zahlreiche kleine Inseln, südlich der Altstadt ziehen sich Kiesstrände und Pinienbuchten entlang der Küste. Gerade am Abend, wenn sich die Promenade füllt und die Fassaden im warmen Licht leuchten, zeigt Rovinj eines der schönsten Stadtbilder Kroatiens.

Nur wenige Fahrstunden weiter südlich erreichen wir Pula. Die geschichtsträchtige Hafenstadt wirkt größer und urbaner als Rovinj, fast an jeder Ecke begegnet man der langen Geschichte der Stadt. Besonders beeindruckend ist die Arena von Pula: Das römische Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert ist eines der am besten erhaltenen der Welt. Hinter Pula folgt die Route anschließend der Nordrand der Kvarner-Bucht Richtung Opatija.

Campingplatz-Tipp: Camping Mon Perin

Von Opatija zu den Plitvicer Seen

Opatija ist ein weiteres Highlight der Reise. Die elegante Küstenstadt war bereits im 19. Jahrhundert ein beliebter Kurort der Habsburger Monarchie. Noch heute prägen prachtvolle Villen, alte Hotels und die lange Lungomare-Promenade das Stadtbild. Palmen, exotische Pflanzen und die geschützte Lage an der Kvarner-Bucht verleihen Opatija fast etwas Rivieraartiges – ein spannender Kontrast zu den raueren Küstenabschnitten weiter südlich. Kurz danach passieren wir außerdem Rijeka, die größte Hafenstadt Kroatiens und eines der wichtigsten Verkehrszentren des Landes.

Hinter Opatija sagen wir der Adria Lebewohl – zumindest für’s Erste – und fahren ins bewaldete Landesinnere Kroatiens. Durch Karstlandschaften und Wälder geht es Richtung Plitvicer Seen, einem absoluten Muss bei einer Kroatienreise. Der Nationalpark gehört zu den bekanntesten Naturwundern des Landes: 16 türkisfarbene Seen sind hier über Wasserfälle und kleine Holzstege miteinander verbunden. Die Wege führen direkt entlang der Kalksteinterrassen und über das Wasser, dazwischen stürzen kleinere Wasserfälle in die Schlucht hinab. Besonders eindrucksvoll ist der große Veliki Slap, der höchste Wasserfall Kroatiens.

Campingplatz-Tipp: Camping Plitvice

Zurück an die Adria: Zadar und die dalmatinische Küste

Nach dem Abstecher zu den Plitvicer Seen geht es dann wieder zurück an die Küste nach Zadar. Die Fahrt durch das schroffe Karstgebirge des Velebit ist beeindruckend: Kahle Kalksteinfelsen im Hinterland, davor die tiefblaue Adria und unzählige Inseln vor der Küste. Zadar selbst ist das Tor zu Dalmatien und bietet einen tollen Mix aus Sightseeing, Kultur und Strand. Besonders schön ist die Altstadt auf einer Halbinsel, die noch heute von alten Mauern und venezianischen Toren umgeben ist.

Anschließend beginnt einer der spektakulärsten Abschnitte der gesamten Tour. Die Fahrt auf der berühmten Adria Magistrale nach Šibenik. Diese Straße gilt als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt – sie windet sich spektakulär zwischen dem Biokovo-Gebirge und der Adria hindurch, dazu kommen ständig wechselnde Ausblicke auf vorgelagerte Inseln und kleine Buchten. Šibenik ist eine weitere wunderschöne Hafenstadt. Nicht weit entfernt liegt außerdem der Nationalpark Krka – ein lohnenswerter Abstecher.

Campingplatz-Tipp: Amadria Park Camping Šibenik

Split und die Makarska Riviera

In Trogir erwartet uns anschließend eine der schönsten Altstädte der gesamten Tour. Das historische Zentrum liegt auf einer kleinen Insel zwischen Festland und der Insel Čiovo. Enge Gassen, alte Stadtmauern, dazwischen zahlreiche Gebäude aus Romanik, Renaissance und Barock verleihen dem Ort fast ein wenig die Atmosphäre eines Freilichtmuseums.

Wenige Kilometer weiter südlich folgt mit Split die größte Stadt Dalmatiens. Mitten in der Innenstadt spielt sich der Alltag noch heute rund um die Mauern des riesigen Diokletianpalastes aus der Römerzeit ab. Zwischen alten Steinsäulen liegen Cafés, Wohnungen, Restaurants und Geschäfte direkt in den ehemaligen Gängen der antiken Anlage. Sehr entspannt schlendert sich an der palmengesäumten Promenade. Die vorgelagerten Inseln sind per Fähre erreichbar, außerdem gibt es etliche kleine Stadtstrände entlang der Küste.

Südlich von Split folgt ein weiterer schöner Straßenabschnitt. Die Küstenstraße folgt nun der Makarska Riviera, links von uns ragt das zerklüftete Biokovo-Gebirge auf. Orte wie Makarska oder Brela wirken wie eingezwängt zwischen Meer und Bergen. Vielerorts reichen die Pinien bis an die Strände heran, kleine Buchten wechseln sich mit langen Uferpromenaden ab. Besonders rund um Brela mit dem berühmten Punta-Rata-Strand zeigt sich die Adriaküste noch einmal von ihrer schönsten Seite.

Campingplatz-Tipp: Medora Orbis Camping & Glamping

Finale in Dubrovnik

Schließlich erreichen wir Dubrovnik, den wohl bekanntesten Ort der gesamten Route. Die vollständig von massiven Steinmauern umgebene Altstadt gehört zweifellos zu den eindrucksvollsten historischen Städten Europas. Innerhalb der alten Mauern verlaufen enge Kalksteingassen zwischen Kirchen, Palästen und kleinen Plätzen, während draußen vor der Stadt die Wellen der Adria gegen die Felsen schlagen. Besonders schön ist Dubrovnik am frühen Morgen oder am Abend, wenn wieder etwas Ruhe in die Gassen einkehrt. Im Idealfall bleiben wir hier noch ein paar Tage – anschließend geht’s gut erholt wieder zurück in die Heimat.

Titelbild: Makarska Riviera, Kroatien – © Tanya Rozhnovskaya – stock.adobe.com

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