Besonderheiten beim Camping auf Kreta

Die meisten Campinggäste zieht es auf Kreta in den Norden. Hier befinden sich bekannte Hafenstädte wie Chania, Rethymno und Iraklio. Am Rande dieser Gemeinden finden die Reisenden zahlreiche Campingplätze mit weißen Stränden direkt vor der Haustür. Viele der Anlagen bieten Extras wie Swimmingpools und Sportverleihe an. Spannung pur versprechen Ausflüge mit dem Wohnmobil ins Hinterland. Hier warten geheimnisvolle Höhlen auf die Besucher ebenso wie spektakuläre Canyons. Im Süden von Kreta gehört die Samaria-Schlucht zu den längsten in ganz Europa und ist für Wanderer ein wahres Paradies. In den Bergen lohnt sich ein Ausflug zu einem der kleinen Dörfer, in denen Einheimische traditionelles Essen aus frischen Produkten zubereiten.

Anreise

Um mit dem Wohnmobil nach Kreta zu gelangen, müssen Reisende auf dem Festland zur Fähre. Die meisten Verbindungen gehen im Hafen von Piräus unweit von Athen ab. Angesteuert werden insbesondere Chania, Agios Nikolaos, Iraklio und Rethymno, alles Gemeinden im Norden der Insel. Alternativ fahren Fähren von Gythio auf dem Peloponnes und von Santorin. Am besten sollte man die Fährtickets vorher online buchen. Da die Boote relativ oft abfahren, erhält man aber auch Fahrkarten vor Ort am Schalter. Mit dem Wohnmobil ist es sinnvoll, etwa eine Stunde vor Abfahrt im Hafen zu sein.

Für die Anreise nach Athen geht es für Urlauber quer über den Balkan. Von München sind es etwa 2.000 km bis zum Hafen. Berlin liegt etwa 2.300 km von diesem Zwischenziel entfernt. Wer von Ostdeutschland aus anreist, fährt zunächst nach Tschechien und in die Slowakei. Über Ungarn, Serbien und Mazedonien geht es schließlich nach Griechenland. Von Süd- und Westdeutschland aus ist es kürzer, über Österreich und den Westbalkan zu fahren. Im Alpenstaat sollte man vergleichsweise hohe Mautgebühren einplanen, die in Form eines Vignettenkaufs zu entrichten sind.

Reiseziele auf Kreta

Die traumhaften Badestrände von Kreta liegen im Norden der Insel. Hier warten Gemeinden wie Rethymno, Iraklio und Chania mit ihren kleinen Badeorten am Stadtrand auf die Feriengäste.

Rethymno

Rethymno ist vor allem wegen ihrer Altstadt eine Attraktion. Rund um den Hafen lassen sich die Bauwerke aus der venezianischen Epoche bewundern, insbesondere die wuchtige Festung. An der Uferpromenade laden zahlreiche Restaurants und Klubs zum Ausgehen ein. Für einen Urlaub mit Camping auf Kreta reist man am besten in einen der Vororte, beispielsweise zu den weiten Stränden von Platanias.

Iraklio

Iraklio ist die Hauptstadt von Kreta und größte Gemeinde der Insel. Neben der Altstadt mit den venezianischen Wehrmauern ist das nahegelegene Knossos mit seiner antiken Palastanlage eine der Hauptattraktionen. In der Nähe befinden sich familienfreundliche Freizeitparks wie das CretAquarium, das Aquaworld in Chersonissos und die Watercity. Malia bei Iraklio gilt als eine der Partyhochburgen von Kreta.

Chania

Weit im Westen Kretas gelegen, bildet Chania einen der wichtigsten Häfen der Insel. Beliebt ist der Ort vor allem angesichts der venezianischen Altstadt und der vielen architektonischen Hinterlassenschaften aus der türkischen Epoche. So sind bis heute zahlreiche osmanische Badehäuser erhalten geblieben. Westlich des Zentrums finden sich etliche Campingplätze und Strände.

Gastronomie

Auf der Insel Kreta werden vorwiegend frische Produkte verarbeitet. Sonnengereifte Oliven, intensiv schmeckende Tomaten, Paprika und Schafskäse aus dem Hinterland sind die Grundlage für den würzigen kretischen Bauernsalat. Die Spezialität ist meist das Entrée für herzhafte Fleischgerichte. Gyros mit Tzatziki, gegrilltes Ziegen- und Schaffleisch mit Salbei-, Thymian- und Oreganowürzung sowie Souvlaki-Spieße gehören zu den Klassikern der kretischen Küche.

Durch die Nähe zum Meer sind natürlich auch Fischspeisen beliebt. In den Häfen und an den Strandpromenaden werden unter anderem Platten mit gegrilltem Oktopus und Kalmaren, frittierten Sardellen und Shrimps serviert. Dazu gibt es traditionell den Anisschnaps Ouzo, einen kräftigen Tsipouro oder liebliche Weine.

Beste Reisezeit

Auf Kreta beginnt die Badesaison üblicherweise im Mai. Dann kommen bei etwa 24 Grad Celsius an der Luft die ersten Reisenden in den Norden der Insel und springen bei noch frischen 19 Grad Celsius ins Wasser. Im Juni steigen die Außentemperaturen bereits auf 27 Grad Celsius – ähnliche Werte herrschen im September. Im Juli und Juni kann man mit Top-Werten von etwa 30 Grad Celsius rechnen. Zwischen Juni und Oktober ist das Mittelmeer mit zwischen 22 und 25 Grad Celsius angenehm warm. Im Juli und August fällt zudem so gut wie kein Regen. Wassersportler nutzen gerne die Nebensaison im Mai, Oktober und November.

Aktivitäten und Ausflüge

An der Küste warten tolle Segel- und Wassersportreviere auf die Reisenden. Im Hinterland lassen sich antike Kulturgüter, urige Höhlen und spektakuläre Schluchten erkunden.

Segeln

An der Nordküste bieten zahlreiche Hafenstädte und Marinas einen guten Ausgangspunkt für Segeltörns. Private Anbieter kann man über die Campingplätze Kretas kontaktieren. Wer noch keine Erfahrung in der Sportart hat, kann erste Schritte im Rahmen eines Kurses wagen. Mit vorliegender Lizenz ist es möglich, sich ein Boot auszuleihen.

Antike entdecken

Aus der kretisch-minoischen Antike stammt der Mythos des Minotaurus – halb Mensch, halb Stier. Der Legende nach lebte das geheimnisvolle Wesen im labyrinthartigen Palast von Knossos, dessen Überreste man bis heute unweit von Iraklio besichtigen kann. Weitere sehenswerte Orte aus der Antike sind die Ruinen von Phaistos und der Palast von Malia.

Wandern

Kretas Wanderparadies schlechthin liegt weit im Süden und lässt sich ausschließlich mit dem Boot erreichen. Am südlichsten Punkt der Samaria-Schlucht angekommen, kann man innerhalb von etwa sieben Stunden den spektakulären Canyon durchwandern. Schöne Ausflugsziele warten außerdem in den Bergen des Lasithi-Plateaus auf Wanderfans, zum Beispiel die Höhle von Milatos.