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Via Ascianghi 17
70132 Bari
Apulien
Italien
Breitengrad 41° 7' 18" N (41.1219061)
Längengrad 16° 50' 21" E (16.83922)
Hinter dem Teatro Margherita liegt der lebhafte kleine Fischerhafen der Stadt, der im 17. Jh. noch als Porto Nuovo bezeichnet wurde. Damals war seine Nähe zum Handelszentrum auf der Piazza Mercantile und der Piazza Ferrarese wichtig. Heute kann man hier allmorgendlich sowohl auf dem Molo SantAntonio als auch auf dem Molo San Nicolo den Fang der Fischer begutachten - Fische und Meeresfrüchte, darunter Tintenfische, Miesmuscheln und Seeigel -, und probieren. Frischer gehts nicht: Crudo di Mare mit etwas Brot, ein paar Tropfen Zitrone und Olivenöl.
Die Piazza del Ferrarese, auf der man Reste der römischen Via Traiana freilegte, ist der Platz für Zusammenkünfte, Festivitäten und Kundgebungen in Bari. Derzeit wird die wunderbare alte Fischmarkthalle auf dem Platz restauriert und umgebaut. Sie wird ab 2019 als Teil des Polo delle Arti contemporanee neu eröffnen. Im Erdgeschoss sollen Café, Läden und Imbisse mit lokalen Produkten an die früheren Marktstände erinnern, darüber gibt es Platz für eine Kunstgalerie - und eine Dachterrasse mit Rundumblick. Zum Zentrum der zeitgenössischen Kunst gehören außerdem schräg gegenüber der Spazio Murat mit Ausstellungen u.a. zur aktuellen Fotografie und vis-à-vis am alten Hafen das auf Pfählen errichtete Jugendstiltheater Teatro Margherita (1912–14). Nach vollendeter Restaurierung ab 2019 soll es multifunktional genutzt werden für Darbietungen von Tanz, Theater und Musik und Ausstellungen.
Der teils palmengesäumte Corso Vittorio Emanuele ist die Hauptschlagader Baris und trennt die Altstadt von der Neustadt, die Napoleons Schwager Joachim Murat ab 1813 anlegen ließ. Den Chic des neuen Stadtviertels, das sich im Süden der Altstadt bis zum Bahnhof erstreckt, kommentierten die Bareser damals stolz: »Hätte Paris das Meer, wäre es ein kleines Bari«. Den Corso, der vom alten Hafen bis zur Piazza Garibaldi im Westen verläuft, säumen viele Restaurants und monumentale Paläste. Besonders prächtig sind der 1879 im venezianischen Stil errichtete Palazzo Fizzarotti sowie das renommierte Musiktheater Teatro Piccinni (zurzeit geschl.).
Parallel zur Via Sparano verläuft der begrünte Corso Cavour. Gesäumt von schattigen breiten Bürgersteigen und vielen Mode- und Schuhgeschäften ist er bei Shoppingfans trotz starken Verkehrs außerordentlich beliebt. An der Straße erhebt sich außerdem das prächtige, auffällig rot gestrichene Konzert- und Opernhaus Teatro Petruzzelli (1898-1903). Das 2009 nach einem Brand wiedereröffnete Haus beeindruckt mit seinem Marmorportal, einer imposanten Kuppel und festlichem Zuschauerraum (über 1400 Plätze).
Von der Altstadt führen Lungomare Araldo di Crollalanza und Lungomare Nazario Sauro entlang der Küste zum etwa 3 km entfernten, öffentlichen Stadtstrand Spiaggia Pane e Pomodoro. Unterwegs laden Bänke mit Meerblick zum Ausruhen ein - allerdings begleitet vom Rauschen der Autos auf der viel befahrenen Straße. Der Strand ist bei gutem Wetter natür lich bestens besucht, manchmal geradezu überfüllt. Es gibt eine kleine Bar, ansonsten sind dem Namen des Strandes entsprechend Brot und Tomate als Proviant durchaus empfehlenswert.
Das archäologische Museum residiert im Klosterkomplex der Kirche Santa Scolastica (12. Jh.). Auch die angrenzende archäologische Grabungsstätte von San Pietro wurde integriert. Die multimedial aufbereitete Ausstellung veranschaulicht sämtliche Epochen der Vergangenheit in Bari und Apulien von der Vor- und Frühgschichte bis zum Mittelalter. Die Öffnungszeiten sind bislang unzuverlässig, Führungen werden aber bereits angeboten. Zugänglich ist auch die Bastion (16. Jh.) mit toller Sicht über das Meer. Reizvoll ist auch ein Spaziergang auf der teils erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer mit schönem Meerblick von der Via Venezia Richtung Süden bis zur Piazza Mercantile.
Im Palazzo della Provincia residiert die Pinacoteca Metropolitana Corrado Giaquinto. Unter den ausgestellten Werken des 11.-20. Jh. von italienischen, vor allem apulischen Künstlern bestechen Rokokomaler Corrado Giaquinto (1703-1766) und Impressionist Giuseppe de Nittis (1846-1884). Ein Highlight ist die Ikonensammlung mit Exponaten des 12.-14. Jh.
Das Herz der Bareser schlägt für das alte Geschäfts- und Verwaltungszentrum. Allabendlich strömen sie in die Cafés und Restaurants am Platz oder belagern die Steinbänke um den Barockbrunnen und den mittelalterlichen Pranger. Ein Steinlöwe zu seinen Füßen erinnert als Wächter der Gesetze an die grausame Vergangenheit. Immer mit der Zeit geht die Uhr am Turm des Palazzo Sedile (16. Jh.), Vorläufer des Rathauses, mit der später angefügten Loggia (1722).
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