Verfügbare Unterkünfte (Camping Ai Tucul)
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Via Romagna 4
00040 Ardea
Lazio
Italien
Breitengrad 41° 36' 38" N (41.61056)
Längengrad 12° 31' 27" E (12.52421)
Kaiser Augustus gab den Bau seines Mausoleums 28 v. Chr. in Auftrag, doch als er fünf Jahre später starb, war der größte Rundbau der Antike noch nicht vollendet. Das Grabmonument auf der heutigen Piazza Augusto Imperatore war 87 m breit und 40 m hoch und von einem Erdwall mit Bäumen ummantelt. Über dem Grabbau thronte der Begräbnistempel mit der Statue des Kaisers als Bekrönung. Die Anlage wurde 1907 wiederentdeckt. 80 Jahre lang war das Mausoleum geschlossen, jetzt, nach 15-jähriger Restaurierung, kann es wieder besichtigt werden, vorläufig nur auf Voranmeldung.
Ihren Namen hat die Piazza Colonna von der 30 m hohen Grabsäule des Kaisers Marc Aurel, die wie die Trajanssäule von einem Reliefband umwunden ist. Die dort gemeißelten Szenen schildern die Feldzüge des Kaisers gegen die Markomannen und Sarmaten in den Jahren 168/169. Das die Säule bekrönende Standbild Marc Aurels wurde im 16. Jh. durch eine Statue des hl. Paulus ersetzt. Imposanter Blickfang an der Nordseite des Platzes ist der im 16. Jh. von den Baumeistern Giacomo della Porta und Carlo Maderno im Stil der Spätrenaissance geschaffene Palazzo Chigi. Er ist heute Sitz des italienischen Ministerpräsidenten. Westlich angrenzend öffnet sich die Piazza di Montecitorio mit dem gleichnamigen monumentalen Palast, dessen Bau von Bernini 1650 begonnen und 1694 von Carlo Fontana vollendet wurde. Er beherbergt die italienische Abgeordnetenkammer. Die Schauseite des Palazzo mit schmucken Fenstergiebeln und elegantem Uhrturm blickt auf einen ägyptischen Obelisken aus dem 6. Jh. v. Chr. Er diente ursprünglich als Zeiger der Sonnenuhr des Augustus, die sich in der Nachbarschaft des Ara Pacis befand.
Ein kubischer Glasbau des amerikanischen Stararchitekten Richard Meier schützt seit 2006 den Friedensaltar des Augustus vor den Elementen und den Abgasen. Senat und Volk stifteten die Ara Pacis Augustae nach den Siegen über Spanien und Gallien. Im Jahr 9 v. Chr. wurde der Altar an der heutigen Via del Corso eröffnet, nach Ausgrabungen 1937/38 fand er einen neuen Standort am Tiberufer. Das Monument würdigt die Pax Romana, den römischen Frieden. Kaiser Augustus hatte Grenzen gefestigt und Bürgerkriege beendet. Die Reliefs zeigen mythologische und allegorische Szenen sowie eine Prozession der kaiserlichen Familie.
In der Via del Corso 18 wohnte Johann Wolfgang von Goethe mit Unterbrechungen 1786-88. Das Museum dokumentiert anhand von Bildern, Büchern und Skulpturen den Romaufenthalt des Dichters, die glücklichste Zeit seines Lebens, wie er sagte. Hier entstanden ›Iphigenie‹, ›Tasso‹ und die ›Römischen Elegien‹.
Die Piazza San Pietro entwarf Gian Lorenzo Bernini gemäß perspektivischer und optischer Steigerungseffekte. Der Platz öffnet sich trichterförmig zu einer von Säulengängen gerahmten Ellipse. Auch die Kolonnaden der anschließenden Piazza Retta weiten sich trapezförmig und verleihen der Fassade der Peterskirche schwebende Leichtigkeit. Bei gutem Wetter finden auf dem Petersplatz die Generalaudienzen des Papstes statt (frühzeitige Voranmeldung obligatorisch).
Zwischen Ministerien und Trabantensiedlungen findet man in einem monumentalen Gebäude, das für die Weltausstellung 1942 erbaut worden war, das Museo della Civiltà Romana und das Planetarium. Im Museum stehen Gipsabgüsse der Trajans- und Marc-Aurel-Säulen, die es gestatten, die Reliefs der Säulen genau zu studieren. Modelle des antiken Rom erleichtern das Verständnis der heutigen Ruinen. Das Gebäude befindet sich 10 Minuten Fußweg von der Station EUR Fermi der Metro B entfernt.
Die Domitilla-Katakomben westlich der Via Appia bestehen aus einem Gängesystem von rund 17 km Länge, verteilt auf zwei übereinander liegende Stockwerke. Damit zählen sie zu den größten Katakomben Roms. Benannt wurden sie nach Domitilla, der Nichte eines römischen Konsuls, die hier bestattet worden war. Die unterirdischen Gänge und Begräbniskammern sind reich ausgestattet mit Wandmalereien, u.a. mit der 2017 freigelegten Darstellung des Handelswegs von Getreide vom Hafen in Ostia über den Tiber in die Stadt. Zudem birgt der Komplex die erste bekannte Darstellung Christi als guten Hirten mit einem Lamm. Eine gemauerte Basilika innerhalb der Stollen erinnert an frühchristliche Märtyrer.
Südöstlich von Rom liegen in den Albaner Bergen die Vulkanseen Lago Albano und Lago di Nemi. Der Nemi-See ist viel kleiner als der Albanersee, der am Hang fast 200 m über dem See klebende Ort Nemi am Wochenende deshalb aber nicht weniger überlaufen. Am Nordufer zeigt das kleine Museo delle Navi die Repliken zweier römischer Schiffe. Die antiken Originale hatte man in den 1920er-Jahren aus dem See geborgen, sie wurden aber während des Zweiten Weltkriegs zerstört. Nach der Besichtigung sollte man nicht versäumen, in einem der Restaurants mit freiem Blick über den See zu essen.
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