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ADAC vs. Camper-Sterne: Welchen Camping-Bewertungen können Sie wirklich trauen?
Wie verlässlich sind Online-Ratings beim Camping wirklich? Wer nur auf die Bestnoten im Netz vertraut, erlebt oft eine Überraschung. Eine aktuelle Analyse von knapp 15.000 Plätzen belegt, dass die Bewertungen der ADAC-Experten teils massiv von den Nutzer-Erfahrungen abweichen.
Bei der Urlaubsplanung, der Campingplatz-Buchung oder beim Besuch eines Restaurants gibt es ein entscheidendes Muster, dem wir alle mittlerweile gerne folgen. Die Entscheidungsgrundlage bilden die Bewertungen anderer Gäste, denn schon weniger als vier Sterne können ein Ausschlusskriterium sein.
Mittlerweile verlassen sich viele Camper ausschließlich auf diese Bewertung, allerdings zeigt eine aktuelle Analyse von PiNCAMP, dass deutliche Unterschiede zwischen der ADAC-Klassifikation und der Einschätzung der Camper-Community existieren. Grundlage der Analyse waren die Bewertungen von 15.000 europäischen Campingplätzen.
Rätsel um die Campingplatz-Bewertungen
Nur 2 Sterne vom ADAC, aber die Gäste lieben ihn! Dieser Widerspruch offenbart sich bei zahlreichen Campingplätzen, die PiNCAMP näher betrachtet hat. Dabei zeigt sich, dass die Camper-Community bei den Gästebewertungen ein deutlich positiveres Bild vermittelt.
Fast zwei Drittel der Campingplätze (64 %) glänzen mit der Höchstwertung von 5 Sternen. Während sich 32 % der Plätze im soliden Mittelfeld (3 bis 4 Sterne) bewegen, ist echte Kritik selten: Nur verschwindend geringe 4 % der Plätze stürzen unter die 2-Sterne-Marke.
Beim ADAC zeichnet sich ein anderes Bild, denn hier erhalten lediglich 13 Prozent der Campinganlage die Höchstnote. Der größte Teil ist mit 77 Prozent im gehobenen mittleren Segment zu finden (39 % mit 3 Sternen und 38 % mit 4 Sternen). 2 Sterne (9 %) oder 1 Stern (1 %) erhalten nur sehr wenige Campingplätze.
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Wie kommt es zu den Unterschieden?
„Die jeweiligen Zahlen widersprechen sich nicht, sondern sie basieren auf zwei grundlegend unterschiedlichen Messverfahren“, erklärt Uwe Frers, Campingexperte und Geschäftsführer von PiNCAMP.
Auf der einen Seite stehen die Bewertungen von geschulten und unabhängigen Inspekteuren und auf der anderen Seite das subjektive Empfinden eines Gastes. „Ein sehr einfacher, naturnaher Platz, auf dem man nachts den Sternenhimmel bewundern kann, kann die Erwartungen eines Gastes vollumfänglich erfüllen und nach seinem Aufenthalt eine 5-Sterne-Bewertung generieren.“
Die Kombination aus beiden Bewertungen
Das Fazit der Analyse liefert Urlauber eine verlässliche Orientierungshilfe: Eine fundierte Platzwahl erfordert den parallelen Blick auf beide Bewertungssysteme. Risiken werden dann minimiert, wenn ein Campingplatz sowohl in der objektiven Expertenvalidierung als auch in den subjektiven Kundenrezensionen Bestnoten erzielt.