Verfügbare Unterkünfte (Autocamp Holman)
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Prosecné 84
54373 Prosecné
Tschechien
Tschechien
Breitengrad 50° 34' 6" N (50.56851)
Längengrad 15° 40' 31" E (15.67555)
Ein kleines Tirol mitten in Schlesien: Hier wurden in den Jahren 1838/39 für evangelische Glaubensflüchtlinge aus dem Zillertal in Tirol 41 Bauernhöfe auf Staatskosten errichtet. Die schindelgedeckten Häuser (Domy tyrolskie) mit umlaufenden Holzbalkonen stehen noch, ihre Bewohner wurden jedoch 1945 ein zweites Mal vertrieben. Eine weitere Attraktion des Ortes ist das aus dem 17. Jh. stammende und mehrmals umgebaute Schloss der Familie Hohenzollern. Von seinem Aussichtsturm hat man einen guten Ausblick auf das Riesengebirge und das Hirschberger Tal. Im umliegenden Park sind zahlreiche Naturdenkmäler zu bewundern.
Nach Norden öffnet sich das Riesengebirge ins malerische Hirschberger Tal, das Ende des 18. Jh. der preußische Adel für sich entdeckte. Hier stehen Dutzende Burgen, Herrenhäuser und Paläste. Gäste sind natürlich herzlich willkommen, ob im romantischen Gutshaus oder im luxuriösen Schlosshotel. Schloss Lomnitz (Pałac Łomnica) beherbergt Hotel, Restaurant und eine multimediale Ausstellung zum Leben auf Schloss Lomnitz. Für das Schloss Erdmannsdorf (Mysłakowice) brachten die Hohenzollern ihren Baumeister Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) und der seinen Schüler Friedrich August Stüler (1800-65) mit. Gartenarchitekt Peter Joseph Lenné (1789-1866) entwarf die Parkanlage zwischen den Herrenhäusern und Schlössern in Erdmannsdorf, Lomnitz, Schildau (Wojanów), Fischbach (Karpniki) und Buchwald (Bukowiec).
Berühmt ist der Ort durch die gleichnamige Schlacht, die sich unweit von Königgrätz am 3. Juli 1866 die Preußen und Österreicher lieferten. Das Ergebnis waren 10.000 Opfer und eine Niederlage der Österreicher. Auf und rund um das Gelände der Gedenkzone befinden sich mehr als 400 Denkmäler, die bedeutendsten davon sind durch markierte Wander- und Radfahrwege und auch durch spezielle Lehrpfade (Chlum und Svib) zu erreichen. Das Gelände des zentralen Schlachtfeldes liegt an der Straße von Hradec Kralove nach Jicin. Im Ort Chlum befinden sich ein Aussichtsturm und ein Militärmuseum (Muzeum Pamatniku bitvy 1866 na Chlumu) über die Schlacht von 1866.
In der Altstadt von Hradec Králové öffnen sich nebeneinander der dreieckige Marktplatz (Velké Náměstí) und der Kleine Platz (Malé Náměstí). An der Westseite dominieren der 68 m hohe Weiße Turm (Bílá Věž) und die im 14. Jh. geweihte Heilig-Geist-Kathedrale (Katedrála sv. Ducha). Kostbarstes Stück ihrer Ausstattung ist ein Taufbecken von 1406. Bei Chlum, etwa 6 km nordöstlich von Hradec Králové, liegt das Schlachtfeld von Königgrätz, auf dem 1866 die preußische über die österreichische Armee siegte.
Die Adersbach-Weckelsdorfer Felsen bilden mit ca. 20 qkm Ausdehnung die größte Felsenstadt Böhmens. Durch Regen, Sonne, Frost und Wind entstanden im Lauf der Jahrhunderte jene bis zu 70 m hohen Sandsteinformationen, die in ihrem Aussehen bisweilen an mittelalterliche Festungen erinnern. Zahlreiche Wanderwege laden zur Erkundung des Geländes ein und ein See zum zum Bootfahren. Schon Friedrich der Große rühmte sie: Wer die Adersbacher Felsen nicht gesehen hat, der hat die Natur nicht in ihrer ganzen Größe, Pracht und schöpferischen Phantasie kennengelernt.
Die Josephskirche (Kościół św. Józefa) beim Kloster Grüssau wurde 1692–95 als einschiffige Emporenhalle errichtet. Die Ausmalung der Kirche an Wänden und Decke besorgte der schlesische Barockmaler Michael Willmann (1630-1706) mit seiner Werkstatt. In Freskotechnik sind in den östlichen Seitenkapellen die Sieben Schmerzen und in den westlichen Seitenkapellen die Sieben Freuden des Hl. Joseph dargestellt. In der Szene zur Herbergssuche in Bethlehem sehen wir ein Selbstporträt des Malers. Auch die Ölbilder der Geißelung Christi und die Darstellung des Ecce Home an der Emporensüdwand stammen von Willmann.
1213 bezogen Benediktinermönche die Burg und bauten diese im 14. Jh. zum Kloster um. Die Abtei wurde 1709-37 zunächst nach Plänen des Baumeisters Christoph Dientzenhofer und dann durch seinen Sohn Kilian Ignatz im barocken Stil erweitert. 1945 schloss der Staat das Kloster, 1990 fiel es an den Orden zurück. Heute lebt hier kein Benediktiner mehr. Im Kloster wurde 1999 eine Kopie des Turiner Grabtuches gefunden. Es hatte seit 1651 unbemerkt in der Seitenkapelle des Heiligen Kreuzes gelegen. Bei Führungen besichtigt man das Grabtuch Jesu, Mumien in der Krypta, alte Fresken im Turm und die barocke Bibliothek.
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