Verfügbare Unterkünfte (Camping et Gîtes de Beauséjour)
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La Hisse
22100 Saint-Samson-sur-Rance
Bretagne
Frankreich
Breitengrad 48° 29' 35" N (48.49331)
Längengrad 2° 0' 15" W (-2.00436)
Austern so weit das Auge reicht - Cancales Einnahmequelle liegt dem Ort zu Füßen. Bei Ebbe fahren die Züchter mit Traktoren zu den Bänken hinaus und bringen ihre Fracht an Land, wo die Köstlichkeiten in aller Frische mit einem Spritzer Zitrone geschlürft werden. Wer sich von Osten dem einstigen, in einer felsigen Bucht liegenden Korsarennest nähert, erblickt eine der fotogensten Ansichten der bretonischen Küste.
Das moderne Kulturzentrum Les Champs Libres vereint drei Institutionen unter einem Dach. Im rechteckigen, fast fensterlosen Sockel zeigt das Musée de Bretagne Ausstellungen zur Regionalgeschichte und thematisiert auch die Dreyfus-Affäre. Den Flachbau durchdringt eine umgedrehte gläserne Pyramide mit der Bibliòtheque und dem Dom des Wissenschaftszentrums Espace des Sciences. Hier begeistert ein digitales Planetarium mit einer riesigen halbkugelförmigen Leinwand.
Das Schloss der bretonischen Herzöge stammt im Wesentlichen aus dem 15./16. Jh. und wurde aus strategischen Gründen an der Nahtstelle zum Festland erbaut. Der viertürmige Komplex beherbergt heute das Rathaus. Von der Spitze des 35 m hohen Turmes Grand Donjon weht noch heute die Flagge der Stadt. Mit dem Musée dhistoire maritime entsteht bis 2025 im Hafen ein neues Museum zu Stadtgeschichte und Seefahrt.
Zwischen dem Schloss und dem Stadttor Porte St-Vincent erstreckt sich die längliche Place Chateaubriand mit etlichen Cafés und Restaurants. Im Haus Nr. 2 wohnte einst die Familie des Dichters François-René Chateaubriand (1768-1848). In der nahen Rue Chateaubriand Nr. 3 wurde er geboren, auf der westlich vorgelagerten Insel Grand Bé befindet sich sein Grab. Die Place Chateaubriand ist Ausgangspunkt für die Erkundung der Ville Close. Ein schöner Spaziergang führt von hier über die Restaurantmeile Rue J. Cartier nach Süden bis zur Grande Porte.
Ab dem 12. Jh. wuchs um die Stadt ein Mauerring, der einst der Verteidigung diente und heute ein beliebter Spazierweg ist. Während die Bombardements der Alliierten im Zweiten Weltkrieg Saint-Malo fast komplett zerstörten, blieben diese Mauern erhalten. Der etwa einstündige Rundgang auf der Stadtmauer, die Tour des Remparts, beginnt am Burgturm an der Porte St-Vincent, dem Hauptzugang zur Ville Close. Aus erhöhter Position sind stattliche Häuser von Reedern zu sehen, die im 18. Jh. durch Sklavenhandel reich wurden. In einem Haus hinter der Porte de Dinan wohnte der Korsar Robert Surcouf (1773-1827), dessen Beutezüge so erfolgreich waren, das er sich bereits im Alter von 35 Jahren zur Ruhe setzen konnte. Von der Bastion St-Philippe und der Bastion de la Hollande bieten sich herrliche Ausblicke auf das Meer, das vor Saint-Malo einen spektakulären Gezeitenunterschied von bis zu 14 m hat. Unterhalb der Bastion de la Hollande gelangt man bei Ebbe über den Strand zur Insel Grand Bé.
Die Kathedrale aus dem 12. Jh. wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Die Fenster im gotischen Chor sind modern. In einer Kapelle ruht Jacques Cartier (1491-1557), der aus Saint-Malo stammende Entdecker Kanadas, neben dem Korsaren René Duguay-Trouin (1673-1736).
Der Erzengel Michael soll Bischof Aubert veranlasst haben, ihm auf dem Fels im Meer eine Kapelle zu bauen. Im Laufe der Zeit entstand die Abbaye du Mont-Saint-Michel mit der Abteikirche (ab 1080), bekrönt von einer vergoldeten Statue des hl. Michael samt Drachen. Majestätisch ragt der Abteiberg auf. Kühn erheben sich Kirchengewölbe und Türme auf engstem Raum 157 m über dem Meer. Zu den schönsten Teilen des UNESCO-Welterbes zählen Refektorium und Kreuzgang. Seit 1877 führte ein Damm auf die Insel. Dieser wurde, da die Bucht stark versandete, 2014 durch eine Fußgängerbrücke ersetzt. Seitdem sind die Gezeiten wieder erlebbar, und der Mont-Saint-Michel wird mehrmals im Jahr zur Insel.
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