Verfügbare Unterkünfte (Akranes Camping)
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Kalmansvík v/Akranesveg
300 Akranes
Island
Island
Breitengrad 64° 19' 34" N (64.32626)
Längengrad 22° 4' 2" W (-22.06724)
Auf der kleinen Landzunge Álftanes im Süden Reykjavíks steht der Hof Bessastaðir. Schon im Mittelalter befand sich hier der gleichnamige Hof von Snorri Sturluson, dem bedeutenden isländischen Historiker und Dichter. Die gegenwärtigen Gebäude stammen jedoch aus dem 18. Jh. Seit 1944, einhergehend mit der Ausrufung der Demokratischen Republik Island, wurde der Hof Residenz des Staatspräsidenten. Zu dem Anwesen gehört auch die öffentlich zugängliche steinerne Kirche (1777), in der der verstorbenen Präsidenten gedacht wird. Interessant sind die Kirchenfenster von 1956 mit ihren Motiven aus der isländischen Kirchengeschichte.
Von der Innenstadt Reykjavíks verläuft die Laugavegur, die beliebteste Einkaufsstraße der Stadt, in westöstlicher Richtung. Einzelne Abschnitte der schmalen Straße sind Fußgängerzone. Wohltuend hebt sich die Laugavegur von den Shoppingmeilen anderer Städte durch das Fehlen von Läden der üblichen internationalen Ketten ab. Hier sind vor allem kleine Mode-, Outdoor- und Designerläden sowie Uhren- und Schmuckgeschäfte beheimatet. Und dazwischen gibt es gemütliche Restaurants und Cafés. Wenn die Geschäfte am Abend schließen, bevölkern die Nachtschwärmer die Laugavegur und ihre Nachbarschaft, denn hier befinden sich etliche angesagte Kneipen. Der Name der Straße lautet übersetzt ›Waschweg‹, denn diese führt vom Zentrum ins Laugardalur, das ›Tal der heißen Quellen‹. Dort kamen früher die Frauen zum Wäschewaschen zusammen. Heute ist das Laugardalur-Tal die größte und beliebteste Grünanlage der Stadt.
Ein Wahrzeichen Reykjavíks ist die ›Perle‹, ein Warmwasserspeicher, der seit 1991 auf dem 61 m hohen Hügel Öskjuhlið südlich des Stadtzentrums thront. Sechs riesige, im Kreis angeordnete Wassertanks werden von einer gläsernen Kuppel gekrönt, die bei jedem Wetter ein schönes Farbenspiel bietet. Jeder dieser Tanks fasst bis zu 4 Mio. Liter geothermales Wasser aus dem Umland, das eine Temperatur von etwa 85 C hat. Von hier aus wird Reykjavík mit Warmwasser versorgt, auch die in den Wintermonaten beheizten Straßen und Gehwege. Von den sechs Wassertanks sind noch fünf in Betrieb, einer wurde trockengelegt und beherbergt seit 2017 das Perlan Museum.
Ein schöner Spaziergang führt entlang des Skulpturenweges vom Gästehaus Höfði ins Stadtzentrum. Die bekannsteste der hier aufgestellten Skulpturen ist die 1986 von Jón Gunnar Árnarson geschaffene Sonnenfahrt, Sólfar. Der Bildhauer hat ein stilisiertes Wikingerschiff aus Metall gefertigt, das je nach Wetterlage unterschiedlich glänzt und schimmert. Es ist ein beliebtes Fotomotiv, besonders bei Sonnenauf- oder -untergang, wenn das Schiff in intensiven Rottönen leuchtet. Der exponierte Platz bezieht die breite Bucht Faxaflói mit dem Blick auf den Berg Esja ein. Je nach Perspektive scheint das Schiff auf dem Wasser zu treiben.
Unter dem Titel ›Making of a Nation‹ präsentiert die Dauerausstellung des Nationalmuseums (Þjóðminjasafn) die Kulturgeschichte Islands von der Frühzeit bis heute. Themen der chronologisch aufgebauten Schau sind die Landnahme um das Jahr 871, die Christianisierung Islands im 11. Jh., die lange Zeit der norwegischen und dänischen Fremdherrschaft, die Reformation und die Unabhängigkeit Islands von Dänemark. Anhand zahlreicher Exponate aus dem ganzen Land wird der Wandel der Gesellschaft von einer einst bäuerlichen zu der städtischen von heute aufgezeigt. Zu den bedeutendsten Ausstellungsstücken zählen die ValÞjófsstaður, eine geschnitzte Kirchentür aus dem Jahr 1200, und die um 1530 gedruckte Guðbrandur-Bibel, die erste Übersetzung der Bibel ins Isländische. Weitere Informationen erhält man über interaktive Displays. Wer sich für Geschichte interessiert, kann sich mit dem Ticket des Nationalmuseums auch das Kulturhaus anschauen, das eine historische Ausstellung über die Anfänge Islands beherbergt.
Ein französischer Konsul ließ das strahlend weiße Holzhaus 1909 in herrlicher Küstenlage errichten. Seit 1958 befindet sich Höfði im Besitz der Stadt Reykjavík und wird für Empfänge und als Gästehaus genutzt. Internationale Bekanntheit erlangte das Gebäude 1986, als US-Präsident Ronald Reagan und der Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion Mikhail Gorbartschow hier auf neutralem Boden erste Abrüstungsgespräche führten. Vor dem Eingang erinnern Tafeln an das Gipfeltreffen, das das Ende des Kalten Krieges einleitete.
Die am Rande der innerstädtischen Grünanlage Laugardalur gelegene Sammlung mit Werken des isländischen Bildhauers Ásmundur Sveinsson (1893-1982) gehört zum Reykjavík Art Museum. Das weiß getünchte Museumsgebäude mit Lichtkuppel und seitlichen Pylonen wurde vom Künstler persönlich als Wohnhaus und Atelier entworfen. Das Ásmundursafn, so lautet der isländische Name des Museums, stellt Werke aus allen seinen Schaffensperioden aus, vom figürlichen Frühwerk bis zum abstrakten Spätwerk. Inspiration fand Sveinsson in der Natur, der isländischen Sagenwelt sowie dem Leben des einfachen Volkes. Der Skulpturengarten rund um das Museum ist frei zugänglich. Weitere Arbeiten des Bildhauers findet man im öffentlichen Raum, z.B. ›Die Wasserträgerin‹ im Laugardalur.
Die Südostecke des zentralen Platzes Austurvöllur nimmt die strahlend weiße Domkirche (Domkirkjan) ein. Der schlichte Bau mit einer kleinen Vorhalle und einem quadratischen Glockenturm über dem Eingangsbereich ist Sitz des evangelisch-lutherischen Bischofs von Island. Eine erste Domkirche an diesem Ort entstand in den Jahren 1788-96. Doch nur wenige Jahre später war diese Kirche zu klein und bereits baufällig und musste 1847/48 rundum erneuert werden. Im Zuge dieser Arbeiten wurde der Bau erweitert und um ein Stockwerk erhöht. Im Inneren konnten Galerien eingezogen werden, die die Anzahl der Sitzplätze auf 600 erhöhte. Kaum zu glauben, dass dieses hübsche, aber bescheidene Gotteshaus Bischofssitz ist.
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