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Náměstí Viléma Mrštíka 10
66481 Ostrovačice
Tschechien
Tschechien
Breitengrad 49° 12' 39" N (49.21099448)
Längengrad 16° 24' 31" E (16.40867547)
Diese hügelige, von tiefen Tälern zerschnittene Gegend besteht aus Kalkstein und erstreckt sich über 100 qkm nördlich von Brünn in Südmähren. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Mährischen Karstes sind die fünf Höhlensysteme: Balcarka-, Katharinen-, Sloup-Sosuvka-, Vypustek- und Punkva-Höhle. Die Punkva-Höhle ist am Grund der Macocha-Schlucht durch den unterirdischen Fluss Punkva verbunden.
Die bekannteste und spektakulärste Höhle des Mährischen Karstes ist die Punkva Höhle. Im ersten Teil der einstündigen Führung gehen die Besucher durch gewaltige Dome und Gänge mit Tropfsteinbildungen auf den Grund der-Macocha Schlucht. Im zweiten Teil der Führung fahren die Gäste dann mit Elektrobooten auf dem unterirdischen Fluss Punkva durch den Masaryk Dom, der zu den schönsten Höhlen des Mährischen Karstes gehört, wieder dem Tageslicht entgegen.
Das Schloss Slavkov (Austerlitz) und die kleine südmährische Stadt Slavkov im Südosten von Brünn wurden durch die Drei-Kaiser-Schlacht, die Schlacht bei Austerlitz, bekannt. Am 2. Dezember 1805 errang Napoléon einen klaren Sieg gegen die Russen unter Zar Alexander I. und die Österreicher unter Kaiser Franz II. Im Gesellschaftssaal des Schlosses, das bis Mitte des 18. Jh. im Stil des Barock umgebaut worden war, wurde am 6. Dezember 1805 der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Österreich unterzeichnet. Das Schloss mit seiner Gemäldesammlung und einer Ausstellung über die Schlacht von Austerlitz sowie der Schlosspark können besichtigt werden.
Das Schloss in Moravský Krumlov knapp 30 km südwestlich von Brünn ist durch den Umbau einer alten gotischen Burg zu einem Renaissanceschloss mit mehrstöckigen Arkaden entstanden. Der 12 ha große Schlosspark ist im Stil eines englischen Landschaftsparks gestaltet. Von 1963 bis 2012 war im Schloss der Slawische Epos von Alfons Mucha ausgestellt, ein monumentaler Bilderzyklus des Jugendstilmalers. Die 20 6x4 bis 8x8 Meter großen Gemälde widmen sich der Geschichte der slawischen Völker, zehn der böhmischen Geschichte.
In der Stadt Třebíč, 75 km westlich von Brünn, blieb eines der größten jüdischen Viertel Tschechiens erhalten, das heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Der beengte Raum des Ghettos und steigende Einwohnerzahlen ließen ein einzigartiges Viertel mit einer geheimnisvollen Atmosphäre entstehen, mit krummen Gassen, dunklen Winkeln, gewölbten Durchgängen und zwei alten Synagogen, der Vorderen und der Hinteren Synagoge. Einen schönen Blick auf das Viertel hat man vom Hügel Hradek aus, an dem sich der Jüdische Friedhof mit seinen alten Grabsteinen erstreckt. Er zählt an die 11.000 Gräber und rund 3.000 steinerne Grabmale. Das älteste stammt aus dem Jahre 1625.
Steigt man die 173 Stufen des Rathausturmes hinauf, bekommt man eine schöne Übersicht über die Altstadt, den Dom und die alte Zitadelle auf dem Spielberg, die lange als gefürchtetes Gefängnis diente. Das alte Rathaus selbst stammt ursprünglich von 1311 und fällt vor allem durch einen ausgestopften Alligator auf, der die Besucher am Eingang begrüßt. Das Ungetüm war der Stadt 1608 von einem Fürsten geschenkt worden und schon damals kamen die Ratsherren auf die Idee, mit dem ›Brünner Drachen‹ zahlende Besucher in die Stadt zu locken.
Brünn, die zweitgrößte Stadt Tschechiens, ist Wirtschafts-und Messezentrum mit moderner Architektur und rauchenden Industrieschloten, verfügt aber auch über zahlreiche Kulturdenkmäler. Die Stadtsilhouette wird beherrscht vom doppeltürmigen Petersdom (Katedrála św. Petra a Paula) aus dem 15. Jh. Auf einer Anhöhe im Westen steht seit dem 13. Jh. die Burg Spielberg (Hrad Špilberk). Sie diente ab dem frühen 19. Jh. als Gefängnis und war ein gefürchteter Kerker der österreichisch-ungarischen Monarchie. Das Mährische Landesmuseum im Palais Dietrichstein besitzt zwar nur eine bescheidene kultur- und naturgeschichtliche Sammlung, bewahrt jedoch als Glanzstück die älteste Keramikfigur der Welt. Das Alter dieser Venus wird auf bis zu 29 000 Jahre geschätzt. Gefunden wurde sie 1925 bei Dolní Věstonice, nördlich von Mikulov. UNESCO-Welterbe ist Haus Tugendhat im Vorort Černá Pole.
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