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LPG Adapter: Tankadapter für Autogas bei Campingreisen

Autogas hat sich in den vergangenen Jahren auch bei Campern als kostengünstige Alternative zu anderen Treibstoffen durchgesetzt. Die Fahrt mit Autogas kann die Urlaubskasse erheblich schonen, jedoch wird im europäischen Ausland in der Regel ein LPG Adapter benötigt.

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Der in Deutschland weit verbreitete ACME-Adapter findet sich mehrheitlich nur noch in Belgien. Mit einem DISH-Adapter und einem Bajonett-Tankadapter im Gepäck ist es in der Regel kein Problem mehr, in Europa das eigene Auto zu betanken.

Das Reisen in Europa mit Autogas stellt Camper und ihre Fahrzeuge vor keine großen Herausforderungen. Hierzulande ist es unter der Bezeichnung LPG (Liquefied Petroleum Gas) bekannt. In Frankreich wird es als GPL (Gaz de Pétrole Liquéflé) sowie in Italien und Spanien als GLP (ital. Gas Liuido Propano – span. Gases Licuados del Petróleo). Wer diese Bezeichnungen im Hinterkopf hat, wird an den meisten Tankstellen im Ausland fündig werden. Neben der unterschiedlichen Bezeichnung solltest du nur noch an den Adapter denken, um wirklich gewappnet zu sein. Der in Deutschland verwendete ACME-Adapter könnte sich in vielen Ländern Europas als nutzlos erweisen.

LPG Adapter in Europa

Der ACME-Adapter gilt nur noch Belgien als häufig genutzter Fülladapter, weshalb im Vorfeld einer Reise unbedingt darauf geachtet werden muss, welcher Autogasadapter in welchem Land verwendet wird.

Die erste Wahl dürfte in diesem Zusammenhang auf einen DISH-Adapter fallen. Nationen wie Dänemark, Österreich, Tschechien, Kroatien, Italien, Polen, Portugal, Schweden sowie viele Länder in Osteuropa nutzen diesen zum Betanken von Autogas. Alternativ ist der Kauf eines Bajonett-Tankadapters hilfreich. Spanien, Großbritannien, Norwegen und die Niederlande haben an Tankstellen den Bajonett-Tankanschluss im Einsatz. Auf der Iberischen Halbinsel ist zusätzlich der Euronozzle-Standard verbreitet. Die Hoffnung, dass sich in naher Zukunft ein Standard für alle Länder beim Autogas durchsetzen wird, war bislang vergeblich.

Adapter oftmals an Tankstellen im Ausland erhältlich

Falls der Fülladapter bei einer Auslandsreise vergessen wurde, lohnt sich das Fragen an einer Tankstelle. Die Betreiber haben sich in der Regel auf Besucher eingestellt und können mit einem landestypischen DISH- oder Bajonett-Adapter aushelfen. Darauf verlassen solltest du dich jedoch nicht, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

LPG Adapter kaufen

Bei der Recherche zum Kauf eines LPG Adapters wirst du feststellen, dass die Preisspanne für dein Fahrzeug recht groß ausfallen kann. Wie so oft in diesem Fall, kann die Entscheidung zugunsten eines günstigen Produktes negative Auswirkungen mit sich bringen. In der Regel werden diese aus Messing gefertigt, das keine so hohe Stabilität wie Edelstahl aufweist. Im schlimmsten Fall kann das Außengewinde abbrechen und dabei auch das Innengewinde vom Tankanschluss beschädigt werden.

Empfehlenswert ist auch eine Gravur mit der Nummer 67R-01 für eine beständige Legierung sowie eine Fertigung des Gewindes aus Edelstahl. Mit diesen beiden Kriterien bist du in Sachen Haltbarkeit auf der sicheren Seite und dein Fahrzeug braucht nicht alle paar Monate einen neuen Tankadapter.

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LPG Adapter sollten zudem über einen zusätzlichen Filter verfügen. In Deutschland wird die Qualität von Autogas über die DIN EN 589 für Flüssiggas als Kraftstoff geregelt. Diese schreibt unter anderem vor, dass im Gas nur fünf Prozent an Raffinerierückständen beziehungsweise Verunreinigungen zulässig sind. Schon bei diesen fünf Prozent ist jedoch nicht garantiert, dass es zu keinen Ablagerungen und Fehlfunktionen im Füllsystem oder der Autogasanlage kommen kann.

Im europäischen Ausland kommt die DIN EN 589 natürlich nicht zur Anwendung. Eine höhere Zulässigkeit von Verunreinigungen liegt somit im Bereich des Möglichen. Mit Hilfe eines Filters kann die Verschmutzung deutlich reduziert werden. Im Handel sind die Kombination aus Autogasadapter und Filter problemlos erhältlich. Der Einzelpreis für einen Filter liegt nur bei zehn Euro, falls der Fülladapter schon vorhanden ist.

DISH-Norm ist besonders praktikabel

Im Gegensatz zum ACME-Adapter oder dem Bajonett-Autogasadapter erweist sich die DISH-Norm als besonders praktikabel. Diese wird einfach nur aufgesteckt (und nicht aufgeschraubt) und die Zapfpistole kann problemlos arretiert werden. Mit dem Ziehen des Hebels im Griff kann das Fahrzeug mit Autogas betankt werden. Mit einem erneuten Ziehen des Hebels kommt es zu einem Zischen für den Druckausgleich. Im Anschluss kann der Tankadapter der DISH-Norm einfach abgezogen werden, während die Konkurrenz abgeschraubt wird.

Fazit

Sich im Vorfeld eines Campingurlaubs mit dem richtigen Fülladapter auszustatten, kann dir Sorgen und Probleme ersparen. Der Kauf eines Filters dient der Qualitätssicherung.

Artikel von Riko Wetendorf

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